Altes Testament
Prediger Kapitel 10
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Todbringende Fliegen1 machen das Öl des Salbenmischers stinkend und gärend; ein wenig Torheit ist folgenschwerer2 als Weisheit und Ehre.
2Das Herz3 des Weisen ist zu seiner Rechten, aber das Herz des Toren zu seiner Linken.
3Und auch wenn der Tor auf dem Weg wandelt, fehlt es ihm an Herzsinn; und er sagt allen, dass er ein Tor ist.
4Steigt der Unmut4 des Herrschers gegen dich auf, verlasse deinen Platz nicht5 - denn Gelassenheit verhütet große Sünden6.
5Da ist ein Übel, das ich unter der Sonne sah, wie ein Fehler7, der von einem Machthaber ausgeht:
6Die Torheit wird [oft] auf hohe Posten gestellt8 und Reiche müssen in Niedrigkeit sitzen.
7Ich sah Knechte auf Pferden und Oberste, die wie Knechte [zu Fuß] auf der Erde9 gingen.
8Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen; und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.
9Wer Steine bricht, kann sich daran verletzen; wer Holz spaltet, kann sich an ihm gefährden.
10Wird das Eisen stumpf, und man schleift die Schneide10 nicht, muss man die Kräfte verstärken; Erfolg aber bringt die Weisheit, es [vorher] tauglich zu machen11.
11Beißt die Schlange, ehe Beschwörung stattfand, hat keinen Erfolg12 der Beschwörer13.
12Worte aus des Weisen Mund sind Anmut14, aber die Lippen des Toren verschlingen ihn [selbst].
13Der Anfang der Reden seines Mundes ist Torheit und das Nachspiel seines Mundes übler Unsinn.
14Auch macht der Tor viele Worte. Dabei weiß der Mensch nicht, was sein wird; und was nach ihm sein wird, wer könnte es ihm erzählen?
15Des Toren Mühe ermüdet ihn - er weiß nicht einmal, stadtwärts zu gehen.
16Wehe dir, Land, dessen König ein Knabe ist und dessen Oberste schon am Morgen speisen!
17Selig du Land, dessen König ein Edler15 ist und dessen Oberste zur <rechten> Zeit speisen, als Männer16 und nicht als Zecher17!
18Durch Faulheit18 senkt sich das Gebälk, und vom19 Sinkenlassen der Hände tropft das Haus.
19Zur Belustigung bereitet man ein Mahl und Wein erheitert das Leben; und das Geld gewährt das alles.
20Selbst nicht in deinen Gedanken fluche dem König, und nicht [einmal] in deinen Schlafzimmern fluche dem Reichen; denn die Vögel des Himmels könnten den Laut davontragen, und jemand, der Flügel hat20, könnte die Sache melden.
2Das Herz3 des Weisen ist zu seiner Rechten, aber das Herz des Toren zu seiner Linken.
3Und auch wenn der Tor auf dem Weg wandelt, fehlt es ihm an Herzsinn; und er sagt allen, dass er ein Tor ist.
4Steigt der Unmut4 des Herrschers gegen dich auf, verlasse deinen Platz nicht5 - denn Gelassenheit verhütet große Sünden6.
5Da ist ein Übel, das ich unter der Sonne sah, wie ein Fehler7, der von einem Machthaber ausgeht:
6Die Torheit wird [oft] auf hohe Posten gestellt8 und Reiche müssen in Niedrigkeit sitzen.
7Ich sah Knechte auf Pferden und Oberste, die wie Knechte [zu Fuß] auf der Erde9 gingen.
8Wer eine Grube gräbt, kann hineinfallen; und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.
9Wer Steine bricht, kann sich daran verletzen; wer Holz spaltet, kann sich an ihm gefährden.
10Wird das Eisen stumpf, und man schleift die Schneide10 nicht, muss man die Kräfte verstärken; Erfolg aber bringt die Weisheit, es [vorher] tauglich zu machen11.
11Beißt die Schlange, ehe Beschwörung stattfand, hat keinen Erfolg12 der Beschwörer13.
12Worte aus des Weisen Mund sind Anmut14, aber die Lippen des Toren verschlingen ihn [selbst].
13Der Anfang der Reden seines Mundes ist Torheit und das Nachspiel seines Mundes übler Unsinn.
14Auch macht der Tor viele Worte. Dabei weiß der Mensch nicht, was sein wird; und was nach ihm sein wird, wer könnte es ihm erzählen?
15Des Toren Mühe ermüdet ihn - er weiß nicht einmal, stadtwärts zu gehen.
16Wehe dir, Land, dessen König ein Knabe ist und dessen Oberste schon am Morgen speisen!
17Selig du Land, dessen König ein Edler15 ist und dessen Oberste zur <rechten> Zeit speisen, als Männer16 und nicht als Zecher17!
18Durch Faulheit18 senkt sich das Gebälk, und vom19 Sinkenlassen der Hände tropft das Haus.
19Zur Belustigung bereitet man ein Mahl und Wein erheitert das Leben; und das Geld gewährt das alles.
20Selbst nicht in deinen Gedanken fluche dem König, und nicht [einmal] in deinen Schlafzimmern fluche dem Reichen; denn die Vögel des Himmels könnten den Laut davontragen, und jemand, der Flügel hat20, könnte die Sache melden.
Fußnoten
- 1 w.: Fliegen des Todes; Todesfliegen; and.: Tote Fliegen
- 2 Grundbed.: gewichtiger; schwerer
- 3 o.: Der Denksinn; der Verstand
- 4 eigtl.: Geist
- 5 o.: verlasse deinen Posten nicht; o.: bewahre die Ruhe
- 6 o.: bewahrt vor großen Sünden. - Im Heb. ist das Wort für "verhüten" bzw. "bewahren" dasselbe wie zuvor für "verlassen"; Grundbed.: liegenlassen.
- 7 o.: ein Versehen, ein Missgriff
- 8 o.: in hohe Ehrenstellungen gesetzt
- 9 o.: am Boden
- 10 w.: die Vorderseite
- 11 und zu schärfen; o.: Aber die Weisheit bringt durch (vorherige) Instandsetzung (des Werkzeugs) Erfolg mit sich.
- 12 o.: keinen Nutzen (von seiner Beschwörungskunst)
- 13 w.: der Meister der Zunge.
- 14 o.: sind lieblich
- 15 eigtl.: ein Sohn von Edlen
- 16 eigtl.: in Heldenstärke; in Mannhaftigkeit
- 17 o.: mit Trinkgelage
- 18 eigtl.: durch Doppelfaulheit; o.: durch [zwei] faule [Arme]
- 19 i. S. v.: durch das
- 20 o.: ein Geflügelter; eigtl.: ein Herr der Flügel