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Neues Testament

Römer Kapitel 15

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Aber wir, die Starken1, sind es schuldig, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und uns nicht selbst zu gefallen.
2Ein jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung,
3denn auch der Christus gefiel nicht sich selbst, sondern [es war] so, wie geschrieben ist: "Die Beschimpfungen derer, die dich beschimpften, fielen auf mich" {Ps 69,10},
4denn soviel zuvor geschrieben wurde, zu unserer Belehrung wurde es <alles> zuvor geschrieben, damit wir durch die Ausdauer und den Trost der Schriften Hoffnung hätten.
5Aber der Gott der Ausdauer und des Trostes gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander Christus Jesus gemäß,
6damit ihr in einmütiger Weise mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn, Jesu Christi, verherrlicht.
7Darum nehmt einander <vorbehaltlos> an°, so wie auch der Christus euch <vorbehaltlos> annahm zu Gottes Verherrlichung.
8Aber ich sage: Jesus Christus ist ein Diener geworden der Beschneidung für die Wahrhaftigkeit Gottes, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen,
9aber die aus den Völkern, dass sie Gott verherrlichen für Barmherzigkeit, so wie geschrieben ist: "Deswegen werde ich dir Lob bekennen unter denen, die von den Völkern sind, und deinem Namen werde ich lobsingen." {Ps 18,50}
10Und wiederum sagt er: "Seid fröhlich, die ihr von den Völkern seid, mit seinem Volk" {5Mo 32,43},
11und wiederum: "Preist den Herrn, alle, die ihr von den Völkern seid, und preist ihn, alle Völker." {Ps 117,1}
12Und wiederum sagt Jesaja: "Es wird sein ... die Wurzel2 Jesses3 und der, der aufsteht, um über die, die von den Völkern sind, zu herrschen. Auf ihn werden die, die von den Völkern sind, hoffen." {Jes 11,10 n. d. gr. Üsg.}
13Aber der Gott der Hoffnung fülle euch, auf [euer] Glauben hin4, mit aller Freude und [allem] Frieden dahin, dass ihr überreich seid an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.
14Aber auch von mir selbst [aus] bin ich euch bezüglich überzeugt, meine Brüder, dass auch ihr selbst voller Gütigkeit seid, erfüllt mit allerlei Kenntnis, auch imstande, einander zu ermahnen.
15Aber ich bin kühner5 [gewesen, wenn] ich euch [jetzt] schrieb, Brüder, (zum Teil als einer, der euch erinnert hat) wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben wurde,
16um ein Dienstleistender Jesu Christi zu sein für die, die von den Völkern sind, und priesterlich zu wirken an der guten Botschaft Gottes, damit die Weihegabe, [nämlich] die, die von den Völkern sind,6 eine wohlangenehme werde, geheiligt im Heiligen Geist.
17Ich habe also etwas zum Rühmen in Christus Jesus in dem, was Gott betrifft,
18denn ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus durch mich bewirkte zum Gehorsam derer, die von den Völkern sind, mittels Wort und Werk,
19in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes, sodass ich von Jerusalem an und in einem Umkreis bis Illyrien die gute Botschaft von dem Christus ganz ausrichtete,
20so aber, dass es mein Streben ist, die gute Botschaft zu sagen, nicht, wo Christus [bereits] genannt war, damit ich nicht auf fremdem Grund7 baute,
21sondern, wie geschrieben ist: "Die, denen nicht über ihn berichtet war, werden sehen; und die, die nicht gehört haben, werden verstehen." {Jes 52,15 n. d. gr. Üsg.}
22Darum wurde ich auch vielmals verhindert, zu euch zu kommen.
23Nun aber, da ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe und seit vielen Jahren eine Sehnsucht habe, zu euch zu kommen,
24werde ich, wenn es [so weit] ist, dass ich nach Spanien reise, zu euch kommen, denn ich hoffe, auf der Durchreise euch zu Gesicht zu bekommen und von euch dorthin weitergeleitet8 zu werden, wenn ich mich zuvor an euch einigermaßen gesättigt habe.
25Aber nun reise ich nach Jerusalem in einem Dienst für die Heiligen,
26denn es gefiel Makedonien und Achaia wohl, eine gewisse Beisteuer, <ein [Zeichen der] Gemeinschaft>, zu leisten für die Armen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind;
27denn es gefiel ihnen - und sie sind ihre Schuldner, denn wenn die, die von den Völkern sind, an ihren geistlichen [Gütern] teilhatten, sind sie schuldig, ihnen auch in den fleischlichen [Gütern]9 Dienst zu leisten.
28Nachdem ich also diese [Aufgabe] zu Ende geführt und ihnen diese Frucht besiegelt habe, werde ich ab[reisen und] über euch nach Spanien ziehen.
29Aber ich weiß, wenn ich zu euch komme, dass ich in der Segensfülle der guten Botschaft des Christus kommen werde.
30Ich rufe euch aber auf, Brüder, durch unseren Herrn, Jesus Christus, und durch die Liebe des Geistes, zusammen mit mir zu ringen in Gebeten für mich zu Gott,
31damit ich befreit werde von den im Unglauben Ungehorsamen in Judäa und damit mein Dienst10, der für Jerusalem ist, den Heiligen wohlangenehm werde,
32damit ich mit Freude zu euch komme durch den Willen Gottes und zusammen mit euch erquickt werde.
33Der Gott des Friedens [sei mit] euch allen. Amen.

Fußnoten

  1. 1 eigtl.: die Kräftigen
  2. 2 d. h.: die Wurzel mitsamt Stamm; so die Bedeutung des Wortes im Gt.
  3. 3 eigtl.: Jessa-is; d. i.: Isais
  4. 4 o.: in dem Vertrauen; d. h.: im Zuge des Ausübens von Vertrauen; o.: während ihr [ihm gegenüber] Vertrauen ausübt.
  5. 5 i. S. v.: ziemlich kühn
  6. 6 Der Wesfall im Gt. ("die Weihegabe der Völker" bzw. "Heiden") muss hier wohl i. S. d. Gleichsetzung verstanden werden.
  7. 7 d. h.: auf eines anderen Grund
  8. 8 Möglicherw. schloss dieses ein fürsorgliches Ausstatten für die Reise ein.
  9. 9 D. s. die, die mit dem äußeren Menschen zu tun haben, also die irdischen.
  10. 10 gr. diakonia