Altes Testament
Hosea Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1"Und es wird die Zahl der Söhne Israels sein wie der Sand des Meeres, der nicht gemessen und nicht gezählt werden kann. Und es wird geschehen, an der Stelle, an der zu ihnen gesagt wurde: 'Ihr seid nicht mein Volk!', wird zu ihnen gesagt werden: 'Söhne des lebenden Gottes'1.
2Und die Söhne Judas und die Söhne Israels werden sich miteinander versammeln und sich ein [gemeinsames] Haupt setzen und aus dem Land heraufziehen, denn groß ist der Tag Jesreels.
3Sagt zu euren Brüdern: 'Mein Volk', und zu euren Schwestern: 'Erbarmen'."
4"Rechtet2 mit eurer Mutter, rechtet (denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann)3, dass sie ihre Hurerei entferne von ihrem Gesicht und ihre Ehebrecherei zwischen ihren Brüsten hinweg,
5dass ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle wie am Tag ihrer Geburt, sie einer Wüste gleichmache, wie ein Land der Dürre werden lasse und sie vor Durst sterben lasse.
6Über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, denn Kinder der Hurerei sind sie;
7denn ihre Mutter hat gehurt, ihre Gebärerin hat Schande getrieben; denn sie hat gesagt: 'Ich will meinen Liebhabern nachgehen, die mir mein Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und mein Getränk.'
8Darum - siehe! - ich werde ihren Weg verzäunen mit Dornen, ihr eine Mauer errichten, dass sie ihre Pfade nicht findet.
9Dann wird sie ihren Liebhabern nachjagen, sie aber nicht erreichen, und sie wird sie suchen, sie aber nicht finden. Dann wird sie sagen: 'Ich will gehen, zu meinem ersten Mann zurückkehren, denn damals ging es mir gut4 im Gegensatz zu jetzt.'
10Aber sie hat nicht erkannt, dass ich ihr gegeben hatte das Korn und den Most5 und das Öl und ihr gemehrt hatte das Silber und das Gold - für den Baal hatten sie es vertan!
11Darum nehme ich wieder zurück mein Korn zu seiner Zeit, meinen Most zu seiner Frist, entreiße ihr meine Wolle und meinen Flachs, die ihre Blöße bedecken sollten.
12Nun aber decke ich ihre Scham auf vor den Augen ihrer Liebhaber; und niemand wird sie aus meiner Hand retten!
13Und ich mache ein Ende mit all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden, ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten.
14Ich verwüste ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagte: 'Diese sind mein Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.' Und ich mache sie zum Waldgestrüpp, dass die Wildtiere des Feldes sie abfressen.
15Ich suche an ihr heim die [Fest]tage der Baale, denen sie Rauchopfer darbrachte, - und sie schmückte sich mit ihren Ohrringen, mit ihrem Halsschmuck und lief ihren Liebhabern nach; mich aber hat sie vergessen." - ist der Spruch Jahwehs.
16"Darum - siehe! - ich werde sie locken6, in die Wüste führen und zu ihrem Herzen reden.
17Von dort gebe ich ihr ihre Weinberge wieder und das Tal Achor7 als ein Tor der Hoffnung. Dort wird sie willfährig sein8 wie in den Tagen ihrer Jugend, wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten zog."
18"Es wird geschehen an jenem Tag", ist der Spruch Jahwehs, "da wirst du [mich] nennen: 'Mein Mann', und wirst mich nicht mehr nennen: 'Mein Baal'.
19Die Namen der Baale tue ich ihr aus dem Mund, sie werden nicht mehr mit Namen erwähnt9.
20Und ich schließe mit ihnen an jenem Tag einen Bund: mit den Tieren des Feldes, den Vögeln des Himmels und den kriechenden Tieren des Bodens. Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen, aus dem Lande weg[tun]. Und ich lasse sie in Sicherheit wohnen."
21"Ich vermähle10 dich mir auf ewig, ich vermähle dich mir in Gerechtigkeit und Recht, in Güte und Erbarmen.
22Ich vermähle dich mir in Treue11, und du wirst Jahweh erkennen.
23Es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich willfährig sein12", ist der Spruch Jahwehs, "willfährig werde ich sein dem Himmel, dieser wird willfährig sein dem Land,
24das Land wird willfährig sein dem Korn und dem Most und dem Öl; und sie werden willfährig sein Jesreel.
25Ich werde mir <Samen> säen13 im Land, und werde mich über Lo-Ruhama14 erbarmen und zu Lo-Ammi15 sagen: 'Du, mein Volk'. Und es wird sagen: '[Du,] mein Gott'."
2Und die Söhne Judas und die Söhne Israels werden sich miteinander versammeln und sich ein [gemeinsames] Haupt setzen und aus dem Land heraufziehen, denn groß ist der Tag Jesreels.
3Sagt zu euren Brüdern: 'Mein Volk', und zu euren Schwestern: 'Erbarmen'."
4"Rechtet2 mit eurer Mutter, rechtet (denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann)3, dass sie ihre Hurerei entferne von ihrem Gesicht und ihre Ehebrecherei zwischen ihren Brüsten hinweg,
5dass ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle wie am Tag ihrer Geburt, sie einer Wüste gleichmache, wie ein Land der Dürre werden lasse und sie vor Durst sterben lasse.
6Über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, denn Kinder der Hurerei sind sie;
7denn ihre Mutter hat gehurt, ihre Gebärerin hat Schande getrieben; denn sie hat gesagt: 'Ich will meinen Liebhabern nachgehen, die mir mein Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und meinen Flachs, mein Öl und mein Getränk.'
8Darum - siehe! - ich werde ihren Weg verzäunen mit Dornen, ihr eine Mauer errichten, dass sie ihre Pfade nicht findet.
9Dann wird sie ihren Liebhabern nachjagen, sie aber nicht erreichen, und sie wird sie suchen, sie aber nicht finden. Dann wird sie sagen: 'Ich will gehen, zu meinem ersten Mann zurückkehren, denn damals ging es mir gut4 im Gegensatz zu jetzt.'
10Aber sie hat nicht erkannt, dass ich ihr gegeben hatte das Korn und den Most5 und das Öl und ihr gemehrt hatte das Silber und das Gold - für den Baal hatten sie es vertan!
11Darum nehme ich wieder zurück mein Korn zu seiner Zeit, meinen Most zu seiner Frist, entreiße ihr meine Wolle und meinen Flachs, die ihre Blöße bedecken sollten.
12Nun aber decke ich ihre Scham auf vor den Augen ihrer Liebhaber; und niemand wird sie aus meiner Hand retten!
13Und ich mache ein Ende mit all ihrer Freude, ihren Festen, ihren Neumonden, ihren Sabbaten und allen ihren Festzeiten.
14Ich verwüste ihren Weinstock und ihren Feigenbaum, von denen sie sagte: 'Diese sind mein Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.' Und ich mache sie zum Waldgestrüpp, dass die Wildtiere des Feldes sie abfressen.
15Ich suche an ihr heim die [Fest]tage der Baale, denen sie Rauchopfer darbrachte, - und sie schmückte sich mit ihren Ohrringen, mit ihrem Halsschmuck und lief ihren Liebhabern nach; mich aber hat sie vergessen." - ist der Spruch Jahwehs.
16"Darum - siehe! - ich werde sie locken6, in die Wüste führen und zu ihrem Herzen reden.
17Von dort gebe ich ihr ihre Weinberge wieder und das Tal Achor7 als ein Tor der Hoffnung. Dort wird sie willfährig sein8 wie in den Tagen ihrer Jugend, wie an dem Tag, als sie aus dem Land Ägypten zog."
18"Es wird geschehen an jenem Tag", ist der Spruch Jahwehs, "da wirst du [mich] nennen: 'Mein Mann', und wirst mich nicht mehr nennen: 'Mein Baal'.
19Die Namen der Baale tue ich ihr aus dem Mund, sie werden nicht mehr mit Namen erwähnt9.
20Und ich schließe mit ihnen an jenem Tag einen Bund: mit den Tieren des Feldes, den Vögeln des Himmels und den kriechenden Tieren des Bodens. Bogen, Schwert und Krieg werde ich zerbrechen, aus dem Lande weg[tun]. Und ich lasse sie in Sicherheit wohnen."
21"Ich vermähle10 dich mir auf ewig, ich vermähle dich mir in Gerechtigkeit und Recht, in Güte und Erbarmen.
22Ich vermähle dich mir in Treue11, und du wirst Jahweh erkennen.
23Es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich willfährig sein12", ist der Spruch Jahwehs, "willfährig werde ich sein dem Himmel, dieser wird willfährig sein dem Land,
24das Land wird willfährig sein dem Korn und dem Most und dem Öl; und sie werden willfährig sein Jesreel.
25Ich werde mir <Samen> säen13 im Land, und werde mich über Lo-Ruhama14 erbarmen und zu Lo-Ammi15 sagen: 'Du, mein Volk'. Und es wird sagen: '[Du,] mein Gott'."
Fußnoten
- 1 heb. El; bed.: Gott, der Starke.
- 2 o.: Führt einen Rechtsstreit; so a. i. Folg.
- 3 Sätze in runden Klammern sind eingeschobene Worte; sie sind Teil des biblischen Textes.
- 4 w.: hatte ich Gutes
- 5 D. i. frisch gepresster Traubensaft, der sich bereits im Gärungsprozess befinden kann.
- 6 o.: bereden; überreden
- 7 bed.: Tal der Trübung
- 8 Grundbed.: antworten; erhören (wie 2,23.24)
- 9 eigtl.: und ihrer wird nicht mehr mittels Erwähnung ihres Namens gedacht werden.
- 10 o.: verloben (Die Verlobung gilt als Beginn der Ehe.)
- 11 und Wahrhaftigkeit.
- 12 o.: da werde ich <den Wünschen> entsprechen; eigtl.: erhören
- 13 vgl. "Jesreel": "Gott sät." (Hos 1,4)
- 14 bed.: Nicht-Erbarmen
- 15 bed.: Nicht-mein-Volk