Altes Testament
Prediger Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ich, für mich, sagte zu meinem Herzen: "Auf! Ich will dich erproben mit [der] Freude! Und genieße [das] Gute!" Aber - sieh! - auch das ist Nichtigkeit.
2Zum Lachen sagte ich: "Unsinnig!", und zur Freude: "Was kann die bewirken?"
3Ich dachte mir in meinem Herzen aus1, mein Fleisch mit Wein zu laben (wobei mein Herz mittels Weisheit die Führung behalten würde) und mich an die Torheit zu halten, bis ich sähe, was gut wäre für die Menschensöhne unter den Himmeln zu tun, die Zahl ihrer Lebenstage.
4Ich führte große Werke aus: baute mir Häuser, pflanzte mir Weinberge,
5machte mir Gärten und Haine2 und pflanzte in ihnen Bäume von allerlei Frucht.
6Ich machte mir Wasserteiche, um aus ihnen den von Bäumen aufsprießenden Wald zu tränken.
7Ich kaufte leibeigene Knechte und Mägde und hatte Hausgeborene. Auch hatte ich großen Besitz an Rindern und Kleinvieh, mehr als alle, die vor mir waren in Jerusalem.
8Ich häufte mir auch Silber und Gold an und Schätze von Königen und Ländern, beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Wonnefreuden der Menschensöhne: Dame und Damen3.
9Und ich wurde groß und nahm zu - mehr als alles, was vor mir war in Jerusalem. Auch verblieb mir meine Weisheit.
10Und alles, was meine Augen begehrten, verwehrte ich ihnen nicht. Keine Freude versagte ich meinem Herzen, denn nach all meinem Mühen hatte mein Herz Freude. Und das war mein Teil nach all meinem Mühen.
11Und ich, für mich, wandte mich hin zu allen meinen Werken, die meine Hände getan hatten, und zu dem Mühen, in dem ich wirkend mich abgemüht hatte: Und - siehe! - das alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Und es gab keinen Gewinn unter der Sonne.
12Und ich, für mich, wandte mich, Weisheit und Unsinnigkeit und Torheit zu betrachten; denn was [bleibt] dem Menschen [zu tun], der nach dem König kommt? - Das, was man schon längst getan hat!
13Und ich, für mich, sah, dass die Weisheit den Vorzug hat vor der Torheit, wie das Licht den Vorzug hat vor der Dunkelheit:
14Der Weise hat seine Augen in seinem Kopf, der Tor aber wandelt im Dunkeln. Doch ich, für mich, erkannte auch: Ein und dasselbe Geschick trifft sie alle.
15Und ich, für mich, sagte in meinem Herzen: "Gleich dem Geschick des Toren wird4 es auch mich treffen. Wozu bin ich dann <so> überaus weise gewesen?" Und ich redete in meinem Herzen, dass auch dieses Nichtigkeit ist.
16Fürwahr, es gibt keine ewige5 Erinnerung an den Weisen, ebenso wenig wie an den Toren. In den Tagen, die kommen, wird alles längst vergessen sein. Und wie stirbt doch der Weise gleich dem Toren dahin!
17Da hasste ich das Leben; denn das Tun, das unter der Sonne getan wird, war mir zuwider, denn es war alles Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.
18Und ich, für mich, hasste all mein Mühen, worin ich mich abmühte unter der Sonne, da ich es dem Menschen hinterlassen muss, der nach mir sein wird.
19Und wer weiß, ob der weise sein wird oder töricht? Und doch wird er Macht haben über all mein Erarbeitetes, wofür ich mich abgemüht habe und worin ich weise gehandelt habe unter der Sonne. Auch das ist Nichtigkeit.
20Und so kam ich, für mich, dazu, mein Herz verzweifeln zu lassen wegen des ganzen Mühens, worin ich mich abgemüht hatte unter der Sonne;
21denn da ist ein Mensch, dessen Mühen in Weisheit und in Kenntnis und in Tüchtigkeit6 ist - und einem Menschen, der sich nicht darum gemüht hat, muss er es abgeben als sein Teil. Auch das ist Nichtigkeit und ein großes Übel.
22Was hat der Mensch von all seinem Mühen und vom Streben seines Herzens, worin er sich abmüht unter der Sonne?,
23denn alle seine Tage sind Herzeleid, und sein Geschäft ist Grämen7. Selbst bei Nacht ruht sein Herz nicht. Auch das ist Nichtigkeit.
24Es gibt nichts Besseres für den Menschen, als dass er esse und trinke und seine Seele Gutes sehen lasse in seinem Mühen. Auch dieses habe ich, für mich, gesehen, dass es von der Hand Gottes her <ist>;
25denn: Wer kann essen und wer kann genießen außer von ihm her8?
26Denn dem Menschen, der vor seinem Angesicht wohlgefällig9 ist, gibt er Weisheit und Kenntnis und Freude; dem Sünder aber gibt er das Geschäft, einzusammeln und anzuhäufen, um es dem abzugeben, der vor dem Angesicht Gottes wohlgefällig ist. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.
2Zum Lachen sagte ich: "Unsinnig!", und zur Freude: "Was kann die bewirken?"
3Ich dachte mir in meinem Herzen aus1, mein Fleisch mit Wein zu laben (wobei mein Herz mittels Weisheit die Führung behalten würde) und mich an die Torheit zu halten, bis ich sähe, was gut wäre für die Menschensöhne unter den Himmeln zu tun, die Zahl ihrer Lebenstage.
4Ich führte große Werke aus: baute mir Häuser, pflanzte mir Weinberge,
5machte mir Gärten und Haine2 und pflanzte in ihnen Bäume von allerlei Frucht.
6Ich machte mir Wasserteiche, um aus ihnen den von Bäumen aufsprießenden Wald zu tränken.
7Ich kaufte leibeigene Knechte und Mägde und hatte Hausgeborene. Auch hatte ich großen Besitz an Rindern und Kleinvieh, mehr als alle, die vor mir waren in Jerusalem.
8Ich häufte mir auch Silber und Gold an und Schätze von Königen und Ländern, beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Wonnefreuden der Menschensöhne: Dame und Damen3.
9Und ich wurde groß und nahm zu - mehr als alles, was vor mir war in Jerusalem. Auch verblieb mir meine Weisheit.
10Und alles, was meine Augen begehrten, verwehrte ich ihnen nicht. Keine Freude versagte ich meinem Herzen, denn nach all meinem Mühen hatte mein Herz Freude. Und das war mein Teil nach all meinem Mühen.
11Und ich, für mich, wandte mich hin zu allen meinen Werken, die meine Hände getan hatten, und zu dem Mühen, in dem ich wirkend mich abgemüht hatte: Und - siehe! - das alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Und es gab keinen Gewinn unter der Sonne.
12Und ich, für mich, wandte mich, Weisheit und Unsinnigkeit und Torheit zu betrachten; denn was [bleibt] dem Menschen [zu tun], der nach dem König kommt? - Das, was man schon längst getan hat!
13Und ich, für mich, sah, dass die Weisheit den Vorzug hat vor der Torheit, wie das Licht den Vorzug hat vor der Dunkelheit:
14Der Weise hat seine Augen in seinem Kopf, der Tor aber wandelt im Dunkeln. Doch ich, für mich, erkannte auch: Ein und dasselbe Geschick trifft sie alle.
15Und ich, für mich, sagte in meinem Herzen: "Gleich dem Geschick des Toren wird4 es auch mich treffen. Wozu bin ich dann <so> überaus weise gewesen?" Und ich redete in meinem Herzen, dass auch dieses Nichtigkeit ist.
16Fürwahr, es gibt keine ewige5 Erinnerung an den Weisen, ebenso wenig wie an den Toren. In den Tagen, die kommen, wird alles längst vergessen sein. Und wie stirbt doch der Weise gleich dem Toren dahin!
17Da hasste ich das Leben; denn das Tun, das unter der Sonne getan wird, war mir zuwider, denn es war alles Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.
18Und ich, für mich, hasste all mein Mühen, worin ich mich abmühte unter der Sonne, da ich es dem Menschen hinterlassen muss, der nach mir sein wird.
19Und wer weiß, ob der weise sein wird oder töricht? Und doch wird er Macht haben über all mein Erarbeitetes, wofür ich mich abgemüht habe und worin ich weise gehandelt habe unter der Sonne. Auch das ist Nichtigkeit.
20Und so kam ich, für mich, dazu, mein Herz verzweifeln zu lassen wegen des ganzen Mühens, worin ich mich abgemüht hatte unter der Sonne;
21denn da ist ein Mensch, dessen Mühen in Weisheit und in Kenntnis und in Tüchtigkeit6 ist - und einem Menschen, der sich nicht darum gemüht hat, muss er es abgeben als sein Teil. Auch das ist Nichtigkeit und ein großes Übel.
22Was hat der Mensch von all seinem Mühen und vom Streben seines Herzens, worin er sich abmüht unter der Sonne?,
23denn alle seine Tage sind Herzeleid, und sein Geschäft ist Grämen7. Selbst bei Nacht ruht sein Herz nicht. Auch das ist Nichtigkeit.
24Es gibt nichts Besseres für den Menschen, als dass er esse und trinke und seine Seele Gutes sehen lasse in seinem Mühen. Auch dieses habe ich, für mich, gesehen, dass es von der Hand Gottes her <ist>;
25denn: Wer kann essen und wer kann genießen außer von ihm her8?
26Denn dem Menschen, der vor seinem Angesicht wohlgefällig9 ist, gibt er Weisheit und Kenntnis und Freude; dem Sünder aber gibt er das Geschäft, einzusammeln und anzuhäufen, um es dem abzugeben, der vor dem Angesicht Gottes wohlgefällig ist. Auch das ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind.
Fußnoten
- 1 o.: Ich fasste in meinem Herzen (d. h.: in meinem Denksinn) den Entschluss
- 2 o.: Wonnegärten; von dem hier gebrauchten heb. Wort (pardes) kommt das gr. Wort für "Paradies" (paradeisos).
- 3 o.: Mätresse und Mätressen (bzw. Nebenfrauen); Bed. nicht gesichert; gr. Üsg.: Weinausschenker und Weinausschenkerinnen.
- 4 o.: kann; könnte
- 5 o.: bleibende; fortwährende
- 6 o.: Geschicklichkeit
- 7 o.: Unmut; Kummer
- 8 o.: getrennt von ihm; o.: ohne ihn; so einige heb. Hss u. die gr. u. syr. Üsg.; der Mas. Text hat: außer von mir her; i. S. v.: ohne mich.
- 9 Grundbed.: gut; so a. i. Folg.