Neues Testament
Lukas Kapitel 13
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Zur selben Zeit waren etliche zugegen, die ihm Bericht gaben von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
2Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Meint ihr, dass diese Galiläer, weil sie solches erlitten haben, vor allen Galiläern1 zu Sündern geworden waren?
3Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
4Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloam fiel und sie tötete, meint ihr, dass diese vor allen Menschen2, die in Jerusalem wohnen, Schuldige geworden waren?
5Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen."
6Er sagte dieses Gleichnis: "Es hatte jemand einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war, und er kam und suchte an ihm Frucht und fand keine.
7Er <richtete sich> an den Weingärtner und sagte: 'Siehe! Drei Jahre komme ich und suche an diesem Feigenbaum Frucht, und ich finde keine. Haue ihn ab3. Wozu entkräftet er auch den Boden?'
8Er antwortet* und sagt zu ihm: 'Herr, lass ihn auch dieses Jahr, bis dass ich um ihn herum gegraben und ihn gedüngt habe,
9und wenn er tatsächlich Frucht bringt, [gut], wenn aber doch nicht, haue ihn in Zukunft ab.'"
10In einer der Synagogen war er am Lehren am Sabbat.
11Und - siehe! - es war [da] eine Frau, die einen Geist der Schwachheit hatte - achtzehn Jahre! Und sie war zusammengekrümmt, <gebückt>, und konnte sich nicht vollständig aufrichten.
12Als Jesus sie sah, rief er ihr zu und sagte zu ihr: "Frau, du bist gelöst von deiner Schwachheit!"
13Und er legte ihr die Hände auf. Und auf der Stelle wurde sie gerade gemacht. Und sie verherrlichte Gott.
14Aber der Synagogenvorsteher, unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, antwortete und sagte der Menge: "Sechs Tage gibt es, an denen man zu arbeiten hat. Kommt also an diesen und lasst euch heilen und nicht am Tag des Sabbats."
15Da antwortete ihm der Herr und sagte: "Heuchler!4 Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder den Esel von der Krippe los und führt ihn weg und tränkt ihn?
16Aber diese, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan band - siehe! - achtzehn Jahre [lang], sollte5 nicht gelöst werden von dieser Fessel am Tag des Sabbats?"
17Und auf diese seine Worte hin wurden alle seine Widersacher beschämt, und die ganze Menge freute sich über alles Herrliche, das durch ihn geschah.
18Er sagte: "Wem ist das Königreich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen?
19Es ist einem Senfkorn gleich, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum6. Und die Vögel des Himmels ließen sich nieder in seinen Zweigen."
20Und wiederum sagte er: "Womit soll ich das Königreich Gottes vergleichen?
21Es ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz durchsäuert wurde."
22Und er durchzog nacheinander Städte und Dörfer, lehrte und legte den Weg zurück nach Jerusalem.
23Einer sagte zu ihm: "Herr, ob es wenige sind, die gerettet werden?" Er sagte, zu ihnen <gewandt>:
24"Ringt, durch das enge Tor einzugehen, weil viele - ich sage es euch - suchen werden einzugehen und dazu nicht imstande sein werden.
25Von da an, da der Hausherr aufgestanden sein wird und die Tür verschlossen haben wird und ihr anfangen werdet, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: 'Herr, Herr, tu uns auf!', und er antworten und zu euch sagen wird: 'Ich weiß nicht von euch, woher ihr seid',
26dann werdet ihr anfangen zu sagen: 'Wir aßen und tranken vor dir, und auf unseren Straßen lehrtest du.'
27Und er wird sagen: 'Ich sage euch: Ich weiß nicht von euch, woher ihr seid. Entfernt euch von mir, alle ihr Täter der Ungerechtigkeit!'
28Dort wird das Weinen sein und das Zähneknirschen, wenn7 ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes seht, euch aber hinausgeworfen.
29Und sie werden kommen vom Aufgang und vom Untergang und von Mitternacht und vom Mittage8 und sich [zu Tisch] lagern im Königreich Gottes.
30Und - siehe! - es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden."
31Am selben Tag kamen einige Pharisäer heran: Sie sagten zu ihm: "Geh hinaus und zieh fort von hier, weil Herodes dich töten will."
32Und er sagte zu ihnen: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe! Ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten [Tag] werde ich ans Ziel gebracht.
33Doch heute und morgen und am [Tag] darauf muss ich voranziehen, weil es nicht angeht, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme."
34"Jerusalem, Jerusalem, die [da] tötet die Propheten und steinigt, die hin zu ihr gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln in der Weise, wie eine Henne ihre eigene Brut unter die Flügel [sammelt], und ihr wolltet nicht!
35Siehe! Euer Haus wird euch öde gelassen werden! Ich sage euch aber: Auf keinen Fall werdet ihr mich sehen, bis [die Zeit] kommt, da ihr sagt: 'Gelobt [sei] der, der kommt im Namen des Herrn!'" {Ps 118,26}
2Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Meint ihr, dass diese Galiläer, weil sie solches erlitten haben, vor allen Galiläern1 zu Sündern geworden waren?
3Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
4Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloam fiel und sie tötete, meint ihr, dass diese vor allen Menschen2, die in Jerusalem wohnen, Schuldige geworden waren?
5Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen."
6Er sagte dieses Gleichnis: "Es hatte jemand einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war, und er kam und suchte an ihm Frucht und fand keine.
7Er <richtete sich> an den Weingärtner und sagte: 'Siehe! Drei Jahre komme ich und suche an diesem Feigenbaum Frucht, und ich finde keine. Haue ihn ab3. Wozu entkräftet er auch den Boden?'
8Er antwortet* und sagt zu ihm: 'Herr, lass ihn auch dieses Jahr, bis dass ich um ihn herum gegraben und ihn gedüngt habe,
9und wenn er tatsächlich Frucht bringt, [gut], wenn aber doch nicht, haue ihn in Zukunft ab.'"
10In einer der Synagogen war er am Lehren am Sabbat.
11Und - siehe! - es war [da] eine Frau, die einen Geist der Schwachheit hatte - achtzehn Jahre! Und sie war zusammengekrümmt, <gebückt>, und konnte sich nicht vollständig aufrichten.
12Als Jesus sie sah, rief er ihr zu und sagte zu ihr: "Frau, du bist gelöst von deiner Schwachheit!"
13Und er legte ihr die Hände auf. Und auf der Stelle wurde sie gerade gemacht. Und sie verherrlichte Gott.
14Aber der Synagogenvorsteher, unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, antwortete und sagte der Menge: "Sechs Tage gibt es, an denen man zu arbeiten hat. Kommt also an diesen und lasst euch heilen und nicht am Tag des Sabbats."
15Da antwortete ihm der Herr und sagte: "Heuchler!4 Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder den Esel von der Krippe los und führt ihn weg und tränkt ihn?
16Aber diese, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan band - siehe! - achtzehn Jahre [lang], sollte5 nicht gelöst werden von dieser Fessel am Tag des Sabbats?"
17Und auf diese seine Worte hin wurden alle seine Widersacher beschämt, und die ganze Menge freute sich über alles Herrliche, das durch ihn geschah.
18Er sagte: "Wem ist das Königreich Gottes gleich, und womit soll ich es vergleichen?
19Es ist einem Senfkorn gleich, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum6. Und die Vögel des Himmels ließen sich nieder in seinen Zweigen."
20Und wiederum sagte er: "Womit soll ich das Königreich Gottes vergleichen?
21Es ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz durchsäuert wurde."
22Und er durchzog nacheinander Städte und Dörfer, lehrte und legte den Weg zurück nach Jerusalem.
23Einer sagte zu ihm: "Herr, ob es wenige sind, die gerettet werden?" Er sagte, zu ihnen <gewandt>:
24"Ringt, durch das enge Tor einzugehen, weil viele - ich sage es euch - suchen werden einzugehen und dazu nicht imstande sein werden.
25Von da an, da der Hausherr aufgestanden sein wird und die Tür verschlossen haben wird und ihr anfangen werdet, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: 'Herr, Herr, tu uns auf!', und er antworten und zu euch sagen wird: 'Ich weiß nicht von euch, woher ihr seid',
26dann werdet ihr anfangen zu sagen: 'Wir aßen und tranken vor dir, und auf unseren Straßen lehrtest du.'
27Und er wird sagen: 'Ich sage euch: Ich weiß nicht von euch, woher ihr seid. Entfernt euch von mir, alle ihr Täter der Ungerechtigkeit!'
28Dort wird das Weinen sein und das Zähneknirschen, wenn7 ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes seht, euch aber hinausgeworfen.
29Und sie werden kommen vom Aufgang und vom Untergang und von Mitternacht und vom Mittage8 und sich [zu Tisch] lagern im Königreich Gottes.
30Und - siehe! - es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden."
31Am selben Tag kamen einige Pharisäer heran: Sie sagten zu ihm: "Geh hinaus und zieh fort von hier, weil Herodes dich töten will."
32Und er sagte zu ihnen: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe! Ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten [Tag] werde ich ans Ziel gebracht.
33Doch heute und morgen und am [Tag] darauf muss ich voranziehen, weil es nicht angeht, dass ein Prophet außerhalb Jerusalems umkomme."
34"Jerusalem, Jerusalem, die [da] tötet die Propheten und steinigt, die hin zu ihr gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln in der Weise, wie eine Henne ihre eigene Brut unter die Flügel [sammelt], und ihr wolltet nicht!
35Siehe! Euer Haus wird euch öde gelassen werden! Ich sage euch aber: Auf keinen Fall werdet ihr mich sehen, bis [die Zeit] kommt, da ihr sagt: 'Gelobt [sei] der, der kommt im Namen des Herrn!'" {Ps 118,26}
Fußnoten
- 1 i. S. v.: mehr als alle Galiläer
- 2 i. S. v.: mehr als alle [anderen] Menschen
- 3 und nimm ihn heraus; so a. i. Folg.
- 4 Das Wort steht (in den meisten Hss) in der Mehrzahl.
- 5 o.: musste
- 6 Es handelt sich um den Schwarzen Senf, eine einjährige Pflanze mit holzigem Stamm, die sehr schnell aufschießt und eine Höhe von 2,5 m bis 3 m erreicht.
- 7 eigtl.: wann
- 8 d. h.: vom Osten und Westen und vom Norden und Süden