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Altes Testament

2. Könige Kapitel 12

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Ein Sohn von sieben Jahren war Joasch, als er König wurde.
2Im siebenten Jahr Jehus wurde Joasch König, und er herrschte <als König> vierzig Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba.
3Und Joasch tat das Rechte in den Augen Jahwehs - alle Tage, in denen Jojada, der Priester, ihn unterwies.
4Doch die Höhen wichen nicht. Das Volk brachte noch Schlachtopfer und Rauchopfer auf den Höhen dar.
5Und Joasch sagte zu den Priestern: "Alles Geld1 der geheiligten Gaben, das in das Haus Jahwehs gebracht wird, das Geld jedes Gemusterten2, <nämlich> das Geld der Seelen entsprechend dem jeweiligen Schätzwert3, und alles Geld, bezüglich dessen einem Menschen ins Herz kommt, es ins Haus Jahwehs zu bringen,
6sollen die Priester nehmen, jeder von seinem Verwalter4. Und sie ihrerseits sollen die Schäden5 des Hauses ausbessern6, alles, was dort an Schäden gefunden wird."
7Und es geschah im dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Joasch, da hatten die Priester die Schäden des Hauses [noch] nicht ausgebessert.
8Und der König Joasch rief den Priester Jojada und die Priester und sagte zu ihnen: "Warum bessert ihr die Schäden des Hauses nicht aus? Und nun: Ihr sollt kein Geld von euren Verwaltern [für euch] nehmen, sondern sollt es abgeben für die Schäden des Hauses."
9Und die Priester waren damit einverstanden, dass sie kein Geld vom Volk [mehr] annehmen sollten und auch die Schäden des Hauses nicht [mehr] auszubessern brauchten7.
10Und der Priester Jojada nahm einen Kasten und bohrte ein Loch in seinen Deckel, und er stellte ihn rechts neben dem Altar auf. Sobald jemand ins Haus Jahwehs hineinging, gaben die Priester, die die Schwelle hüteten, dort alles ins Haus Jahwehs gebrachte Geld hinein.
11Und es geschah, wenn sie sahen, dass viel Geld im Kasten war, kamen der Staatsschreiber des Königs und der Hohe Priester herauf, und sie schnürten das Geld, das sich im Haus Jahwehs vorfand, zusammen und zählten es.
12Und sie gaben das abgewogene Geld in die Hand der Werkleute, die über das Haus Jahwehs gesetzt waren. Und die gaben es weiter an die Zimmerleute und an die Bauleute, die am Haus Jahwehs arbeiteten,
13sowie an die Maurer und an die Steinhauer und zum Ankaufen von Holz und von Bruchsteinen, um die Schäden des Hauses Jahwehs auszubessern, und für alles, was man für die Ausbesserung des Hauses ausgab.
14Doch wurden von dem Geld, das in das Haus Jahwehs gebracht wurde, keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten für das Haus Jahwehs gemacht, keinerlei goldenes Gerät und keinerlei silbernes Gerät,
15sondern man gab es den Werkleuten. Und die besserten damit das Haus Jahwehs aus8.
16Und man rechnete nicht ab mit den Männern, in deren Hand man das Geld gab, dass sie es den Werkleuten gäben; denn man handelte auf Treu <und Glauben>.
17Vom Geld für Schuldopfer und vom Geld für Sündopfer wurde nichts ins Haus Jahwehs gebracht. Es sollte für die Priester sein.
18Damals zog Hasaël, der König von Aram, herauf und kämpfte gegen Gat und nahm es ein. Und Hasaël richtete sein Angesicht darauf, gegen Jerusalem hinaufzuziehen.
19Da nahm Joasch, der König von Juda, alle geheiligten <Gaben>, die Joschafat und Joram und Ahasja, seine Väter, die Könige von Juda, geheiligt hatten, und seine [eigenen] geheiligten <Gaben> und alles Gold, das sich in den Schätzen des Hauses Jahwehs und des Hauses des Königs befand, und sandte es Hasaël, dem König von Aram. Da zog er von Jerusalem ab.
20Und das Übrige der Geschehnisse von Joasch und alles, was er tat, ist das nicht geschrieben im Buch der Tageschronik9 der Könige von Juda?
21Und seine Knechte standen auf und verschworen sich. Und sie erschlugen Joasch im Haus des Millo, wo es nach Silla hinabgeht.
22Und zwar erschlugen ihn Josachar, der Sohn Schimats, und Josabad, der Sohn Schomers, seine Knechte. Und er starb. Und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Davidsstadt. Und Amazja, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.

Fußnoten

  1. 1 eigtl.: Silber
  2. 2 Vgl. 2Mo 30,12.13.
  3. 3 Vgl. 3Mo 27,3-8.
  4. 4 o.: Vertrauensmann; so a. i. Folg.
  5. 5 o.: die Risse; das Baufällige; so a. i. Folg.
  6. 6 eigtl.: [durch Ausbesserungsarbeiten] stark machen; befestigen; so a. i. Folg.
  7. 7 d. h.: Sie wurden von der Ausbesserungspflicht befreit, weil sie bisher nicht ausgebessert hatten.
  8. 8 eigtl.: machten ... stark; befestigten
  9. 9 w.: im Buch der Geschehnisse der Tage; so a. 13,8.12; 14,15.18.28.