Neues Testament
Hebräer Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Fürchten wir uns also, damit nicht etwa, während eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, noch übrig gelassen ist, jemand von euch erscheint als einer, der zurückgeblieben ist1,
2denn auch uns ist gute Botschaft gesagt worden gleichwie jenen; jedoch nützte das gehörte Wort jenen nicht, da es bei den Hörern nicht mit dem Glauben vermengt worden war;
3denn wir, die glaubten, gehen in die Ruhe ein, so wie er gesagt hat: "So schwor ich in meinem Zorn: Wenn2 sie in meine Ruhe eingehen werden!" {Ps 95,11} - obgleich die Werke mit Gründung der Welt geschehen waren,
4denn er hat an einer Stelle über den siebenten [Tag] so gesprochen: "Und Gott ruhte am siebenten Tage <und ließ ab> von allen seinen Werken" {1Mo 2,2},
5und an dieser wieder: "Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!" -
6Da es also für etliche übrig bleibt, in sie einzugehen, und die, denen vormals gute Botschaft gesagt wurde, [des] ungläubigen Ungehorsams3 wegen nicht eingingen,
7bestimmt er wieder einen gewissen Tag: "Heute", wenn er nach einer solchen langen Zeit in David4 spricht, so wie es gesagt ist: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen" {Ps 95,7.8};
8denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, hätte er nicht danach von einem anderen Tag gesprochen.
9Dann bleibt dem Volk Gottes eine Sabbatruhe übrig,
10denn der, der in seine Ruhe einging, auch er kam zur Ruhe von seinen Werken, gleichwie Gott von den eigenen.
11Seien wir also fleißig5, einzugehen in jene Ruhe, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des ungläubigen Ungehorsams6 falle,
12denn lebend ist das Wort Gottes und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es fährt durch bis zur Teilung der Seele und auch des Geistes7, der Gelenke und auch des Markes, und urteilt über Erwägungen und Vorstellungen8 des Herzens.
13Und es ist kein Geschöpf unsichtbar vor ihm: Es ist alles bloß und aufgedeckt für seine Augen; ihm [schulden] wir Rechenschaft9.
14Da wir also einen großen Hohen Priester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns das Bekenntnis festhalten,
15denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der nicht mitempfinden könnte mit unseren Schwachheiten; er ist einer, der in allem versucht10 worden ist [und] auf gleiche Weise, Sünde ausgenommen;
16lasst uns also mit Freimütigkeit11 hinzutreten12 zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden für rechtzeitige Hilfe;
2denn auch uns ist gute Botschaft gesagt worden gleichwie jenen; jedoch nützte das gehörte Wort jenen nicht, da es bei den Hörern nicht mit dem Glauben vermengt worden war;
3denn wir, die glaubten, gehen in die Ruhe ein, so wie er gesagt hat: "So schwor ich in meinem Zorn: Wenn2 sie in meine Ruhe eingehen werden!" {Ps 95,11} - obgleich die Werke mit Gründung der Welt geschehen waren,
4denn er hat an einer Stelle über den siebenten [Tag] so gesprochen: "Und Gott ruhte am siebenten Tage <und ließ ab> von allen seinen Werken" {1Mo 2,2},
5und an dieser wieder: "Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!" -
6Da es also für etliche übrig bleibt, in sie einzugehen, und die, denen vormals gute Botschaft gesagt wurde, [des] ungläubigen Ungehorsams3 wegen nicht eingingen,
7bestimmt er wieder einen gewissen Tag: "Heute", wenn er nach einer solchen langen Zeit in David4 spricht, so wie es gesagt ist: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet nicht eure Herzen" {Ps 95,7.8};
8denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, hätte er nicht danach von einem anderen Tag gesprochen.
9Dann bleibt dem Volk Gottes eine Sabbatruhe übrig,
10denn der, der in seine Ruhe einging, auch er kam zur Ruhe von seinen Werken, gleichwie Gott von den eigenen.
11Seien wir also fleißig5, einzugehen in jene Ruhe, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des ungläubigen Ungehorsams6 falle,
12denn lebend ist das Wort Gottes und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es fährt durch bis zur Teilung der Seele und auch des Geistes7, der Gelenke und auch des Markes, und urteilt über Erwägungen und Vorstellungen8 des Herzens.
13Und es ist kein Geschöpf unsichtbar vor ihm: Es ist alles bloß und aufgedeckt für seine Augen; ihm [schulden] wir Rechenschaft9.
14Da wir also einen großen Hohen Priester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns das Bekenntnis festhalten,
15denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der nicht mitempfinden könnte mit unseren Schwachheiten; er ist einer, der in allem versucht10 worden ist [und] auf gleiche Weise, Sünde ausgenommen;
16lasst uns also mit Freimütigkeit11 hinzutreten12 zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden für rechtzeitige Hilfe;
Fußnoten
- 1 d. h.: dass sich bei niemandem von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist.
- 2 S. zu Hebr 3,11.
- 3 o.: des Ungehorsams im Unglauben; so auch in V. 11. Das griech. Wort drückt aus, dass der Ungehorsam in Unglauben besteht, bzw. dass der Unglaube ein Akt des Ungehorsams ist.
- 4 i. S. v.: in den Schriften Davids; o.: durch David
- 5 und beeilen wir uns
- 6 o.: des Ungehorsams im Unglauben; s. zu V. 6.
- 7 d. h.: bis zur Trennung (o.: völligen Zerlegung; Bloßlegung) von sowohl Seele als auch Geist
- 8 o.: Gesinnungen
- 9 o.: ihm haben wir Rede [und Antwort] zu stehen; o.: ihm sind wir ein[e] [Ant]wort schuldig.
- 10 o.: geprüft
- 11 und Zutrauen
- 12 Der Präs. Konj. deutet eine wiederholte Handlung an.