Altes Testament
Daniel Kapitel 3
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Der König Nebukadnezar machte ein Bild1 aus Gold: Seine Höhe sechzig Ellen, seine Breite sechs Ellen. Er stellte es in der Ebene Dura auf, in der Provinz Babel.
2Und der König Nebukadnezar sandte hin, die Satrapen, die Statthalter2 und die Verwalter3, die Staatsräte, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber4 und alle Befehlshaber der Provinzen5 zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
3Da versammelten sich sogleich die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter, die Staatsräte, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle Befehlshaber der Provinzen zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Und sie stellten sich vor dem Bild auf, das Nebukadnezar aufgestellt hatte.
4Und der Herold rief mit Macht: "Euch, [ihr] Völkerschaften, Stämme und Sprachen, wird gesagt:
5Sobald ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute6, der Harfe7, der Sackpfeife8 und aller Arten von Instrumenten9 hören werdet, sollt ihr niederfallen und dem goldenen Bild huldigen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat.
6Und wer nicht niederfällt und huldigt, soll in derselben Stunde mitten in den glühenden Feuerofen geworfen werden."
7Infolgedessen, sobald alle Völker den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und aller Arten von Instrumenten hörten, fielen alle Völkerschaften, Stämme und Sprachen nieder und huldigten dem goldenen Bild, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
8Infolge davon kamen zur selben Stunde chaldäische Männer heran und klagten <in hinterhältiger Absicht> die Juden an.
9Sie fingen an und sagten zu Nebukadnezar, dem König: "Der König lebe ewiglich!
10König, du hast den Befehl erlassen, dass jeder Mensch, der den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und der Sackpfeife und aller Arten von Instrumenten hören werde, niederfallen und dem goldenen Bild huldigen solle,
11und wer nicht niederfalle und huldige, solle mitten in den glühenden Feuerofen geworfen werden.
12Es sind da nun Männer, Juden, die du über die Verwaltung der Provinz Babel einsetztest, Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, König, geben dir keine Beachtung. Sie erweisen deinen Göttern nicht den verehrenden Dienst; sie huldigen nicht dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast."
13Da sagte Nebukadnezar sogleich mit Zorn und Grimm, dass man Schadrach, Meschach und Abed-Nego herbeibringen solle. Sogleich wurden diese Männer vor den König gebracht.
14Nebukadnezar erwiderte und sagte zu ihnen: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego! Ist es Vorsatz, dass ihr meinen Göttern den verehrenden Dienst nicht erweist, und dass ihr dem goldenen Bild, das ich aufgestellt habe, nicht huldigt?
15Nun, wenn ihr zu der Zeit, da ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und der Sackpfeife und aller Arten von Instrumenten hören werdet, bereit seid, niederzufallen und dem Bild, das ich gemacht habe, zu huldigen, [ist es gut]. Wenn ihr aber nicht huldigt, werdet ihr in derselben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist er - der Gott, der euch aus meiner Hand retten könnte?"
16Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sagten zum König: "Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern.
17Wenn es <so> sein soll: Unser Gott, dem wir <fortwährend> in Verehrung dienen, ist imstande, uns aus dem glühenden Feuerofen zu retten; und er wird [uns] aus deiner Hand retten, König!
18Und wenn es nicht <so> sein soll, sei dir zur Kenntnis gebracht, König: Deinen Göttern werden wir nicht Dienst erweisen, und dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, werden wir nicht huldigen!"
19Da wurde Nebukadnezar sogleich voll Grimm, und der Ausdruck seines Angesichtes veränderte sich gegen Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er erwiderte und sagte, man solle den Ofen heizen, siebenmal mehr als ihn zu heizen vorgesehen war.
20Und den Männern, den tüchtigsten Männern in seinem Heer, sagte er, man solle Schadrach, Meschach und Abed-Nego binden, um sie in den glühenden Feuerofen zu werfen.
21Da wurden diese Männer sogleich in ihren Leibröcken10, Obergewändern und Mützen und ihren [sonstigen] Kleidern gebunden und in den glühenden Feuerofen geworfen.
22Infolge davon, dass das Wort des Königs streng und der Ofen übermäßig geheizt war, tötete die Flamme des Feuers jene Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufgebracht hatten.
23Und diese drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gebunden mitten in den glühenden Feuerofen.
24Hierauf erschrak11 der König Nebukadnezar und stand eilends12 auf. Und er erwiderte und sagte zu seinen Staatsräten13: "Haben wir nicht drei Männer gebunden mitten ins Feuer geworfen?" Sie antworteten und sagten zu dem König: "Gewiss, König!"
25Er erwiderte und sagte: "Siehe! Ich sehe vier Männer, [von Fesseln] gelöst, mitten im Feuer umherwandeln. Und es ist keine Verletzung an ihnen. Und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Göttersohnes!"
26Da trat Nebukadnezar sogleich an die Öffnung des brennenden Feuerofens, erwiderte und sagte: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego, Knechte des höchsten Gottes! Geht heraus und kommt her!" Sogleich gingen Schadrach, Meschach und Abed-Nego mitten aus dem Feuer hervor.
27Und es versammelten sich die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter und die Staatsräte des Königs. Sie beschauten diese Männer, <und sahen>, dass das Feuer über ihre Leiber nicht Macht gehabt hatte: Das Haar ihres Hauptes war nicht versengt, und ihre Leibröcke waren nicht verändert, und der Geruch des Feuers war nicht an sie gekommen.
28Nebukadnezar erwiderte und sagte: "Gelobt14 sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Boten sandte und seine Knechte rettete, die auf ihn vertrauten und das Wort des Königs übertraten15 und ihre Leiber dahingaben, dass sie nicht irgendeinem Gott verehrend dienten und ihm nicht huldigten, als nur ihrem Gott!
29Und von mir wird der Befehl erlassen, dass von jedem Volk, jeder Völkerschaft und Sprache, jeder, der gegen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos Unrechtes sagt, in Stücke zerhauen werden soll, und dass sein Haus einem Misthaufen gleichgemacht werden soll, da es ja keinen anderen Gott gibt, der imstande ist, auf solche Weise zu retten wie dieser."
30Sodann beförderte der König Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel.
31"Nebukadnezar, der König, allen Völkerschaften, Stämmen und Sprachen, die im ganzen Land16 wohnen: Euer Friede werde mächtig!17
32Was die Zeichen und Wundertaten betrifft, die der höchste Gott an mir tat: Es schien mir gut, sie bekannt zu machen.
33Seine Zeichen - wie groß sind sie! Und seine Wundertaten - wie mächtig sind sie! Seine Königsherrschaft18 ist eine ewige Königsherrschaft und seine Herrschaftsgewalt von Geschlecht zu Geschlecht!" -
2Und der König Nebukadnezar sandte hin, die Satrapen, die Statthalter2 und die Verwalter3, die Staatsräte, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber4 und alle Befehlshaber der Provinzen5 zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
3Da versammelten sich sogleich die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter, die Staatsräte, die Schatzmeister, die Richter, die Polizeibefehlshaber und alle Befehlshaber der Provinzen zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Und sie stellten sich vor dem Bild auf, das Nebukadnezar aufgestellt hatte.
4Und der Herold rief mit Macht: "Euch, [ihr] Völkerschaften, Stämme und Sprachen, wird gesagt:
5Sobald ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute6, der Harfe7, der Sackpfeife8 und aller Arten von Instrumenten9 hören werdet, sollt ihr niederfallen und dem goldenen Bild huldigen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat.
6Und wer nicht niederfällt und huldigt, soll in derselben Stunde mitten in den glühenden Feuerofen geworfen werden."
7Infolgedessen, sobald alle Völker den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und aller Arten von Instrumenten hörten, fielen alle Völkerschaften, Stämme und Sprachen nieder und huldigten dem goldenen Bild, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte.
8Infolge davon kamen zur selben Stunde chaldäische Männer heran und klagten <in hinterhältiger Absicht> die Juden an.
9Sie fingen an und sagten zu Nebukadnezar, dem König: "Der König lebe ewiglich!
10König, du hast den Befehl erlassen, dass jeder Mensch, der den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und der Sackpfeife und aller Arten von Instrumenten hören werde, niederfallen und dem goldenen Bild huldigen solle,
11und wer nicht niederfalle und huldige, solle mitten in den glühenden Feuerofen geworfen werden.
12Es sind da nun Männer, Juden, die du über die Verwaltung der Provinz Babel einsetztest, Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, König, geben dir keine Beachtung. Sie erweisen deinen Göttern nicht den verehrenden Dienst; sie huldigen nicht dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast."
13Da sagte Nebukadnezar sogleich mit Zorn und Grimm, dass man Schadrach, Meschach und Abed-Nego herbeibringen solle. Sogleich wurden diese Männer vor den König gebracht.
14Nebukadnezar erwiderte und sagte zu ihnen: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego! Ist es Vorsatz, dass ihr meinen Göttern den verehrenden Dienst nicht erweist, und dass ihr dem goldenen Bild, das ich aufgestellt habe, nicht huldigt?
15Nun, wenn ihr zu der Zeit, da ihr den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Laute, der Harfe und der Sackpfeife und aller Arten von Instrumenten hören werdet, bereit seid, niederzufallen und dem Bild, das ich gemacht habe, zu huldigen, [ist es gut]. Wenn ihr aber nicht huldigt, werdet ihr in derselben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen werden! Und wer ist er - der Gott, der euch aus meiner Hand retten könnte?"
16Schadrach, Meschach und Abed-Nego antworteten und sagten zum König: "Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern.
17Wenn es <so> sein soll: Unser Gott, dem wir <fortwährend> in Verehrung dienen, ist imstande, uns aus dem glühenden Feuerofen zu retten; und er wird [uns] aus deiner Hand retten, König!
18Und wenn es nicht <so> sein soll, sei dir zur Kenntnis gebracht, König: Deinen Göttern werden wir nicht Dienst erweisen, und dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, werden wir nicht huldigen!"
19Da wurde Nebukadnezar sogleich voll Grimm, und der Ausdruck seines Angesichtes veränderte sich gegen Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er erwiderte und sagte, man solle den Ofen heizen, siebenmal mehr als ihn zu heizen vorgesehen war.
20Und den Männern, den tüchtigsten Männern in seinem Heer, sagte er, man solle Schadrach, Meschach und Abed-Nego binden, um sie in den glühenden Feuerofen zu werfen.
21Da wurden diese Männer sogleich in ihren Leibröcken10, Obergewändern und Mützen und ihren [sonstigen] Kleidern gebunden und in den glühenden Feuerofen geworfen.
22Infolge davon, dass das Wort des Königs streng und der Ofen übermäßig geheizt war, tötete die Flamme des Feuers jene Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufgebracht hatten.
23Und diese drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gebunden mitten in den glühenden Feuerofen.
24Hierauf erschrak11 der König Nebukadnezar und stand eilends12 auf. Und er erwiderte und sagte zu seinen Staatsräten13: "Haben wir nicht drei Männer gebunden mitten ins Feuer geworfen?" Sie antworteten und sagten zu dem König: "Gewiss, König!"
25Er erwiderte und sagte: "Siehe! Ich sehe vier Männer, [von Fesseln] gelöst, mitten im Feuer umherwandeln. Und es ist keine Verletzung an ihnen. Und das Aussehen des vierten gleicht dem eines Göttersohnes!"
26Da trat Nebukadnezar sogleich an die Öffnung des brennenden Feuerofens, erwiderte und sagte: "Schadrach, Meschach und Abed-Nego, Knechte des höchsten Gottes! Geht heraus und kommt her!" Sogleich gingen Schadrach, Meschach und Abed-Nego mitten aus dem Feuer hervor.
27Und es versammelten sich die Satrapen, die Statthalter und die Verwalter und die Staatsräte des Königs. Sie beschauten diese Männer, <und sahen>, dass das Feuer über ihre Leiber nicht Macht gehabt hatte: Das Haar ihres Hauptes war nicht versengt, und ihre Leibröcke waren nicht verändert, und der Geruch des Feuers war nicht an sie gekommen.
28Nebukadnezar erwiderte und sagte: "Gelobt14 sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Boten sandte und seine Knechte rettete, die auf ihn vertrauten und das Wort des Königs übertraten15 und ihre Leiber dahingaben, dass sie nicht irgendeinem Gott verehrend dienten und ihm nicht huldigten, als nur ihrem Gott!
29Und von mir wird der Befehl erlassen, dass von jedem Volk, jeder Völkerschaft und Sprache, jeder, der gegen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos Unrechtes sagt, in Stücke zerhauen werden soll, und dass sein Haus einem Misthaufen gleichgemacht werden soll, da es ja keinen anderen Gott gibt, der imstande ist, auf solche Weise zu retten wie dieser."
30Sodann beförderte der König Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel.
31"Nebukadnezar, der König, allen Völkerschaften, Stämmen und Sprachen, die im ganzen Land16 wohnen: Euer Friede werde mächtig!17
32Was die Zeichen und Wundertaten betrifft, die der höchste Gott an mir tat: Es schien mir gut, sie bekannt zu machen.
33Seine Zeichen - wie groß sind sie! Und seine Wundertaten - wie mächtig sind sie! Seine Königsherrschaft18 ist eine ewige Königsherrschaft und seine Herrschaftsgewalt von Geschlecht zu Geschlecht!" -
Fußnoten
- 1 i. S. v.: Standbild
- 2 Das persische Reich war in mehr als 120 Satrapien eingeteilt, von denen jede etwa sechs Provinzen umfasste, die von Vorstehern und <Unter>statthaltern regiert wurden. Ein Satrap ist der Statthalter einer gesamten Provinz.
- 3 d. h.: die Stellvertreter der Satrapen
- 4 o.: die obersten Gerichtsbeamten; so a. V. 3.
- 5 d. h.: alle höheren Provinzbeamten
- 6 eigtl.: der Sambuca (D. i. ein dreieckiges Musikinstrument mit vier Saiten und hellem Ton.)
- 7 Gemeint ist ein harfenartiges dreieckiges Saiteninstrument.
- 8 o.: Doppelflöte
- 9 o.: von Saitenspiel
- 10 and.: Beinkleidern
- 11 und erstaunte
- 12 und mit Furcht
- 13 o.: beratenden Ministern
- 14 und gesegnet
- 15 eigtl.: abänderten <und so übertraten>
- 16 o.: auf allem Erdreich; auf der ganzen Erde ("Erde" im begrenzten Sinn)
- 17 N. and. Verszählung ist V. 31 der erste Vers des 4. Kapitels.
- 18 o.: Sein Königreich; so a. i. Folg.