Altes Testament
Prediger Kapitel 9
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ja, all dies gab ich in mein Herz, und zwar, um es alles prüfend zu erforschen: Die Gerechten und die Weisen und ihre Taten sind in der Hand Gottes. Sei es Liebe, sei es Hass, nichts [davon] weiß der Mensch; alles liegt [verborgen] vor ihnen.
2Alles ist so, wie es allen [Menschen] geschieht:1 Einerlei Geschick [trifft] den Gerechten und den Ehrfurchtslosen, den Guten und Reinen und den Unreinen, und den, der <Schlachtopfer> opfert, und den, der nicht <Schlachtopfer> opfert. Wie der Gute, so der Sünder - der, der schwört, wie der, der den Eid scheut.
3Das ist ein Übel bei allem, was getan wird unter der Sonne: dass einerlei Geschick allen <zuteilwird>. Und auch ist das Herz der Menschensöhne voll des Bösen, und Unsinnigkeit ist in ihrem Herzen während ihres Lebens; und danach [geht's] zu den Toten.
4Ja, wer mit allen Lebenden verbunden ist, [für] den gibt es Hoffnung; denn selbst ein Hund, der lebt, ist besser als der Löwe, der tot ist.
5Die Lebenden wissen ja, dass sie sterben werden, aber die Gestorbenen wissen überhaupt nichts, und sie haben keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken2 wird vergessen.
6Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist längst entschwunden. Und sie haben ewiglich kein Teil mehr an allem, was getan wird unter der Sonne.
7Geh hin! Iss dein Brot mit Freude und trink mit gutem Herzsinn deinen Wein, denn längst hat Gott dein Tun gebilligt3!
8Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß, und Salböl fehle nicht auf deinem Haupt!
9Nimm das Leben wahr4 mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, das er dir gab unter der Sonne, alle deine nichtigen Tage hindurch; denn das ist dein Teil im Leben und in deinem Mühen, worin du dich abmühst unter der Sonne.
10Alles, was deine Hand findet, zu tun in deiner Kraft, das tue!,5 denn im Scheol6, wohin du gehst, gibt es weder Schaffen noch Berechnen7 noch Erkenntnis noch Weisheit.
11Ferner sah ich8 unter der Sonne, dass nicht den Leichtfüßigen9 der Lauf gehört und nicht den Helden der Krieg, auch nicht den Weisen das Brot, auch nicht den Klugen der Reichtum, auch nicht den Verständigen10 die Gunst, sondern Zeit und Geschick trifft sie alle11;
12denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische, die gefangen werden im bösen Netz, und wie die Vögel, die gefangen werden im Klappnetz - wie sie, so werden die Menschensöhne verstrickt zur Zeit des Unheils, wenn es sie plötzlich überfällt.
13Auch dieses sah ich als Weisheit unter der Sonne, und es kam mir groß vor:
14Eine kleine Stadt, und wenige Männer sind darin; gegen sie kommt ein großer König und umzingelt sie und baut große Belagerungstürme gegen sie.
15Und er findet darin einen armen Mann12, einen weisen; und der rettet die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch denkt an diesen armen Mann zurück.
16Und ich, für mich, sagte <mir>: Weisheit ist besser als Macht. Doch die Weisheit des Armen, die ist verachtet; und seine Worte, auf die hört man nicht.
17Worte von Weisen, in Ruhe gehört, sind mehr wert als das Geschrei eines Herrschers unter Törichten13.
18Weisheit ist besser als Kriegsgerät; aber ein einziger Sünder kann viel Gutes zerstören.
2Alles ist so, wie es allen [Menschen] geschieht:1 Einerlei Geschick [trifft] den Gerechten und den Ehrfurchtslosen, den Guten und Reinen und den Unreinen, und den, der <Schlachtopfer> opfert, und den, der nicht <Schlachtopfer> opfert. Wie der Gute, so der Sünder - der, der schwört, wie der, der den Eid scheut.
3Das ist ein Übel bei allem, was getan wird unter der Sonne: dass einerlei Geschick allen <zuteilwird>. Und auch ist das Herz der Menschensöhne voll des Bösen, und Unsinnigkeit ist in ihrem Herzen während ihres Lebens; und danach [geht's] zu den Toten.
4Ja, wer mit allen Lebenden verbunden ist, [für] den gibt es Hoffnung; denn selbst ein Hund, der lebt, ist besser als der Löwe, der tot ist.
5Die Lebenden wissen ja, dass sie sterben werden, aber die Gestorbenen wissen überhaupt nichts, und sie haben keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken2 wird vergessen.
6Auch ihr Lieben, auch ihr Hassen, auch ihr Eifern ist längst entschwunden. Und sie haben ewiglich kein Teil mehr an allem, was getan wird unter der Sonne.
7Geh hin! Iss dein Brot mit Freude und trink mit gutem Herzsinn deinen Wein, denn längst hat Gott dein Tun gebilligt3!
8Zu aller Zeit seien deine Kleider weiß, und Salböl fehle nicht auf deinem Haupt!
9Nimm das Leben wahr4 mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines nichtigen Lebens, das er dir gab unter der Sonne, alle deine nichtigen Tage hindurch; denn das ist dein Teil im Leben und in deinem Mühen, worin du dich abmühst unter der Sonne.
10Alles, was deine Hand findet, zu tun in deiner Kraft, das tue!,5 denn im Scheol6, wohin du gehst, gibt es weder Schaffen noch Berechnen7 noch Erkenntnis noch Weisheit.
11Ferner sah ich8 unter der Sonne, dass nicht den Leichtfüßigen9 der Lauf gehört und nicht den Helden der Krieg, auch nicht den Weisen das Brot, auch nicht den Klugen der Reichtum, auch nicht den Verständigen10 die Gunst, sondern Zeit und Geschick trifft sie alle11;
12denn auch kennt der Mensch seine Zeit nicht. Wie die Fische, die gefangen werden im bösen Netz, und wie die Vögel, die gefangen werden im Klappnetz - wie sie, so werden die Menschensöhne verstrickt zur Zeit des Unheils, wenn es sie plötzlich überfällt.
13Auch dieses sah ich als Weisheit unter der Sonne, und es kam mir groß vor:
14Eine kleine Stadt, und wenige Männer sind darin; gegen sie kommt ein großer König und umzingelt sie und baut große Belagerungstürme gegen sie.
15Und er findet darin einen armen Mann12, einen weisen; und der rettet die Stadt durch seine Weisheit. Aber kein Mensch denkt an diesen armen Mann zurück.
16Und ich, für mich, sagte <mir>: Weisheit ist besser als Macht. Doch die Weisheit des Armen, die ist verachtet; und seine Worte, auf die hört man nicht.
17Worte von Weisen, in Ruhe gehört, sind mehr wert als das Geschrei eines Herrschers unter Törichten13.
18Weisheit ist besser als Kriegsgerät; aber ein einziger Sünder kann viel Gutes zerstören.
Fußnoten
- 1 o.: Alles kommt auf alle zu:
- 2 o.: die Erinnerung an sie
- 3 o.: hat Gott an deinem Tun Gefallen.
- 4 Grundbed.: etwas besehen; sehen
- 5 o.: ... zu tun, das tue mit deiner Kraft!
- 6 d. h.: im Bereich der Toten
- 7 o.: Planen
- 8 o.: Ich wandte mich um und sah
- 9 o.: Flinken
- 10 o.: Einsichtigen; Wissenden
- 11 o.: sondern die Zeit und das Schicksal (o.: die Umstände; o.: die Fügungen; die Widerfahrnisse) ereilen sie alle.
- 12 o.: einen Mann von niedriger Herkunft
- 13 d. h.: der unter Törichten die Stellung eines Herrschers einnimmt.