Altes Testament
Daniel Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und im zweiten Jahr der Königsherrschaft Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume. Und sein Geist wurde beunruhigt; und um seinen Schlaf war es geschehen.
2Und der König befahl, die Wahrsagepriester und die Beschwörer und die Zauberer und die Chaldäer1 zu rufen, dem König seine Träume mitzuteilen. Und sie kamen und traten vor den König.
3Und der König sagte zu ihnen: "Ich hatte einen Traum. Und mein Geist ist beunruhigt [und sucht], den Traum zu verstehen."
4Und die Chaldäer sagten zu dem König auf Aramäisch2: "König, lebe ewiglich! Sage deinen Knechten den Traum, so werden wir die Deutung anzeigen3."
5Der König antwortete und sagte zu den Chaldäern: "Das von mir [ausgegangene] Wort4 ist fest beschlossen: Wenn ihr mir den Traum und seine Deutung nicht mitteilt, werdet ihr in Stücke gehauen, und eure Häuser werden zu Misthaufen gemacht.
6Wenn ihr aber den Traum und seine Deutung anzeigt, sollt ihr Geschenke und Gaben und große Ehre von mir empfangen. Darum zeigt mir den Traum und seine Deutung an."
7Sie antworteten zum zweiten Mal und sagten: "Der König sage seinen Knechten den Traum, so werden wir die Deutung anzeigen."
8Der König antwortete und sagte: "Ich weiß genau5, dass ihr Zeit gewinnen wollt, da ihr ja seht, dass das von mir [ausgegangene] Wort fest beschlossen ist6.
9Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, gilt nur dieser eine Befehl über euch! - Fürwahr, ihr habt euch verabredet, lügenhafte und trügerische Rede vor mir zu reden, bis die Zeit sich ändert. Darum sagt mir den Traum, und <so> werde ich wissen, dass ihr mir seine Deutung anzeigen werdet."
10Die Chaldäer antworteten vor dem König und sagten: "Es gibt keinen Menschen auf dem Trockenen, der die Sache des Königs anzeigen könnte. Infolgedessen hat kein großer und mächtiger König jemals eine Sache wie diese von irgendeinem Wahrsagepriester oder Beschwörer oder Chaldäer verlangt.
11Und die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Und es gibt keinen anderen, der sie vor dem König anzeigen könnte, als nur die Götter, deren Wohnung [aber] nicht bei Fleisch7 ist."
12Infolgedessen wurde der König zornig und ergrimmte sehr. Und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen.
13Und der Befehl ging aus, und die Weisen sollten getötet werden. Und man suchte Daniel und seine Gefährten, um sie zu töten.
14Da erwiderte Daniel sogleich mit Verstand und Einsicht dem Arjoch, dem Obersten der Leibwache des Königs, der ausgezogen war, die Weisen Babels zu töten.
15Er antwortete Arjoch, dem Bevollmächtigten des Königs, und sagte: "Warum das strenge Urteil vom König?" Hierauf teilte Arjoch die Sache Daniel mit.
16Und Daniel ging hinein und erbat sich von dem König, dass er ihm eine Frist gewähre, dem König die Deutung anzuzeigen.
17Hierauf ging Daniel in sein Haus und erklärte die Sache seinen Gefährten Hananja, Mischaël und Asarja,
18damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erbitten möchten wegen dieses Geheimnisses, damit Daniel und seine Gefährten nicht mit den übrigen Weisen von Babel umkämen.
19Hierauf wurde Daniel in einem Nachtgesicht das Geheimnis geoffenbart. Hierauf lobte Daniel den Gott des Himmels.
20Daniel antwortete und sagte: "Gelobt8 sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn Weisheit und Macht, sie sind sein.
21Und er ändert Zeiten und Zeitpunkte; er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen die Einsicht.
22Er offenbart das Tiefe und das Verborgene. Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht.
23Dir, Gott meiner Väter, danke ich, und [dich] rühme ich, dass du mir die Weisheit und die Stärke gegeben hast, und mich jetzt hast wissen lassen, was wir von dir erbeten haben, denn du hast uns wissen lassen die Sache des Königs."
24Infolgedessen ging Daniel zu Arjoch hinein, den der König beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er ging hin und sagte zu ihm: "Was die Weisen von Babel betrifft, bringe [sie] nicht um! Führe mich vor den König, so werde ich dem König die Deutung anzeigen."
25Da führte Arjoch Daniel in Eile9 vor den König und sagte zu ihm: "Ich habe einen Mann unter den Weggeführten von Juda gefunden, der wird dem König die Deutung mitteilen."
26Der König antwortete und sagte zu Daniel, dessen Name Beltschazar war: "Bist du imstande, mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung kundzutun?"
27Daniel antwortete vor dem König und sagte: "Das Geheimnis, das der König verlangt, können Weise, Beschwörer, Wahrsagepriester und Zeichendeuter10 dem König nicht anzeigen.
28Aber es ist ein Gott in den Himmeln, der Geheimnisse offenbart, und er lässt den König Nebukadnezar wissen, was in der späteren [Zeit] der Tage11 geschehen wird. Dein Traum und die Gesichte deines Hauptes auf deinem Lager waren diese:
29Dir, König, stiegen auf deinem Lager Gedanken auf, was nach diesem geschehen werde. Und der die Geheimnisse offenbart, er hat dich wissen lassen, was geschehen wird.
30Mir aber wurde nicht durch Weisheit, die in mir mehr als in allen Lebenden wäre, dieses Geheimnis geoffenbart, sondern deshalb, damit man den König die Deutung wissen lasse und du die Gedanken deines Herzens erkennst12.
31Du, König, schautest, und siehe! - ein mächtiges Bild13. Dieses Bild war groß und sein Glanz außergewöhnlich. Es stand vor dir, und sein Aussehen war furchterregend.
32Das Bild war dieses: Sein Haupt war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, sein Bauch und seine Lenden14 aus Erz,
33seine Unterschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.
34Du schautest, bis ein Stein sich löste - nicht durch Hände - und das Bild auf seine Füße aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte.
35Da wurden sogleich auf einen Schlag15 das Eisen, der Ton, das Erz, das Silber und das Gold zermalmt. Und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen. Und der Wind trug sie fort, und es wurde keine Spur von ihnen gefunden. Und der Stein, der an das Bild geschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und füllte das ganze Land16.
36Das ist der Traum. Und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen:
37Du, König, König der Könige, dir gab der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht und die Stärke und die Ehre;
38und überall, wo Menschensöhne, Tiere17 des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, gab er sie in deine Hand. Und er setzte dich zum Machthaber über sie alle: Das Haupt aus Gold, das bist du.
39Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, niedriger als du; und ein anderes, drittes Königreich, aus Erz, das Macht haben wird über die ganze Erde.
40- und ein viertes Königreich: Es wird stark sein wie Eisen, da ja Eisen alles zerschlägt und zermalmt. Und wie Eisen, das alles dieses zertrümmert, wird es zerschlagen und zertrümmern.
41Und dass du die Füße und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen geschaut hast: Es wird ein geteiltes Königreich sein; und es wird von der Festigkeit des Eisens an ihm sein, wie du ja Eisen vermischt mit lehmigem Ton geschaut hast.
42Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen und teils aus Ton: Teils wird das Königreich stark sein, und teils wird es zerbrechlich sein.
43Dass du das Eisen vermischt mit lehmigem Ton geschaut hast: Sie werden sich durch Menschensamen mischen, aber aneinander haften werden sie nicht, ebenso wie Eisen sich mit Ton nicht vermischt.
44Und in den Tagen jener Könige18 wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewiglich nicht zerstört werden wird, und das Königreich19 wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zerschlagen und [ihnen] ein Ende bereiten; aber es selbst wird ewiglich bestehen;
45- wie du ja geschaut hast, dass von dem Berg ein Stein sich loslöste, nicht durch Hände, und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. [Der] große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen wird. Der Traum ist gewiss20, und seine Deutung ist verlässlich21."
46Da fiel der König Nebukadnezar sogleich nieder auf sein Angesicht22 und huldigte Daniel. Und er sagte, man solle ihm Opfergaben und Räucherwerk darbringen.
47Der König erwiderte Daniel und sagte: "Wahrheit [ist es], dass euer Gott der Gott der Götter ist und der Herr der Könige, und er offenbart Geheimnisse; denn du warst imstande, dieses Geheimnis zu offenbaren."
48Hierauf machte der König Daniel groß und gab ihm viele große Geschenke. Und er setzte ihn zum Bevollmächtigten über die ganze Provinz Babel und zum Obervorsteher über alle Weisen von Babel.
49Und Daniel bat den König, und so setzte er Schadrach, Meschach und Abed-Nego über die Verwaltung der Provinz Babel. Und Daniel war im Tor des Königs.
2Und der König befahl, die Wahrsagepriester und die Beschwörer und die Zauberer und die Chaldäer1 zu rufen, dem König seine Träume mitzuteilen. Und sie kamen und traten vor den König.
3Und der König sagte zu ihnen: "Ich hatte einen Traum. Und mein Geist ist beunruhigt [und sucht], den Traum zu verstehen."
4Und die Chaldäer sagten zu dem König auf Aramäisch2: "König, lebe ewiglich! Sage deinen Knechten den Traum, so werden wir die Deutung anzeigen3."
5Der König antwortete und sagte zu den Chaldäern: "Das von mir [ausgegangene] Wort4 ist fest beschlossen: Wenn ihr mir den Traum und seine Deutung nicht mitteilt, werdet ihr in Stücke gehauen, und eure Häuser werden zu Misthaufen gemacht.
6Wenn ihr aber den Traum und seine Deutung anzeigt, sollt ihr Geschenke und Gaben und große Ehre von mir empfangen. Darum zeigt mir den Traum und seine Deutung an."
7Sie antworteten zum zweiten Mal und sagten: "Der König sage seinen Knechten den Traum, so werden wir die Deutung anzeigen."
8Der König antwortete und sagte: "Ich weiß genau5, dass ihr Zeit gewinnen wollt, da ihr ja seht, dass das von mir [ausgegangene] Wort fest beschlossen ist6.
9Wenn ihr mir den Traum nicht mitteilt, gilt nur dieser eine Befehl über euch! - Fürwahr, ihr habt euch verabredet, lügenhafte und trügerische Rede vor mir zu reden, bis die Zeit sich ändert. Darum sagt mir den Traum, und <so> werde ich wissen, dass ihr mir seine Deutung anzeigen werdet."
10Die Chaldäer antworteten vor dem König und sagten: "Es gibt keinen Menschen auf dem Trockenen, der die Sache des Königs anzeigen könnte. Infolgedessen hat kein großer und mächtiger König jemals eine Sache wie diese von irgendeinem Wahrsagepriester oder Beschwörer oder Chaldäer verlangt.
11Und die Sache, die der König verlangt, ist schwer. Und es gibt keinen anderen, der sie vor dem König anzeigen könnte, als nur die Götter, deren Wohnung [aber] nicht bei Fleisch7 ist."
12Infolgedessen wurde der König zornig und ergrimmte sehr. Und er befahl, alle Weisen von Babel umzubringen.
13Und der Befehl ging aus, und die Weisen sollten getötet werden. Und man suchte Daniel und seine Gefährten, um sie zu töten.
14Da erwiderte Daniel sogleich mit Verstand und Einsicht dem Arjoch, dem Obersten der Leibwache des Königs, der ausgezogen war, die Weisen Babels zu töten.
15Er antwortete Arjoch, dem Bevollmächtigten des Königs, und sagte: "Warum das strenge Urteil vom König?" Hierauf teilte Arjoch die Sache Daniel mit.
16Und Daniel ging hinein und erbat sich von dem König, dass er ihm eine Frist gewähre, dem König die Deutung anzuzeigen.
17Hierauf ging Daniel in sein Haus und erklärte die Sache seinen Gefährten Hananja, Mischaël und Asarja,
18damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erbitten möchten wegen dieses Geheimnisses, damit Daniel und seine Gefährten nicht mit den übrigen Weisen von Babel umkämen.
19Hierauf wurde Daniel in einem Nachtgesicht das Geheimnis geoffenbart. Hierauf lobte Daniel den Gott des Himmels.
20Daniel antwortete und sagte: "Gelobt8 sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn Weisheit und Macht, sie sind sein.
21Und er ändert Zeiten und Zeitpunkte; er setzt Könige ab und setzt Könige ein. Er gibt den Weisen die Weisheit und den Verständigen die Einsicht.
22Er offenbart das Tiefe und das Verborgene. Er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht.
23Dir, Gott meiner Väter, danke ich, und [dich] rühme ich, dass du mir die Weisheit und die Stärke gegeben hast, und mich jetzt hast wissen lassen, was wir von dir erbeten haben, denn du hast uns wissen lassen die Sache des Königs."
24Infolgedessen ging Daniel zu Arjoch hinein, den der König beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er ging hin und sagte zu ihm: "Was die Weisen von Babel betrifft, bringe [sie] nicht um! Führe mich vor den König, so werde ich dem König die Deutung anzeigen."
25Da führte Arjoch Daniel in Eile9 vor den König und sagte zu ihm: "Ich habe einen Mann unter den Weggeführten von Juda gefunden, der wird dem König die Deutung mitteilen."
26Der König antwortete und sagte zu Daniel, dessen Name Beltschazar war: "Bist du imstande, mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung kundzutun?"
27Daniel antwortete vor dem König und sagte: "Das Geheimnis, das der König verlangt, können Weise, Beschwörer, Wahrsagepriester und Zeichendeuter10 dem König nicht anzeigen.
28Aber es ist ein Gott in den Himmeln, der Geheimnisse offenbart, und er lässt den König Nebukadnezar wissen, was in der späteren [Zeit] der Tage11 geschehen wird. Dein Traum und die Gesichte deines Hauptes auf deinem Lager waren diese:
29Dir, König, stiegen auf deinem Lager Gedanken auf, was nach diesem geschehen werde. Und der die Geheimnisse offenbart, er hat dich wissen lassen, was geschehen wird.
30Mir aber wurde nicht durch Weisheit, die in mir mehr als in allen Lebenden wäre, dieses Geheimnis geoffenbart, sondern deshalb, damit man den König die Deutung wissen lasse und du die Gedanken deines Herzens erkennst12.
31Du, König, schautest, und siehe! - ein mächtiges Bild13. Dieses Bild war groß und sein Glanz außergewöhnlich. Es stand vor dir, und sein Aussehen war furchterregend.
32Das Bild war dieses: Sein Haupt war aus gediegenem Gold, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, sein Bauch und seine Lenden14 aus Erz,
33seine Unterschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.
34Du schautest, bis ein Stein sich löste - nicht durch Hände - und das Bild auf seine Füße aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte.
35Da wurden sogleich auf einen Schlag15 das Eisen, der Ton, das Erz, das Silber und das Gold zermalmt. Und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen. Und der Wind trug sie fort, und es wurde keine Spur von ihnen gefunden. Und der Stein, der an das Bild geschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und füllte das ganze Land16.
36Das ist der Traum. Und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen:
37Du, König, König der Könige, dir gab der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht und die Stärke und die Ehre;
38und überall, wo Menschensöhne, Tiere17 des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, gab er sie in deine Hand. Und er setzte dich zum Machthaber über sie alle: Das Haupt aus Gold, das bist du.
39Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, niedriger als du; und ein anderes, drittes Königreich, aus Erz, das Macht haben wird über die ganze Erde.
40- und ein viertes Königreich: Es wird stark sein wie Eisen, da ja Eisen alles zerschlägt und zermalmt. Und wie Eisen, das alles dieses zertrümmert, wird es zerschlagen und zertrümmern.
41Und dass du die Füße und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen geschaut hast: Es wird ein geteiltes Königreich sein; und es wird von der Festigkeit des Eisens an ihm sein, wie du ja Eisen vermischt mit lehmigem Ton geschaut hast.
42Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen und teils aus Ton: Teils wird das Königreich stark sein, und teils wird es zerbrechlich sein.
43Dass du das Eisen vermischt mit lehmigem Ton geschaut hast: Sie werden sich durch Menschensamen mischen, aber aneinander haften werden sie nicht, ebenso wie Eisen sich mit Ton nicht vermischt.
44Und in den Tagen jener Könige18 wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewiglich nicht zerstört werden wird, und das Königreich19 wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zerschlagen und [ihnen] ein Ende bereiten; aber es selbst wird ewiglich bestehen;
45- wie du ja geschaut hast, dass von dem Berg ein Stein sich loslöste, nicht durch Hände, und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. [Der] große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen wird. Der Traum ist gewiss20, und seine Deutung ist verlässlich21."
46Da fiel der König Nebukadnezar sogleich nieder auf sein Angesicht22 und huldigte Daniel. Und er sagte, man solle ihm Opfergaben und Räucherwerk darbringen.
47Der König erwiderte Daniel und sagte: "Wahrheit [ist es], dass euer Gott der Gott der Götter ist und der Herr der Könige, und er offenbart Geheimnisse; denn du warst imstande, dieses Geheimnis zu offenbaren."
48Hierauf machte der König Daniel groß und gab ihm viele große Geschenke. Und er setzte ihn zum Bevollmächtigten über die ganze Provinz Babel und zum Obervorsteher über alle Weisen von Babel.
49Und Daniel bat den König, und so setzte er Schadrach, Meschach und Abed-Nego über die Verwaltung der Provinz Babel. Und Daniel war im Tor des Königs.
Fußnoten
- 1 D. s. die Begründer des neubabylonischen Reiches; hier i. S. v.: Sterndeuter; Astrologen (Chaldäa war das Vaterland der Astrologie.); so a. V. 4.
- 2 Von 2,4 bis 7,28 berichtet Daniel in aramäischer Sprache.
- 3 o.: den Sinn erklären.
- 4 o.: Die von mir ausgegangene Sache
- 5 eigtl.: zuverlässig; gewisslich
- 6 eigtl.: mit festem Entschluss kundgetan ist; so a. V. 5.
- 7 i. S. v.: bei den Fleischwesen; bei den Sterblichen
- 8 und gesegnet
- 9 eigtl.: <heftig bewegt und> eilig
- 10 D. s. Zukunftsdeuter, die mittels Leberschau bzw. Eingeweideschau die Zukunft deuten; so a. Dan 4,4; 5,7.11.
- 11 o.: in fernen Tagen; o.: in der Folgezeit
- 12 und verstehst.
- 13 i. S. v.: Standbild; so a. i. Folg.
- 14 Der Lendenbereich schloss den Oberschenkelbereich mit ein, gemeint ist der von der Lendenbekleidung bedeckte Teil des Körpers.
- 15 o.: zugleich; w.: wie Eines
- 16 o.: die ganze Erde ("Erde" im begrenzten Sinn; s. V. 39.)
- 17 w.: Lebende; das Wort bez. frei o. wild lebende Tiere.
- 18 i. S. v.: jener Königreiche (Der König steht für das Reich; vgl. Dan 7,17.)
- 19 o.: die Königsherrschaft
- 20 o.: fest; unumstößlich
- 21 o.: vertrauenswürdig; wahr; zuverlässig
- 22 Grundbed.: Nase