Neues Testament
Markus Kapitel 10
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und er macht sich von dort auf und geht durch [das Land] jenseits des Jordans in die Gebiete °Judäas. Und wieder kommen Mengen zusammen zu ihm hin1. Und er lehrte sie wieder, wie er gewohnt war.
2Und es kamen Pharisäer zu [ihm] und fragten ihn: "Ist es einem Mann gestattet, sich von der Frau zu scheiden?" - womit sie ihn versuchten2.
3Er antwortete und sagte zu ihnen: "Was gebot euch Mose?"
4Sie sagten: "Mose erlaubte, einen Scheidebrief3 zu schreiben und sich zu scheiden."
5Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Im Blick auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot.
6Aber vom Anfang der Schöpfung her machte Gott sie als einen Männlichen und eine Weibliche.
7'Deswegen wird ein Mann* seinen Vater und die Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt werden.
8Und es werden die zwei zu einem Fleisch.' {1Mo 2,24 n. d. gr. Üsg.} So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9Was also Gott zusammenfügte4, soll ein Mensch nicht trennen."
10Und im Haus befragten seine Jünger ihn nochmals hierüber.
11Und er sagt zu ihnen: "Wer irgend sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht an ihr Ehebruch.
12Und wenn eine Frau sich von ihrem Mann scheidet und mit einem anderen verheiratet wird, begeht sie Ehebruch."
13Und sie brachten <nach und nach> Kindlein zu ihm hin, damit er sie anrühre. Aber die Jünger schalten die, die sie hinbrachten.
14Als Jesus es sah, war er unwillig und sagte zu ihnen: "Lasst die Kindlein zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher5 ist das Königreich Gottes.
15Wahrlich! Ich sage euch: Wer irgend das Königreich Gottes nicht annimmt wie ein kleines Kind, wird keinesfalls in dasselbe eingehen."
16Und er nimmt sie in die Arme, legt ihnen die Hände auf und segnet sie.
17Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: "Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?"
18Jesus sagte zu ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott.
19Die Gebote weißt du: Du sollst nicht Ehebruch begehen. Du sollst nicht töten6. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben. Du sollst nicht berauben. Ehre <stets> deinen Vater und die Mutter." {Vgl. 2Mo 20,12ff.}
20Er antwortete und sagte zu ihm: "Lehrer, in Bezug auf dieses alles hütete ich mich von meiner Jugend an."
21Jesus blickte ihn an und liebte ihn. Und er sagte zu ihm: "Eines mangelt dir: Gehe hin; verkaufe, was du nur hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm her; nimm das Kreuz auf [dich] und folge mir7!"
22Aber er war tieftraurig auf dieses Wort hin und ging betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23Und Jesus blickt umher und sagt zu seinen Jüngern: "Wie schwer werden die, die Gelder haben, in das Königreich Gottes eingehen!"
24Aber die Jünger waren sehr erstaunt über seine Worte. Jesus antwortet* wieder und sagt zu ihnen: "Kinder, wie schwer ist es für die, die sich auf Gelder verlassen, in das Königreich Gottes einzugehen!
25Leichter ist es für ein Kamel, durch das Öhr der Nadel zu gehen, als dass ein Reicher in das Königreich Gottes eingehe."
26Sie erstaunten über die Maßen und sagten zueinander: "Und wer kann [dann] gerettet werden?"
27Aber Jesus blickt sie an und sagt: "Bei Menschen ist es unmöglich, jedoch nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott."
28Petrus fing an, zu ihm zu sagen: "Siehe! Wir verließen alles und folgten dir."
29Jesus antwortete und sagte: "Wahrlich! Ich sage euch: Es gibt nicht einen, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe8 meinetwegen und der guten Botschaft wegen verließ,
30der nicht Hundertfaches empfinge jetzt, in dieser Zeit, Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Höfe9 - unter Verfolgungen - und in der kommenden Weltzeit* ewiges Leben.
31Aber viele Erste werden Letzte sein, und die Letzten [werden] Erste [sein]."
32Sie waren auf dem Weg, am Hinaufgehen nach Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen her. Und sie waren sehr erstaunt und folgten in Furcht. Und wieder nahm er die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm bevorstand:
33"Siehe! Wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohen Priestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zum Tod verurteilen und werden ihn denen, die von den Völkern sind, ausliefern.
34Und sie werden ihn verspotten und ihn geißeln und ihn anspucken und ihn töten. Und am dritten Tag wird er auferstehen."
35Und es treten zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sagen: "Lehrer, wir wünschen, dass du für uns tust, was irgend wir bitten."
36Er sagte zu ihnen: "Was wünscht ihr, dass ich für euch tue?"
37Sie sagten zu ihm: "Gib uns, dass wir in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen."
38Jesus sagte zu ihnen: "Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?"
39Sie sagten ihm: "Wir können es." Jesus sagte zu ihnen: "In der Tat werdet ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden.
40Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zur Linken zu geben, steht nicht mir zu, sondern denen, für die es bereitet ist, [wird es gegeben werden]."
41Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.
42Aber Jesus rief sie heran, und er sagt zu ihnen: "Ihr wisst, dass die, die als Erstrangige der Völker gelten, sie beherrschen und die Großen Autorität über sie ausüben.
43Unter euch wird10 es aber nicht so sein, sondern wer irgend unter euch groß zu werden wünscht, wird11 Diener12 von euch sein,
44und wer irgend von euch Erster zu werden wünscht, wird leibeigener Knecht von allen sein,
45denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, bedient zu werden, sondern zu dienen und seine Seele13 zu geben als Lösegeld für viele."
46Und sie kommen nach Jericho. Und als er mitsamt seinen Jüngern und einer großen Menge aus Jericho hinauszog, saß Bartimäus14, der Blinde, der Sohn des Timäus, bettelnd am Weg.
47Und als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener15, war, fing er an, <laut> zu rufen und zu sagen: "Sohn Davids! Jesus! Erbarme dich meiner!"
48Und viele schalten ihn, dass er schweigen solle. Aber er rief viel mehr: "Sohn Davids, erbarme dich meiner!"
49Und Jesus blieb stehen und sagte, man solle ihn rufen. Und sie rufen den Blinden: "Sei guten Mutes!", sagen sie zu ihm. "Steh auf! Er ruft dich."
50Er warf sein Oberkleid von sich, stand auf und kam hin zu Jesus.
51Und Jesus antwortet* und sagt zu ihm: "Was wünschst du, dass ich für dich tun soll?" Der Blinde sagte zu ihm: "Rabbuni16, dass ich wieder sehe!"
52Jesus sagte zu ihm: "Gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet." Und sogleich sah er wieder. Und er folgte Jesus auf dem Weg.
2Und es kamen Pharisäer zu [ihm] und fragten ihn: "Ist es einem Mann gestattet, sich von der Frau zu scheiden?" - womit sie ihn versuchten2.
3Er antwortete und sagte zu ihnen: "Was gebot euch Mose?"
4Sie sagten: "Mose erlaubte, einen Scheidebrief3 zu schreiben und sich zu scheiden."
5Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Im Blick auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot.
6Aber vom Anfang der Schöpfung her machte Gott sie als einen Männlichen und eine Weibliche.
7'Deswegen wird ein Mann* seinen Vater und die Mutter verlassen, und er wird an seine Frau gefügt werden.
8Und es werden die zwei zu einem Fleisch.' {1Mo 2,24 n. d. gr. Üsg.} So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9Was also Gott zusammenfügte4, soll ein Mensch nicht trennen."
10Und im Haus befragten seine Jünger ihn nochmals hierüber.
11Und er sagt zu ihnen: "Wer irgend sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht an ihr Ehebruch.
12Und wenn eine Frau sich von ihrem Mann scheidet und mit einem anderen verheiratet wird, begeht sie Ehebruch."
13Und sie brachten <nach und nach> Kindlein zu ihm hin, damit er sie anrühre. Aber die Jünger schalten die, die sie hinbrachten.
14Als Jesus es sah, war er unwillig und sagte zu ihnen: "Lasst die Kindlein zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher5 ist das Königreich Gottes.
15Wahrlich! Ich sage euch: Wer irgend das Königreich Gottes nicht annimmt wie ein kleines Kind, wird keinesfalls in dasselbe eingehen."
16Und er nimmt sie in die Arme, legt ihnen die Hände auf und segnet sie.
17Und als er hinausging auf den Weg, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: "Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?"
18Jesus sagte zu ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott.
19Die Gebote weißt du: Du sollst nicht Ehebruch begehen. Du sollst nicht töten6. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben. Du sollst nicht berauben. Ehre <stets> deinen Vater und die Mutter." {Vgl. 2Mo 20,12ff.}
20Er antwortete und sagte zu ihm: "Lehrer, in Bezug auf dieses alles hütete ich mich von meiner Jugend an."
21Jesus blickte ihn an und liebte ihn. Und er sagte zu ihm: "Eines mangelt dir: Gehe hin; verkaufe, was du nur hast, und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und komm her; nimm das Kreuz auf [dich] und folge mir7!"
22Aber er war tieftraurig auf dieses Wort hin und ging betrübt weg, denn er hatte viele Besitztümer.
23Und Jesus blickt umher und sagt zu seinen Jüngern: "Wie schwer werden die, die Gelder haben, in das Königreich Gottes eingehen!"
24Aber die Jünger waren sehr erstaunt über seine Worte. Jesus antwortet* wieder und sagt zu ihnen: "Kinder, wie schwer ist es für die, die sich auf Gelder verlassen, in das Königreich Gottes einzugehen!
25Leichter ist es für ein Kamel, durch das Öhr der Nadel zu gehen, als dass ein Reicher in das Königreich Gottes eingehe."
26Sie erstaunten über die Maßen und sagten zueinander: "Und wer kann [dann] gerettet werden?"
27Aber Jesus blickt sie an und sagt: "Bei Menschen ist es unmöglich, jedoch nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott."
28Petrus fing an, zu ihm zu sagen: "Siehe! Wir verließen alles und folgten dir."
29Jesus antwortete und sagte: "Wahrlich! Ich sage euch: Es gibt nicht einen, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Höfe8 meinetwegen und der guten Botschaft wegen verließ,
30der nicht Hundertfaches empfinge jetzt, in dieser Zeit, Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Höfe9 - unter Verfolgungen - und in der kommenden Weltzeit* ewiges Leben.
31Aber viele Erste werden Letzte sein, und die Letzten [werden] Erste [sein]."
32Sie waren auf dem Weg, am Hinaufgehen nach Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen her. Und sie waren sehr erstaunt und folgten in Furcht. Und wieder nahm er die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm bevorstand:
33"Siehe! Wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohen Priestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Und sie werden ihn zum Tod verurteilen und werden ihn denen, die von den Völkern sind, ausliefern.
34Und sie werden ihn verspotten und ihn geißeln und ihn anspucken und ihn töten. Und am dritten Tag wird er auferstehen."
35Und es treten zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sagen: "Lehrer, wir wünschen, dass du für uns tust, was irgend wir bitten."
36Er sagte zu ihnen: "Was wünscht ihr, dass ich für euch tue?"
37Sie sagten zu ihm: "Gib uns, dass wir in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen."
38Jesus sagte zu ihnen: "Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?"
39Sie sagten ihm: "Wir können es." Jesus sagte zu ihnen: "In der Tat werdet ihr den Becher trinken, den ich trinke, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden.
40Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zur Linken zu geben, steht nicht mir zu, sondern denen, für die es bereitet ist, [wird es gegeben werden]."
41Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.
42Aber Jesus rief sie heran, und er sagt zu ihnen: "Ihr wisst, dass die, die als Erstrangige der Völker gelten, sie beherrschen und die Großen Autorität über sie ausüben.
43Unter euch wird10 es aber nicht so sein, sondern wer irgend unter euch groß zu werden wünscht, wird11 Diener12 von euch sein,
44und wer irgend von euch Erster zu werden wünscht, wird leibeigener Knecht von allen sein,
45denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, bedient zu werden, sondern zu dienen und seine Seele13 zu geben als Lösegeld für viele."
46Und sie kommen nach Jericho. Und als er mitsamt seinen Jüngern und einer großen Menge aus Jericho hinauszog, saß Bartimäus14, der Blinde, der Sohn des Timäus, bettelnd am Weg.
47Und als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener15, war, fing er an, <laut> zu rufen und zu sagen: "Sohn Davids! Jesus! Erbarme dich meiner!"
48Und viele schalten ihn, dass er schweigen solle. Aber er rief viel mehr: "Sohn Davids, erbarme dich meiner!"
49Und Jesus blieb stehen und sagte, man solle ihn rufen. Und sie rufen den Blinden: "Sei guten Mutes!", sagen sie zu ihm. "Steh auf! Er ruft dich."
50Er warf sein Oberkleid von sich, stand auf und kam hin zu Jesus.
51Und Jesus antwortet* und sagt zu ihm: "Was wünschst du, dass ich für dich tun soll?" Der Blinde sagte zu ihm: "Rabbuni16, dass ich wieder sehe!"
52Jesus sagte zu ihm: "Gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet." Und sogleich sah er wieder. Und er folgte Jesus auf dem Weg.
Fußnoten
- 1 o.: kommen sie in Scharen zusammen zu ihm.
- 2 o.: auf die Probe stellten.
- 3 eigtl.: eine Abstandsschrift
- 4 eigtl.: zusammenjochte
- 5 o.: denen, die von solcher Art sind
- 6 eigtl.: morden; so a. i. Folg.
- 7 o.: folge mir <beständig>.
- 8 oder Felder
- 9 und Felder
- 10 Das gr. Futur ist hier wohl i. S. e. Befehls zu verstehen.
- 11 d. h.: soll; so a. in V. 44
- 12 gr. diakonos
- 13 d. h.: sein Leben; sich selbst
- 14 o.: Bar-Timäus; bed.: Sohn des Timäus
- 15 eigtl.: Nazooräer; das Wort ist verwandt mit Nazaret. Nazooraios wird im NT offenbar als Synonym für Nazareenos gebraucht. Daher: "Nazarener, aus Nazaret (kommend)". S. Üsgsk. zu Mt 2,23 im Ergänzungsband.
- 16 d. h.: "Mein Meister"