Neues Testament
Lukas Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Es geschah in jenen Tagen, [dass] eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging: Das ganze Weltreich sollte eingeschrieben werden.
2Diese Einschreibung1, eine erste, geschah, als Kyrenius °eine führende Stellung in Syrien innehatte.
3Und es gingen alle hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
4Auch Josef von Galiläa, aus der Stadt Nazaret, ging hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, welche Bethlehem2 heißt, weil er aus dem Hause und dem Geschlecht3 Davids war,
5um sich einzuschreiben zusammen mit Maria, der ihm angetrauten4 Frau, die [hoch]schwanger war.
6Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte.
7Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe, weil im Wohnraum5 für sie nicht Platz war.
8In jener Gegend waren Hirten, die auf dem Felde wohnten und nachts bei ihrer Herde Wache hielten.
9Und - siehe! - ein Bote6 des Herrn <trat hin und> stand bei ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Und sie fürchteten sich sehr7.
10Und der Bote sagte zu ihnen: "Fürchtet euch nicht, denn - siehe! - ich sage euch eine gute Botschaft von großer Freude8, welche dem ganzen Volk sein wird,
11weil euch heute ein Retter geboren wurde in der Stadt Davids! Er ist der Gesalbte9, der Herr!
12Und dieses ist euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kleinkind finden, in Windeln gewickelt, das in einer Futterkrippe liegt."
13Und plötzlich war da zusammen mit dem Boten eine große Anzahl des himmlischen Heeres, die Gott pries und sagte:
14"Ehre10 [sei] Gott in den höchsten <Höhen>! - und auf der Erde Friede, in Menschen11 [sein] °Wohlgefallen!"
15Und es geschah, als die Boten von ihnen in den Himmel fuhren, da sagten die Männer - die Hirten - zueinander: "Lasst uns doch hindurchziehen bis nach Bethlehem und dieses Wort* sehen, <diese Sache>, die geschehen ist, die der Herr uns bekannt werden ließ."
16Und sie beeilten sich, kamen und fanden beide, Maria und Josef, und das Kleinkind, das in der Futterkrippe lag.
17Als sie [das] gesehen hatten, gaben sie <überallhin> Kunde über das Wort*, das ihnen über dieses Kindlein gesagt worden war.
18Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was von den Hirten zu ihnen geredet worden war.
19Aber Maria behielt alle diese Worte* [und] bewegte sie in ihrem Herzen.
20Und die Hirten kehrten wieder um, verherrlichten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, dementsprechend wie zu ihnen geredet worden war.
21Und als acht Tage erfüllt wurden12, um ihn [dann] zu beschneiden, wurde ihm der Name 'Jesus' gegeben, der von dem Boten genannt worden war, ehe er im [Mutter]schoß empfangen worden war.
22Und als sich nach dem Gesetz Moses die Tage ihrer Reinigung erfüllten, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, <um> ihn dem Herrn darzustellen13
23(so, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: "Alles Männliche, das den Mutterleib durchbricht, soll dem Herrn heilig genannt werden" {2Mo 13,2.12})
24und ein Opfer zu geben nach dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist: "ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben". {3Mo 12,8}
25Und - siehe - es war in Jerusalem ein Mensch namens Symeon. Und dieser Mensch war gerecht und von gewissenhafter Haltung, der auf den Trost Israels wartete. Und der Heilige Geist war auf ihm.
26Und es war ihm von dem Heiligen Geist die Weisung erteilt worden, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er den Gesalbten des Herrn gesehen habe.
27Und er kam durch den Geist14 in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun,
28empfing auch er ihn in seine Arme und lobte Gott und sagte:
29"Nun entlässt du, unumschränkter Herrscher, deinen leibeigenen Knecht nach deinem Wort* in Frieden,
30weil meine Augen dein Heil sahen,
31das du bereitetest vor dem Angesicht aller Völker,
32ein Licht zur Offenbarung*15 derer, die von den Völkern sind, und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel."
33Josef und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn geredet wurde.
34Symeon segnete sie, und er <richtete sich> an Maria, seine Mutter, und sagte: "Siehe! Dieser ist zu einem Fallen und einem Aufstehen vieler in Israel gesetzt worden und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird
35(aber auch durch deine Seele wird ein Schwert16 durchgehen), auf dass die Überlegungen aus vielen Herzen enthüllt werden."
36Und es war eine Prophetin Anna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser. Diese war an Tagen weit vorgeschritten17, nachdem sie von ihrer Jungfrauschaft an sieben Jahre mit einem18 Mann gelebt hatte.
37Und sie war eine Witwe, etwa19 vierundachtzig Jahre lang20, die nicht von der Tempelstätte wich und mit Fasten und Flehen den aufgetragenen21 Dienst erwies Nacht und Tag.
38Und zu eben dieser Stunde trat sie herzu und bekannte dem Herrn <Lob22> und sprach über ihn zu allen, die in Jerusalem auf Erlösung warteten.
39Und nachdem sie alles nach dem Gesetz des Herrn vollendet hatten23, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazaret.
40Das Kindlein wuchs und wurde mächtig im Geist, erfüllt mit Weisheit. Und Gottes Gnade war auf ihm.
41Und alljährlich pflegten seine Eltern nach Jerusalem zu ziehen - zum Passafest.
42Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie nach der Sitte des Festes hinauf nach Jerusalem.
43Und als sie die Tage vollendet hatten, blieb, während sie zurückkehrten, der Knabe Jesus in Jerusalem zurück. Und Josef und seine Mutter merkten es nicht.
44In der Meinung, er sei bei der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagesreise weit. Und sie suchten ihn bei den Verwandten und Bekannten.
45Und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem um und suchten ihn.
46Es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen24 in der Tempelstätte fanden: Er saß mitten unter den Lehrern und hörte ihnen zu und befragte sie.
47Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten.
48Und als sie ihn sahen, waren sie überrascht. Und seine Mutter sagte zu ihm: "Kind, warum handeltest du so an uns? Siehe! Dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen."
49Und er sagte zu ihnen: "Was [ist es], dass ihr mich suchtet?25 Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, das meines Vaters ist?"
50Und sie, sie verstanden das Wort* nicht, das er zu ihnen redete.
51Und er ging hinab mit ihnen und kam nach Nazaret. Und er war ihnen untergeordnet. Seine Mutter bewahrte alle diese Worte* in ihrem Herzen.
52Und Jesus nahm <stets> zu an Weisheit und [Wachstums]reife und an Gnade bei Gott und Menschen.
2Diese Einschreibung1, eine erste, geschah, als Kyrenius °eine führende Stellung in Syrien innehatte.
3Und es gingen alle hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
4Auch Josef von Galiläa, aus der Stadt Nazaret, ging hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, welche Bethlehem2 heißt, weil er aus dem Hause und dem Geschlecht3 Davids war,
5um sich einzuschreiben zusammen mit Maria, der ihm angetrauten4 Frau, die [hoch]schwanger war.
6Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte.
7Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe, weil im Wohnraum5 für sie nicht Platz war.
8In jener Gegend waren Hirten, die auf dem Felde wohnten und nachts bei ihrer Herde Wache hielten.
9Und - siehe! - ein Bote6 des Herrn <trat hin und> stand bei ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Und sie fürchteten sich sehr7.
10Und der Bote sagte zu ihnen: "Fürchtet euch nicht, denn - siehe! - ich sage euch eine gute Botschaft von großer Freude8, welche dem ganzen Volk sein wird,
11weil euch heute ein Retter geboren wurde in der Stadt Davids! Er ist der Gesalbte9, der Herr!
12Und dieses ist euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kleinkind finden, in Windeln gewickelt, das in einer Futterkrippe liegt."
13Und plötzlich war da zusammen mit dem Boten eine große Anzahl des himmlischen Heeres, die Gott pries und sagte:
14"Ehre10 [sei] Gott in den höchsten <Höhen>! - und auf der Erde Friede, in Menschen11 [sein] °Wohlgefallen!"
15Und es geschah, als die Boten von ihnen in den Himmel fuhren, da sagten die Männer - die Hirten - zueinander: "Lasst uns doch hindurchziehen bis nach Bethlehem und dieses Wort* sehen, <diese Sache>, die geschehen ist, die der Herr uns bekannt werden ließ."
16Und sie beeilten sich, kamen und fanden beide, Maria und Josef, und das Kleinkind, das in der Futterkrippe lag.
17Als sie [das] gesehen hatten, gaben sie <überallhin> Kunde über das Wort*, das ihnen über dieses Kindlein gesagt worden war.
18Und alle, die es hörten, verwunderten sich über das, was von den Hirten zu ihnen geredet worden war.
19Aber Maria behielt alle diese Worte* [und] bewegte sie in ihrem Herzen.
20Und die Hirten kehrten wieder um, verherrlichten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, dementsprechend wie zu ihnen geredet worden war.
21Und als acht Tage erfüllt wurden12, um ihn [dann] zu beschneiden, wurde ihm der Name 'Jesus' gegeben, der von dem Boten genannt worden war, ehe er im [Mutter]schoß empfangen worden war.
22Und als sich nach dem Gesetz Moses die Tage ihrer Reinigung erfüllten, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, <um> ihn dem Herrn darzustellen13
23(so, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: "Alles Männliche, das den Mutterleib durchbricht, soll dem Herrn heilig genannt werden" {2Mo 13,2.12})
24und ein Opfer zu geben nach dem, was im Gesetz des Herrn gesagt ist: "ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben". {3Mo 12,8}
25Und - siehe - es war in Jerusalem ein Mensch namens Symeon. Und dieser Mensch war gerecht und von gewissenhafter Haltung, der auf den Trost Israels wartete. Und der Heilige Geist war auf ihm.
26Und es war ihm von dem Heiligen Geist die Weisung erteilt worden, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er den Gesalbten des Herrn gesehen habe.
27Und er kam durch den Geist14 in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun,
28empfing auch er ihn in seine Arme und lobte Gott und sagte:
29"Nun entlässt du, unumschränkter Herrscher, deinen leibeigenen Knecht nach deinem Wort* in Frieden,
30weil meine Augen dein Heil sahen,
31das du bereitetest vor dem Angesicht aller Völker,
32ein Licht zur Offenbarung*15 derer, die von den Völkern sind, und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel."
33Josef und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn geredet wurde.
34Symeon segnete sie, und er <richtete sich> an Maria, seine Mutter, und sagte: "Siehe! Dieser ist zu einem Fallen und einem Aufstehen vieler in Israel gesetzt worden und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird
35(aber auch durch deine Seele wird ein Schwert16 durchgehen), auf dass die Überlegungen aus vielen Herzen enthüllt werden."
36Und es war eine Prophetin Anna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser. Diese war an Tagen weit vorgeschritten17, nachdem sie von ihrer Jungfrauschaft an sieben Jahre mit einem18 Mann gelebt hatte.
37Und sie war eine Witwe, etwa19 vierundachtzig Jahre lang20, die nicht von der Tempelstätte wich und mit Fasten und Flehen den aufgetragenen21 Dienst erwies Nacht und Tag.
38Und zu eben dieser Stunde trat sie herzu und bekannte dem Herrn <Lob22> und sprach über ihn zu allen, die in Jerusalem auf Erlösung warteten.
39Und nachdem sie alles nach dem Gesetz des Herrn vollendet hatten23, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazaret.
40Das Kindlein wuchs und wurde mächtig im Geist, erfüllt mit Weisheit. Und Gottes Gnade war auf ihm.
41Und alljährlich pflegten seine Eltern nach Jerusalem zu ziehen - zum Passafest.
42Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie nach der Sitte des Festes hinauf nach Jerusalem.
43Und als sie die Tage vollendet hatten, blieb, während sie zurückkehrten, der Knabe Jesus in Jerusalem zurück. Und Josef und seine Mutter merkten es nicht.
44In der Meinung, er sei bei der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagesreise weit. Und sie suchten ihn bei den Verwandten und Bekannten.
45Und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem um und suchten ihn.
46Es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen24 in der Tempelstätte fanden: Er saß mitten unter den Lehrern und hörte ihnen zu und befragte sie.
47Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten.
48Und als sie ihn sahen, waren sie überrascht. Und seine Mutter sagte zu ihm: "Kind, warum handeltest du so an uns? Siehe! Dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen."
49Und er sagte zu ihnen: "Was [ist es], dass ihr mich suchtet?25 Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, das meines Vaters ist?"
50Und sie, sie verstanden das Wort* nicht, das er zu ihnen redete.
51Und er ging hinab mit ihnen und kam nach Nazaret. Und er war ihnen untergeordnet. Seine Mutter bewahrte alle diese Worte* in ihrem Herzen.
52Und Jesus nahm <stets> zu an Weisheit und [Wachstums]reife und an Gnade bei Gott und Menschen.
Fußnoten
- 1 d. h.: Volkszählung, verbunden mit einer Vermögenseinschätzung für steuerliche Zwecke
- 2 Der gr. Name ist hergeleitet vom heb. Beth-Lechem, d. h.: Haus des Brotes.
- 3 o.: der Familie; o.: dem Familienstamm; eigtl.: der Vaterschaft
- 4 Die Verlobung, erwähnt in Mt 1,18 und Lk 1,27, war so bindend, dass sie Ehe schließenden Charakter hatte, weshalb Josef in Mt 1,19 Marias Mann und Maria dort in V. 20 seine Frau genannt wird. Sie schloss jedoch das eheliche Zusammenleben aus. Das gr. Wort, das "angetrauten" zugrunde liegt, bedeutet aber auch "verehelicht". Dieser Sinn ist hier angebracht, da die Heirat (vgl. Mt 25), genannt 'die Heimholung', nach Mt 1,24 stattgefunden hatte, wenn auch, verständlicherweise, in relativer Stille, ohne große Feierlichkeiten. Nach jüdischer Sitte, schreibt Edersheim, wäre es auch nicht denkbar gewesen, als verlobtes und unverheiratetes Paar zusammen zu reisen.
- 5 d. h.: im Hauptraum des Absteigequartiers (das ein Gasthaus oder - wahrscheinlicher - ein Privathaus gewesen sein kann; es soll in den Häusern damals Seitenräume für Nutztiere gegeben haben.)
- 6 d. h.: ein himmlischer Bote
- 7 eigtl.: fürchteten eine große Furcht; ein Hebraismus (eine Angleichung des gr. Wortlauts an die heb. Ausdrucksweise).
- 8 d. h.: der Inhalt der guten Botschaft, die ich euch sage, ist: große Freude.
- 9 gr. christos, heb. maschiach (Messias), dt. Gesalbter; lat. Christus
- 10 und Herrlichkeit
- 11 o.: bei Menschen; o.: [den] Menschen
- 12 d. h.: am 8. Tage, nicht am 9. Gemäß jüdischer Inklusivzählweise wird der angebrochene Tag als ganzer gerechnet.
- 13 d. h.: um ihn [als den Erstgeborenen] durch Loskauf (2Mo 13,13; 4Mo 18,15.16) dem Herrn zu heiligen.
- 14 o.: im Geist
- 15 eigtl.: Enthüllung
- 16 gr. hromphaia; d. i. das große, zweihändig geführte Langschwert.
- 17 o.: in weit vorgerücktem Alter
- 18 d. h.: ihrem
- 19 d. h.: genau vierundachtzig Jahre lang; Ozanne weist darauf hin, dass bei geschichtlichen Zeitangaben Lukas gerne das Wort "ungefähr" ("etwa") gebraucht. Ramsay teilt uns mit, dass es im Griechischen Brauch sei, sich so auszudrücken und dass es keinerlei Zweifel an der Richtigkeit der Angaben zeige. S. Üsgsk. zu Lk 3,23.
- 20 Die Üsg. "eine Witwe von etwa vierundachtzig Jahren" passt weniger. Sonst wiederholt Lk das Alter: Erst lässt man ihn sagen, sie sei hochbetagt, dann lässt man ihn ihr Alter angeben. Die Angaben sind klar: Sie wird jung geheiratet haben, lebte 7 Jahre mit ihrem Mann, dann 84 Jahre als Witwe. Sie dürfte mindestens 104 gewesen sein.
- 21 und verehrenden
- 22 den ihm gebührenden Dank und Preis
- 23 Diese Formulierung schließt nicht die Zeit aus, die sie anschließend in Bethlehem und danach in Ägypten (Mt 2) verbrachten. Vgl. Apg 9,26; Gal 1,17.18.
- 24 d. h.: am dritten Tag (jüd. Zählweise)
- 25 i. S. v. "Was? Ihr suchtet mich?" Das gr. Wort für "Was" wird oft mit "Warum" übersetzt. Hier darf es jedoch nicht so wiedergegeben werden, da Jesus nicht nach dem Grund fragt. Was ihn verwundert, ist grundsätzlich die Tatsache, dass sie ihn gesucht haben und nicht wussten, dass der Bereich seines eigentlichen Vaters dasjenige war, das ihn so sehr anzog und seine Gedanken beschäftigte.