Neues Testament
Markus Kapitel 11
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und wie sie sich Jerusalem, Bethphage1 und Bethanien2 nahen, gegen den Berg der Olivenbäume hin, sendet er zwei seiner Jünger aus
2und sagt zu ihnen: "Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt. Und sogleich, wenn ihr in dasselbe hineingeht, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es [her].
3Und wenn jemand zu euch sagen sollte: 'Warum tut ihr dieses?' sagt: 'Der Herr °bedarf seiner.' Und er sendet es sogleich hierher."
4Sie gingen weg und fanden das Fohlen an die Tür angebunden, draußen auf der Durchzugsstraße. Und sie binden es los.
5Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: "Was tut ihr [da], dass ihr das Fohlen losbindet?"
6Sie sagten es ihnen so, wie Jesus geboten hatte. Und sie gaben es ihnen ab.
7Und sie führten das Fohlen hin zu Jesus. Und sie legten ihm ihre Oberkleider auf, und er setzte sich auf es.
8Viele breiteten ihre Oberkleider auf den Weg. Andere hieben Zweige von den Bäumen und breiteten sie auf den Weg.
9Und die Vorangehenden und die Nachfolgenden riefen <laut>: "Hosanna!"3 Gelobt [sei] der, der kommt im Namen des Herrn!
10Gelobt [sei] das Königreich unseres Vaters David, das im Namen des Herrn kommt! Hosanna in den höchsten <Höhen>!"
11Und Jesus zog ein in Jerusalem und in die Tempelstätte. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon späte Stunde war, mit den Zwölfen nach Bethanien hinaus.
12Und als sie am folgenden Tag von Bethanien hinausgegangen waren, hungerte ihn.
13Und er sah von ferne einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und ging hin, ob er demzufolge4 etwas an ihm finden werde. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.
14Und Jesus antwortete und sagte zu ihm5: "Nimmermehr soll jemand von dir Frucht essen, in Ewigkeit!" Und seine Jünger hörten es.
15Und sie kommen nach Jerusalem. Und Jesus trat in die Tempelstätte ein und fing an, die hinauszutreiben, die in der Tempelstätte verkauften und kauften. Und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenverkäufer stieß er um.
16Und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät <oder Gefäß> durch die Tempelstätte trug.
17Und er lehrte und sagte zu ihnen: "Ist nicht geschrieben: 'Mein Haus wird genannt werden ein Haus des Gebets für alle Völker'? {Jes 56,7} Ihr machtet es aber zu einer Räuberhöhle!"
18Und die Schriftgelehrten und die Hohen Priester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten, denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Menge über seine Lehre in Staunen versetzt war.
19Und wenn es Abend wurde, pflegte er zur Stadt hinauszugehen.
20Und frühmorgens, als sie vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum, verdorrt von den Wurzeln an.
21Petrus erinnert sich und sagt zu ihm: "Rabbi, sieh! Der Feigenbaum, den du verfluchtest, ist verdorrt!"
22Jesus antwortet* und sagt zu ihnen: "Habt <stets> Glauben °an Gott!
23- denn: Wahrlich! Ich sage euch: Wer irgend zu diesem Berge sagt: 'Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!'6 und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, dem wird werden, was immer er sagt.
24Deswegen sage ich euch: Alles, was irgend ihr im Gebet bittet,7 glaubt8 <immerzu>, dass ihr empfangt9, und es wird euch werden.
25Und wenn ihr steht und betet, vergebt10, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.
26Wenn ihr aber nicht vergebt, wird euer Vater, der in den Himmeln ist, eure Übertretungen auch nicht vergeben."11
27Und sie kommen wieder nach Jerusalem. Und während er in der Tempelstätte geht, kommen die Hohen Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten hin zu ihm
28und sagen zu ihm: "In welcher Autorität tust du diese Dinge, und wer gab dir diese Autorität, dass du diese Dinge tust?"
29Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Ich werde euch auch um eine Sache befragen, und [ihr] antwortet mir; und ich werde euch sagen, in welcher Autorität ich diese Dinge tue:
30Die Taufe des Johannes, war [sie] vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir."
31Und sie überlegten12 miteinander und sagten: "Wenn wir sagen: 'Vom Himmel', wird er sagen: 'Weshalb glaubtet ihr ihm also nicht?'
32Jedoch wenn wir sagen: 'Von Menschen', -". Sie fürchteten das Volk, denn alle hielten Johannes dafür, dass er wirklich ein Prophet war.
33Und sie antworten und sagen zu Jesus: "Wir wissen es nicht." Jesus antwortet* und sagt zu ihnen: "So sage ich euch auch nicht, in welcher Autorität ich diese Dinge tue."
2und sagt zu ihnen: "Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt. Und sogleich, wenn ihr in dasselbe hineingeht, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es [her].
3Und wenn jemand zu euch sagen sollte: 'Warum tut ihr dieses?' sagt: 'Der Herr °bedarf seiner.' Und er sendet es sogleich hierher."
4Sie gingen weg und fanden das Fohlen an die Tür angebunden, draußen auf der Durchzugsstraße. Und sie binden es los.
5Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: "Was tut ihr [da], dass ihr das Fohlen losbindet?"
6Sie sagten es ihnen so, wie Jesus geboten hatte. Und sie gaben es ihnen ab.
7Und sie führten das Fohlen hin zu Jesus. Und sie legten ihm ihre Oberkleider auf, und er setzte sich auf es.
8Viele breiteten ihre Oberkleider auf den Weg. Andere hieben Zweige von den Bäumen und breiteten sie auf den Weg.
9Und die Vorangehenden und die Nachfolgenden riefen <laut>: "Hosanna!"3 Gelobt [sei] der, der kommt im Namen des Herrn!
10Gelobt [sei] das Königreich unseres Vaters David, das im Namen des Herrn kommt! Hosanna in den höchsten <Höhen>!"
11Und Jesus zog ein in Jerusalem und in die Tempelstätte. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon späte Stunde war, mit den Zwölfen nach Bethanien hinaus.
12Und als sie am folgenden Tag von Bethanien hinausgegangen waren, hungerte ihn.
13Und er sah von ferne einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und ging hin, ob er demzufolge4 etwas an ihm finden werde. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.
14Und Jesus antwortete und sagte zu ihm5: "Nimmermehr soll jemand von dir Frucht essen, in Ewigkeit!" Und seine Jünger hörten es.
15Und sie kommen nach Jerusalem. Und Jesus trat in die Tempelstätte ein und fing an, die hinauszutreiben, die in der Tempelstätte verkauften und kauften. Und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenverkäufer stieß er um.
16Und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät <oder Gefäß> durch die Tempelstätte trug.
17Und er lehrte und sagte zu ihnen: "Ist nicht geschrieben: 'Mein Haus wird genannt werden ein Haus des Gebets für alle Völker'? {Jes 56,7} Ihr machtet es aber zu einer Räuberhöhle!"
18Und die Schriftgelehrten und die Hohen Priester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten, denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Menge über seine Lehre in Staunen versetzt war.
19Und wenn es Abend wurde, pflegte er zur Stadt hinauszugehen.
20Und frühmorgens, als sie vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum, verdorrt von den Wurzeln an.
21Petrus erinnert sich und sagt zu ihm: "Rabbi, sieh! Der Feigenbaum, den du verfluchtest, ist verdorrt!"
22Jesus antwortet* und sagt zu ihnen: "Habt <stets> Glauben °an Gott!
23- denn: Wahrlich! Ich sage euch: Wer irgend zu diesem Berge sagt: 'Hebe dich empor und wirf dich ins Meer!'6 und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, dem wird werden, was immer er sagt.
24Deswegen sage ich euch: Alles, was irgend ihr im Gebet bittet,7 glaubt8 <immerzu>, dass ihr empfangt9, und es wird euch werden.
25Und wenn ihr steht und betet, vergebt10, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.
26Wenn ihr aber nicht vergebt, wird euer Vater, der in den Himmeln ist, eure Übertretungen auch nicht vergeben."11
27Und sie kommen wieder nach Jerusalem. Und während er in der Tempelstätte geht, kommen die Hohen Priester und die Schriftgelehrten und die Ältesten hin zu ihm
28und sagen zu ihm: "In welcher Autorität tust du diese Dinge, und wer gab dir diese Autorität, dass du diese Dinge tust?"
29Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Ich werde euch auch um eine Sache befragen, und [ihr] antwortet mir; und ich werde euch sagen, in welcher Autorität ich diese Dinge tue:
30Die Taufe des Johannes, war [sie] vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir."
31Und sie überlegten12 miteinander und sagten: "Wenn wir sagen: 'Vom Himmel', wird er sagen: 'Weshalb glaubtet ihr ihm also nicht?'
32Jedoch wenn wir sagen: 'Von Menschen', -". Sie fürchteten das Volk, denn alle hielten Johannes dafür, dass er wirklich ein Prophet war.
33Und sie antworten und sagen zu Jesus: "Wir wissen es nicht." Jesus antwortet* und sagt zu ihnen: "So sage ich euch auch nicht, in welcher Autorität ich diese Dinge tue."
Fußnoten
- 1 bed.: Haus der unreifen Feigen
- 2 bed.: Haus des Elends
- 3 Heb. für "Hilf doch!"; d. i. ein aus Ps 118,25 stammender, bei den Juden zur liturgischen Formel gewordener Hilferuf an Gott, der schließlich auch als Lobpreis verwendet wurde.
- 4 d. h.: nämlich aufgrund der Blätter, die zumindest das Vorhandensein von Frühfeigen wahrscheinlich machten, eine essbare Reifeform lange vor der eigtl. Frucht, der Spätfeige; s. Rienecker, Bibellexikon.
- 5 d. h.: zu dem Feigenbaum, der mit seinen Blättern vorhandene Frucht angekündigt hatte.
- 6 o.: Sei entfernt und ins Meer geworfen! (Das Gr. lässt beide Übersetzungen zu.)
- 7 o.: Um was irgend ihr <beständig> bittet, wenn ihr betet
- 8 o.: vertraut
- 9 Es sollte hier nicht heißen: "empfangen habt" (so vereinzelte Hss). Der Ausdruck "empfangt" (Präsens) ist von mehr als 95% der gr. Hss bezeugt. (Einige Hss und die lat. Überlieferung haben: "empfangen werdet".)
- 10 o.: vergebt <stets>; das gr. Impf. kann eine wiederholte Handlung andeuten.
- 11 V. 26 ist von der überwältigenden Mehrheit der gr. Hss und von den lateinischen sowie z. T. von den syrischen und bohairischen Übersetzungen bezeugt. (Vereinzelte gr. Hss lassen den Vers aus.)
- 12 und besprachen [sich]