Neues Testament
Markus Kapitel 8
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1In jenen Tagen, als eine sehr zahlreiche Menge da war und sie nichts zu essen hatten, ruft Jesus seine Jünger zu sich und sagt zu ihnen:
2"Ich bin von Erbarmen bewegt über die Menge, weil sie schon drei Tage bei mir verharren, und sie haben nicht, was sie essen könnten.
3Und wenn ich sie hungrig nach ihrem Haus entlasse, werden sie auf dem Weg ermatten, denn etliche von ihnen sind von ferne gekommen."
4Und seine Jünger antworteten ihm: "Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Broten sättigen können?"
5Und er fragte sie: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagten: "Sieben."
6Und er wies die Menge an, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach und gab <nach und nach> seinen Jüngern, damit sie [sie] vorlegten. Und sie legten [sie] der Menge vor.
7Und sie hatten wenige Fischlein. Und er lobte1 und ließ auch sie vorlegen.
8Sie aßen und wurden gesättigt. Und man hob auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Flechtkörbe.
9Die, die gegessen hatten, waren etwa viertausend. Und er entließ sie.
10Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die [Land]teile von Dalmanutha.
11Und die Pharisäer gingen aus und fingen an, mit ihm zu disputieren, forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel und versuchten ihn so2.
12Und er seufzt in seinem Geist auf und sagt: "Was trachtet dieses Geschlecht nach einem Zeichen? Wahrlich! Ich sage euch: Wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird ...!"3
13Und er ließ sie, stieg wieder in das Schiff und fuhr weg ans jenseitige Ufer.
14Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich im Schiff.
15Und er gab ihnen <nachdrücklich> strenge Weisung: "Gebt acht!", sagte er. "Seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes."
16Und sie überlegten4 miteinander und sagten: "- weil wir nicht Brote haben."
17Jesus merkte es, und er sagt zu ihnen: "Was überlegt5 ihr, dass ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht? Versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz noch verhärtet?
18Ihr habt Augen und seht nicht? Und ihr habt Ohren und hört nicht? Und ihr habt vergessen?
19Als ich die fünf Brote den Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken hobt ihr auf?" Sie sagen zu ihm: "Zwölf."
20"Als ich die sieben den Viertausend [brach], wie viele Flechtkörbe voll Brocken hobt ihr auf?" Sie sagten: "Sieben."
21Und er sagte zu ihnen: "Wie versteht ihr nicht?"
22Und er kommt nach Bethsaida. Und sie bringen ihm einen Blinden und reden ihm bittend zu, dass er ihn anrühre.
23Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus außerhalb des Dorfes. Und er spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe.
24Und er konnte wieder sehen und sagte: "Ich kann die Menschen sehen, denn ich sehe solche, die wie Bäume umhergehen."
25Sodann legte er wiederum die Hände auf seine Augen und machte, dass er wieder sehen konnte. Und er wurde wiederhergestellt und sah alle [um sich] deutlich.
26Und er sandte ihn zu seinem Haus und sagte: "Weder ins Dorf sollst du gehen, noch sollst du es jemandem im Dorf sagen!"
27Und Jesus ging hinaus - und seine Jünger - in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sagte zu ihnen: "Was sagen die Menschen, wer ich sei?"
28Sie antworteten: "Johannes, der Täufer, und andere: Elia, andere: einer der Propheten."
29Und er sagt zu ihnen: "Aber ihr, was sagt ihr, wer ich sei?" Petrus antwortet und sagt zu ihm: "Du bist der Gesalbte6."
30Und er redete mit allem Ernst zu ihnen, dass sie [das] niemandem über ihn sagen sollten.
31Und er fing an, sie zu lehren, dass der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten und dass er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.
32Er sagte das Wort frei heraus7. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, mit allem Ernst zu ihm zu reden.
33Aber er wandte sich um und sah seine Jünger an, redete mit Ernst zu Petrus und sagte: "Gehe weg, hinter mich, Satan8, weil du nicht auf das sinnst9, was Gottes ist, sondern auf das, was der Menschen ist!"
34Und er rief die Menge mitsamt seinen Jüngern herzu und sagte zu ihnen: "Wer irgend mir folgen will, verleugne sich selbst und hebe sein Kreuz auf und folge mir <beständig>,
35denn wer irgend seine Seele10 retten <und bewahren> will, wird sie verlieren, aber wer seine Seele meinet- und der guten Botschaft wegen verliert, wird sie retten <und bewahren>;
36denn was für einen Nutzen wird ein Mensch haben, wenn er die ganze Welt gewinnen sollte und um seine Seele käme11?
37Oder was wird ein Mensch geben als Eintausch für seine Seele12?
38- denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Boten13."
2"Ich bin von Erbarmen bewegt über die Menge, weil sie schon drei Tage bei mir verharren, und sie haben nicht, was sie essen könnten.
3Und wenn ich sie hungrig nach ihrem Haus entlasse, werden sie auf dem Weg ermatten, denn etliche von ihnen sind von ferne gekommen."
4Und seine Jünger antworteten ihm: "Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Broten sättigen können?"
5Und er fragte sie: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagten: "Sieben."
6Und er wies die Menge an, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach und gab <nach und nach> seinen Jüngern, damit sie [sie] vorlegten. Und sie legten [sie] der Menge vor.
7Und sie hatten wenige Fischlein. Und er lobte1 und ließ auch sie vorlegen.
8Sie aßen und wurden gesättigt. Und man hob auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Flechtkörbe.
9Die, die gegessen hatten, waren etwa viertausend. Und er entließ sie.
10Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die [Land]teile von Dalmanutha.
11Und die Pharisäer gingen aus und fingen an, mit ihm zu disputieren, forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel und versuchten ihn so2.
12Und er seufzt in seinem Geist auf und sagt: "Was trachtet dieses Geschlecht nach einem Zeichen? Wahrlich! Ich sage euch: Wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird ...!"3
13Und er ließ sie, stieg wieder in das Schiff und fuhr weg ans jenseitige Ufer.
14Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich im Schiff.
15Und er gab ihnen <nachdrücklich> strenge Weisung: "Gebt acht!", sagte er. "Seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes."
16Und sie überlegten4 miteinander und sagten: "- weil wir nicht Brote haben."
17Jesus merkte es, und er sagt zu ihnen: "Was überlegt5 ihr, dass ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht? Versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz noch verhärtet?
18Ihr habt Augen und seht nicht? Und ihr habt Ohren und hört nicht? Und ihr habt vergessen?
19Als ich die fünf Brote den Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken hobt ihr auf?" Sie sagen zu ihm: "Zwölf."
20"Als ich die sieben den Viertausend [brach], wie viele Flechtkörbe voll Brocken hobt ihr auf?" Sie sagten: "Sieben."
21Und er sagte zu ihnen: "Wie versteht ihr nicht?"
22Und er kommt nach Bethsaida. Und sie bringen ihm einen Blinden und reden ihm bittend zu, dass er ihn anrühre.
23Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus außerhalb des Dorfes. Und er spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe.
24Und er konnte wieder sehen und sagte: "Ich kann die Menschen sehen, denn ich sehe solche, die wie Bäume umhergehen."
25Sodann legte er wiederum die Hände auf seine Augen und machte, dass er wieder sehen konnte. Und er wurde wiederhergestellt und sah alle [um sich] deutlich.
26Und er sandte ihn zu seinem Haus und sagte: "Weder ins Dorf sollst du gehen, noch sollst du es jemandem im Dorf sagen!"
27Und Jesus ging hinaus - und seine Jünger - in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sagte zu ihnen: "Was sagen die Menschen, wer ich sei?"
28Sie antworteten: "Johannes, der Täufer, und andere: Elia, andere: einer der Propheten."
29Und er sagt zu ihnen: "Aber ihr, was sagt ihr, wer ich sei?" Petrus antwortet und sagt zu ihm: "Du bist der Gesalbte6."
30Und er redete mit allem Ernst zu ihnen, dass sie [das] niemandem über ihn sagen sollten.
31Und er fing an, sie zu lehren, dass der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten und dass er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.
32Er sagte das Wort frei heraus7. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, mit allem Ernst zu ihm zu reden.
33Aber er wandte sich um und sah seine Jünger an, redete mit Ernst zu Petrus und sagte: "Gehe weg, hinter mich, Satan8, weil du nicht auf das sinnst9, was Gottes ist, sondern auf das, was der Menschen ist!"
34Und er rief die Menge mitsamt seinen Jüngern herzu und sagte zu ihnen: "Wer irgend mir folgen will, verleugne sich selbst und hebe sein Kreuz auf und folge mir <beständig>,
35denn wer irgend seine Seele10 retten <und bewahren> will, wird sie verlieren, aber wer seine Seele meinet- und der guten Botschaft wegen verliert, wird sie retten <und bewahren>;
36denn was für einen Nutzen wird ein Mensch haben, wenn er die ganze Welt gewinnen sollte und um seine Seele käme11?
37Oder was wird ein Mensch geben als Eintausch für seine Seele12?
38- denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Boten13."
Fußnoten
- 1 d. h., er sprach Lob, sagte Dank.
- 2 o.: stellten ihn so auf die Probe; o.: wobei sie ihn auf die Probe stellten; w.: ihn auf die Probe stellend.
- 3 D. i. ein Hebraismus: Der erste Teil einer hebräischen Schwurformel wird gesagt, der zweite Teil verschwiegen; der Satz bedeutet also eine sehr starke Verneinung, hier etwa: "Diesem Geschlecht wird mit großer Sicherheit kein Zeichen gegeben werden!"
- 4 und besprachen das
- 5 und besprecht
- 6 gr. christos, heb. maschiach (Messias), dt. Gesalbter; lat. Christus.
- 7 o.: in aller Offenheit
- 8 D. i. heb. für "Gegner", "Widersacher".
- 9 o.: auf das bedacht bist
- 10 d. h.: sein Leben; so a. i. Folg.
- 11 eigtl.: aber an seiner Seele <Verlust und> Schaden nähme; o.: seine Seele einbüßte.
- 12 o.: als <Gegenwert in> Tausch für seine Seele (d. h.: für sein Leben).
- 13 Das Gr. kennt kein besonderes Wort für Engel.