Altes Testament
Richter Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und die Söhne Israels taten weiter das Böse in den Augen Jahwehs. Und Ehud war gestorben.
2Und Jahweh verkaufte sie in die Hand Jabins1, des Königs von Kanaan, der in Hazor <als König> herrschte. Und sein Heeroberster war Sisera2. Und er wohnte in Haroschet-Gojim3.
3Und die Söhne Israels riefen laut zu Jahweh, denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er bedrückte die Söhne Israels mit Gewalt zwanzig Jahre.
4Und Debora4, eine Prophetin, die Frau Lappidots5, richtete Israel zu jener Zeit.
5Und sie wohnte unter der Debora-Palme zwischen Rama6 und Bethel, auf dem Bergland Ephraim. Und die Söhne Israels gingen zu ihr hinauf zum Gericht7.
6Und sie sandte hin und ließ Barak8, den Sohn Abinoams9, von Kedesch-Naftali, rufen. Und sie sagte zu ihm: "Hat Jahweh, der Gott Israels, nicht geboten: 'Gehe hin und zieh auf den Berg Tabor, und nimm zehntausend Mann von den Söhnen Naftalis und von den Söhnen Sebulons mit dir,
7und ich ziehe Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir heran an den Bach Kischon mitsamt seinen Wagen und seiner Menge, und ich gebe ihn in deine Hand.'?"
8Und Barak sagte zu ihr: "Gehst du mit mir, so gehe ich. Gehst du aber nicht mit mir, gehe ich nicht."
9Und sie sagte: "Gewiss gehe ich10 mit dir. Nur wird der Ruhm bei dem Weg, den du gehst11, nicht dir gehören! Fürwahr, in die Hand einer Frau wird Jahweh Sisera verkaufen." Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedesch.
10Und Barak rief Sebulon und Naftali nach Kedesch zusammen. Und es zogen zehntausend Mann hinauf, in seinen Fußspuren. Auch Debora zog mit ihm hinauf.
11(Eber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern, den Söhnen Hobabs, des Schwagers12 Moses, getrennt. Und er hatte sein Zelt aufgeschlagen bis an die Terebinthe13 in Zaanannim, das bei Kedesch ist.)
12Und man berichtete Sisera, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor14 hinaufgezogen sei.
13Und Sisera bot alle seine Wagen auf, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze Volk, das bei ihm war, von Haroschet-Gojim zum Bach Kischon.
14Und Debora sagte zu Barak: "Mache dich auf, denn das ist der Tag, an dem Jahweh Sisera in deine Hand gegeben hat! Ist nicht Jahweh ausgezogen vor dir her?" Und Barak stieg vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach.
15Und Jahweh brachte Sisera und alle [seine] Wagen und das ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schneide des Schwerts, vor Barak her. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuß.
16Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach, bis Haroschet-Gojim. Und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schneide des Schwerts. Nicht einer blieb übrig.
17Und Sisera war zu Fuß geflohen - zum Zelt Jaëls, der Frau Ebers, des Keniters (denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Haus Ebers, des Keniters).
18Und Jaël15 ging hinaus, Sisera zu begegnen. Und sie sagte zu ihm: "Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht!" Und er kehrte zu ihr ins Zelt ein. Und sie bedeckte ihn mit einer Decke.
19Und er sagte zu ihr: "Gib mir bitte ein wenig Wasser zu trinken, denn ich habe Durst." Und sie öffnete den Milchschlauch und gab ihm zu trinken. Und sie deckte ihn zu.
20Und er sagte zu ihr: "Stelle dich an den Eingang des Zeltes. Und es geschehe, wenn jemand kommt und dich fragt und sagt: 'Ist jemand hier?', <dann> sag: 'Niemand.'"
21Jaël aber, die Frau Ebers, holte einen Zeltpflock und nahm den Hammer in ihre Hand, und sie trat leise ein zu ihm und schlug den Pflock in seine Schläfe, und er drang in die Erde. (Er war aber in einen tiefen Schlaf gesunken.) Und er war betäubt. Und <dann> starb er.
22Und - siehe! - da [kam] Barak, Sisera verfolgend. Und Jaël ging hinaus, ihm zu begegnen, und sagte zu ihm: "Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst!" Und er trat ein zu ihr, und - siehe! - da [lag] Sisera, hingefallen, tot. Und der Pflock war in seiner Schläfe.
23So beugte Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kanaan, vor den Söhnen Israels.
24Und die Hand der Söhne Israels legte sich härter und härter auf16 Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, völlig ausgerottet17 hatten.
2Und Jahweh verkaufte sie in die Hand Jabins1, des Königs von Kanaan, der in Hazor <als König> herrschte. Und sein Heeroberster war Sisera2. Und er wohnte in Haroschet-Gojim3.
3Und die Söhne Israels riefen laut zu Jahweh, denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er bedrückte die Söhne Israels mit Gewalt zwanzig Jahre.
4Und Debora4, eine Prophetin, die Frau Lappidots5, richtete Israel zu jener Zeit.
5Und sie wohnte unter der Debora-Palme zwischen Rama6 und Bethel, auf dem Bergland Ephraim. Und die Söhne Israels gingen zu ihr hinauf zum Gericht7.
6Und sie sandte hin und ließ Barak8, den Sohn Abinoams9, von Kedesch-Naftali, rufen. Und sie sagte zu ihm: "Hat Jahweh, der Gott Israels, nicht geboten: 'Gehe hin und zieh auf den Berg Tabor, und nimm zehntausend Mann von den Söhnen Naftalis und von den Söhnen Sebulons mit dir,
7und ich ziehe Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir heran an den Bach Kischon mitsamt seinen Wagen und seiner Menge, und ich gebe ihn in deine Hand.'?"
8Und Barak sagte zu ihr: "Gehst du mit mir, so gehe ich. Gehst du aber nicht mit mir, gehe ich nicht."
9Und sie sagte: "Gewiss gehe ich10 mit dir. Nur wird der Ruhm bei dem Weg, den du gehst11, nicht dir gehören! Fürwahr, in die Hand einer Frau wird Jahweh Sisera verkaufen." Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedesch.
10Und Barak rief Sebulon und Naftali nach Kedesch zusammen. Und es zogen zehntausend Mann hinauf, in seinen Fußspuren. Auch Debora zog mit ihm hinauf.
11(Eber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern, den Söhnen Hobabs, des Schwagers12 Moses, getrennt. Und er hatte sein Zelt aufgeschlagen bis an die Terebinthe13 in Zaanannim, das bei Kedesch ist.)
12Und man berichtete Sisera, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor14 hinaufgezogen sei.
13Und Sisera bot alle seine Wagen auf, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze Volk, das bei ihm war, von Haroschet-Gojim zum Bach Kischon.
14Und Debora sagte zu Barak: "Mache dich auf, denn das ist der Tag, an dem Jahweh Sisera in deine Hand gegeben hat! Ist nicht Jahweh ausgezogen vor dir her?" Und Barak stieg vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach.
15Und Jahweh brachte Sisera und alle [seine] Wagen und das ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schneide des Schwerts, vor Barak her. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuß.
16Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach, bis Haroschet-Gojim. Und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schneide des Schwerts. Nicht einer blieb übrig.
17Und Sisera war zu Fuß geflohen - zum Zelt Jaëls, der Frau Ebers, des Keniters (denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von Hazor, und dem Haus Ebers, des Keniters).
18Und Jaël15 ging hinaus, Sisera zu begegnen. Und sie sagte zu ihm: "Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht!" Und er kehrte zu ihr ins Zelt ein. Und sie bedeckte ihn mit einer Decke.
19Und er sagte zu ihr: "Gib mir bitte ein wenig Wasser zu trinken, denn ich habe Durst." Und sie öffnete den Milchschlauch und gab ihm zu trinken. Und sie deckte ihn zu.
20Und er sagte zu ihr: "Stelle dich an den Eingang des Zeltes. Und es geschehe, wenn jemand kommt und dich fragt und sagt: 'Ist jemand hier?', <dann> sag: 'Niemand.'"
21Jaël aber, die Frau Ebers, holte einen Zeltpflock und nahm den Hammer in ihre Hand, und sie trat leise ein zu ihm und schlug den Pflock in seine Schläfe, und er drang in die Erde. (Er war aber in einen tiefen Schlaf gesunken.) Und er war betäubt. Und <dann> starb er.
22Und - siehe! - da [kam] Barak, Sisera verfolgend. Und Jaël ging hinaus, ihm zu begegnen, und sagte zu ihm: "Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst!" Und er trat ein zu ihr, und - siehe! - da [lag] Sisera, hingefallen, tot. Und der Pflock war in seiner Schläfe.
23So beugte Gott an jenem Tag Jabin, den König von Kanaan, vor den Söhnen Israels.
24Und die Hand der Söhne Israels legte sich härter und härter auf16 Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von Kanaan, völlig ausgerottet17 hatten.
Fußnoten
- 1 bed.: der Kluge; der Einsichtige (ein Name oder Titel)
- 2 bed.: Schlachtreihe; o.: Anführer
- 3 bed.: Schnitzwerk (o.: Holzskulptur) der Völker (bzw. der Heiden)
- 4 bed.: Biene
- 5 bed.: Fackeln
- 6 bed.: Höhe
- 7 i. S. v.: zur Rechtsprechung
- 8 bed.: Blitz; blinkendes [Schwert]
- 9 bed.: Mein Vater ist Anmut (o.: Annehmlichkeit).
- 10 eigtl.: Gehend gehe ich ...; durch die heb. Formulierung (inf. abs.) wird die Gewissheit der Handlung bzw. eine Verstärkung ausgedrückt.
- 11 o.: in dem Weg (i. S. v.: in dem Unternehmen), zu dem du ausziehst
- 12 eigtl.: des Verschwägerten; hier nicht: des Schwiegervaters; vgl. 4Mo 10,29.
- 13 o.: Steineiche
- 14 bed.: Steinbruch; o.: Anhöhe
- 15 bed.: Steinbock; o.: Gämse (Schmeichelname für eine schöne Frau)
- 16 eigtl.: wurde härter und härter über
- 17 Grundbed.: abgeschnitten