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Altes Testament

2. Könige Kapitel 3

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im achtzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda. Und er herrschte <als König> zwölf Jahre.
2Und er tat das Böse in den Augen Jahwehs, jedoch nicht so wie sein Vater und seine Mutter. So entfernte er den Gedenkstein Baals, den sein Vater gemacht hatte.
3Doch hielt er fest an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen gemacht hatte. Er wich nicht davon ab.
4Und Mescha, der König von Moab, war ein Schafzüchter, und er lieferte dem König Israels hunderttausend Lämmer und hunderttausend Widder ab1 mitsamt der Wolle.
5Und es geschah, als Ahab gestorben war, da wurde der König Moabs von dem König Israels abtrünnig.
6Und zu jener Zeit zog der König Joram aus Samaria heraus und musterte ganz Israel.
7Und er ging hin und sandte zu Joschafat, dem König von Juda, und sagte: "Der König von Moab ist von mir abtrünnig geworden. Wirst du mit mir gegen Moab in den Kampf ziehen?" Und er sagte: "Ich werde hinaufziehen. Ich bin wie du, mein Volk ist wie dein Volk, meine Pferde sind wie deine Pferde."
8Und er sagte: "Welchen Weg wollen wir hinaufziehen?" Und er sagte: "Den Weg der Wüste Edom."
9Und so gingen der König Israels und der König von Juda und der König von Edom hin. Und sie machten einen Umweg von sieben Tagen. Und es war kein Wasser da für das Heer und für das Vieh, das in ihrem Gefolge2 <war>.
10Und der König Israels sagte: "O wehe! Jahweh hat diese drei Könige gerufen, sie in die Hand Moabs zu geben!"
11Joschafat aber sagte: "Gibt es hier keinen Propheten Jahwehs, dass wir durch ihn Jahweh suchen <und befragen>?" Und einer von den Knechten des Königs Israels antwortete und sagte: "Elisa ist hier, der Sohn Schafats, der Wasser auf Elias Hände goss."
12Und Joschafat sagte: "Das Wort Jahwehs ist bei ihm." Und der König Israels und Joschafat und der König von Edom gingen zu ihm hinab.
13Und Elisa sagte zu dem König Israels: "Was haben wir miteinander <zu schaffen>, ich und du3? Geh zu den Propheten4 deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter!" Und der König Israels sagte zu ihm: "Nicht doch! - Fürwahr, Jahweh hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben."
14Und Elisa sagte: "So wahr Jahweh der Heere lebt, vor dem ich stehe: Wahrlich! Nähme ich nicht Rücksicht auf Joschafat5, den König von Juda, ich würde dich nicht beachten und dich nicht ansehen!
15Und nun holt mir einen Saitenspieler." Und es geschah, als der Saitenspieler spielte, da kam die Hand Jahwehs über ihn.
16Und er sagte: "So sagt Jahweh: 'Macht in diesem Tal Grube an Grube!
17'Fürwahr', so sagt Jahweh, 'ihr werdet keinen Wind sehen und keinen Regen sehen, und doch wird dieses Tal sich mit Wasser füllen, und ihr werdet trinken, ihr und eure Herden und euer Vieh.
18Und das ist <zu> wenig in den Augen Jahwehs: Er wird auch Moab in eure Hand geben.
19Und ihr werdet jede befestigte Stadt und jede erwählte Stadt schlagen und werdet jeden guten Baum fällen und alle Wasserquellen verstopfen und jedes gute Grundstück mit Steinen verderben.'"
20Und es geschah am Morgen, zur [Zeit] der Darbringung des Speisopfers - siehe! -, da <waren> Wasser, sie kamen den Weg von Edom her, und das Land füllte sich mit Wasser.
21Und als alle Moabiter hörten, dass die Könige heraufgezogen waren, gegen sie zu kämpfen, da wurden sie aufgeboten, von jedem an, der sich [das Schwert] umgürten konnte, und darüber. Und sie stellten sich an der Grenze auf.
22Und als sie sich früh am Morgen aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rotbraun wie Blut.
23Und sie sagten: "Das ist Blut! Gewiss sind die Könige miteinander in Streit geraten und haben sich gegenseitig6 erschlagen. Und nun, auf zur Beute, Moab!"
24Als sie aber zum Heerlager Israels kamen, machten sich die Israeliten auf und schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen7 flohen. Und sie drangen [ins Land] ein und schlugen Moab.
25Und die Städte rissen sie nieder. Und auf alle guten Grundstücke warfen sie ein jeder seinen Stein und füllten sie damit an. Und jede Wasserquelle verstopften sie, und jeden guten Baum fällten sie, bis man in Kir-Heres [nur noch] ihre Steine übrigließ. Und die Schleuderer umzingelten es und schlugen gegen es8.
26Und als der König von Moab sah, dass ihm der Kampf zu stark war, nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert führten, um gegen den König von Edom durchzubrechen. Aber sie vermochten es nicht.
27Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Und es kam ein großer Zorn über Israel. Und sie zogen von ihm ab und kehrten ins Land zurück.

Fußnoten

  1. 1 näml. als Tribut
  2. 2 w.: in ihrer Fußspur
  3. 3 w.: Was mir und was dir?
  4. 4 näml.: zu den Baalspropheten
  5. 5 eigtl.: Erhöbe ich nicht das Angesicht Joschafats
  6. 6 w.: jeder seinen Gefährten
  7. 7 eigtl.: von ihrem Angesicht weg
  8. 8 d. h.: beschossen es.