Neues Testament
Lukas Kapitel 5
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Es geschah, als die Menge zu ihm drängte, das Wort Gottes zu hören, da stand er an dem See Genezaret.
2Und er sah zwei Schiffe am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze ab.
3Nachdem er in eines der Schiffe eingestiegen war, das Simon gehörte, ersuchte er ihn, ein wenig vom Land weg hinauszufahren. Und er setzte sich und lehrte die Mengen vom Schiff aus.
4Als er zu reden aufgehört hatte, <richtete er sich> an Simon und sagte: "Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zum Fang hinab!"
5Und Simon antwortete und sagte zu ihm: "Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts bekommen. Aber auf dein Wort* hin werde ich das Netz hinablassen."
6Und als sie das getan hatten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riss.
7Und sie winkten den Teilhabern1 im anderen Schiff, zu kommen und mit anzufassen. Sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, sodass sie2 <anfingen> zu sinken3.
8Als Simon Petrus [das] gesehen hatte, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sagte: "Geh hinaus4, weg von mir, weil ich ein sündiger Mann bin, Herr."
9- denn Schrecken hatte ihn umfasst und alle, die mit ihm waren, über dem Fischfang, den sie zusammenbekommen hatten,
10gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Und Jesus sagte, zu Simon <gewandt>: "Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du einer sein, der Menschen fängt5."
11Und nachdem sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm6.
12Es geschah, als er in einer der Städte war, - siehe - [da war] ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er nieder auf das Angesicht, bat ihn flehentlich und sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen!"
13Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sagte: "Ich will. Sei gereinigt!" Und sogleich wich der Aussatz von ihm.
14Und er gab ihm Anweisung, es niemandem zu sagen: "- sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe in Verbindung mit deiner Reinigung dar, so wie Mose es befahl, ihnen zu einem Zeugnis."
15Das Wort über ihn breitete sich mehr aus, und es kamen zahlreiche* Mengen zusammen, zu hören und von ihm geheilt zu werden von ihren Schwachheiten.
16Aber er selbst pflegte die Zurückgezogenheit in den einsamen7 Gegenden und war im Gebet.
17Und es geschah an einem der Tage, da war er am Lehren. Und es saßen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren. Und Kraft des Herrn war [da], dass er sie heilte.
18Und - siehe - Männer, die einen auf einer Liegematte [liegenden] Menschen tragen! Der war gelähmt. Und sie suchten, ihn hineinzutragen und vor ihn zu legen.
19Und da sie wegen der Menge nicht fanden, auf welchem [Weg] sie ihn hineinbringen sollten, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit dem Tragbett durch die Ziegel hinab in die Mitte vor Jesus.
20Und als er ihren Glauben sah, sagte er zu ihm: "Mensch, deine Sünden sind dir vergeben."
21Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: "Wer ist dieser, der Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?"
22Aber Jesus erkannte ihre Überlegungen, antwortete und sagte, zu ihnen <gewandt>: "Was überlegt ihr in euren Herzen?
23Was ist leichter, zu sagen: 'Dir sind deine Sünden vergeben', oder zu sagen: 'Stehe auf und gehe!'?
24Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben", sagte er zu dem Gelähmten: "Dir sage ich: Stehe auf! Nimm dein Tragbett auf und ziehe hin in dein Haus."
25Und auf der Stelle stand er vor ihnen auf, hob auf, worauf er gelegen hatte, und ging weg in sein Haus, Gott verherrlichend.
26Und Entsetzen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott. Und sie wurden mit Furcht erfüllt und sagten: "Wir sahen heute Außerordentliches!"
27Nach diesem ging er hinaus. Und er sah sich einen Zolleinnehmer an - namens Levi, der an der Zollstätte saß. Und er sagte zu ihm: "Folge mir!"
28Und er ließ alles zurück, stand auf und folgte ihm.
29Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus. Und es war eine zahlreiche Menge von Zolleinnehmern und anderen, die mit ihnen [zu Tisch] lagen.
30Und es murrten ihre8 Schriftgelehrten und die Pharisäer gegen seine Jünger9: "Weshalb esst und trinkt ihr mit den Zolleinnehmern und Sündern?", sagten sie.
31Und Jesus <richtete sich> an sie, antwortete und sagte: "Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die, denen es übel geht.
32Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße."
33Sie <wandten sich> an ihn und sagten: "Weshalb fasten die Jünger des Johannes oft und verrichten flehentliche Bitten, gleicherweise auch die der Pharisäer, aber die deinigen essen und trinken?"
34Er sagte zu ihnen: "Könnt ihr die 'Söhne10 des Hochzeitssaals'11 zum Fasten anhalten, während der Bräutigam bei ihnen ist?
35Es werden aber auch Tage kommen, in denen der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten."
36Auch sagte er ein Gleichnis zu ihnen: "Niemand setzt ein Stück Stoff12 von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid. Anderenfalls zerreißt er auch das neue, und [das Stoffstück] vom neuen stimmt nicht überein mit dem alten.
37Und niemand tut neuen, <frischen> Wein in alte Schläuche. Sonst wird der neue13 Wein die Schläuche zerreißen14, und er selbst wird verschüttet werden, und die Schläuche werden zerstört werden.
38Sondern neuen Wein muss man in neuartige Schläuche tun. So werden beide erhalten.
39Und niemand, der alten getrunken hat, will sogleich neuen, denn er sagt: 'Der alte ist bekömmlicher'."
2Und er sah zwei Schiffe am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze ab.
3Nachdem er in eines der Schiffe eingestiegen war, das Simon gehörte, ersuchte er ihn, ein wenig vom Land weg hinauszufahren. Und er setzte sich und lehrte die Mengen vom Schiff aus.
4Als er zu reden aufgehört hatte, <richtete er sich> an Simon und sagte: "Fahre hinaus auf die Tiefe und lasst eure Netze zum Fang hinab!"
5Und Simon antwortete und sagte zu ihm: "Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts bekommen. Aber auf dein Wort* hin werde ich das Netz hinablassen."
6Und als sie das getan hatten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riss.
7Und sie winkten den Teilhabern1 im anderen Schiff, zu kommen und mit anzufassen. Sie kamen, und sie füllten beide Schiffe, sodass sie2 <anfingen> zu sinken3.
8Als Simon Petrus [das] gesehen hatte, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sagte: "Geh hinaus4, weg von mir, weil ich ein sündiger Mann bin, Herr."
9- denn Schrecken hatte ihn umfasst und alle, die mit ihm waren, über dem Fischfang, den sie zusammenbekommen hatten,
10gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Und Jesus sagte, zu Simon <gewandt>: "Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du einer sein, der Menschen fängt5."
11Und nachdem sie die Schiffe ans Land gebracht hatten, verließen sie alles und folgten ihm6.
12Es geschah, als er in einer der Städte war, - siehe - [da war] ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er nieder auf das Angesicht, bat ihn flehentlich und sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen!"
13Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sagte: "Ich will. Sei gereinigt!" Und sogleich wich der Aussatz von ihm.
14Und er gab ihm Anweisung, es niemandem zu sagen: "- sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe in Verbindung mit deiner Reinigung dar, so wie Mose es befahl, ihnen zu einem Zeugnis."
15Das Wort über ihn breitete sich mehr aus, und es kamen zahlreiche* Mengen zusammen, zu hören und von ihm geheilt zu werden von ihren Schwachheiten.
16Aber er selbst pflegte die Zurückgezogenheit in den einsamen7 Gegenden und war im Gebet.
17Und es geschah an einem der Tage, da war er am Lehren. Und es saßen da Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren. Und Kraft des Herrn war [da], dass er sie heilte.
18Und - siehe - Männer, die einen auf einer Liegematte [liegenden] Menschen tragen! Der war gelähmt. Und sie suchten, ihn hineinzutragen und vor ihn zu legen.
19Und da sie wegen der Menge nicht fanden, auf welchem [Weg] sie ihn hineinbringen sollten, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn mit dem Tragbett durch die Ziegel hinab in die Mitte vor Jesus.
20Und als er ihren Glauben sah, sagte er zu ihm: "Mensch, deine Sünden sind dir vergeben."
21Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: "Wer ist dieser, der Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?"
22Aber Jesus erkannte ihre Überlegungen, antwortete und sagte, zu ihnen <gewandt>: "Was überlegt ihr in euren Herzen?
23Was ist leichter, zu sagen: 'Dir sind deine Sünden vergeben', oder zu sagen: 'Stehe auf und gehe!'?
24Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben", sagte er zu dem Gelähmten: "Dir sage ich: Stehe auf! Nimm dein Tragbett auf und ziehe hin in dein Haus."
25Und auf der Stelle stand er vor ihnen auf, hob auf, worauf er gelegen hatte, und ging weg in sein Haus, Gott verherrlichend.
26Und Entsetzen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott. Und sie wurden mit Furcht erfüllt und sagten: "Wir sahen heute Außerordentliches!"
27Nach diesem ging er hinaus. Und er sah sich einen Zolleinnehmer an - namens Levi, der an der Zollstätte saß. Und er sagte zu ihm: "Folge mir!"
28Und er ließ alles zurück, stand auf und folgte ihm.
29Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Haus. Und es war eine zahlreiche Menge von Zolleinnehmern und anderen, die mit ihnen [zu Tisch] lagen.
30Und es murrten ihre8 Schriftgelehrten und die Pharisäer gegen seine Jünger9: "Weshalb esst und trinkt ihr mit den Zolleinnehmern und Sündern?", sagten sie.
31Und Jesus <richtete sich> an sie, antwortete und sagte: "Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die, denen es übel geht.
32Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße."
33Sie <wandten sich> an ihn und sagten: "Weshalb fasten die Jünger des Johannes oft und verrichten flehentliche Bitten, gleicherweise auch die der Pharisäer, aber die deinigen essen und trinken?"
34Er sagte zu ihnen: "Könnt ihr die 'Söhne10 des Hochzeitssaals'11 zum Fasten anhalten, während der Bräutigam bei ihnen ist?
35Es werden aber auch Tage kommen, in denen der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten."
36Auch sagte er ein Gleichnis zu ihnen: "Niemand setzt ein Stück Stoff12 von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid. Anderenfalls zerreißt er auch das neue, und [das Stoffstück] vom neuen stimmt nicht überein mit dem alten.
37Und niemand tut neuen, <frischen> Wein in alte Schläuche. Sonst wird der neue13 Wein die Schläuche zerreißen14, und er selbst wird verschüttet werden, und die Schläuche werden zerstört werden.
38Sondern neuen Wein muss man in neuartige Schläuche tun. So werden beide erhalten.
39Und niemand, der alten getrunken hat, will sogleich neuen, denn er sagt: 'Der alte ist bekömmlicher'."
Fußnoten
- 1 hier vmtl.: Teilhabern an derselben Tätigkeit; d. h., Fischerkollegen; viell. waren sie auch gemeinsame Besitzer der Boote und Fanggeräte.
- 2 d. h.: die Schiffe
- 3 o.: zu sinken <drohten>.
- 4 vmtl.: aus dem Boot
- 5 eigtl.: lebend fängt (wie 2Tim 2,26).
- 6 o.: ließen sie alles [bewusst] zurück (im Gt. steht ein Aorist Partizip) und folgten ihm; daher: ... folgten sie ihm, nachdem sie alles zurückgelassen hatten.
- 7 und öden
- 8 Das dürfte sich auf die Pharisäer beziehen. Sowohl sie als auch die Sadduzäer hatten ihre Parteischriftgelehrten.
- 9 o.: Schüler (vgl. die Prophetenschüler, z. B. 2Kön 2,3); so a. i. Folg.
- 10 d. h. (in diesem Fall), die begleitenden Freunde des Bräutigams; a.: die (in diesem Fall aus mehreren Personen bestehende) Braut; vgl. Joh 3,29.
- 11 o.: des Brautgemachs; o.: des Hochzeitshauses
- 12 d. h.: ein Flickstück
- 13 und frische; so a. i. Folg.
- 14 o.: zum Platzen bringen