Altes Testament
1. Könige Kapitel 12
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, ihn zum König zu machen.
2Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, davon hörte (er war ja noch in Ägypten gewesen, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und Jerobeam war in Ägypten geblieben1,
3und sie hatten hingesandt und ihn gerufen), da kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels und redeten zu Rehabeam und sagten:
4"Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat, und <so> werden wir dir dienen."
5Und er sagte zu ihnen: "Geht noch drei Tage hin, <dann> kommt wieder zu mir." Und das Volk ging hin.
6Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, solange er am Leben war, und sagte: "Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu geben?"
7Und sie redeten zu ihm und sagten: "Wenn du heute diesem Volk Knecht wirst und ihnen dienst und auf sie hörst und gütige Worte zu ihnen redest, werden sie dir alle Tage Knechte sein."
8Aber er verließ den Rat der Alten, den sie ihm rieten, und beriet sich mit den Jungen2, die mit ihm groß geworden waren, die vor ihm standen3.
9Und er sagte zu ihnen: "Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir so geredet hat: 'Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat'?"
10Und die Jungen, die mit ihm groß geworden waren, redeten zu ihm und sagten: "So sollst du zu diesem Volk sagen, das zu dir sagte: 'Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns'; du sollst so zu ihnen sagen: 'Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters.
11Und hat nun mein Vater euch ein schweres Joch aufgeladen, <so> werde ich euer Joch noch schwerer machen4. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen5 züchtigen!'"
12Und Jerobeam - und alles Volk - kam am dritten Tag zu Rehabeam, wie der König gesagt hatte: "Kommt am dritten Tag wieder zu mir."
13Und der König antwortete dem Volk hart. Und er verließ den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten,
14und redete zu ihnen nach dem Rat der Jungen und sagte: "Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber werde euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen züchtigen."
15Und der König hörte nicht auf das Volk, denn es war eine Wendung von Seiten Jahwehs, damit er sein Wort aufrecht hielte, das Jahweh durch die Hand Ahijas, des Siloniters, zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, gesagt hatte.
16Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, gab das Volk dem König zur Antwort: "Was haben wir für ein Teil an David? Und wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David!" Und Israel ging zu seinen Zelten.
17Die Söhne Israels aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie wurde Rehabeam König.
18Und der König Rehabeam sandte Adoram6, der über die Fronarbeiter [gesetzt] war. Aber ganz Israel steinigte ihn, und er starb. Der König Rehabeam aber konnte eilig <gerade noch>7 den Wagen besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.
19Und <so> wurde Israel vom Hause Davids abtrünnig - bis zu diesem Tag.
20Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekehrt war, da sandten sie hin und riefen ihn zur Gemeinde und machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Haus Davids als allein der Stamm Juda.
21Und Rehabeam kam nach Jerusalem. Und er versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend erwählte Krieger, um mit dem Haus Israel zu kämpfen, um das Königtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen.
22Und es geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Mann Gottes:
23"Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes:
24So sagt Jahweh: 'Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren Brüdern, den Söhnen Israels, kämpfen! Kehrt zurück, jeder in sein Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen.'" Und sie hörten auf das Wort Jahwehs und zogen wieder zurück gemäß dem Wort Jahwehs.
25Und Jerobeam baute Sichem im Bergland Ephraim und wohnte darin. Und er zog von dort aus und baute Pnuël aus.
26Und Jerobeam sagte in seinem Herzen: "Jetzt wird das Königtum zum Haus Davids zurückkehren.
27Wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Haus Jahwehs in Jerusalem Schlachtopfer zu bereiten, wird das Herz dieses Volkes sich zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda. Und sie werden mich töten und zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren."
28Und der König beriet sich8 und machte zwei goldene Kälber9. Und er sagte zum Volk: "Es ist genug für euch,10 nach Jerusalem hinaufzuziehen. Siehe! - da, Israel: deine Götter, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!"
29Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan.
30Und diese Sache wurde zur Sünde. Und das Volk ging vor dem einen her bis nach Dan.
31Und er machte das Haus der Höhen11 und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Söhnen Levis waren.
32Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, wie das Fest12 in Juda, und er opferte auf dem Altar13. So tat er zu Bethel, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte. Und er ließ in Bethel die Höhenpriester, die er gemacht hatte, [ihren Dienst] antreten.
33Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er sich aus seinem Herzen erdacht hatte. Und er machte den Söhnen Israels ein Fest und stieg auf den Altar, um Rauchopfer darzubringen.
2Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, davon hörte (er war ja noch in Ägypten gewesen, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und Jerobeam war in Ägypten geblieben1,
3und sie hatten hingesandt und ihn gerufen), da kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels und redeten zu Rehabeam und sagten:
4"Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat, und <so> werden wir dir dienen."
5Und er sagte zu ihnen: "Geht noch drei Tage hin, <dann> kommt wieder zu mir." Und das Volk ging hin.
6Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, solange er am Leben war, und sagte: "Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu geben?"
7Und sie redeten zu ihm und sagten: "Wenn du heute diesem Volk Knecht wirst und ihnen dienst und auf sie hörst und gütige Worte zu ihnen redest, werden sie dir alle Tage Knechte sein."
8Aber er verließ den Rat der Alten, den sie ihm rieten, und beriet sich mit den Jungen2, die mit ihm groß geworden waren, die vor ihm standen3.
9Und er sagte zu ihnen: "Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir so geredet hat: 'Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat'?"
10Und die Jungen, die mit ihm groß geworden waren, redeten zu ihm und sagten: "So sollst du zu diesem Volk sagen, das zu dir sagte: 'Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns'; du sollst so zu ihnen sagen: 'Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters.
11Und hat nun mein Vater euch ein schweres Joch aufgeladen, <so> werde ich euer Joch noch schwerer machen4. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen5 züchtigen!'"
12Und Jerobeam - und alles Volk - kam am dritten Tag zu Rehabeam, wie der König gesagt hatte: "Kommt am dritten Tag wieder zu mir."
13Und der König antwortete dem Volk hart. Und er verließ den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten,
14und redete zu ihnen nach dem Rat der Jungen und sagte: "Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber werde euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Skorpionen züchtigen."
15Und der König hörte nicht auf das Volk, denn es war eine Wendung von Seiten Jahwehs, damit er sein Wort aufrecht hielte, das Jahweh durch die Hand Ahijas, des Siloniters, zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, gesagt hatte.
16Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, gab das Volk dem König zur Antwort: "Was haben wir für ein Teil an David? Und wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David!" Und Israel ging zu seinen Zelten.
17Die Söhne Israels aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie wurde Rehabeam König.
18Und der König Rehabeam sandte Adoram6, der über die Fronarbeiter [gesetzt] war. Aber ganz Israel steinigte ihn, und er starb. Der König Rehabeam aber konnte eilig <gerade noch>7 den Wagen besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.
19Und <so> wurde Israel vom Hause Davids abtrünnig - bis zu diesem Tag.
20Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekehrt war, da sandten sie hin und riefen ihn zur Gemeinde und machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Haus Davids als allein der Stamm Juda.
21Und Rehabeam kam nach Jerusalem. Und er versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend erwählte Krieger, um mit dem Haus Israel zu kämpfen, um das Königtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen.
22Und es geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Mann Gottes:
23"Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes:
24So sagt Jahweh: 'Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren Brüdern, den Söhnen Israels, kämpfen! Kehrt zurück, jeder in sein Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen.'" Und sie hörten auf das Wort Jahwehs und zogen wieder zurück gemäß dem Wort Jahwehs.
25Und Jerobeam baute Sichem im Bergland Ephraim und wohnte darin. Und er zog von dort aus und baute Pnuël aus.
26Und Jerobeam sagte in seinem Herzen: "Jetzt wird das Königtum zum Haus Davids zurückkehren.
27Wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Haus Jahwehs in Jerusalem Schlachtopfer zu bereiten, wird das Herz dieses Volkes sich zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda. Und sie werden mich töten und zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren."
28Und der König beriet sich8 und machte zwei goldene Kälber9. Und er sagte zum Volk: "Es ist genug für euch,10 nach Jerusalem hinaufzuziehen. Siehe! - da, Israel: deine Götter, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!"
29Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan.
30Und diese Sache wurde zur Sünde. Und das Volk ging vor dem einen her bis nach Dan.
31Und er machte das Haus der Höhen11 und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Söhnen Levis waren.
32Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, wie das Fest12 in Juda, und er opferte auf dem Altar13. So tat er zu Bethel, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte. Und er ließ in Bethel die Höhenpriester, die er gemacht hatte, [ihren Dienst] antreten.
33Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er sich aus seinem Herzen erdacht hatte. Und er machte den Söhnen Israels ein Fest und stieg auf den Altar, um Rauchopfer darzubringen.
Fußnoten
- 1 n. d. gr., lat. u. syr. Üsg.: und Jerobeam kehrte aus Ägypten zurück (wie 2Chr 10,2).
- 2 eigtl.: mit den Geborenen; so a. V. 10.14.
- 3 d. h.: die ihm zu Diensten standen.
- 4 w.: eurem Joch hinzufügen; so a. V. 14.
- 5 o.: mit Geißeln mit Widerhaken; so a. V. 14.
- 6 n. 1Kön 4,6: Adoniram; n. 2Chr 10,18: Hadoram
- 7 o.: mit letzter Kraft
- 8 o.: ging mit sich zu Rate
- 9 d. h.: Stierkälber; so a. i. Folg.
- 10 i. S. v.: Lasst es euch genug sein
- 11 d. i.: das Höhenheiligtum
- 12 d. i. vmtl.: wie das Laubhüttenfest
- 13 o.: stieg auf den Altar; so a. V. 33.