Neues Testament
Markus Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es versammeln sich zu ihm hin die Pharisäer und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren.
2Und als sie einige von seinen Jüngern mit unreinen - das ist: mit ungewaschenen - Händen Brot essen gesehen hatten, tadelten sie es
3(denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht °<wie vorgeschrieben> die Hände gewaschen haben, und so halten sie die Überlieferung der Ältesten fest;
4und wenn sie vom Markt [kommen], essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen1 haben; und vieles andere gibt es, was sie festzuhalten übernommen haben: Tauchwaschungen2 von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen und Liegen).
5Sodann befragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: "Weshalb leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen?"
6Er antwortete und sagte zu ihnen: "Trefflich weissagte Jesaja über euch Heuchler, wie geschrieben ist: 'Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.
7Vergeblich verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren' {Vgl. Jes 29,13.};
8denn ihr lasst das Gebot Gottes fahren und haltet die Überlieferung der Menschen fest: Tauchwaschungen von Krügen und Bechern. Und viele andere [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr."
9Und er sagte zu ihnen: "Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet3,
10denn Mose sagte: 'Ehre <stets> deinen Vater und die Mutter!' {2Mo 20,12 n. d. gr. Üsg.} und: 'Wer von Vater oder Mutter schlecht redet, soll gewisslich sterben4!' {Vgl. 2Mo 21,17.}
11Aber ihr sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter sagt: 'Korban' (das heißt: Gabe) 'ist, was irgend von mir dir zunutze wäre' -
12und ihr lasst ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun.
13Dadurch setzt ihr das Wort Gottes mit eurer Überlieferung, die ihr überliefert habt, außer Gültigkeit. Und viele [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr."
14Und er rief die ganze Menge herbei und sagte zu ihnen: "Hört alle auf mich und vernehmt5!
15Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was von ihm herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt.
16Wenn jemand Ohren zum Hören hat, höre er6!"
17Und als er von der Menge weg in ein Haus gegangen war, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18Und er sagt zu ihnen: "Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann,
19dass es nicht in sein Herz hineingeht, sondern in den Bauch, und es geht hinaus in den Abort? - wodurch alle Speisen gereinigt werden."
20Er sagte: "Das, was aus dem Menschen ausgeht, das verunreinigt den Menschen,
21denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen hervor die schlechten Gedanken, Ehebrüche, Unzuchtstaten, Mordtaten,
22Diebstähle, Habsucht7, Bosheiten, List, Ausschweifung, böses Auge8, Lästerung, Überheblichkeit, Torheit.
23Alles dieses Böse kommt von innen hervor und verunreinigt den Menschen."
24Und von dort machte er sich auf und ging weg in das Grenzgebiet von Tyrus und Sidon. Und er ging in ein Haus hinein und wollte, dass es niemand erfahre. Und er konnte nicht verborgen bleiben,
25denn eine Frau hatte von ihm gehört, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel ihm zu Füßen.
26Die Frau war eine Griechin9, aus Syrophönizien gebürtig. Und sie ersuchte ihn, er möchte den Dämon von ihrer Tochter austreiben.
27Aber Jesus sagte zu ihr: "Lass zuerst die Kinder gesättigt werden, denn es ist nicht edel, das Brot den Kindern zu nehmen und den kleinen Hunden hinzuwerfen."
28Aber sie antwortete und sagt zu ihm: "Ja, Herr, denn auch die kleinen Hunde unter dem Tisch essen von den Krumen der Kindlein."
29Und er sagte zu ihr: "Wegen dieses Wortes gehe hin. Der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren."
30Und sie ging weg in ihr Haus und fand den Dämon ausgefahren und die Tochter auf das Bett geworfen.
31Und er ging aus dem Grenzgebiet von Tyrus und Sidon weg und kam, mitten durch das Grenzgebiet der zehn Städte10, wieder hin an den See von Galiläa.
32Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und sie reden ihm bittend zu, dass er ihm die Hand auflege.
33Und er nahm ihn von der Menge <weg> für sich allein und legte seine Finger in seine Ohren. Und er spuckte und berührte seine Zunge.
34Und er blickt zum Himmel, seufzt und sagt zu ihm: "Ephatha!" Das heißt: "Werde aufgetan!"
35Und seine Gehörorgane wurden sogleich aufgetan, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.
36Und er gab ihnen strenge Weisung, dass sie es niemandem sagen sollten. Aber soviel er selbst ihnen strenge Weisung gab, desto übermäßiger verkündeten sie es.
37Und über die Maßen erstaunten sie11. "Trefflich hat er alles gemacht!", sagten sie. "Er macht, dass sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden."
2Und als sie einige von seinen Jüngern mit unreinen - das ist: mit ungewaschenen - Händen Brot essen gesehen hatten, tadelten sie es
3(denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht °<wie vorgeschrieben> die Hände gewaschen haben, und so halten sie die Überlieferung der Ältesten fest;
4und wenn sie vom Markt [kommen], essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen1 haben; und vieles andere gibt es, was sie festzuhalten übernommen haben: Tauchwaschungen2 von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen und Liegen).
5Sodann befragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: "Weshalb leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen?"
6Er antwortete und sagte zu ihnen: "Trefflich weissagte Jesaja über euch Heuchler, wie geschrieben ist: 'Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.
7Vergeblich verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren' {Vgl. Jes 29,13.};
8denn ihr lasst das Gebot Gottes fahren und haltet die Überlieferung der Menschen fest: Tauchwaschungen von Krügen und Bechern. Und viele andere [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr."
9Und er sagte zu ihnen: "Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet3,
10denn Mose sagte: 'Ehre <stets> deinen Vater und die Mutter!' {2Mo 20,12 n. d. gr. Üsg.} und: 'Wer von Vater oder Mutter schlecht redet, soll gewisslich sterben4!' {Vgl. 2Mo 21,17.}
11Aber ihr sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter sagt: 'Korban' (das heißt: Gabe) 'ist, was irgend von mir dir zunutze wäre' -
12und ihr lasst ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun.
13Dadurch setzt ihr das Wort Gottes mit eurer Überlieferung, die ihr überliefert habt, außer Gültigkeit. Und viele [Dinge], ähnlich wie diese, tut ihr."
14Und er rief die ganze Menge herbei und sagte zu ihnen: "Hört alle auf mich und vernehmt5!
15Es gibt nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn eingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was von ihm herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt.
16Wenn jemand Ohren zum Hören hat, höre er6!"
17Und als er von der Menge weg in ein Haus gegangen war, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis.
18Und er sagt zu ihnen: "Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann,
19dass es nicht in sein Herz hineingeht, sondern in den Bauch, und es geht hinaus in den Abort? - wodurch alle Speisen gereinigt werden."
20Er sagte: "Das, was aus dem Menschen ausgeht, das verunreinigt den Menschen,
21denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen hervor die schlechten Gedanken, Ehebrüche, Unzuchtstaten, Mordtaten,
22Diebstähle, Habsucht7, Bosheiten, List, Ausschweifung, böses Auge8, Lästerung, Überheblichkeit, Torheit.
23Alles dieses Böse kommt von innen hervor und verunreinigt den Menschen."
24Und von dort machte er sich auf und ging weg in das Grenzgebiet von Tyrus und Sidon. Und er ging in ein Haus hinein und wollte, dass es niemand erfahre. Und er konnte nicht verborgen bleiben,
25denn eine Frau hatte von ihm gehört, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel ihm zu Füßen.
26Die Frau war eine Griechin9, aus Syrophönizien gebürtig. Und sie ersuchte ihn, er möchte den Dämon von ihrer Tochter austreiben.
27Aber Jesus sagte zu ihr: "Lass zuerst die Kinder gesättigt werden, denn es ist nicht edel, das Brot den Kindern zu nehmen und den kleinen Hunden hinzuwerfen."
28Aber sie antwortete und sagt zu ihm: "Ja, Herr, denn auch die kleinen Hunde unter dem Tisch essen von den Krumen der Kindlein."
29Und er sagte zu ihr: "Wegen dieses Wortes gehe hin. Der Dämon ist von deiner Tochter ausgefahren."
30Und sie ging weg in ihr Haus und fand den Dämon ausgefahren und die Tochter auf das Bett geworfen.
31Und er ging aus dem Grenzgebiet von Tyrus und Sidon weg und kam, mitten durch das Grenzgebiet der zehn Städte10, wieder hin an den See von Galiläa.
32Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und sie reden ihm bittend zu, dass er ihm die Hand auflege.
33Und er nahm ihn von der Menge <weg> für sich allein und legte seine Finger in seine Ohren. Und er spuckte und berührte seine Zunge.
34Und er blickt zum Himmel, seufzt und sagt zu ihm: "Ephatha!" Das heißt: "Werde aufgetan!"
35Und seine Gehörorgane wurden sogleich aufgetan, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.
36Und er gab ihnen strenge Weisung, dass sie es niemandem sagen sollten. Aber soviel er selbst ihnen strenge Weisung gab, desto übermäßiger verkündeten sie es.
37Und über die Maßen erstaunten sie11. "Trefflich hat er alles gemacht!", sagten sie. "Er macht, dass sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden."
Fußnoten
- 1 eigtl.: getaucht; im Gr. dasselbe Wort wie für "taufen".
- 2 eigtl.: [Unter]tauchungen; d. h., zeremonielle Waschungen; im Gr. ein ähnliches Wort wie für "Taufe"; so a. V. 8; Heb 6,2; 9,10.
- 3 und bewahrt
- 4 w.: mit dem Tode endigen.
- 5 und versteht.
- 6 i. S. v.: höre er immerfort; o.: höre er intensiv. Der Vers 16 wird von fast allen gr. Handschriften und der gesamten lat. und syr. Überlieferung bezeugt. (Wenige gr. Hss u. ein Teil der sahidischen und bohairischen Überlieferung haben ihn nicht.)
- 7 im Gt. in der Mehrzahl; vmtl. i. S. v.: Taten aufgrund von Habsucht
- 8 d. h.: Neid; vgl. Mt 20,15.
- 9 d. h.: eine gr. sprechende Nichtjüdin
- 10 gr. dekapolis; d. i. das Zehnstädtegebiet jenseits des Jordans; so a. Mk 5,20.
- 11 d. h.: die, die ihn reden hörten.