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Altes Testament

Josua Kapitel 6

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Jericho aber war verschlossen und verriegelt vor den Söhnen Israels. Niemand ging hinaus, und niemand kam herein.
2Und Jahweh sagte zu Josua: "Sieh! Ich habe Jericho und seinen König [und] die <kriegs>tüchtigen Männer in deine Hand gegeben.
3Und ihr sollt um die Stadt herumziehen, alle Kriegsmänner, einmal rings um die Stadt her. Tue so sechs Tage.
4Und sieben Priester sollen sieben Posaunen des Halljahres1 vor der Lade hertragen. Und am siebenten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen die Posaunen blasen.
5Und es soll geschehen, sobald man das Horn des Halljahres anhaltend bläst, soll das ganze Volk, sobald ihr die Stimme der Posaune hört, in großes, <lautes> <Kriegs>geschrei ausbrechen. Und die Mauer der Stadt wird in sich zusammenfallen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin."
6Und Josua, der Sohn Nuns, rief die Priester und sagte zu ihnen: "Hebt die Lade des Bundes auf! Und sieben Priester sollen sieben Posaunen des Halljahres vor der Lade Jahwehs hertragen."
7Und er sagte zum Volk: "Schreitet hin und zieht um die Stadt herum! Und wer gerüstet2 ist, soll vor der Lade Jahwehs herschreiten."
8Und es geschah, als Josua zum Volk geredet hatte, da schritten die sieben Priester hin, die die sieben Posaunen des Halljahres trugen, vor dem Angesicht Jahwehs her, und bliesen die Posaunen. Und die Lade des Bundes Jahwehs zog hinter ihnen her.
9Und wer gerüstet war, zog vor den Priestern, den Bläsern der Posaunen, her, und die Nachhut zog hinter der Lade her, wobei man im Gehen fortwährend die Posaunen blies.
10Dem Volk aber hatte Josua geboten und gesagt: "Ihr sollt nicht in <Kriegs>geschrei ausbrechen und eure Stimme nicht hören lassen, und es soll kein Wort aus eurem Mund gehen, bis zu dem Tag, an dem ich zu euch sage: 'Brecht in <Kriegs>geschrei aus!', <dann> sollt ihr in <Kriegs>geschrei ausbrechen."
11Und die Lade Jahwehs zog um die Stadt herum, einmal rings um sie her. Und sie kamen ins Heerlager und übernachteten im Heerlager.
12Und Josua machte sich früh am Morgen auf, und die Priester trugen die Lade Jahwehs.
13Und die sieben Priester, die die sieben Posaunen des Halljahrs vor der Lade Jahwehs hertrugen, bliesen im Gehen fortwährend die Posaunen. Und die Gerüsteten zogen vor ihnen her, und die Nachhut zog hinter der Lade Jahwehs her, wobei man im Gehen fortwährend die Posaunen blies.
14Und sie zogen am zweiten Tag um die Stadt, einmal, und kehrten in das Heerlager zurück. So machten sie es sechs Tage.
15Und es geschah am siebenten Tag, da machten sie sich früh auf, beim Aufgang des ersten Morgenlichts, und zogen in dieser Weise um die Stadt, siebenmal. Nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt.
16Und es geschah beim siebenten Mal, da bliesen die Priester die Posaunen. Und Josua sagte zu dem Volk: "Brecht in <Kriegs>geschrei aus, denn Jahweh hat euch die Stadt gegeben!
17Und die Stadt soll dem Bann verfallen sein3, sie und alles, was darin ist, für Jahweh! Nur Rahab, die Hure, soll am Leben bleiben, sie und alles, was bei ihr im Hause ist, weil sie die Boten versteckt hat, die wir ausgesandt hatten.
18Nur, hütet ihr euch vor dem Gebannten, dass ihr nicht bannt und <dann> von dem Gebannten nehmt und das Heerlager Israels zum Bann macht4 und es in Trübsal bringt!
19Und alles Silber und Gold samt den ehernen5 und eisernen Geräten soll Jahweh heilig sein: Zum Schatz Jahwehs soll es kommen!"
20Und das Volk erhob ein <Kriegs>geschrei, und sie bliesen die Posaunen. Und es geschah, als das Volk die Stimme der Posaune6 hörte, da brach das Volk in ein großes <Kriegs>geschrei aus. Und die Mauer fiel in sich zusammen. Und das Volk stieg in die Stadt, ein jeder gerade vor sich hin. Und sie nahmen die Stadt ein.
21Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, vom Mann bis zur Frau, vom Knaben bis zum Greis, ja, bis zum Rind und Lämmchen7 und Esel, mit der Schneide8 des Schwerts.
22Und Josua sagte zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: "Geht in das Haus der Frau, der Hure, und führt die Frau und alle, die zu ihr gehören, von dort heraus, wie ihr es ihr geschworen habt."
23Und die jungen Männer, die Kundschafter, gingen hinein und führten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alles, was zu ihr gehörte, hinaus: Alle ihre Familien9 führten sie hinaus. Und sie brachten sie außerhalb des Heerlagers Israels unter.
24Die Stadt aber und alles, was in ihr war, verbrannten sie im Feuer. Nur das Silber und das Gold und die ehernen und die eisernen Geräte gaben sie zum Schatz des Hauses Jahwehs10.
25So ließ Josua Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und alles, was zu ihr gehörte, am Leben. Und sie wohnte in der Mitte Israels bis zu diesem Tag, denn sie hatte die Boten versteckt, die Josua gesandt hatte, Jericho zu erkunden.
26Und zu jener Zeit ließ Josua schwören11: "Verflucht sei vor dem Angesicht Jahwehs der Mann, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho [wieder] aufbaut! Um <den Preis> seines Erstgeborenen wird er ihren Grund legen, und um <den Preis> seines Jüngsten wird er ihre Türflügel einsetzen."
27Und Jahweh war mit Josua. Und die Kunde von ihm verbreitete sich durch das ganze Land.

Fußnoten

  1. 1 o.: Widderhörner des Halljahres (heb. schoferoth ha-jobel)
  2. 2 d. h.: bewaffnet
  3. 3 o.: soll der Vernichtung geweiht sein
  4. 4 o.: unter den Bann bringt
  5. 5 o.: bronzenen; o.: kupfernen
  6. 6 Grundbed.: Widderhorn; heb. schofar
  7. 7 eigtl.: Jungtier <der Kleinvieh-Herde>
  8. 8 Grundbed.: Mund
  9. 9 d. i.: ihre Sippen
  10. 10 n. d. gr. Üsg.: gaben sie, um gebracht zu werden zum Schatz des Hauses des Herrn.
  11. 11 und folgenden Fluch aussprechen