Altes Testament
2. Könige Kapitel 5
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Aram, war ein großer Mann vor seinem Herrn und hochgeachtet, denn durch ihn hatte Jahweh Rettung gegeben für Aram. Und der Mann - ein kriegstüchtiger, <angesehener> Mann - war aussätzig.
2Und die Aramäer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt. Und sie war1 vor dem Angesicht der Frau Naamans.
3Und sie sagte zu ihrer Gebieterin: "Ach, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria ist! Dann würde er ihn von seinem Aussatz <befreien und> wiedereingliedern2."
4Und Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: "So und so hat das Mädchen gesagt, das aus dem Land Israel ist."
5Und der König von Aram sagte: "Geh! Zieh hin! Und ich schicke einen Brief an den König Israels." Und er ging hin und nahm mit sich zehn Talente Silber und sechstausend [Schekel] Gold und zehn Festgewänder3.
6Und er brachte den Brief zu dem König Israels. Er lautete: "Und jetzt, sobald dieser Brief zu dir kommt, da - siehe! - schicke ich Naaman, meinen Knecht, zu dir, dass du ihn von seinem Aussatz befreist."
7Und es geschah, als der König Israels den Brief gelesen hatte, da riss er seine Kleider entzwei und sagte: "Bin ich Gott, [mächtig] zu töten und [wieder] lebend zu machen, dass dieser zu mir sendet, einen Mann von seinem Aussatz <zu befreien und> wiedereinzugliedern? Ja, fürwahr, erkennt doch und seht, dass er an mir einen Anlass4 sucht!"
8Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König Israels seine Kleider entzweigerissen hatte, da sandte er zu dem König und sagte: "Warum hast du deine Kleider entzweigerissen? Lass ihn doch zu mir kommen, und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist."
9Und Naaman kam mit seinen Pferden und mit seinen Wagen. Und er blieb am Eingang des Hauses Elisas stehen.
10Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und sagte: "Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederkehren, und <dann> sei rein."
11Und Naaman war erzürnt und zog weg. Und er sagte: "Siehe! - ich hatte [mir] gesagt: Er wird gewiss zu mir herauskommen und hintreten und den Namen Jahwehs, seines Gottes, anrufen, und wird seine Hand über die Stelle schwingen und <so> den Aussätzigen <befreien und> wiedereingliedern.
12Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser Israels? Kann ich mich nicht darin waschen und rein werden?" Und er wandte sich und ging in Zornglut [weg].
13Da traten seine Knechte heran und redeten zu ihm und sagten: "Mein Vater! Hätte der Prophet etwas Großes zu dir gesagt, würdest du es nicht tun? Wie viel mehr, da er zu dir sagt: 'Wasche dich und sei rein'?"
14Da stieg er hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter, gemäß dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben. Und er war rein.
15Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Heerlager, und er kam und trat vor sein Angesicht und sagte: "Siehe nun! Ich habe erkannt, dass es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt als nur in Israel! Und nun nimm doch einen Segen5 von deinem Knecht."
16Er aber sagte: "So wahr Jahweh lebt, vor dessen Angesicht ich stehe: Wenn ich es nehmen werde ...6!" Und er drang in ihn, es zu nehmen. Aber er weigerte sich.
17Und Naaman sagte: "Wenn nicht, so möge doch deinem Knecht die Traglast eines Maultiergespannes Ackerboden mitgegeben werden; denn dein Knecht wird nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer zubereiten, sondern nur Jahweh.
18<Nur,> diese Sache möge Jahweh deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich dort niederzubeugen, stützt er sich auf meine Hand, und ich muss mich niederbeugen im Haus Rimmons. Ja, wenn ich mich niederbeuge im Haus Rimmons, möge Jahweh deinem Knecht in dieser Sache bitte vergeben!"
19Und er sagte zu ihm: "Gehe hin in Frieden!" Und er zog von ihm fort, eine Wegstrecke des Landes.
20Da sagte Gehasi, der Bursche Elisas, des Mannes Gottes: "Siehe! - Mein Herr hat diesen Aramäer Naaman geschont, dass er aus seiner Hand nicht nahm, was er gebracht hatte. So wahr Jahweh lebt: Wenn ich nicht hinter ihm herlaufe und irgendetwas von ihm nehme ...!"
21Und Gehasi jagte Naaman nach. Und als Naaman sah, dass er hinter ihm herlief, sprang er vom Wagen herab, ihm zu begegnen. Und er sagte: "Ist's Friede?"
22Und er sagte: "Friede! Mein Herr schickt mich und sagt: 'Siehe! Eben jetzt sind von den Söhnen der Propheten zwei Burschen vom Bergland Ephraim zu mir gekommen. Gib ihnen doch ein Talent7 Silber und zwei Festgewänder!"
23Und Naaman sagte: "Tu mir den Gefallen, nimm zwei Talente." Und er drang in ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel - und zwei Festgewänder. Und er gab es zwei seiner Burschen. Und sie trugen es vor ihm her.
24Als er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und verwahrte es im Haus. Dann entließ er die Männer, und sie gingen.
25Und als er kam und vor seinen Herrn trat, sagte Elisa zu ihm: "Woher, Gehasi?" Und er sagte: "Dein Knecht ist weder hierhin noch dorthin gegangen."
26Und er sagte zu ihm: "Ging mein Herz nicht mit, als ein Mann von seinem Wagen herab sich umwandte, dir entgegen? Ist es Zeit, das Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen und Olivenbäume und Weinberge und Kleinvieh und Rinder und leibeigene Knechte und leibeigene Mägde? -
27<So> wird der Aussatz Naamans an dir und an deinem Samen haften ewiglich." Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
2Und die Aramäer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt. Und sie war1 vor dem Angesicht der Frau Naamans.
3Und sie sagte zu ihrer Gebieterin: "Ach, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria ist! Dann würde er ihn von seinem Aussatz <befreien und> wiedereingliedern2."
4Und Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: "So und so hat das Mädchen gesagt, das aus dem Land Israel ist."
5Und der König von Aram sagte: "Geh! Zieh hin! Und ich schicke einen Brief an den König Israels." Und er ging hin und nahm mit sich zehn Talente Silber und sechstausend [Schekel] Gold und zehn Festgewänder3.
6Und er brachte den Brief zu dem König Israels. Er lautete: "Und jetzt, sobald dieser Brief zu dir kommt, da - siehe! - schicke ich Naaman, meinen Knecht, zu dir, dass du ihn von seinem Aussatz befreist."
7Und es geschah, als der König Israels den Brief gelesen hatte, da riss er seine Kleider entzwei und sagte: "Bin ich Gott, [mächtig] zu töten und [wieder] lebend zu machen, dass dieser zu mir sendet, einen Mann von seinem Aussatz <zu befreien und> wiedereinzugliedern? Ja, fürwahr, erkennt doch und seht, dass er an mir einen Anlass4 sucht!"
8Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König Israels seine Kleider entzweigerissen hatte, da sandte er zu dem König und sagte: "Warum hast du deine Kleider entzweigerissen? Lass ihn doch zu mir kommen, und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist."
9Und Naaman kam mit seinen Pferden und mit seinen Wagen. Und er blieb am Eingang des Hauses Elisas stehen.
10Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und sagte: "Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederkehren, und <dann> sei rein."
11Und Naaman war erzürnt und zog weg. Und er sagte: "Siehe! - ich hatte [mir] gesagt: Er wird gewiss zu mir herauskommen und hintreten und den Namen Jahwehs, seines Gottes, anrufen, und wird seine Hand über die Stelle schwingen und <so> den Aussätzigen <befreien und> wiedereingliedern.
12Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser Israels? Kann ich mich nicht darin waschen und rein werden?" Und er wandte sich und ging in Zornglut [weg].
13Da traten seine Knechte heran und redeten zu ihm und sagten: "Mein Vater! Hätte der Prophet etwas Großes zu dir gesagt, würdest du es nicht tun? Wie viel mehr, da er zu dir sagt: 'Wasche dich und sei rein'?"
14Da stieg er hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter, gemäß dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben. Und er war rein.
15Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Heerlager, und er kam und trat vor sein Angesicht und sagte: "Siehe nun! Ich habe erkannt, dass es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt als nur in Israel! Und nun nimm doch einen Segen5 von deinem Knecht."
16Er aber sagte: "So wahr Jahweh lebt, vor dessen Angesicht ich stehe: Wenn ich es nehmen werde ...6!" Und er drang in ihn, es zu nehmen. Aber er weigerte sich.
17Und Naaman sagte: "Wenn nicht, so möge doch deinem Knecht die Traglast eines Maultiergespannes Ackerboden mitgegeben werden; denn dein Knecht wird nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer zubereiten, sondern nur Jahweh.
18<Nur,> diese Sache möge Jahweh deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich dort niederzubeugen, stützt er sich auf meine Hand, und ich muss mich niederbeugen im Haus Rimmons. Ja, wenn ich mich niederbeuge im Haus Rimmons, möge Jahweh deinem Knecht in dieser Sache bitte vergeben!"
19Und er sagte zu ihm: "Gehe hin in Frieden!" Und er zog von ihm fort, eine Wegstrecke des Landes.
20Da sagte Gehasi, der Bursche Elisas, des Mannes Gottes: "Siehe! - Mein Herr hat diesen Aramäer Naaman geschont, dass er aus seiner Hand nicht nahm, was er gebracht hatte. So wahr Jahweh lebt: Wenn ich nicht hinter ihm herlaufe und irgendetwas von ihm nehme ...!"
21Und Gehasi jagte Naaman nach. Und als Naaman sah, dass er hinter ihm herlief, sprang er vom Wagen herab, ihm zu begegnen. Und er sagte: "Ist's Friede?"
22Und er sagte: "Friede! Mein Herr schickt mich und sagt: 'Siehe! Eben jetzt sind von den Söhnen der Propheten zwei Burschen vom Bergland Ephraim zu mir gekommen. Gib ihnen doch ein Talent7 Silber und zwei Festgewänder!"
23Und Naaman sagte: "Tu mir den Gefallen, nimm zwei Talente." Und er drang in ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel - und zwei Festgewänder. Und er gab es zwei seiner Burschen. Und sie trugen es vor ihm her.
24Als er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und verwahrte es im Haus. Dann entließ er die Männer, und sie gingen.
25Und als er kam und vor seinen Herrn trat, sagte Elisa zu ihm: "Woher, Gehasi?" Und er sagte: "Dein Knecht ist weder hierhin noch dorthin gegangen."
26Und er sagte zu ihm: "Ging mein Herz nicht mit, als ein Mann von seinem Wagen herab sich umwandte, dir entgegen? Ist es Zeit, das Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen und Olivenbäume und Weinberge und Kleinvieh und Rinder und leibeigene Knechte und leibeigene Mägde? -
27<So> wird der Aussatz Naamans an dir und an deinem Samen haften ewiglich." Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
Fußnoten
- 1 i. S. v.: diente
- 2 eigtl.: aufnehmen (Grundbed.: einsammeln, sammeln); d. h.: von seinem Aussatz hinweg in die Gesellschaft zurückführen; so a. V. 7 u. 11.
- 3 w.: Wechselkleider; d. h.: vollständige Festtagsanzüge; so a. 5,22.23.
- 4 i. S. v.: Kriegsanlass
- 5 i. S. v.: eine Segensgabe
- 6 D. i. eine Schwurformel; so a. V. 20.
- 7 Ein Talent war 33,5-36,6 kg.