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Altes Testament

Nehemia Kapitel 6

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, dem Araber, und unseren übrigen Feinden zu Ohren kam, dass ich die Mauer gebaut hätte und dass keine Lücke mehr daran wäre (doch hatte ich bis zu der Zeit die Türflügel noch nicht in die Tore eingesetzt),
2da sandten Sanballat und Geschem zu mir und sagten: "Komm, wir wollen in einem der Dörfer in der Talebene von Ono zusammenkommen1!" Sie beabsichtigten aber, mir Böses anzutun.
3Und ich sandte Boten zu ihnen und ließ sagen: "Ich führe gerade ein großes Werk aus und kann nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk, sowie ich es liegenlasse und zu euch hinabkomme, ruhen?"
4Und sie sandten gemäß diesem Wort viermal zu mir. Und ich erwiderte ihnen gemäß diesem Wort.
5Und Sanballat sandte zum fünften Mal gemäß diesem Wort seinen Diener zu mir. Und ein offener Brief war in seiner Hand;
6in dem stand geschrieben: "Unter den Völkern hat man gehört, und Gaschmu sagt es: Du und die Juden, ihr gedenkt, euch aufzulehnen. Darum baust du die Mauer. Und du willst, nach diesem Gerücht, ihr König werden.
7Auch hast du Propheten eingesetzt, damit sie in Jerusalem über dich ausrufen und sagen: 'Ein König in Juda!' Und nun: Es wird dem König zu Ohren kommen - gemäß diesen Worten. So komm nun, wir wollen miteinander beraten."
8Und ich sandte zu ihm und sagte [ihm]: "Es ist nichts geschehen von diesen Worten, die du sagst; sondern du hast sie frei erfunden, aus deinem Herzen."
9Sie alle wollten uns nämlich in Furcht setzen, da sie <sich> sagten: "Ihre Hände werden von dem Werk ablassen, und es wird nicht getan werden." Und nun, festige2 meine Hände!
10Und ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels, der sich eingeschlossen hatte3. Und er sagte: "Wir wollen uns im Haus Gottes treffen, im Innern der Tempelhalle. Und lasst uns die Türen der Tempelhalle verschließen, denn sie kommen, dich zu töten; und zwar kommen sie bei Nacht, dich zu töten."
11Aber ich sagte: "Ein Mann wie ich sollte fliehen? Und wer von meinesgleichen könnte in die Tempelhalle gehen und am Leben bleiben? Ich gehe nicht hinein!"
12Und ich merkte - und siehe! - nicht Gott hatte ihn gesandt, dass er diese Weissagung über mich reden sollte; sondern Tobija und Sanballat hatten ihn angestellt4.
13Dazu war er bestochen worden, dass ich mich fürchten und entsprechend handeln und mich versündigen sollte und es ihnen zum bösen Gerücht werde, damit sie mich schmähen könnten.
14Gedenke <dessen>5, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat entsprechend diesen ihren Werken, und auch der Prophetin Noadja und der übrigen Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten!
15Und die Mauer wurde am fünfundzwanzigsten [Tag] des [Monats] Elul fertig, in zweiundfünfzig Tagen.
16Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Völker rings um uns her, und sie6 sanken sehr in ihren Augen7, und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus getan worden war.
17Auch ließen in jenen Tagen [einige] Edle von Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und solche von Tobija kamen an sie,
18denn es gab viele in Juda, die durch einen Schwur mit ihm verbündet waren, denn er war Schwiegersohn des Schechanja, des Sohnes Arachs. Und Johanan, sein Sohn, hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, [zur Frau] genommen.
19Auch pflegten sie vor mir Gutes von ihm zu reden. Und sie hinterbrachten ihm meine Worte.8 - Tobija hatte Briefe versandt, um mich in Furcht zu versetzen.

Fußnoten

  1. 1 und beraten
  2. 2 und stärke
  3. 3 d. i.: aus kultischen Gründen (z. B. Unreinheit)
  4. 4 o.: <bestochen und> gedungen; so a. i. Folg.
  5. 5 o.: Erinnere dich daran betreffs Tobija ..., rechne es ihnen an!
  6. 6 näml.: die Feinde; die Heiden (bzw. Völker)
  7. 7 i. S. v.: sie kamen sich klein vor
  8. 8 o.: ... vor mir von seinen guten Eigenschaften (bzw. Absichten) zu reden und ihm meine Worte zu hinterbringen.