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Altes Testament

Prediger Kapitel 11

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden.
2Gib einen Teil an sieben [andere] oder auch an acht; denn du weißt nicht, was Schlimmes über das Land kommen wird.
3Wenn die Wolken voll werden, gießen sie Regen aufs Land. Wenn ein Baum gegen Süden oder Norden fällt - an der Stelle, wohin der Baum fällt, da bleibt er.
4Wer auf den Wind achtet, wird nicht säen, und wer nach den Wolken schaut, wird nicht ernten.
5Wie du nicht erkennen kannst den Weg des Windes, wie [du nicht erkennen kannst] die Gebeine im Bauch der Schwangeren1, ebenso kannst du nicht erkennen das Machwerk Gottes, der alles macht.
6Am Morgen säe deinen Samen und gegen Abend lass deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, was geraten wird, ob dieses oder jenes, oder ob beides zusammen gut geraten wird.
7Und süß ist das Licht, und gut ist's den Augen, die Sonne zu sehen.
8Fürwahr, wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er sich in ihnen allen freuen; und er soll an die Tage der Finsternis denken, dass sie viele sein werden: Alles, was kommt, ist Nichtigkeit.
9Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und lass dein Herz dich fröhlich machen2 in den Tagen deines Jünglingsalters! Und wandle in den Wegen deines Herzens und nach dem Sehen deiner Augen! - Doch wisse, dass Gott um dieses alles dich ins Gericht kommen lässt. -
10Und entferne Unmut3 aus deinem Herzen und halte Übel von deinem Fleisch fern!, denn Jugend und Morgenröte4 sind Nichtigkeit.

Fußnoten

  1. 1 w.: der Gefüllten
  2. 2 o.: und dein Herz lasse es dir wohlgehen
  3. 3 o.: Gram; o.: Kummer
  4. 4 näml.: Morgenröte des Lebens; and.: Schwärze (i. S. v.: dunkles, nicht ergrautes Haar)