Neues Testament
Römer Kapitel 3
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Was ist also der Vorteil des Juden oder was der Nutzen der Beschneidung?
2Viel, in jeder Hinsicht - denn ihnen wurden, vor allem, die Worte Gottes anvertraut.
3Was denn, wenn etliche untreu wurden1? Wird nicht ihre Untreue2 die Treue3 Gottes aufheben?
4Das sei fern! Lass Gott als wahrhaftig [herausgestellt] werden, jeden Menschen aber als Lügner, so wie geschrieben ist: "Auf dass du gerechtfertigt werdest in deinen Worten und siegest, wenn du gerichtet wirst4." {Ps 51,6 n. d. gr. Üsg.}
5Wenn unsere Ungerechtigkeit aber Gottes Gerechtigkeit hervorhebt, was werden wir sagen? Ist Gott ungerecht, der Zorn auferlegt? (Ich rede nach Menschen[weise].)
6Das sei fern! Wie wird denn Gott die Welt richten?5
7- denn wenn die Wahrheit Gottes durch meine Lüge reicher wurde zu seiner Verherrlichung, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet,
8und [warum] nicht [sagen], wie wir gelästert werden und wie etliche behaupten, dass wir sprechen: "Lasst uns Übles tun, damit Gutes komme"? - deren Gericht gerecht ist.
9Was also? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! - denn wir beschuldigten vorhin Juden und auch Griechen, dass sie alle unter der Sünde seien,
10so wie geschrieben ist: "Es ist kein Gerechter, auch nicht einer.
11Es ist kein Verständiger. Es ist kein nach Gott Suchender.
12Alle wichen ab. Sie wurden alle zusammen untauglich. Es ist kein Freundlichkeit Übender; es ist nicht so viel wie einer." {Vgl. Ps 14,1-3; 53,2-4.}
13"Ihre Kehle ist ein offenes Grab. Mit ihren Zungen waren sie trügerisch." {Vgl. Ps 5,10; 14,3 gr. Üsg.}6 "Otterngift ist unter ihren Lippen." {Ps 140,4}
14"Deren Mund voll von Fluchen und Bitterkeit ist." {Vgl. Ps 10,7.}
15"Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen.
16Verwüstung und Elend sind auf ihren Wegen,
17und den Weg des Friedens kannten sie nicht." {Vgl. Jes 59,7.8.}
18"Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen." {Vgl. Ps 36,2.}
19Aber wir wissen: Alles, was auch immer das Gesetz sagt, spricht es für die, die im Gesetz sind, damit jeder Mund gestopft werde und die gesamte Welt unter das gerechte <Gerichtsurteil> vor Gott komme.
20Darum: Aus Werken des Gesetzes wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden, denn durch das Gesetz entsteht Erkenntnis der Sünde.
21Nun ist aber, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten,
22Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus - für alle und auf alle, die glauben; denn es ist kein Unterschied,
23denn alle sündigten, und sie reichen nicht an die Herrlichkeit Gottes heran7;
24sie werden geschenkweise gerechtfertigt <durch> seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist,
25den Gott <sich> hinstellte als Sühnung8 durch den Glauben - durch sein Blut - zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hinweggehens über die zuvor geschehenen Sünden
26in der Zurückhaltung9 Gottes, im Blick auf die Erweisung seiner Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, damit er gerecht sei und den rechtfertige, der aus Glauben an Jesus <ist>.10
27Wo bleibt also das Rühmen? Es wurde ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? - das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
28Wir rechnen also, dass ein Mensch <durch> Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.
29[Ist er] Gott allein der Juden? - nicht auch derer, die von den Völkern sind? Ja, auch derer, die von den Völkern sind,
30da es doch ein Gott ist, der rechtfertigen wird die Beschneidung aus Glauben und die Unbeschnittenheit durch den Glauben.
31Beseitigen wir also das Gesetz durch den Glauben? Auf keinen Fall, sondern wir richten das Gesetz auf.
2Viel, in jeder Hinsicht - denn ihnen wurden, vor allem, die Worte Gottes anvertraut.
3Was denn, wenn etliche untreu wurden1? Wird nicht ihre Untreue2 die Treue3 Gottes aufheben?
4Das sei fern! Lass Gott als wahrhaftig [herausgestellt] werden, jeden Menschen aber als Lügner, so wie geschrieben ist: "Auf dass du gerechtfertigt werdest in deinen Worten und siegest, wenn du gerichtet wirst4." {Ps 51,6 n. d. gr. Üsg.}
5Wenn unsere Ungerechtigkeit aber Gottes Gerechtigkeit hervorhebt, was werden wir sagen? Ist Gott ungerecht, der Zorn auferlegt? (Ich rede nach Menschen[weise].)
6Das sei fern! Wie wird denn Gott die Welt richten?5
7- denn wenn die Wahrheit Gottes durch meine Lüge reicher wurde zu seiner Verherrlichung, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet,
8und [warum] nicht [sagen], wie wir gelästert werden und wie etliche behaupten, dass wir sprechen: "Lasst uns Übles tun, damit Gutes komme"? - deren Gericht gerecht ist.
9Was also? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! - denn wir beschuldigten vorhin Juden und auch Griechen, dass sie alle unter der Sünde seien,
10so wie geschrieben ist: "Es ist kein Gerechter, auch nicht einer.
11Es ist kein Verständiger. Es ist kein nach Gott Suchender.
12Alle wichen ab. Sie wurden alle zusammen untauglich. Es ist kein Freundlichkeit Übender; es ist nicht so viel wie einer." {Vgl. Ps 14,1-3; 53,2-4.}
13"Ihre Kehle ist ein offenes Grab. Mit ihren Zungen waren sie trügerisch." {Vgl. Ps 5,10; 14,3 gr. Üsg.}6 "Otterngift ist unter ihren Lippen." {Ps 140,4}
14"Deren Mund voll von Fluchen und Bitterkeit ist." {Vgl. Ps 10,7.}
15"Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen.
16Verwüstung und Elend sind auf ihren Wegen,
17und den Weg des Friedens kannten sie nicht." {Vgl. Jes 59,7.8.}
18"Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen." {Vgl. Ps 36,2.}
19Aber wir wissen: Alles, was auch immer das Gesetz sagt, spricht es für die, die im Gesetz sind, damit jeder Mund gestopft werde und die gesamte Welt unter das gerechte <Gerichtsurteil> vor Gott komme.
20Darum: Aus Werken des Gesetzes wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden, denn durch das Gesetz entsteht Erkenntnis der Sünde.
21Nun ist aber, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten,
22Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus - für alle und auf alle, die glauben; denn es ist kein Unterschied,
23denn alle sündigten, und sie reichen nicht an die Herrlichkeit Gottes heran7;
24sie werden geschenkweise gerechtfertigt <durch> seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist,
25den Gott <sich> hinstellte als Sühnung8 durch den Glauben - durch sein Blut - zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hinweggehens über die zuvor geschehenen Sünden
26in der Zurückhaltung9 Gottes, im Blick auf die Erweisung seiner Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, damit er gerecht sei und den rechtfertige, der aus Glauben an Jesus <ist>.10
27Wo bleibt also das Rühmen? Es wurde ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? - das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
28Wir rechnen also, dass ein Mensch <durch> Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.
29[Ist er] Gott allein der Juden? - nicht auch derer, die von den Völkern sind? Ja, auch derer, die von den Völkern sind,
30da es doch ein Gott ist, der rechtfertigen wird die Beschneidung aus Glauben und die Unbeschnittenheit durch den Glauben.
31Beseitigen wir also das Gesetz durch den Glauben? Auf keinen Fall, sondern wir richten das Gesetz auf.
Fußnoten
- 1 und nicht glaubten.
- 2 und ihr Unglaube
- 3 und Glaubwürdigkeit
- 4 o.: wenn man mir dir rechtet.
- 5 d. h.: Wie sonst wird Gott die Welt richten können?
- 6 Die gr. Üsg. von Ps 14,3 enthält - mit geringfügigen Unterschieden - die V. 13-18.
- 7 "Herrlichkeit Gottes" ist hier sein herrliches sittliches Wesen als Maßstab, dem man nicht entspricht.
- 8 gr. hilasteerion, dasselbe Wort wie in Hebr 9,5 u. 2Mo 25,17-22. n. d. gr. Üsg, nicht aber dasselbe wie in 1Joh 2,2; 4,10.
- 9 o.: in dem Ansichhalten
- 10 eigtl.: um gerecht zu sein und zu rechtfertigen den aus Glauben an Jesus [Seienden] (d. h.: den, der an Jesus glaubt)