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Altes Testament

Josua Kapitel 10

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai eingenommen und an ihm den Bann vollstreckt hatte1, dass er Ai und seinem König ebenso getan hatte, wie er Jericho und seinem König getan hatte, und dass die Bewohner von Gibeon mit Israel Frieden geschlossen hatten und in ihrer Mitte waren,
2da fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine große Stadt, wie eine der Königsstädte, und sie war größer als Ai, und alle seine Männer waren Helden2.
3Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem König von Hebron, und zu Piram, dem König von Jarmut, und zu Jafia, dem König von Lachisch, und zu Debir, dem König von Eglon, und sagte:
4"Kommt zu mir herauf und helft mir, dass wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua und mit den Söhnen Israels Frieden geschlossen!"
5Und es versammelten sich die fünf Könige der Amoriter und zogen hinauf: der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch, der König von Eglon, sie und alle ihre Heerlager. Und sie belagerten Gibeon und bekämpften es.
6Und die Männer Gibeons sandten zu Josua ins Heerlager nach Gilgal und sagten: "Zieh deine Hände nicht ab von deinen leibeigenen Knechten. Komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns, denn alle Könige der Amoriter, die das Bergland bewohnen, haben sich gegen uns versammelt!"
7Und Josua zog von Gilgal hinauf, er und mit ihm alles Kriegsvolk und alle tüchtigen Männer.
8Und Jahweh sagte zu Josua: "Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hand gegeben; kein Mann von ihnen wird gegen dein Angesicht standhalten."
9Und Josua kam unversehens über sie. Die ganze Nacht war er von Gilgal hinaufgezogen.
10Und Jahweh brachte sie vor Israel in Verwirrung. Und er schlug sie. Ein großer Schlag bei Gibeon! Und er jagte ihnen nach in Richtung3 des Anstiegs nach Beth-Horon. Und er schlug sie bis Aseka und bis Makkeda.
11Und es geschah, als sie vor Israel flohen - sie waren [gerade] am Abhang von Beth-Horon -, da warf Jahweh große Steine von den Himmeln auf sie herab, bis Aseka, sodass sie starben. Die, die durch die Hagelsteine starben, waren mehr als die, die die Söhne Israels mit dem Schwert töteten.
12Damals, an dem Tag, als Jahweh die Amoriter vor den Söhnen Israels dahingab, redete Josua zu Jahweh und sagte vor den Augen Israels: "Sonne, halt still zu Gibeon! - und Mond, im Tal Ajalon!"
13Und die Sonne hielt still, und der Mond blieb stehen, bis das Volk* sich gerächt hatte an ihren Feinden. (Ist das nicht geschrieben im Buch Jaschar4?) Und die Sonne blieb an der Hälfte der Himmel5 stehen und beeilte sich nicht, unterzugehen, wohl6 einen ganzen Tag lang.
14Und es war kein Tag wie dieser, vor ihm und nach ihm, dass Jahweh auf die Stimme eines Mannes hörte; war doch Jahweh der Kämpfende für Israel7!
15Und Josua, und mit ihm ganz Israel, kehrte zurück zum Heerlager nach Gilgal.
16Jene fünf Könige aber flohen und versteckten sich in der Höhle bei Makkeda.
17Und es wurde Josua berichtet und gesagt: "Die fünf Könige sind gefunden, versteckt in der Höhle bei Makkeda."
18Und Josua sagte: "Wälzt große Steine an den Eingang der Höhle und bestellt Männer über sie8, jene9 zu bewachen.
19Ihr aber, bleibt nicht stehen! Jagt euren Feinden nach und schlagt die Nachhut10! Lasst sie nicht in ihre Städte kommen, denn Jahweh, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben!"
20Und es geschah, als Josua und die Söhne Israels geendet hatten, sie zu schlagen (ein sehr großer Schlag!), bis sie aufgerieben waren (die Überlebenden von ihnen aber entkamen und kamen in die befestigten Städte),
21da kehrte das ganze Volk im Frieden ins Heerlager zurück zu Josua nach Makkeda. Niemand spitzte seine Zunge gegen die Söhne Israels.
22Und Josua sagte: "Öffnet den Eingang der Höhle und bringt diese fünf Könige aus der Höhle heraus zu mir!"
23Und sie machten es so und brachten diese fünf Könige aus der Höhle heraus zu ihm: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch, den König von Eglon.
24Und es geschah, als sie diese Könige zu Josua herausgebracht hatten, da rief Josua alle Männer Israels und sagte zu den Anführern der Kriegsmänner, die mit ihm gezogen waren: "Tretet nahe herzu! Setzt eure Füße auf die Hälse11 dieser Könige!" Und sie traten nahe herzu und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25Und Josua sagte zu ihnen: "Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen! Werdet stark und mutig12, denn ebenso wird Jahweh allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft!"
26Und danach schlug Josua sie und tötete sie. Und er hängte sie an fünf Bäumen auf. Und sie blieben an den Bäumen aufgehängt bis zum Abend.
27Und es geschah zur Zeit des Untergangs der Sonne, da gebot Josua, dass man sie von den Bäumen herabnehme. Und sie warfen sie in die Höhle, wo sie sich versteckt hatten. Und man legte große Steine an den Eingang der Höhle - bis zu diesem Tag13.
28Und an jenem Tag nahm Josua Makkeda ein und schlug es mit der Schneide des Schwerts und [ebenso] seinen König. An ihnen, und zwar an jeder Seele, die darin war, vollstreckte er den Bann. Keinen Überlebenden ließ er übrig. Und er tat dem König von Makkeda, wie er dem König von Jericho getan hatte.
29Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Makkeda nach Libna. Und er kämpfte gegen Libna.
30Und Jahweh gab auch es in die Hand Israels und [auch] seinen König. Und er schlug es mit der Schneide des Schwerts. An ihnen, und zwar an jeder Seele, die darin war, vollstreckte er den Bann. Keinen Überlebenden ließ er darin übrig. Und er tat seinem König, wie er dem König von Jericho getan hatte.
31Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Libna nach Lachisch. Und er belagerte es und kämpfte gegen es.
32Und Jahweh gab Lachisch in die Hand Israels. Und er nahm es am zweiten Tag ein und schlug es mit der Schneide des Schwerts, und zwar jede Seele, die darin war, ganz wie er Libna getan hatte.
33Damals zog Horam, der König von Geser, herauf, um Lachisch zu helfen. Aber Josua schlug ihn und sein Volk, ohne dass er ihm einen Überlebenden übrig ließ.
34Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Lachisch nach Eglon. Und sie belagerten es und kämpften gegen es.
35Und sie nahmen es an jenem Tag ein und schlugen es mit der Schneide des Schwerts. Und an jeder Seele, die darin war, vollstreckte er an jenem Tag den Bann, ganz wie er Lachisch getan hatte.
36Und Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Eglon nach Hebron hinauf, und sie kämpften gegen es.
37Und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schneide des Schwerts und [auch] seinen König und alle seine Städte und jede Seele, die darin war. Keinen Überlebenden ließ er übrig, ganz wie er Eglon getan hatte. Und an ihm und an jeder Seele, die darin war, vollstreckte er den Bann.
38Und Josua, und ganz Israel mit ihm, wandte sich nach Debir und kämpfte gegen es.
39Und er nahm es ein und seinen König und alle seine Städte, und sie schlugen sie mit der Schneide des Schwerts. Und an jeder Seele, die darin war, vollstreckten sie den Bann. Keinen Überlebenden ließ er übrig. Wie er Hebron getan hatte und wie er Libna und seinem König getan hatte, so tat er Debir und seinem König.
40Und Josua schlug das ganze Land, das Bergland und das Südland14 und das Hügelland15 und die Abhänge und alle ihre Könige. Keinen Überlebenden ließ er übrig. Und an allem, was Atem hatte, vollstreckte er den Bann, wie Jahweh, der Gott Israels, geboten hatte.
41Und Josua schlug sie von Kadesch-Barnea bis Gaza, und das ganze Land Goschen bis Gibeon.
42Und alle diese Könige und ihr Land nahm Josua auf einmal, denn Jahweh, der Gott Israels, kämpfte für Israel.
43Und Josua, und ganz Israel mit ihm, kehrte in das Heerlager nach Gilgal zurück.

Fußnoten

  1. 1 d. h.: sie der Vernichtung geweiht hatte
  2. 2 o.: Krieger; Gewaltige; Tüchtige
  3. 3 o.: auf dem Weg
  4. 4 bed.: des Geraden, Rechtschaffenen, Aufrichtigen
  5. 5 o.: an der Mitte des Himmels; mitten am Himmel
  6. 6 o.: etwa; o.: beinahe
  7. 7 o.: denn Jahweh ist einer, der für Israel kämpft.
  8. 8 Im Heb. bezieht sich "sie" auf die Höhle.
  9. 9 d. i.: die Könige
  10. 10 eigtl.: stutzt ihren Schweif
  11. 11 und Nacken; so a. i. Folg.
  12. 12 und gefestigt
  13. 13 i. S. v.: und sie befinden sich dort, bis zum heutigen Tag.
  14. 14 heb. nägäb; die Südgegend von Juda
  15. 15 heb. schefelah