Altes Testament
Richter Kapitel 14
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Simson ging nach Timna hinab. Und er sah in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister.
2Und er ging hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter und sagte: "Ich habe in Timna eine Frau gesehen, von den Töchtern der Philister. Und nun nehmt sie mir zur Frau."
3Und sein Vater und seine Mutter sagten zu ihm: "Gibt es unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen?" Und Simson sagte zu seinem Vater: "Diese nimm mir, denn sie ist recht1 in meinen Augen."
4Sein Vater und seine Mutter aber erkannten nicht, dass es von Jahweh war; denn er suchte einen Anlass2 gegen die Philister. (Zu jener Zeit hatten die Philister die Macht über Israel.)
5Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab. Und als sie an die Weinberge von Timna kamen - siehe! -, da brüllte ein junger Löwe ihm entgegen.
6Und der Geist Jahwehs geriet über ihn3. Und er zerriss ihn, wie man ein Ziegenböckchen zerreißt. Und er hatte nicht irgendetwas in seiner Hand! Aber er teilte seinem Vater und seiner Mutter nicht mit, was er getan hatte.
7Und er ging hinab und redete zu der Frau. Und sie war recht in den Augen Simsons.
8Und nach [einigen] Tagen kehrte er zurück, um sie zu nehmen4. Und er bog ab, das Aas des Löwen zu besehen. Und - siehe! - da war eine Schar von Bienen in dem Körper des Löwen - und Honig.
9Und er schabte5 ihn heraus, [tat ihn] in seine Handflächen und ging und aß im Gehen. Und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen. Und sie aßen. Aber er teilte ihnen nicht mit, dass er den Honig vom Körper des Löwen abgeschabt hatte.
10Und sein Vater ging zu der Frau hinab. Und Simson machte dort ein Festmahl, denn so pflegten es die jungen Männer zu tun.
11Und es geschah, als sie ihn sahen, da holten sie dreißig [Braut]begleiter. Die sollten um ihn sein.
12Und Simson sagte zu ihnen: "Ich will euch ein Rätsel aufgeben: Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Festmahls tatsächlich kundtut, gebe ich euch dreißig Hemden und dreißig Festgewänder6.
13Seid ihr aber nicht imstande, es mir kundzutun, so gebt ihr mir dreißig Hemden und dreißig Festgewänder." Und sie sagten zu ihm: "Gib dein Rätsel auf, dass wir es hören!"
14Und er sagte zu ihnen: "Speise ging aus von dem Fresser, und Süßigkeit ging aus von dem Starken." Und sie waren nicht imstande, das Rätsel kundzutun, drei Tage lang.
15Und es geschah am siebenten Tag7, da sagten sie zu der Frau Simsons: "Betöre8 deinen Mann, dass er uns das Rätsel kundtue, sonst verbrennen wir dich und deines Vaters Haus im Feuer! Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen9? Ist es nicht so?"
16Und Simsons Frau weinte an ihm und sagte: "Du hasst mich nur und liebst mich nicht. Du hast den Söhnen meines Volkes das Rätsel aufgegeben. Aber mir hast du es nicht mitgeteilt!" Und er sagte zu ihr: "Siehe! Meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht mitgeteilt, und dir sollte ich es mitteilen?"
17Und sie weinte auf ihn ein die sieben Tage, an denen sie das Festmahl hatten. Und es geschah am siebenten Tag, da teilte er es ihr mit, denn sie drang in ihn. Und sie teilte das Rätsel den Söhnen ihres Volkes mit.
18Und die Männer der Stadt sagten zu ihm am siebenten Tag, ehe die Sonne unterging10: "Was ist süßer als Honig? Und was ist stärker als der Löwe?" Und er sagte zu ihnen: "Hättet ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt, hättet ihr mein Rätsel nicht gefunden."
19Und der Geist Jahwehs geriet über ihn. Und er ging hinab nach Aschkelon und schlug von ihnen dreißig Mann und nahm ihre ausgezogenen Ausstattungen. Und er gab die Festgewänder denen, die [ihm] das Rätsel mitgeteilt hatten. Und sein Zorn war entbrannt, sodass er hinaufging in das Haus seines Vaters.
20Und die Frau Simsons wurde einem seiner Gefährten zuteil, der sein [Braut]begleiter gewesen war.
2Und er ging hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter und sagte: "Ich habe in Timna eine Frau gesehen, von den Töchtern der Philister. Und nun nehmt sie mir zur Frau."
3Und sein Vater und seine Mutter sagten zu ihm: "Gibt es unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen?" Und Simson sagte zu seinem Vater: "Diese nimm mir, denn sie ist recht1 in meinen Augen."
4Sein Vater und seine Mutter aber erkannten nicht, dass es von Jahweh war; denn er suchte einen Anlass2 gegen die Philister. (Zu jener Zeit hatten die Philister die Macht über Israel.)
5Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab. Und als sie an die Weinberge von Timna kamen - siehe! -, da brüllte ein junger Löwe ihm entgegen.
6Und der Geist Jahwehs geriet über ihn3. Und er zerriss ihn, wie man ein Ziegenböckchen zerreißt. Und er hatte nicht irgendetwas in seiner Hand! Aber er teilte seinem Vater und seiner Mutter nicht mit, was er getan hatte.
7Und er ging hinab und redete zu der Frau. Und sie war recht in den Augen Simsons.
8Und nach [einigen] Tagen kehrte er zurück, um sie zu nehmen4. Und er bog ab, das Aas des Löwen zu besehen. Und - siehe! - da war eine Schar von Bienen in dem Körper des Löwen - und Honig.
9Und er schabte5 ihn heraus, [tat ihn] in seine Handflächen und ging und aß im Gehen. Und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen. Und sie aßen. Aber er teilte ihnen nicht mit, dass er den Honig vom Körper des Löwen abgeschabt hatte.
10Und sein Vater ging zu der Frau hinab. Und Simson machte dort ein Festmahl, denn so pflegten es die jungen Männer zu tun.
11Und es geschah, als sie ihn sahen, da holten sie dreißig [Braut]begleiter. Die sollten um ihn sein.
12Und Simson sagte zu ihnen: "Ich will euch ein Rätsel aufgeben: Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Festmahls tatsächlich kundtut, gebe ich euch dreißig Hemden und dreißig Festgewänder6.
13Seid ihr aber nicht imstande, es mir kundzutun, so gebt ihr mir dreißig Hemden und dreißig Festgewänder." Und sie sagten zu ihm: "Gib dein Rätsel auf, dass wir es hören!"
14Und er sagte zu ihnen: "Speise ging aus von dem Fresser, und Süßigkeit ging aus von dem Starken." Und sie waren nicht imstande, das Rätsel kundzutun, drei Tage lang.
15Und es geschah am siebenten Tag7, da sagten sie zu der Frau Simsons: "Betöre8 deinen Mann, dass er uns das Rätsel kundtue, sonst verbrennen wir dich und deines Vaters Haus im Feuer! Habt ihr uns eingeladen, um uns arm zu machen9? Ist es nicht so?"
16Und Simsons Frau weinte an ihm und sagte: "Du hasst mich nur und liebst mich nicht. Du hast den Söhnen meines Volkes das Rätsel aufgegeben. Aber mir hast du es nicht mitgeteilt!" Und er sagte zu ihr: "Siehe! Meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht mitgeteilt, und dir sollte ich es mitteilen?"
17Und sie weinte auf ihn ein die sieben Tage, an denen sie das Festmahl hatten. Und es geschah am siebenten Tag, da teilte er es ihr mit, denn sie drang in ihn. Und sie teilte das Rätsel den Söhnen ihres Volkes mit.
18Und die Männer der Stadt sagten zu ihm am siebenten Tag, ehe die Sonne unterging10: "Was ist süßer als Honig? Und was ist stärker als der Löwe?" Und er sagte zu ihnen: "Hättet ihr nicht mit meinem Kalb gepflügt, hättet ihr mein Rätsel nicht gefunden."
19Und der Geist Jahwehs geriet über ihn. Und er ging hinab nach Aschkelon und schlug von ihnen dreißig Mann und nahm ihre ausgezogenen Ausstattungen. Und er gab die Festgewänder denen, die [ihm] das Rätsel mitgeteilt hatten. Und sein Zorn war entbrannt, sodass er hinaufging in das Haus seines Vaters.
20Und die Frau Simsons wurde einem seiner Gefährten zuteil, der sein [Braut]begleiter gewesen war.
Fußnoten
- 1 und gefällig; so a. V. 7.
- 2 o.: eine Gelegenheit
- 3 o.: drang durch [und kam] über ihn; so a. i. Folg.
- 4 Der Ausdruck "[eine Frau] nehmen" bed. im Heb. "heiraten".
- 5 o.: schälte
- 6 w.: Wechselkleider; gemeint sind vollständige Festtagsanzüge; so a. 14,13.19.
- 7 so richtigerweise der Mas. T.; gr. u. syr. Üsg.: am vierten Tag
- 8 o.: Verleite; berede
- 9 o.: um uns aus [unserem] Besitztum zu verdrängen
- 10 w.: hineinging