Altes Testament
Nehemia Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah im Monat Nisan1, im zwanzigsten Jahr des Königs Artahsasta2, als Wein vor ihm war, da trug ich den Wein auf und gab ihn dem König. Ich war aber vor ihm nie <missmutig und> übel [blickend] gewesen.
2Und der König sagte zu mir: "Warum ist dein Angesicht übel [aussehend]? Du bist nicht krank. Das ist es nicht, sondern Traurigkeit3 des Herzens." Da fürchtete ich mich gar sehr.
3Und ich sagte zum König: "Der König lebe ewiglich! Warum sollte mein Angesicht nicht traurig4 sein, da doch die Stadt der Behausung der Gräber meiner Väter verödet liegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind?"
4Und der König sagte zu mir: "Was erbittest du denn5?" Und ich betete zu dem Gott des Himmels
5und sagte zum König: "Gefällt es dem König und ist dein Knecht dir genehm, so sei es, dass du mich nach Juda sendest zur Stadt der Gräber meiner Väter, dass ich sie aufbaue."
6Und der König sagte zu mir (und die königliche Gemahlin6 saß neben ihm): "Wie lange wird deine Reise dauern? Und wann wirst du zurückkehren?" Und es war vor dem Angesicht des Königs gut, dass er mich sende. Und ich gab ihm eine Frist an.
7Und ich sagte zum König: "Wenn es dem König gefällt, gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Stromes7, damit sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme,
8und einen Brief an Asaf, den Hüter des Forstes des Königs, dass er mir Holz gebe, um die Tore der Burg, die zum Haus8 gehört, mit Balken bauen zu können, und für die Mauer der Stadt und für das Haus, in das ich einziehen soll." Und der König gab es mir - gemäß der guten Hand meines Gottes über mir.
9Und ich kam zu den Statthaltern jenseits des Stromes und übergab ihnen die Briefe des Königs. - Und der König hatte Oberste der Streitmacht und Reiter mit mir gesandt. -
10Und Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, hörten davon. Und es war übel für sie, ein großes Übel, dass ein Mensch gekommen war, das Wohl der Söhne Israels zu suchen.
11Und ich kam nach Jerusalem und war drei Tage dort.
12Und ich machte mich bei Nacht auf, ich und [einige] wenige Männer mit mir. Ich hatte aber keinem Menschen mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun. Und kein Tier war bei mir, außer dem Tier, auf dem ich ritt.
13Und ich zog bei Nacht hinaus durch das Taltor in Richtung der Drachenquelle und zum Misttor9. Und ich überprüfte die Mauern Jerusalems, die niedergerissen waren, und seine Tore, die vom Feuer verzehrt waren.
14Und ich zog hinüber zum Quellentor und zum Königsteich, und es gab unter mir für das Tier keinen Raum zum Durchkommen.
15Und ich zog bei Nacht das Bachtal hinauf und überprüfte die Mauer. Und ich ging durch das Taltor wieder hinein und kehrte zurück.
16Die Vorsteher aber wussten nicht, wohin ich gegangen war und was ich zu tun vorhatte10, denn ich hatte den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und den Übrigen, die das Werk tun sollten, bis dahin nichts mitgeteilt.
17Und ich sagte zu ihnen: "Ihr seht das Elend, in welchem wir sind, dass Jerusalem verödet liegt und seine Tore im Feuer verbrannt sind. Kommt und lasst uns die Mauer Jerusalems bauen, damit wir nicht länger eine Schmach11 sind!"
18Und ich berichtete ihnen von der Hand meines Gottes, dass sie über mir gut gewesen war, und auch von den Worten des Königs, die er zu mir geredet hatte. Und sie sagten: "Wir wollen uns aufmachen und bauen!" Und sie stärkten ihre Hände zum Guten12."
19Aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber13, hörten davon. Und sie spotteten über uns und verachteten uns und sagten: "Was ist das für eine Sache, die ihr zu tun im Begriff seid? Wollt ihr euch gegen den König auflehnen?"
20Und ich gab ihnen zur Antwort und sagte zu ihnen: "Der Gott des Himmels, er wird es uns gelingen lassen. Und wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Losteil noch Recht noch Andenken14 in Jerusalem.
2Und der König sagte zu mir: "Warum ist dein Angesicht übel [aussehend]? Du bist nicht krank. Das ist es nicht, sondern Traurigkeit3 des Herzens." Da fürchtete ich mich gar sehr.
3Und ich sagte zum König: "Der König lebe ewiglich! Warum sollte mein Angesicht nicht traurig4 sein, da doch die Stadt der Behausung der Gräber meiner Väter verödet liegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind?"
4Und der König sagte zu mir: "Was erbittest du denn5?" Und ich betete zu dem Gott des Himmels
5und sagte zum König: "Gefällt es dem König und ist dein Knecht dir genehm, so sei es, dass du mich nach Juda sendest zur Stadt der Gräber meiner Väter, dass ich sie aufbaue."
6Und der König sagte zu mir (und die königliche Gemahlin6 saß neben ihm): "Wie lange wird deine Reise dauern? Und wann wirst du zurückkehren?" Und es war vor dem Angesicht des Königs gut, dass er mich sende. Und ich gab ihm eine Frist an.
7Und ich sagte zum König: "Wenn es dem König gefällt, gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Stromes7, damit sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme,
8und einen Brief an Asaf, den Hüter des Forstes des Königs, dass er mir Holz gebe, um die Tore der Burg, die zum Haus8 gehört, mit Balken bauen zu können, und für die Mauer der Stadt und für das Haus, in das ich einziehen soll." Und der König gab es mir - gemäß der guten Hand meines Gottes über mir.
9Und ich kam zu den Statthaltern jenseits des Stromes und übergab ihnen die Briefe des Königs. - Und der König hatte Oberste der Streitmacht und Reiter mit mir gesandt. -
10Und Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, hörten davon. Und es war übel für sie, ein großes Übel, dass ein Mensch gekommen war, das Wohl der Söhne Israels zu suchen.
11Und ich kam nach Jerusalem und war drei Tage dort.
12Und ich machte mich bei Nacht auf, ich und [einige] wenige Männer mit mir. Ich hatte aber keinem Menschen mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun. Und kein Tier war bei mir, außer dem Tier, auf dem ich ritt.
13Und ich zog bei Nacht hinaus durch das Taltor in Richtung der Drachenquelle und zum Misttor9. Und ich überprüfte die Mauern Jerusalems, die niedergerissen waren, und seine Tore, die vom Feuer verzehrt waren.
14Und ich zog hinüber zum Quellentor und zum Königsteich, und es gab unter mir für das Tier keinen Raum zum Durchkommen.
15Und ich zog bei Nacht das Bachtal hinauf und überprüfte die Mauer. Und ich ging durch das Taltor wieder hinein und kehrte zurück.
16Die Vorsteher aber wussten nicht, wohin ich gegangen war und was ich zu tun vorhatte10, denn ich hatte den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und den Übrigen, die das Werk tun sollten, bis dahin nichts mitgeteilt.
17Und ich sagte zu ihnen: "Ihr seht das Elend, in welchem wir sind, dass Jerusalem verödet liegt und seine Tore im Feuer verbrannt sind. Kommt und lasst uns die Mauer Jerusalems bauen, damit wir nicht länger eine Schmach11 sind!"
18Und ich berichtete ihnen von der Hand meines Gottes, dass sie über mir gut gewesen war, und auch von den Worten des Königs, die er zu mir geredet hatte. Und sie sagten: "Wir wollen uns aufmachen und bauen!" Und sie stärkten ihre Hände zum Guten12."
19Aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber13, hörten davon. Und sie spotteten über uns und verachteten uns und sagten: "Was ist das für eine Sache, die ihr zu tun im Begriff seid? Wollt ihr euch gegen den König auflehnen?"
20Und ich gab ihnen zur Antwort und sagte zu ihnen: "Der Gott des Himmels, er wird es uns gelingen lassen. Und wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Losteil noch Recht noch Andenken14 in Jerusalem.
Fußnoten
- 1 D. i. der 7. Monat im bürgerlichen Kalender; im religiösen ist er der erste.
- 2 D. i. Artaxerxes.
- 3 Grundbed.: Übel
- 4 eigtl.: übel
- 5 o.: Was ist dieses, das du zu erbitten im Begriff bist?
- 6 o.: die Königin; nur hier u. Ps 45,10.
- 7 d. h.: westlich des Euphrats
- 8 d. h.: zum Tempel
- 9 o.: Aschentor; so a. Neh 3,13.14; 12,31.
- 10 o.: zu tun im Begriff war
- 11 o.: ein [Anlass zur] Schmähung
- 12 o.: zu dem guten [Werk].
- 13 eigtl.: der Steppenbewohner (Bewohner der arabischen Steppe)
- 14 i. S. v.: es wird keine Erinnerung an euch geben.