Altes Testament
1. Könige Kapitel 14
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Zu jener Zeit wurde Abija, der Sohn Jerobeams, krank.
2Und Jerobeam sagte zu seiner Frau: "Mache dich bitte auf und verstelle dich, damit man nicht erkennt, dass du die Frau Jerobeams bist, und geh nach Silo. Siehe! - Dort [ist] Ahija, der Prophet. Er ist es, der über mich gesagt hat, dass ich über dieses Volk König sein würde.
3Und nimm mit dir zehn Brote und Gebäck1 und einen Krug Honig und geh zu ihm. Er wird dir mitteilen, was mit dem Knaben werden soll."
4Und die Frau Jerobeams tat so: Sie machte sich auf und ging nach Silo und kam in das Haus Ahijas. Ahija aber konnte nicht sehen, denn wegen seines Alters waren seine Augen starr2.
5Und Jahweh hatte zu Ahija gesagt: "Siehe! Die Frau Jerobeams kommt, um ein Wort von dir zu erfragen bezüglich ihres Sohnes, denn er ist krank. So und so sollst du zu ihr reden. Und es wird geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich unkenntlich machen."
6Und es geschah, als Ahija das Geräusch ihrer Füße hörte, da sagte er, als sie zum Eingang hereinkam: "Komm herein, Frau Jerobeams! Weshalb machst du dich denn unkenntlich? Ich bin mit einem harten [Wort] zu dir gesandt.
7Gehe hin, sage zu Jerobeam: So sagt Jahweh, der Gott Israels: 'Weil ich dich mitten aus dem Volk erhoben und dich zum Führer über mein Volk Israel gesetzt habe3
8und das Königtum dem Hause Davids entrissen und es dir gegeben habe, du aber nicht wie mein leibeigener Knecht David gewesen bist, der meine Gebote wahrte und mir mit seinem ganzen Herzen nachfolgte, nur das Rechte zu tun in meinen Augen,
9sondern mehr Böses getan hast als alle, die vor dir waren, und hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zu reizen4, und mich hinter deinen Rücken geworfen hast,
10darum - siehe! - bringe ich Unheil über das Haus Jerobeams. Und ich werde von Jerobeam ausrotten, was männlich ist5, den Gebundenen und den Freien6 in Israel. Und ich werde hinter dem Haus Jerobeams her ausfegen, wie man den Kot ausfegt, bis es mit ihm ganz aus ist.
11Wer von Jerobeam7 in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem Feld8 stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen; denn Jahweh hat gesprochen!'
12Und du, mache dich auf! Gehe in dein Haus. Sobald deine Füße die Stadt betreten, wird der [von dir] Geborene sterben.
13Und ganz Israel wird um ihn klagen und ihn begraben; denn von Jerobeam wird im Hause Jerobeams allein dieser in ein Grab kommen, weil an ihm etwas Gutes in Bezug auf Jahweh, den Gott Israels, gefunden wurde.
14Und Jahweh wird sich einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams ausrotten wird. Das [wird er tun] an [jenem] Tage! Was aber [wird er] jetzt [tun]?9
15Jahweh wird Israel schlagen, dass es schwankt wie das Rohr im Wasser, und wird Israel ausreißen aus diesem guten Erdboden, den er ihren Vätern gegeben hat, und sie zerstreuen jenseits des Stromes10, darum, dass sie ihre Aschera-Standbilder machten, [womit] sie Jahweh reizten!
16Und dahingeben wird er Israel wegen der Sünden Jerobeams, die er getan hat und durch die er Israel sündigen gemacht hat."
17Und die Frau Jerobeams machte sich auf, ging und kam nach Tirza. Als sie eben die Schwelle des Hauses betrat, starb der Knabe.
18Und ganz Israel begrub ihn und klagte um ihn, gemäß dem Wort Jahwehs, das er gesagt hatte durch die Hand seines leibeigenen Knechtes Ahija, des Propheten.
19Und das Übrige der Geschehnisse von Jerobeam, wie er kämpfte und wie er <als König> herrschte, - siehe! - das ist geschrieben im Buch der Tageschronik11 der Könige Israels.
20Und die Tage, die Jerobeam <als König> herrschte, waren zweiundzwanzig Jahre. Und er legte sich zu seinen Vätern. Und Nadab, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
21Und Rehabeam, der Sohn Salomos, herrschte <als König> in Juda. Ein Sohn von einundvierzig Jahren war Rehabeam, als er König wurde, und er herrschte <als König> siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die sich Jahweh aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen da niederzusetzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin.
22Und Juda tat das Böse in den Augen Jahwehs. Und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten.
23Und auch sie bauten Höhen und Gedenksteine12 und Aschera-Standbilder auf jedem hohen Hügel und unter jedem saftig-grünen Baum.
24Und es gab auch Geweihte13 im Land; die taten nach allen Gräueln der Völker, die Jahweh vor den Söhnen Israels <aus ihrem Besitz> verdrängt hatte.
25Und es geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, da zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf.
26Und er nahm die Schätze des Hauses Jahwehs und die Schätze des Hauses des Königs, und zwar nahm er alles. Und er nahm alle goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte.
27Und der König Rehabeam machte eherne Schilde an ihrer Statt und befahl sie in die Hand der Obersten der Läufer14, die den Eingang des Hauses des Königs bewachten.
28Und es geschah, immer wenn der König in das Haus Jahwehs ging, trugen die Läufer die Schilde15 und brachten sie dann wieder in die Kammer16 der Läufer zurück.
29Und das Übrige der Geschehnisse von Rehabeam und alles, was er tat, ist das nicht geschrieben im Buch der Tageschronik der Könige von Juda?
30Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage.
31Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Davidsstadt. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und Abija, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
2Und Jerobeam sagte zu seiner Frau: "Mache dich bitte auf und verstelle dich, damit man nicht erkennt, dass du die Frau Jerobeams bist, und geh nach Silo. Siehe! - Dort [ist] Ahija, der Prophet. Er ist es, der über mich gesagt hat, dass ich über dieses Volk König sein würde.
3Und nimm mit dir zehn Brote und Gebäck1 und einen Krug Honig und geh zu ihm. Er wird dir mitteilen, was mit dem Knaben werden soll."
4Und die Frau Jerobeams tat so: Sie machte sich auf und ging nach Silo und kam in das Haus Ahijas. Ahija aber konnte nicht sehen, denn wegen seines Alters waren seine Augen starr2.
5Und Jahweh hatte zu Ahija gesagt: "Siehe! Die Frau Jerobeams kommt, um ein Wort von dir zu erfragen bezüglich ihres Sohnes, denn er ist krank. So und so sollst du zu ihr reden. Und es wird geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich unkenntlich machen."
6Und es geschah, als Ahija das Geräusch ihrer Füße hörte, da sagte er, als sie zum Eingang hereinkam: "Komm herein, Frau Jerobeams! Weshalb machst du dich denn unkenntlich? Ich bin mit einem harten [Wort] zu dir gesandt.
7Gehe hin, sage zu Jerobeam: So sagt Jahweh, der Gott Israels: 'Weil ich dich mitten aus dem Volk erhoben und dich zum Führer über mein Volk Israel gesetzt habe3
8und das Königtum dem Hause Davids entrissen und es dir gegeben habe, du aber nicht wie mein leibeigener Knecht David gewesen bist, der meine Gebote wahrte und mir mit seinem ganzen Herzen nachfolgte, nur das Rechte zu tun in meinen Augen,
9sondern mehr Böses getan hast als alle, die vor dir waren, und hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zu reizen4, und mich hinter deinen Rücken geworfen hast,
10darum - siehe! - bringe ich Unheil über das Haus Jerobeams. Und ich werde von Jerobeam ausrotten, was männlich ist5, den Gebundenen und den Freien6 in Israel. Und ich werde hinter dem Haus Jerobeams her ausfegen, wie man den Kot ausfegt, bis es mit ihm ganz aus ist.
11Wer von Jerobeam7 in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem Feld8 stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen; denn Jahweh hat gesprochen!'
12Und du, mache dich auf! Gehe in dein Haus. Sobald deine Füße die Stadt betreten, wird der [von dir] Geborene sterben.
13Und ganz Israel wird um ihn klagen und ihn begraben; denn von Jerobeam wird im Hause Jerobeams allein dieser in ein Grab kommen, weil an ihm etwas Gutes in Bezug auf Jahweh, den Gott Israels, gefunden wurde.
14Und Jahweh wird sich einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams ausrotten wird. Das [wird er tun] an [jenem] Tage! Was aber [wird er] jetzt [tun]?9
15Jahweh wird Israel schlagen, dass es schwankt wie das Rohr im Wasser, und wird Israel ausreißen aus diesem guten Erdboden, den er ihren Vätern gegeben hat, und sie zerstreuen jenseits des Stromes10, darum, dass sie ihre Aschera-Standbilder machten, [womit] sie Jahweh reizten!
16Und dahingeben wird er Israel wegen der Sünden Jerobeams, die er getan hat und durch die er Israel sündigen gemacht hat."
17Und die Frau Jerobeams machte sich auf, ging und kam nach Tirza. Als sie eben die Schwelle des Hauses betrat, starb der Knabe.
18Und ganz Israel begrub ihn und klagte um ihn, gemäß dem Wort Jahwehs, das er gesagt hatte durch die Hand seines leibeigenen Knechtes Ahija, des Propheten.
19Und das Übrige der Geschehnisse von Jerobeam, wie er kämpfte und wie er <als König> herrschte, - siehe! - das ist geschrieben im Buch der Tageschronik11 der Könige Israels.
20Und die Tage, die Jerobeam <als König> herrschte, waren zweiundzwanzig Jahre. Und er legte sich zu seinen Vätern. Und Nadab, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
21Und Rehabeam, der Sohn Salomos, herrschte <als König> in Juda. Ein Sohn von einundvierzig Jahren war Rehabeam, als er König wurde, und er herrschte <als König> siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die sich Jahweh aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen da niederzusetzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin.
22Und Juda tat das Böse in den Augen Jahwehs. Und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten.
23Und auch sie bauten Höhen und Gedenksteine12 und Aschera-Standbilder auf jedem hohen Hügel und unter jedem saftig-grünen Baum.
24Und es gab auch Geweihte13 im Land; die taten nach allen Gräueln der Völker, die Jahweh vor den Söhnen Israels <aus ihrem Besitz> verdrängt hatte.
25Und es geschah im fünften Jahr des Königs Rehabeam, da zog Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf.
26Und er nahm die Schätze des Hauses Jahwehs und die Schätze des Hauses des Königs, und zwar nahm er alles. Und er nahm alle goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte.
27Und der König Rehabeam machte eherne Schilde an ihrer Statt und befahl sie in die Hand der Obersten der Läufer14, die den Eingang des Hauses des Königs bewachten.
28Und es geschah, immer wenn der König in das Haus Jahwehs ging, trugen die Läufer die Schilde15 und brachten sie dann wieder in die Kammer16 der Läufer zurück.
29Und das Übrige der Geschehnisse von Rehabeam und alles, was er tat, ist das nicht geschrieben im Buch der Tageschronik der Könige von Juda?
30Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage.
31Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei seinen Vätern in der Davidsstadt. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und Abija, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
Fußnoten
- 1 Das heb. Wort bez. eine Art bröseligen Kuchen (Krümelkuchen).
- 2 eigtl.: standen seine Augen. (D. i. eine Beschreibung von Blindheit durch den schwarzen Star; vgl. 1Sam 4,15.)
- 3 w.: gegeben habe
- 4 und zu kränken
- 5 w.: was an die Wand uriniert
- 6 o.: den Unmündigen und den Mündigen
- 7 vmtl.: vom Hause Jerobeams
- 8 d. h.: auf dem offenen Land
- 9 o.: Doch wie [steht es] schon jetzt? (Das Heb. ist hier unklar. In der gr. Üsg. fehlt der ganze Vers.)
- 10 d. i.: des Euphrats
- 11 w.: im Buch der Geschehnisse der Tage; so a. i. Folg.
- 12 D. s. steinerne Bildsäulen zu Ehren der Götzen.
- 13 D. s. männliche Tempelprostituierte.
- 14 Die "Läufer" sind die Trabanten der königlichen Leibwache.
- 15 eigtl.: trugen die Läufer sie
- 16 Gemeint ist die Wachstube, das Dienstzimmer der Trabanten des Königs.