Neues Testament
Lukas Kapitel 9
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und um Krankheiten zu heilen.
2Und er sandte sie, das Königreich Gottes zu verkünden und die von Schwachheit Befallenen zu heilen,
3und er sagte: "Nehmt nichts [mit] auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche noch Brot noch Geld. Auch soll keiner zwei Leibhemden haben.
4Und in welches Haus irgend ihr hineingeht, dort bleibt und von dort zieht aus1.
5Und wie viele euch etwa nicht aufnehmen werden - geht weg aus jener Stadt und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie2."
6Sie gingen aus, durchzogen Dorf um Dorf, sagten überall die gute Botschaft und heilten.
7Es hörte Herodes, der Vierfürst, alles das, was von ihm geschah, und er war in Verlegenheit, weil von einigen gesagt wurde, Johannes sei von den Toten erweckt worden,
8von einigen, Elia sei erschienen, <von> anderen, einer von den alten Propheten sei aufgestanden.
9Und Herodes sagte: "Johannes ließ ich enthaupten. Aber wer ist dieser, von dem ich solches höre?" Und er suchte, ihn zu sehen.
10Und als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück, für sich allein, an einen einsamen3 Ort einer Stadt, die Bethsaida4 heißt.
11Als es aber die Mengen merkten, folgten sie ihm. Und er nahm sie in Empfang und redete zu ihnen über das Königreich Gottes, und die, die einer Heilung <und Pflege>5 bedurften, heilte er.
12Aber der Tag fing an, sich zu neigen. Da kamen die Zwölf herbei und sagten zu ihm: "Entlasse die Menge, damit sie weggehen zu den Dörfern und Höfen ringsum, sich ausspannen und Verköstigung finden, weil wir hier an einem einsamen Ort sind."
13Aber er sagte zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen." Sie sagten: "Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen und für dieses ganze Volk Speise kaufen."
14- denn es waren etwa fünftausend Männer6. Er sagte zu seinen Jüngern: "Lasst sie sich lagern in Lagergruppen zu je fünfzig."
15Und sie taten es so und ließen alle sich lagern.
16Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, lobte [über] ihnen7 und brach [sie]. Und er gab den Jüngern, damit sie der Menge vorlegten.
17Und sie aßen und wurden alle gesättigt. Und es wurde aufgehoben, was ihnen übrig blieb an Brocken: zwölf Handkörbe [voll].
18Und es geschah, als er für sich alleine betete, waren die Jünger mit ihm zusammen. Und er fragte sie: "Wer, sagen die Mengen, dass ich sei?"
19Sie antworteten und sagten: "'Johannes, der Täufer', andere: 'Elia', andere, dass irgendeiner der alten Propheten aufgestanden sei."
20Er sagte zu ihnen: "Und ihr, wer sagt ihr, dass ich sei?" Da antwortete Petrus und sagte: "Der Gesalbte Gottes."
21Aber er redete ihnen mit Ernst zu und gab ihnen Anweisung, das niemandem zu sagen;
22und er sagte: "Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und am dritten Tag auferstehen."
23Er <richtete sich> an sie alle und sagte: "Will jemand mir nachkommen, verleugne er sich selbst und hebe täglich8 sein Kreuz auf und folge mir,
24denn wer irgend seine Seele9 retten <und bewahren> will, wird sie verlieren. Aber wer seine Seele meinetwegen verliert, der wird sie retten <und bewahren>;
25denn was für einen Nutzen hat10 ein Mensch, wenn er die ganze Welt gewonnen, sich selbst aber verloren11 oder sich Schaden zugefügt hat12?
26- denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird der Sohn des Menschen sich schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Boten13.
27Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod keinesfalls schmecken werden, bis sie das Königreich Gottes gesehen haben."
28Es geschah etwa14 acht15 Tage nach diesen Worten, da nahm er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich und stieg ins Berg[land], um zu beten.
29Und während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts ein anderes, und sein Gewand wurde weiß, strahlend.
30Und - siehe! - zwei Männer redeten16 zusammen mit ihm, welche Mose und Elia waren,
31die in Herrlichkeit erschienen und von seinem Ausgang sprachen, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
32Aber Petrus und die, die zusammen mit ihm waren, waren vom Schlaf beschwert. Als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen.
33Und es geschah, als sie17 von ihm schieden, sagte Petrus, zu Jesus <gewandt>: "Meister, es ist schön für uns, hier zu sein", und: "Wir wollen drei Zelthütten18 machen, eine für dich und eine für Mose und eine für Elia." - nicht wissend, was er sagte.
34Während er dieses sagte, kam eine Wolke auf19 und überschattete sie. Sie fürchteten sich, als jene in die Wolke hineingingen.
35Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sagte: "Dieser ist mein geliebter Sohn. Hört <stets> auf ihn!"
36Und während die Stimme geschah, wurde Jesus alleine gefunden. Und sie selbst schwiegen und gaben in jenen Tagen niemandem Bericht von dem, was sie gesehen hatten.
37Es geschah am folgenden Tag: Als sie vom Berg herabkamen, kam ihm eine zahlreiche Menge entgegen.
38Und - siehe! - ein Mann schrie auf von der Menge her und sagte: "Lehrer, ich flehe dich an! Blicke hin auf meinen Sohn! - weil er mein Einziggeborener ist.
39Und - siehe! - ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn unter Schäumen, und kaum lässt er von ihm ab; dabei reibt er ihn auf.
40Und ich flehte deine Jünger an, dass sie ihn austrieben, und sie konnten es nicht."
41Jesus antwortete und sagte: "O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch20 sein und euch ertragen? Führe deinen Sohn her."
42Noch während er herbeikam, riss ihn der Dämon nieder und zerrte ihn zusammen. Aber Jesus schalt den unreinen Geist und heilte den Knaben und gab ihn seinem Vater zurück.
43Alle waren sehr in Erstaunen über die Majestät Gottes. Als sich alle verwunderten über alles das, was Jesus tat, <richtete er sich> an seine Jünger und sagte:
44"Legt ihr diese Worte in eure Ohren21, denn der Sohn des Menschen soll in die Hände von Menschen ausgeliefert werden."
45Aber sie fassten dieses Wort* nicht, und es war vor ihnen verhüllt, dass sie es nicht begriffen. Und sie fürchteten sich, ihn über dieses Wort* zu befragen.
46Es kam unter ihnen eine Überlegung auf darüber, wer von ihnen wohl der Größere sei.
47Aber Jesus sah die Überlegung ihres Herzens, nahm ein kleines Kind zu sich und stellte es neben sich selbst
48und sagte zu ihnen: "Wer irgend dieses Kindlein auf meinen Namen hin aufnimmt, nimmt mich auf; und wer irgend mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich sandte, denn der, welcher der Kleinere22 ist unter euch allen, der wird groß sein."
49Johannes antwortete und sagte: "Meister, wir sahen jemanden, der mit deinem Namen23 Dämonen austrieb, und wehrten ihm, weil er nicht mit uns [dir] folgt."
50Und Jesus sagte zu ihm: "Wehrt nicht! - denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns."
51Es geschah, als die Tage seiner Aufnahme sich der Erfüllung näherten, da machte er sein Angesicht fest, nach Jerusalem zu ziehen.
52Und er sandte Boten vor seinem Angesicht her. Und sie zogen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, um ihm [eine Unterkunft] zu bereiten.
53Und sie nahmen ihn nicht auf, weil sein Angesicht [darauf gerichtet] war, nach Jerusalem zu ziehen.
54Als seine Jünger Jakobus und Johannes es sahen, sagten sie: "Herr, willst du, dass wir sagen, es soll Feuer vom Himmel herabkommen und sie verzehren, wie auch Elia tat?"
55Aber er wandte sich um, schalt sie °und sagte: "Wisst ihr nicht, welches Geistes ihr seid? -
56denn der Sohn des Menschen kam nicht, Seelen von Menschen zu verderben, sondern zu retten."° Und sie zogen hin in ein anderes Dorf.
57Es geschah, während sie auf dem Weg dahinzogen: Einer sagte zu ihm: "Ich werde dir folgen, wohin du auch gehen solltest, Herr."
58Und Jesus sagte zu ihm: "Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Wohnplätze, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt neige."
59Er <wandte sich> aber an einen anderen und sagte: "Folge mir!" Aber er sagte: "Herr, erlaube mir, zuerst hinzugehen, meinen Vater zu begraben."
60Jesus sagte zu ihm: "Lass die Toten, [um] ihre <eigenen> Toten zu begraben. Gehe du aber hin und tue das Königreich Gottes <weithin> kund!"
61Es sagte auch ein anderer: "Ich werde dir folgen, Herr. Erlaube mir aber zuerst, Abschied zu nehmen von denen, die in meinem Haus sind."
62Aber Jesus sagte zu ihm: "Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und nach hinten blickt, ist nützlich für das Königreich Gottes."
2Und er sandte sie, das Königreich Gottes zu verkünden und die von Schwachheit Befallenen zu heilen,
3und er sagte: "Nehmt nichts [mit] auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche noch Brot noch Geld. Auch soll keiner zwei Leibhemden haben.
4Und in welches Haus irgend ihr hineingeht, dort bleibt und von dort zieht aus1.
5Und wie viele euch etwa nicht aufnehmen werden - geht weg aus jener Stadt und schüttelt den Staub ab von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie2."
6Sie gingen aus, durchzogen Dorf um Dorf, sagten überall die gute Botschaft und heilten.
7Es hörte Herodes, der Vierfürst, alles das, was von ihm geschah, und er war in Verlegenheit, weil von einigen gesagt wurde, Johannes sei von den Toten erweckt worden,
8von einigen, Elia sei erschienen, <von> anderen, einer von den alten Propheten sei aufgestanden.
9Und Herodes sagte: "Johannes ließ ich enthaupten. Aber wer ist dieser, von dem ich solches höre?" Und er suchte, ihn zu sehen.
10Und als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück, für sich allein, an einen einsamen3 Ort einer Stadt, die Bethsaida4 heißt.
11Als es aber die Mengen merkten, folgten sie ihm. Und er nahm sie in Empfang und redete zu ihnen über das Königreich Gottes, und die, die einer Heilung <und Pflege>5 bedurften, heilte er.
12Aber der Tag fing an, sich zu neigen. Da kamen die Zwölf herbei und sagten zu ihm: "Entlasse die Menge, damit sie weggehen zu den Dörfern und Höfen ringsum, sich ausspannen und Verköstigung finden, weil wir hier an einem einsamen Ort sind."
13Aber er sagte zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen." Sie sagten: "Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen und für dieses ganze Volk Speise kaufen."
14- denn es waren etwa fünftausend Männer6. Er sagte zu seinen Jüngern: "Lasst sie sich lagern in Lagergruppen zu je fünfzig."
15Und sie taten es so und ließen alle sich lagern.
16Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, lobte [über] ihnen7 und brach [sie]. Und er gab den Jüngern, damit sie der Menge vorlegten.
17Und sie aßen und wurden alle gesättigt. Und es wurde aufgehoben, was ihnen übrig blieb an Brocken: zwölf Handkörbe [voll].
18Und es geschah, als er für sich alleine betete, waren die Jünger mit ihm zusammen. Und er fragte sie: "Wer, sagen die Mengen, dass ich sei?"
19Sie antworteten und sagten: "'Johannes, der Täufer', andere: 'Elia', andere, dass irgendeiner der alten Propheten aufgestanden sei."
20Er sagte zu ihnen: "Und ihr, wer sagt ihr, dass ich sei?" Da antwortete Petrus und sagte: "Der Gesalbte Gottes."
21Aber er redete ihnen mit Ernst zu und gab ihnen Anweisung, das niemandem zu sagen;
22und er sagte: "Der Sohn des Menschen muss vieles leiden und von den Ältesten und Hohen Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und am dritten Tag auferstehen."
23Er <richtete sich> an sie alle und sagte: "Will jemand mir nachkommen, verleugne er sich selbst und hebe täglich8 sein Kreuz auf und folge mir,
24denn wer irgend seine Seele9 retten <und bewahren> will, wird sie verlieren. Aber wer seine Seele meinetwegen verliert, der wird sie retten <und bewahren>;
25denn was für einen Nutzen hat10 ein Mensch, wenn er die ganze Welt gewonnen, sich selbst aber verloren11 oder sich Schaden zugefügt hat12?
26- denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird der Sohn des Menschen sich schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Boten13.
27Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod keinesfalls schmecken werden, bis sie das Königreich Gottes gesehen haben."
28Es geschah etwa14 acht15 Tage nach diesen Worten, da nahm er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich und stieg ins Berg[land], um zu beten.
29Und während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts ein anderes, und sein Gewand wurde weiß, strahlend.
30Und - siehe! - zwei Männer redeten16 zusammen mit ihm, welche Mose und Elia waren,
31die in Herrlichkeit erschienen und von seinem Ausgang sprachen, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
32Aber Petrus und die, die zusammen mit ihm waren, waren vom Schlaf beschwert. Als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen.
33Und es geschah, als sie17 von ihm schieden, sagte Petrus, zu Jesus <gewandt>: "Meister, es ist schön für uns, hier zu sein", und: "Wir wollen drei Zelthütten18 machen, eine für dich und eine für Mose und eine für Elia." - nicht wissend, was er sagte.
34Während er dieses sagte, kam eine Wolke auf19 und überschattete sie. Sie fürchteten sich, als jene in die Wolke hineingingen.
35Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sagte: "Dieser ist mein geliebter Sohn. Hört <stets> auf ihn!"
36Und während die Stimme geschah, wurde Jesus alleine gefunden. Und sie selbst schwiegen und gaben in jenen Tagen niemandem Bericht von dem, was sie gesehen hatten.
37Es geschah am folgenden Tag: Als sie vom Berg herabkamen, kam ihm eine zahlreiche Menge entgegen.
38Und - siehe! - ein Mann schrie auf von der Menge her und sagte: "Lehrer, ich flehe dich an! Blicke hin auf meinen Sohn! - weil er mein Einziggeborener ist.
39Und - siehe! - ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn unter Schäumen, und kaum lässt er von ihm ab; dabei reibt er ihn auf.
40Und ich flehte deine Jünger an, dass sie ihn austrieben, und sie konnten es nicht."
41Jesus antwortete und sagte: "O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch20 sein und euch ertragen? Führe deinen Sohn her."
42Noch während er herbeikam, riss ihn der Dämon nieder und zerrte ihn zusammen. Aber Jesus schalt den unreinen Geist und heilte den Knaben und gab ihn seinem Vater zurück.
43Alle waren sehr in Erstaunen über die Majestät Gottes. Als sich alle verwunderten über alles das, was Jesus tat, <richtete er sich> an seine Jünger und sagte:
44"Legt ihr diese Worte in eure Ohren21, denn der Sohn des Menschen soll in die Hände von Menschen ausgeliefert werden."
45Aber sie fassten dieses Wort* nicht, und es war vor ihnen verhüllt, dass sie es nicht begriffen. Und sie fürchteten sich, ihn über dieses Wort* zu befragen.
46Es kam unter ihnen eine Überlegung auf darüber, wer von ihnen wohl der Größere sei.
47Aber Jesus sah die Überlegung ihres Herzens, nahm ein kleines Kind zu sich und stellte es neben sich selbst
48und sagte zu ihnen: "Wer irgend dieses Kindlein auf meinen Namen hin aufnimmt, nimmt mich auf; und wer irgend mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich sandte, denn der, welcher der Kleinere22 ist unter euch allen, der wird groß sein."
49Johannes antwortete und sagte: "Meister, wir sahen jemanden, der mit deinem Namen23 Dämonen austrieb, und wehrten ihm, weil er nicht mit uns [dir] folgt."
50Und Jesus sagte zu ihm: "Wehrt nicht! - denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns."
51Es geschah, als die Tage seiner Aufnahme sich der Erfüllung näherten, da machte er sein Angesicht fest, nach Jerusalem zu ziehen.
52Und er sandte Boten vor seinem Angesicht her. Und sie zogen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, um ihm [eine Unterkunft] zu bereiten.
53Und sie nahmen ihn nicht auf, weil sein Angesicht [darauf gerichtet] war, nach Jerusalem zu ziehen.
54Als seine Jünger Jakobus und Johannes es sahen, sagten sie: "Herr, willst du, dass wir sagen, es soll Feuer vom Himmel herabkommen und sie verzehren, wie auch Elia tat?"
55Aber er wandte sich um, schalt sie °und sagte: "Wisst ihr nicht, welches Geistes ihr seid? -
56denn der Sohn des Menschen kam nicht, Seelen von Menschen zu verderben, sondern zu retten."° Und sie zogen hin in ein anderes Dorf.
57Es geschah, während sie auf dem Weg dahinzogen: Einer sagte zu ihm: "Ich werde dir folgen, wohin du auch gehen solltest, Herr."
58Und Jesus sagte zu ihm: "Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Wohnplätze, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt neige."
59Er <wandte sich> aber an einen anderen und sagte: "Folge mir!" Aber er sagte: "Herr, erlaube mir, zuerst hinzugehen, meinen Vater zu begraben."
60Jesus sagte zu ihm: "Lass die Toten, [um] ihre <eigenen> Toten zu begraben. Gehe du aber hin und tue das Königreich Gottes <weithin> kund!"
61Es sagte auch ein anderer: "Ich werde dir folgen, Herr. Erlaube mir aber zuerst, Abschied zu nehmen von denen, die in meinem Haus sind."
62Aber Jesus sagte zu ihm: "Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und nach hinten blickt, ist nützlich für das Königreich Gottes."
Fußnoten
- 1 o.: zieht <wiederholt> aus (vmtl. solange sie am Ort weilen).
- 2 d. h.: gegen die Bewohner; im Gt. Mehrzahl.
- 3 und öden; so a. i. Folg.
- 4 d. h.: Haus der Fischerei
- 5 gr. therapeia; vgl. den dt. Begriff "Therapie".
- 6 d. h.: fünftausend, wenn man nur die Männer zählte; vgl. Mt 14,21.
- 7 o.: lobte in Bezug auf sie (Wenfall der Beziehung); d. h., er sprach Lob über ihnen, sagte Dank dafür.
- 8 so der t. r. u. viele. Hss; im Byz. T. fehlt "täglich".
- 9 d. h.: sein Leben
- 10 o.: hat <auf Dauer>
- 11 o.: sich selbst ins Verderben gebracht
- 12 o.: aber an sich selbst Schaden genommen hat (Man nimmt hier den Standpunkt der Ewigkeit ein und blickt gleichsam zurück.)
- 13 d. h.: seinen himmlischen Boten; das Gr. kennt keinen besonderen Begriff für "Engel".
- 14 S. Üsgsk. zu Lk 3,23.
- 15 Möglicherweise zählt Lk den 1. und den letzten Tag hinzu, während Mt und Mk es nicht tun.
- 16 o.: redeten <eine Zeitlang>; gr. Impf.
- 17 d. h.: die zwei Männer, näml. Mose und Elia.
- 18 o.: zeltartige Hütten
- 19 eigtl.: geschah eine Wolke
- 20 eigtl.: zu euch hin gewandt
- 21 d. h.: beherzigt, was ich euch nun sage
- 22 o.: der Kleinste
- 23 o.: unter Anrufung deines Namens; o.: unter Berufung auf deinen Namen