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Altes Testament

1. Chronik Kapitel 21

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und [der] Widersacher1 stand auf gegen Israel und stachelte David auf2, Israel zu zählen.
2Und David sagte zu Joab und zu den Obersten des Volkes: "Geht hin, zählt Israel von Beerscheba bis Dan. Und bringt mir [Bescheid], damit ich ihre Zahl kenne."
3Und Joab sagte: "Jahweh füge zu seinem Volk, so viele ihrer auch sind, ein Hundertfaches hinzu! Mein Herr König, sind nicht sie alle meinem Herrn zu Knechten? Warum verlangt mein Herr dieses? Warum soll es zu einer Verschuldung für Israel werden?"
4Aber das Wort des Königs blieb fest gegen Joab. Und Joab ging aus und zog durch ganz Israel. Und er kam nach Jerusalem.
5Und Joab gab David die Zahl der Musterung des Volkes an. Und zwar gab es in ganz Israel tausendmaltausend und einhunderttausend Mann, die das Schwert führten, und in Juda vierhundertsiebzigtausend Mann, die das Schwert führten.
6Levi aber und Benjamin hatte er nicht mit ihnen gemustert; denn das Wort des Königs war Joab ein Gräuel.
7Und es war böse in den Augen Gottes wegen dieser Sache. Und er schlug Israel.
8Und David sagte zu Gott: "Ich habe sehr gesündigt, dass ich diese Sache getan habe. Und nun lass bitte die Schuld deines leibeigenen Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr töricht gehandelt!"
9Und Jahweh redete zu Gad, dem Seher Davids, und sagte:
10"Gehe hin und rede zu David und sage: So sagt Jahweh: 'Dreierlei lege ich dir vor. Wähle dir eines davon, dass ich es dir tue.'"
11Und Gad kam zu David und sagte zu ihm: "So sagt Jahweh: 'Wähle dir!
12Entweder drei Jahre Hunger oder drei Monate Dahingerafft-Werden vor deinen Bedrängern, wobei [euch] das Schwert deiner Feinde ereilt, oder drei Tage das Schwert Jahwehs und Pest im Land, sodass der Bote Jahwehs innerhalb der ganzen Grenze Israels Verderben anrichtet. Und nun sieh zu, was für ein Wort ich dem, der mich sendet, zurückbringen soll!'"
13Und David sagte zu Gad: "Mir ist sehr angst! O möge ich in die Hand Jahwehs fallen, denn seine Erbarmungen3 sind sehr groß! Doch möge ich nicht in Menschenhand fallen!"
14Und so gab Jahweh Pest in Israel. Und es fielen von Israel siebzigtausend Mann.
15Und Gott sandte den Boten4 nach Jerusalem, es zu verderben. Und als er verderbte, sah Jahweh hin, und es reute ihn das Übel5. Und er sagte zu dem Boten, der im Volk verderbte6: "Genug! Lass jetzt deine Hand ab!" Der Bote Jahwehs stand aber [gerade] bei der Tenne Ornans7, des Jebusiters.
16Und als David seine Augen erhob, sah er den Boten Jahwehs zwischen der Erde und den Himmeln stehen, sein Schwert gezückt in seiner Hand, ausgestreckt über Jerusalem. Da fielen David und die Ältesten, in Sacktuch gehüllt, auf ihr Angesicht nieder.
17Und David sagte zu Gott: "Bin nicht ich es, der gesagt hat, im Volk eine Zählung zu machen? Und ich bin es, der gesündigt und sehr übel gehandelt hat! Diese aber, die Herde, was haben sie getan? Jahweh, mein Gott, lass doch deine Hand gegen mich sein und gegen das Haus meines Vaters, aber nicht gegen dein Volk mit dieser Plage!"
18Der Bote Jahwehs hatte aber zu Gad gesagt, David zu sagen, dass David hinaufgehen solle, für Jahweh einen Altar zu errichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
19Da ging David hinauf, auf das Wort Gads hin, das er im Namen Jahwehs geredet hatte.
20Ornan aber wandte sich um und sah den Boten. Und seine vier Söhne versteckten sich bei ihm. (Ornan war aber gerade beim Weizendreschen.)
21Als nun David zu Ornan kam, blickte Ornan auf und sah David und ging aus der Tenne hinaus und warf sich vor David huldigend nieder, mit dem Gesicht8 zur Erde.
22Und David sagte zu Ornan: "Gib mir den Platz der Tenne, dass ich Jahweh einen Altar darauf baue - für den vollen Geld[wert] gib ihn mir, damit der Plage unter dem Volk Einhalt geboten werde!"
23Und Ornan sagte zu David: "Nimm ihn dir, und mein Herr, der König, tue, was gut ist in seinen Augen. Sieh! Ich gebe die Rinder für die Brandopfer und die Dreschschlitten als [Brenn]holz und Weizen für das Speisopfer: Das alles gebe ich."
24Aber der König David sagte zu Ornan: "Nein, sondern kaufen will ich es, für den vollen Geld[wert]! Wahrlich, ich will nicht, was dir gehört, für Jahweh nehmen und umsonst [Erhaltenes] als Brandopfer opfern."
25Und David gab Ornan für den Platz sechshundert Schekel Gold an Gewicht.
26Und David baute dort Jahweh einen Altar und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und er rief zu Jahweh. Und er antwortete ihm mit Feuer aus den Himmeln auf dem Altar des Brandopfers.
27Und Jahweh sprach zu dem Boten. Und der steckte sein Schwert wieder in seine Scheide.
28Zu jener Zeit, als David sah, dass Jahweh ihn auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, erhört hatte, opferte er dort <Schlachtopfer>. -
29Die Wohnung Jahwehs aber, die Mose in der Wüste gemacht hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe bei Gibeon,
30David hatte jedoch nicht vermocht, vor sein Angesicht zu treten, um Gott zu suchen, denn er war vom Schrecken überwältigt wegen des Schwertes des Boten Jahwehs. -

Fußnoten

  1. 1 o.: ein Widersacher; o.: ein Satan; ein Opponent (ohne Artikel wie in 1Kön 5,18; 11,14.23.25; 1Sam 29,4; 2Sam 19,23; Mk 3,23; Lk 22,3).
  2. 2 o.: verleitete David; stiftete David an
  3. 3 Grundbed.: seine Eingeweide
  4. 4 d. i.: den himmlischen Boten
  5. 5 o.: da hatte er Mitleid wegen des Übels; o.: und es tat ihm leid betreffs des Unheils.
  6. 6 o.: der im Begriff war (o.: der gerade dabei war), im Volk zu verderben
  7. 7 Ornan heißt in 2Sam 24,16 Arauna.
  8. 8 Grundbed.: Nase