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Altes Testament

2. Könige Kapitel 7

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Elisa sagte: "Hört das Wort Jahwehs! So sagt Jahweh: 'Morgen um diese Zeit wird ein Maß1 Weizengrieß einen Schekel und zwei Maß Gerste einen Schekel [wert] sein im Tor von Samaria.'"
2Da antwortete der Wagenkämpfer2, auf dessen Hand der König sich stützte, dem Mann Gottes und sagte: "Siehe! Machte Jahweh auch Schleusen am Himmel, könnte denn so etwas je geschehen?" Und er sagte: "Siehe! Du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht davon essen."
3Und es waren da vier aussätzige Männer am Eingang des Tores. Und sie sagten einer zu seinem Gefährten: "Was sollen wir hier bleiben, bis wir sterben?
4Sagen wir: 'Lasst uns in die Stadt gehen', so ist der Hunger in der Stadt, und wir werden dort sterben. Und bleiben wir hier, sterben wir. Und nun, kommt, und lasst uns zum Heerlager der Aramäer überlaufen3. Lassen sie uns am Leben, leben wir; und töten sie uns, sterben wir."
5Und sie machten sich in der Dämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an das Ende des Heerlagers der Aramäer, und - siehe! - kein Mann [war da]!
6Jahweh aber hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Und sie hatten einer zum anderen gesagt: "Siehe! Der König Israels hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, über uns zu kommen."
7Und sie hatten sich aufgemacht und waren in der Dämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel, das Heerlager, so wie es war, zurückgelassen und waren um ihr Leben4 geflohen.
8Und jene Aussätzigen kamen an das Ende des Heerlagers und kamen in eines der Zelte und aßen und tranken. Und sie trugen Silber und Gold und Kleider fort und gingen hin und verscharrten es. Und sie kehrten zurück und kamen in ein anderes Zelt, und sie trugen [auch] von dort [etwas] fort und gingen hin und verscharrten es.
9Und sie sagten einer zu seinem Gefährten: "Wir tun nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Schweigen wir und warten, bis der Morgen hell wird, wird uns Schuld treffen. Und nun kommt und lasst uns hineingehen und im Haus des Königs Bericht geben!"
10Und sie kamen und riefen die Torwache der Stadt und gaben ihnen Bericht und sagten: "Wir kamen ins Heerlager der Aramäer, und - siehe! - kein Mann [war da], und keine Stimme eines Menschen, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden, und die Zelte, so wie sie waren."
11Und die Torwächter riefen und gaben drinnen im Haus des Königs Bericht.
12Und der König stand in der Nacht auf und sagte zu seinen Knechten: "Ich werde euch sagen, was die Aramäer mit uns tun: Sie haben erkannt, dass wir Hunger leiden. Da sind sie aus dem Heerlager gegangen, um sich auf dem Feld zu verstecken. Sie sagen [sich]: 'Wenn sie aus der Stadt herausgehen, ergreifen wir sie lebend und kommen in die Stadt.'"
13Da entgegnete einer von seinen Knechten und sagte: "So nehme man doch fünf von den restlichen Pferden, die hier [noch] übrig geblieben sind. Siehe! - ihnen [wird es ergehen] wie der ganzen Menge Israels, die hier übrig geblieben ist, wie die ganze Menge Israels, die <aufgerieben und> am Ende ist. So lasst uns sie doch hinsenden, <dann> werden wir sehen."
14Und sie nahmen zwei Wagen mit Pferden, und der König schickte [sie] hinter dem Heerlager Arams her und sagte: "Geht hin und seht!"
15Und sie gingen hinter ihnen her bis an den Jordan. Und - siehe! - der ganze Weg war voller Kleider und Geräte5, die die Aramäer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten kehrten zurück und gaben dem König Bericht.
16Da ging das Volk hinaus und plünderte das Heerlager der Aramäer. Und es war ein Maß Weizengrieß einen Schekel und zwei Maß Gerste einen Schekel [wert] - gemäß dem Wort Jahwehs.
17Der König hatte aber den Wagenkämpfer, auf dessen Hand er sich gestützt hatte, [als Aufseher] über das Tor eingesetzt. Und das Volk zertrat ihn im Tor, und er starb, wie der Mann Gottes es gesagt hatte, der gesprochen hatte, als der König zu ihm herabkam.
18Es geschah nämlich, als der Mann Gottes zum König geredet und gesagt hatte: "Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit einen Schekel und ein Maß Weizengrieß einen Schekel [wert] sein im Tor von Samaria",
19da hatte der Wagenkämpfer dem Mann Gottes geantwortet und gesagt: "Siehe! - selbst wenn Jahweh Schleusen am Himmel machte, könnte denn so etwas geschehen?" Und er hatte gesagt: "Siehe! Du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht davon essen."
20Und es geschah [mit] ihm so. Das Volk zertrat ihn im Tor, und er starb.

Fußnoten

  1. 1 heb. seah; d. i. ein drittel Epha (ca. 7,3 l).
  2. 2 o.: der Adjutant; eigtl.: Drittkämpfer (der als Dritter auf dem Streitwagen war); so a. i. Folg.
  3. 3 eigtl.: fallen; abfallen
  4. 4 w.: um ihre Seele
  5. 5 o.: Waffen