Altes Testament
Josua Kapitel 24
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem. Und er rief die Ältesten Israels und seine Häupter und seine Richter und seine Aufseher. Und sie traten vor Gott.
2Und Josua sagte zum ganzen Volk: "So sagt Jahweh, der Gott Israels: 'Eure Väter wohnten vor Urzeiten1 jenseits des Stromes, Terach, der Vater Abrahams und Vater Nahors; und sie dienten anderen Göttern.
3Und ich nahm Abraham, euren Vater, von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan gehen. Und ich mehrte seinen Samen, und ich gab ihm Isaak.
4Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau. Und dem Esau gab ich das Bergland von Seïr, es <als Erbe> zu besitzen. Und Jakob und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab.
5Und ich sandte Mose und Aaron und schlug Ägypten <mit Plagen>, so wie ich es unter ihnen getan habe. Und danach führte ich euch heraus.
6Und ich führte eure Väter aus Ägypten, und ihr kamt an das Meer. Ägypten aber jagte euren Vätern mit Wagen und mit Reitern nach bis zum Schilfmeer.
7Da riefen sie laut zu Jahweh, und er gab Dunkelheit zwischen euch und die Ägypter, und er brachte das Meer über sie, und es bedeckte sie! Und eure Augen sahen, was ich an Ägypten tat. Und ihr bliebt eine lange Zeit in der Wüste.
8Und ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordans wohnten. Und sie kämpften gegen euch. Und ich gab sie in eure Hand. Und ihr nahmt ihr Land <als Erbe> in Besitz, und ich vernichtete sie vor euch2.
9Und es erhob sich Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, und kämpfte gegen Israel. Und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn Beors, rufen, euch zu verfluchen.
10Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, und so musste er euch segnen, und ich rettete euch aus seiner Hand.
11Und ihr überschrittet den Jordan und kamt nach Jericho. Und es kämpften gegen euch die Herren3 von Jericho, die Amoriter und die Perisiter und die Kanaaniter und die Hetiter und die Girgaschiter und die Hewiter und die Jebusiter. Und ich gab sie in eure Hand.
12Und ich sandte die Hornisse4 vor euch her: Die trieb sie vor euch her <in die Flucht>, die beiden Könige der Amoriter, nicht [du] mit deinem Schwert und deinem Bogen.
13Und ich gab euch ein Land, um das du dich nicht gemüht hattest, und Städte, die ihr nicht gebaut hattet. Und ihr habt in ihnen Wohnung genommen. Von Weinbergen und Olivenbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt, esst ihr.'
14Und nun, fürchtet Jahweh und dient ihm in Ganzheit5 und in Wahrheit. Und tut die Götter weg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient hatten. Und dient Jahweh!
15Und wenn es in euren Augen übel ist, Jahweh zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter dienten, die jenseits des Stromes <waren>, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen Jahweh dienen!"
16Und das Volk antwortete und sagte: "Ferne sei es von uns, Jahweh zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen!,
17denn Jahweh, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, heraufführte und der vor unseren Augen diese großen Zeichen tat und uns auf dem ganzen Wege behütete, den wir gingen, und unter allen Volksscharen, durch deren Mitte wir zogen.
18Und Jahweh vertrieb vor uns alle Volksscharen und die Amoriter, die Bewohner des Landes. Auch wir wollen Jahweh dienen, denn er ist unser Gott!"
19Und Josua sagte zum Volk: "Ihr könnt Jahweh nicht dienen, denn er ist ein heiliger Gott. Er ist ein eifersüchtiger Gott6. Er wird eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben.
20Wenn ihr Jahweh verlasst und ausländischen Göttern dient, wird er sich umwenden und euch Übles tun und euch <gänzlich> austilgen, nachdem er euch Gutes getan hatte."
21Und das Volk sagte zu Josua: "Nein, sondern Jahweh wollen wir dienen!"
22Und Josua sagte zum Volk: "Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr selbst euch Jahweh erwählt habt, ihm zu dienen." Und sie sagten: "[Ja,] Zeugen!" -
23"So tut nun die ausländischen Götter weg, die unter euch sind! Und neigt euer Herz Jahweh zu, dem Gott Israels!"
24Und das Volk sagte zu Josua: "Jahweh, unserem Gott, werden wir dienen, und auf seine Stimme werden wir hören!"
25Und Josua schloss für das Volk an jenem Tag einen Bund und gab ihm Satzung und Recht in Sichem.
26Und Josua schrieb diese Worte in das Buch der Weisung Gottes. Und er nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf - unter der Terebinthe7, die bei dem Heiligtum Jahwehs [steht].
27Und Josua sagte zu allem Volk: "Siehe! Dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein, denn er hat alle Worte Jahwehs gehört, die er mit uns redete. Und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet."
28Und Josua entließ das Volk, jeden in sein Erbteil.
29Und es geschah nach diesen Dingen, da starb Josua, der Sohn Nuns, der leibeigene Knecht Jahwehs, hundertzehn Jahre alt.
30Und man begrub ihn in den Grenzen seines Erbteils in Timnat-Serach auf dem Bergland Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.
31Und Israel diente Jahweh alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die Josua überlebten und die das ganze Werk Jahwehs kannten, das er für Israel getan hatte.
32Und die Gebeine Josefs, die die Söhne Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Feldstück, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters Sichems, für hundert Kesita gekauft hatte. Und es wurde8 den Söhnen Josefs zum Erbteil.
33Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Bergland Ephraim gegeben worden war.
2Und Josua sagte zum ganzen Volk: "So sagt Jahweh, der Gott Israels: 'Eure Väter wohnten vor Urzeiten1 jenseits des Stromes, Terach, der Vater Abrahams und Vater Nahors; und sie dienten anderen Göttern.
3Und ich nahm Abraham, euren Vater, von jenseits des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan gehen. Und ich mehrte seinen Samen, und ich gab ihm Isaak.
4Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau. Und dem Esau gab ich das Bergland von Seïr, es <als Erbe> zu besitzen. Und Jakob und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab.
5Und ich sandte Mose und Aaron und schlug Ägypten <mit Plagen>, so wie ich es unter ihnen getan habe. Und danach führte ich euch heraus.
6Und ich führte eure Väter aus Ägypten, und ihr kamt an das Meer. Ägypten aber jagte euren Vätern mit Wagen und mit Reitern nach bis zum Schilfmeer.
7Da riefen sie laut zu Jahweh, und er gab Dunkelheit zwischen euch und die Ägypter, und er brachte das Meer über sie, und es bedeckte sie! Und eure Augen sahen, was ich an Ägypten tat. Und ihr bliebt eine lange Zeit in der Wüste.
8Und ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordans wohnten. Und sie kämpften gegen euch. Und ich gab sie in eure Hand. Und ihr nahmt ihr Land <als Erbe> in Besitz, und ich vernichtete sie vor euch2.
9Und es erhob sich Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, und kämpfte gegen Israel. Und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn Beors, rufen, euch zu verfluchen.
10Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, und so musste er euch segnen, und ich rettete euch aus seiner Hand.
11Und ihr überschrittet den Jordan und kamt nach Jericho. Und es kämpften gegen euch die Herren3 von Jericho, die Amoriter und die Perisiter und die Kanaaniter und die Hetiter und die Girgaschiter und die Hewiter und die Jebusiter. Und ich gab sie in eure Hand.
12Und ich sandte die Hornisse4 vor euch her: Die trieb sie vor euch her <in die Flucht>, die beiden Könige der Amoriter, nicht [du] mit deinem Schwert und deinem Bogen.
13Und ich gab euch ein Land, um das du dich nicht gemüht hattest, und Städte, die ihr nicht gebaut hattet. Und ihr habt in ihnen Wohnung genommen. Von Weinbergen und Olivenbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt, esst ihr.'
14Und nun, fürchtet Jahweh und dient ihm in Ganzheit5 und in Wahrheit. Und tut die Götter weg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient hatten. Und dient Jahweh!
15Und wenn es in euren Augen übel ist, Jahweh zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter dienten, die jenseits des Stromes <waren>, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen Jahweh dienen!"
16Und das Volk antwortete und sagte: "Ferne sei es von uns, Jahweh zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen!,
17denn Jahweh, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, heraufführte und der vor unseren Augen diese großen Zeichen tat und uns auf dem ganzen Wege behütete, den wir gingen, und unter allen Volksscharen, durch deren Mitte wir zogen.
18Und Jahweh vertrieb vor uns alle Volksscharen und die Amoriter, die Bewohner des Landes. Auch wir wollen Jahweh dienen, denn er ist unser Gott!"
19Und Josua sagte zum Volk: "Ihr könnt Jahweh nicht dienen, denn er ist ein heiliger Gott. Er ist ein eifersüchtiger Gott6. Er wird eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben.
20Wenn ihr Jahweh verlasst und ausländischen Göttern dient, wird er sich umwenden und euch Übles tun und euch <gänzlich> austilgen, nachdem er euch Gutes getan hatte."
21Und das Volk sagte zu Josua: "Nein, sondern Jahweh wollen wir dienen!"
22Und Josua sagte zum Volk: "Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr selbst euch Jahweh erwählt habt, ihm zu dienen." Und sie sagten: "[Ja,] Zeugen!" -
23"So tut nun die ausländischen Götter weg, die unter euch sind! Und neigt euer Herz Jahweh zu, dem Gott Israels!"
24Und das Volk sagte zu Josua: "Jahweh, unserem Gott, werden wir dienen, und auf seine Stimme werden wir hören!"
25Und Josua schloss für das Volk an jenem Tag einen Bund und gab ihm Satzung und Recht in Sichem.
26Und Josua schrieb diese Worte in das Buch der Weisung Gottes. Und er nahm einen großen Stein und richtete ihn dort auf - unter der Terebinthe7, die bei dem Heiligtum Jahwehs [steht].
27Und Josua sagte zu allem Volk: "Siehe! Dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein, denn er hat alle Worte Jahwehs gehört, die er mit uns redete. Und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet."
28Und Josua entließ das Volk, jeden in sein Erbteil.
29Und es geschah nach diesen Dingen, da starb Josua, der Sohn Nuns, der leibeigene Knecht Jahwehs, hundertzehn Jahre alt.
30Und man begrub ihn in den Grenzen seines Erbteils in Timnat-Serach auf dem Bergland Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.
31Und Israel diente Jahweh alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die Josua überlebten und die das ganze Werk Jahwehs kannten, das er für Israel getan hatte.
32Und die Gebeine Josefs, die die Söhne Israels aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Feldstück, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters Sichems, für hundert Kesita gekauft hatte. Und es wurde8 den Söhnen Josefs zum Erbteil.
33Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Bergland Ephraim gegeben worden war.
Fußnoten
- 1 eigtl.: von der Vorzeit her
- 2 w.: hinweg von eurem Angesicht
- 3 o.: Besitzer; Eigentümer; Bürger; hier: die zur Stadtaristokratie Gehörenden
- 4 im übertragenen Sinn: Entsetzen; Panik; Schrecken
- 5 o.: Aufrichtigkeit; Rechtschaffenheit
- 6 heb. El; bed.: Gott, der Starke
- 7 o.: Steineiche
- 8 eigtl.: sie wurden (Mehrzahl i. S. v. Einzahl); gemeint ist vmtl. das Feld mit allem, was dazugehörte.