Neues Testament
Lukas Kapitel 16
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Er <richtete sich> auch an seine Jünger und sagte: "Es war ein reicher Mann, der einen Verwalter hatte. Und dieser wurde bei ihm beschuldigt, dass er <stetig> seine Habe vergeude.
2Und er rief ihn und sagte zu ihm: 'Was ist dieses, das ich über dich höre? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung, denn du wirst nicht mehr Verwalter sein können.'
3Der Verwalter sagte bei sich selbst: 'Was werde ich tun? - weil mein Herr die Verwaltung von mir nimmt. Zu graben bin ich nicht imstande. Zu betteln schäme ich mich. -
4Es ist mir in den Sinn gekommen1, was ich tun werde, damit dann, wenn ich der Verwaltung enthoben bin, sie mich in ihre Häuser aufnehmen.'
5Und er rief jeden einzelnen von den Schuldnern seines Herrn herbei. Und er sagte zum ersten: 'Wie viel schuldest du meinem Herrn?'
6Er sagte: 'Hundert Bat2 Öl.' Und er sagte zu ihm: 'Nimm deine [Schuld]schrift, setze dich und schreibe schnell: fünfzig.'
7Danach sagte er zu einem anderen: 'Und du, wie viel schuldest du?' Er sagte: 'Hundert Kor3 Weizen.' Und er sagt zu ihm: 'Nimm deine [Schuld]schrift und schreibe: achtzig.'
8Und es lobte der Herr den ungerechten Verwalter, dass er klug gehandelt hatte, - weil die Söhne dieser Weltzeit klüger sind als die Söhne des Lichts gegen das eigene4 Geschlecht.
9Und ich sage euch: Macht euch selbst Freunde mit dem ungerechten Mammon5, damit <dann>, wenn es mit euch zu Ende gegangen ist, sie euch aufnehmen in die ewigen* Wohnungen.
10Wer im Geringsten treu ist, ist auch im Vielen treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch im Vielen ungerecht.
11Wenn ihr also in dem ungerechten Mammon6 nicht treu wurdet, wer wird euch das Wahrhaftige anvertrauen?
12Und wenn ihr in dem Fremden nicht treu wurdet, wer wird euch das Eure geben?
13Kein Haussklave kann zwei Herren Leibeigenendienst verrichten, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen gering achten. Ihr könnt nicht Gott Leibeigenendienst verrichten und dem Mammon."
14Dieses alles hörten auch die Pharisäer, die geldliebend waren, und sie rümpften <verachtend die Nase> über ihn.
15Und er sagte zu ihnen: "Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen. Gott kennt aber eure Herzen; was nämlich bei Menschen hoch ist, ist ein Gräuel vor Gott.
16Das Gesetz und die Propheten [reichen] bis auf Johannes. Ab dann wird das Königreich Gottes als gute Botschaft gesagt, und jeder drängt sich in es hinein.
17Leichter ist es, dass der Himmel und die Erde7 vergehen, als dass vom Gesetz ein Strichlein falle.
18Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Und jeder, der [die] vom Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."
19"Es war ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und Byssus8 und [lebte] täglich in Prunk und fröhlichem Feiern.
20Aber es war ein Armer namens Lazarus, den man vor seinem Toreingang hingetan hatte; der war behaftet mit Geschwüren
21und begehrte, sich von den Krumen zu sättigen, die vom Tisch des Reichen fielen. Es kamen9 auch die Hunde und leckten seine Geschwüre ab.
22Es geschah nun, dass der Arme starb. Und er wurde von den [himmlischen] Boten hinweggetragen an die Brust10 Abrahams. Es starb aber auch der Reiche. Und er wurde begraben.
23Und im Hades11, als er seine Augen aufhebt, sieht er, während er in Qualen ist, Abraham von ferne und Lazarus an seiner Brust.
24Und er rief und sagte: 'Vater Abraham, erbarme dich meiner und schicke Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers in Wasser tauche und meine Zunge kühle, weil ich Pein leide in dieser Flamme!'
25Aber Abraham sagte: 'Kind, gedenke, dass du dein Gutes <in Fülle> empfingst in deinem Leben und Lazarus gleicherweise das Üble. Aber nun wird er hier getröstet12. Aber du leidest Pein.
26Und zu diesem allem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, dass die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können; noch [können] die von dort zu uns herüberkommen.'
27Aber er sagte: 'Ich ersuche dich also, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters schickst,
28denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen mit Ernst Zeugnis gebe, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen!'
29Abraham sagt zu ihm: 'Sie haben Mose und die Propheten. Auf die sollen sie hören.'
30Aber er sagte: 'Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen hingeht, werden sie Buße tun*.'
31Aber er sagte zu ihm: 'Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von den Toten aufsteht.'"
2Und er rief ihn und sagte zu ihm: 'Was ist dieses, das ich über dich höre? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung, denn du wirst nicht mehr Verwalter sein können.'
3Der Verwalter sagte bei sich selbst: 'Was werde ich tun? - weil mein Herr die Verwaltung von mir nimmt. Zu graben bin ich nicht imstande. Zu betteln schäme ich mich. -
4Es ist mir in den Sinn gekommen1, was ich tun werde, damit dann, wenn ich der Verwaltung enthoben bin, sie mich in ihre Häuser aufnehmen.'
5Und er rief jeden einzelnen von den Schuldnern seines Herrn herbei. Und er sagte zum ersten: 'Wie viel schuldest du meinem Herrn?'
6Er sagte: 'Hundert Bat2 Öl.' Und er sagte zu ihm: 'Nimm deine [Schuld]schrift, setze dich und schreibe schnell: fünfzig.'
7Danach sagte er zu einem anderen: 'Und du, wie viel schuldest du?' Er sagte: 'Hundert Kor3 Weizen.' Und er sagt zu ihm: 'Nimm deine [Schuld]schrift und schreibe: achtzig.'
8Und es lobte der Herr den ungerechten Verwalter, dass er klug gehandelt hatte, - weil die Söhne dieser Weltzeit klüger sind als die Söhne des Lichts gegen das eigene4 Geschlecht.
9Und ich sage euch: Macht euch selbst Freunde mit dem ungerechten Mammon5, damit <dann>, wenn es mit euch zu Ende gegangen ist, sie euch aufnehmen in die ewigen* Wohnungen.
10Wer im Geringsten treu ist, ist auch im Vielen treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch im Vielen ungerecht.
11Wenn ihr also in dem ungerechten Mammon6 nicht treu wurdet, wer wird euch das Wahrhaftige anvertrauen?
12Und wenn ihr in dem Fremden nicht treu wurdet, wer wird euch das Eure geben?
13Kein Haussklave kann zwei Herren Leibeigenendienst verrichten, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen gering achten. Ihr könnt nicht Gott Leibeigenendienst verrichten und dem Mammon."
14Dieses alles hörten auch die Pharisäer, die geldliebend waren, und sie rümpften <verachtend die Nase> über ihn.
15Und er sagte zu ihnen: "Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen. Gott kennt aber eure Herzen; was nämlich bei Menschen hoch ist, ist ein Gräuel vor Gott.
16Das Gesetz und die Propheten [reichen] bis auf Johannes. Ab dann wird das Königreich Gottes als gute Botschaft gesagt, und jeder drängt sich in es hinein.
17Leichter ist es, dass der Himmel und die Erde7 vergehen, als dass vom Gesetz ein Strichlein falle.
18Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Und jeder, der [die] vom Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."
19"Es war ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und Byssus8 und [lebte] täglich in Prunk und fröhlichem Feiern.
20Aber es war ein Armer namens Lazarus, den man vor seinem Toreingang hingetan hatte; der war behaftet mit Geschwüren
21und begehrte, sich von den Krumen zu sättigen, die vom Tisch des Reichen fielen. Es kamen9 auch die Hunde und leckten seine Geschwüre ab.
22Es geschah nun, dass der Arme starb. Und er wurde von den [himmlischen] Boten hinweggetragen an die Brust10 Abrahams. Es starb aber auch der Reiche. Und er wurde begraben.
23Und im Hades11, als er seine Augen aufhebt, sieht er, während er in Qualen ist, Abraham von ferne und Lazarus an seiner Brust.
24Und er rief und sagte: 'Vater Abraham, erbarme dich meiner und schicke Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers in Wasser tauche und meine Zunge kühle, weil ich Pein leide in dieser Flamme!'
25Aber Abraham sagte: 'Kind, gedenke, dass du dein Gutes <in Fülle> empfingst in deinem Leben und Lazarus gleicherweise das Üble. Aber nun wird er hier getröstet12. Aber du leidest Pein.
26Und zu diesem allem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, dass die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können; noch [können] die von dort zu uns herüberkommen.'
27Aber er sagte: 'Ich ersuche dich also, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters schickst,
28denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen mit Ernst Zeugnis gebe, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen!'
29Abraham sagt zu ihm: 'Sie haben Mose und die Propheten. Auf die sollen sie hören.'
30Aber er sagte: 'Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen hingeht, werden sie Buße tun*.'
31Aber er sagte zu ihm: 'Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von den Toten aufsteht.'"
Fußnoten
- 1 eigtl.: Ich [er]kannte
- 2 D. i. ein Hohlmaß; 1 Bat = ca. 22-36 Liter.
- 3 D. i. ein Trockenhohlmaß; 1 Kor = ca. 220-360 l; 1 Kor Weizen kann ca. 275 kg wiegen.
- 4 d. h.: im Umgang mit ihrem eigenen
- 5 d. h.: Besitz (heb. bzw. aram.: mamona)
- 6 eigtl.: mit dem Mammon der Ungerechtigkeit; d. h.: mit dem Mammon, an dem ja Ungerechtigkeit "klebt".
- 7 o.: das Land; vgl. Jes 1,2; 51,6-8.
- 8 Die Bezeichnung kann sich sowohl auf Leinen als auch auf Baumwolle beziehen. Hier könnte feines Leinen gemeint sein.
- 9 i. S. v.: kamen mehrmals o. für längere Zeit; im Gr. Impf.
- 10 o.: in den Schoß bzw. an den "Gewandbausch"; auch formelhaft für den Ehrenplatz bei einem Festmahl; vgl. Joh 1,18; 13,22.
- 11 Hades ist eine Wiedergabe des heb. scheol; das Wort findet in dem Bereich Anwendung, der mit dem Tod einsetzt; gemeint ist der Bereich (und Zustand), in dem sich Verstorbene (ob gerettet oder verloren) befinden, auch deren Grab.
- 12 o.: wird ihm gut zugeredet.