Neues Testament
1. Korinther Kapitel 14
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Jagt1 der Liebe nach. Seid eifrig <bemüht> um die Geistlichen2, am meisten aber, dass ihr weissagt,
2denn der, der <in> einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott, denn niemand versteht3 [sein Reden]. <Durch> den Geist redet er Geheimnisse4.
3Aber der Weissagende redet zu Menschen - <zur> Erbauung und <zum> Aufruf und <zum> tröstlichen Zuspruch.
4Der <in> einer Sprache5 Redende baut sich selbst, aber der Weissagende baut die Gemeinde.
5Ich wünsche, dass ihr alle <in> Sprachen redet, aber mehr, dass ihr weissagt, denn der Weissagende ist größer als der Sprachenredner - wenn er nicht übersetzt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.
6Nun, Brüder, wenn ich zu euch komme und <in> Sprachen rede, was werde ich euch nützen, wenn ich weder in Offenbarung6 zu euch rede noch in Kenntnis noch in Weissagung noch in Lehre?
7Auch Lebloses, das einen Laut [von sich] gibt, sei es Flöte oder Harfe, wenn sie nicht unterschiedliche Töne geben, wie soll man das Flöten oder das Harfen kennen?
8Und wenn eine Posaune einen unbestimmten Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?
9So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache nicht eine verständliche Rede gebt, wie soll man [er]kennen, was geredet wird? - denn ihr werdet in die Luft reden.
10So viele Arten von Lauten sind wohl in der Welt, und keiner von ihnen ist ohne [seinen eigenen] Ton.
11Wenn ich also nicht um die Kraft7 des Lautes weiß, werde ich dem Redenden ein Fremder8 sein, und der Redende [wird] für mich ein Fremder [sein].
12So auch ihr, da ihr um Geister9 eifrig <bemüht> seid, sucht, zur Erbauung der Gemeinde reich zu sein.
13Darum: Der <in> einer Sprache Redende bete, dass er übersetzen möge;
14denn wenn ich mittels einer Sprache bete, betet mein Geist, aber mein Denksinn ist ohne Frucht10.
15Wie ist es also? Ich werde beten mit dem Geist11. Ich werde aber auch beten mit dem Denksinn12. Ich werde lobsingen mit dem Geist. Ich werde aber auch lobsingen mit dem Denksinn.
16Wie sonst soll, wenn du mit dem Geist lobst, der, der die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen auf dein Danken sprechen, da er nicht weiß, was du sagst? -
17denn dein Danken ist ja schön; der andere wird jedoch nicht gebaut.
18Ich danke meinem Gott, dass ich mehr <in> Sprachen rede als ihr alle.
19In der Versammlung <der Gemeinde> jedoch will ich <eher> fünf Worte durch meinen Denksinn reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache.
20Brüder, werdet nicht Kinder am Verstand, sondern an Bosheit seid Kleinkinder. Am Verstand werdet aber Reife.
21Im Gesetz ist geschrieben: "In fremden Sprachen und mit fremden Lippen werde ich zu diesem Volk reden. Und auch so werden sie nicht auf mich hören, sagt der Herr." {Vgl. Jes 28,11.12.}
22Somit sind die Sprachen zum Zeichen - nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen, aber die Weissagung nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.
23Wenn also die ganze Gemeinde am selben [Ort] zusammenkäme, und alle redeten <in> Sprachen, [und] es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, ihr wärt von Sinnen?
24Wenn aber alle weissagten, und es käme irgendein Ungläubiger oder Unkundiger herein, würde er von allen aufgedeckt <und gestraft>, von allen beurteilt.
25Und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott huldigen, kundtuend, dass Gott wirklich unter euch sei.
26Wie ist es also, Brüder? Wann immer ihr zusammenkommt, hat jeder von euch [etwas]: Er hat einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Offenbarung*, hat eine Übersetzung. Alles geschehe <stets> zur Erbauung13.
27Und wenn jemand <in> einer Sprache14 redet, [seien es] je zwei, höchstens drei, und der Reihe nach und einer übersetze.
28Ist aber kein Übersetzer da, schweige er in der Versammlung <der Gemeinde>, rede aber für sich selbst und zu Gott.
29Propheten sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen.
30Aber wenn einem anderen, der sitzt, [etwas] enthüllt wird, schweige der erste;
31denn ihr könnt alle einzeln weissagen, damit alle lernen und alle aufgerufen werden <und Zuspruch erfahren>.
32Und die Geister der Propheten sind den Propheten untergeordnet,
33denn nicht von Unordnung15 ist er Gott, sondern von Frieden.
34Wie16 in allen Gemeinden der Heiligen sollen eure Frauen in den Versammlungen <der Gemeinde> schweigen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern [sie haben] in Unterordnung zu sein, so wie auch das Gesetz sagt.
35Wenn sie etwas zu lernen wünschen, sollen sie zu Hause die eigenen Männer fragen, denn es ist für Frauen schändlich, in der Versammlung <der Gemeinde> zu reden.
36Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
37Meint jemand, ein Prophet oder Geistlicher zu sein, erkenne er die Dinge, die ich euch schreibe, dass sie Gebote des Herrn sind!
38Ist jemand in Unkenntnis, sei er in Unkenntnis.
39Daher, Brüder, seid eifrig zum Weissagen und dem Reden <in> Sprachen wehrt nicht.
40Alles geschehe mit Anstand, <in geziemender Weise>, und ordnungsgemäß.
2denn der, der <in> einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott, denn niemand versteht3 [sein Reden]. <Durch> den Geist redet er Geheimnisse4.
3Aber der Weissagende redet zu Menschen - <zur> Erbauung und <zum> Aufruf und <zum> tröstlichen Zuspruch.
4Der <in> einer Sprache5 Redende baut sich selbst, aber der Weissagende baut die Gemeinde.
5Ich wünsche, dass ihr alle <in> Sprachen redet, aber mehr, dass ihr weissagt, denn der Weissagende ist größer als der Sprachenredner - wenn er nicht übersetzt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.
6Nun, Brüder, wenn ich zu euch komme und <in> Sprachen rede, was werde ich euch nützen, wenn ich weder in Offenbarung6 zu euch rede noch in Kenntnis noch in Weissagung noch in Lehre?
7Auch Lebloses, das einen Laut [von sich] gibt, sei es Flöte oder Harfe, wenn sie nicht unterschiedliche Töne geben, wie soll man das Flöten oder das Harfen kennen?
8Und wenn eine Posaune einen unbestimmten Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?
9So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache nicht eine verständliche Rede gebt, wie soll man [er]kennen, was geredet wird? - denn ihr werdet in die Luft reden.
10So viele Arten von Lauten sind wohl in der Welt, und keiner von ihnen ist ohne [seinen eigenen] Ton.
11Wenn ich also nicht um die Kraft7 des Lautes weiß, werde ich dem Redenden ein Fremder8 sein, und der Redende [wird] für mich ein Fremder [sein].
12So auch ihr, da ihr um Geister9 eifrig <bemüht> seid, sucht, zur Erbauung der Gemeinde reich zu sein.
13Darum: Der <in> einer Sprache Redende bete, dass er übersetzen möge;
14denn wenn ich mittels einer Sprache bete, betet mein Geist, aber mein Denksinn ist ohne Frucht10.
15Wie ist es also? Ich werde beten mit dem Geist11. Ich werde aber auch beten mit dem Denksinn12. Ich werde lobsingen mit dem Geist. Ich werde aber auch lobsingen mit dem Denksinn.
16Wie sonst soll, wenn du mit dem Geist lobst, der, der die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen auf dein Danken sprechen, da er nicht weiß, was du sagst? -
17denn dein Danken ist ja schön; der andere wird jedoch nicht gebaut.
18Ich danke meinem Gott, dass ich mehr <in> Sprachen rede als ihr alle.
19In der Versammlung <der Gemeinde> jedoch will ich <eher> fünf Worte durch meinen Denksinn reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache.
20Brüder, werdet nicht Kinder am Verstand, sondern an Bosheit seid Kleinkinder. Am Verstand werdet aber Reife.
21Im Gesetz ist geschrieben: "In fremden Sprachen und mit fremden Lippen werde ich zu diesem Volk reden. Und auch so werden sie nicht auf mich hören, sagt der Herr." {Vgl. Jes 28,11.12.}
22Somit sind die Sprachen zum Zeichen - nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen, aber die Weissagung nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.
23Wenn also die ganze Gemeinde am selben [Ort] zusammenkäme, und alle redeten <in> Sprachen, [und] es kämen Unkundige oder Ungläubige herein, würden sie nicht sagen, ihr wärt von Sinnen?
24Wenn aber alle weissagten, und es käme irgendein Ungläubiger oder Unkundiger herein, würde er von allen aufgedeckt <und gestraft>, von allen beurteilt.
25Und so würde das Verborgene seines Herzens offenbar, und so würde er auf sein Angesicht fallen und Gott huldigen, kundtuend, dass Gott wirklich unter euch sei.
26Wie ist es also, Brüder? Wann immer ihr zusammenkommt, hat jeder von euch [etwas]: Er hat einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Offenbarung*, hat eine Übersetzung. Alles geschehe <stets> zur Erbauung13.
27Und wenn jemand <in> einer Sprache14 redet, [seien es] je zwei, höchstens drei, und der Reihe nach und einer übersetze.
28Ist aber kein Übersetzer da, schweige er in der Versammlung <der Gemeinde>, rede aber für sich selbst und zu Gott.
29Propheten sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen.
30Aber wenn einem anderen, der sitzt, [etwas] enthüllt wird, schweige der erste;
31denn ihr könnt alle einzeln weissagen, damit alle lernen und alle aufgerufen werden <und Zuspruch erfahren>.
32Und die Geister der Propheten sind den Propheten untergeordnet,
33denn nicht von Unordnung15 ist er Gott, sondern von Frieden.
34Wie16 in allen Gemeinden der Heiligen sollen eure Frauen in den Versammlungen <der Gemeinde> schweigen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern [sie haben] in Unterordnung zu sein, so wie auch das Gesetz sagt.
35Wenn sie etwas zu lernen wünschen, sollen sie zu Hause die eigenen Männer fragen, denn es ist für Frauen schändlich, in der Versammlung <der Gemeinde> zu reden.
36Oder ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gelangt?
37Meint jemand, ein Prophet oder Geistlicher zu sein, erkenne er die Dinge, die ich euch schreibe, dass sie Gebote des Herrn sind!
38Ist jemand in Unkenntnis, sei er in Unkenntnis.
39Daher, Brüder, seid eifrig zum Weissagen und dem Reden <in> Sprachen wehrt nicht.
40Alles geschehe mit Anstand, <in geziemender Weise>, und ordnungsgemäß.
Fußnoten
- 1 Jagt <stets>; im Gt. Impv. Präs. (fortwährende Handlung)
- 2 d. h.: die geistlichen Dinge bzw. Wirkungen; s. 1Kor 12,1.
- 3 Das Wort im Gt. bedeutet in erster Linie "hören" aber auch "verstehen". Hier ist der zweite Sinn gemeint.
- 4 Inhalte, die den anderen (weil sie die Sprache nicht verstehen) "Geheimnisse" sind.
- 5 d. h.: in einer ungelernten Fremdsprache; so a. i. Folg.
- 6 eigtl.: Enthüllung
- 7 hier i. S. v.: Aussagekraft
- 8 o.: Nichtgrieche, gr. barbaros; d. i. jem., der der Kultur u. Sprache nach weder gr. noch röm. ist.
- 9 hier i. S. v.: Geisteswirkungen
- 10 "ohne Frucht", nicht: "untätig"; im Licht v. V. 16.17 ist zu erg.: "für den anderen".
- 11 i. S. v.: mit Worten, die unter Wirkung des Hl. Geistes in fremder Sprache gesprochen sind.
- 12 i. S. v.: mit Worten, die durch den Denksinn in verständlicher Sprache vorgebracht sind.
- 13 die Präposition im Gt. deutet die Richtung an; d. h.: alles geschehe in Richtung (o.: mit dem Ziel der) Erbauung.
- 14 d. h.: in einer ungelernten, fremden
- 15 und Tumult
- 16 Die Verszählung bzw. Verseinteilung in verschiedenen Üsgn. weicht hier voneinander ab. Außerdem werden die V. 34.35 bei drei gr. Hss (D, F, G) hinter V. 40 nachgestellt. Die übrigen Hss jedoch haben alle die Verse so, wie sie in den Bibeln angeführt sind.