Neues Testament
Johannes Kapitel 13
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Vor dem Passafest, wissend, dass seine Stunde gekommen war, dass er wegginge aus dieser Welt, hin zu dem Vater, liebte Jesus die Eigenen, die in der Welt waren - die er geliebt hatte - bis ans Ende.1
2Und als das Mahl gekommen war, als der Teufel schon dem Judas, [dem Sohne] Simons, dem Iskariot2, ins Herz gegeben3 hatte, dass er ihn ausliefere4,
3steht Jesus, im Wissen, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe,
4vom Mahl auf und legt die Oberkleider ab. Und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich.
5Danach gießt er Wasser in das Waschgefäß. Und er fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch, mit dem er umgürtet war, abzutrocknen.
6Er kommt also zu Simon Petrus. Und der sagt zu ihm: "Herr, du wäschst meine Füße?"
7Jesus antwortete und sagte zu ihm: "Was ich tue, weißt du jetzt nicht. Du wirst es aber nach diesem5 erfahren."
8Petrus sagt zu ihm: "In keinem Fall wirst du meine Füße waschen, in Ewigkeit [nicht]!" Jesus antwortete ihm: "Wenn ich dich nicht wasche, hast du nicht Teil mit mir."
9Simon Petrus sagt zu ihm: "Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!"
10Jesus sagt zu ihm: "Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, sich zu waschen als nur die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, jedoch nicht alle";
11- denn er wusste um den, der dabei war, ihn auszuliefern. Deswegen sagte er: "Ihr seid nicht alle rein."
12Als er also ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, sagte er, als er sich wieder [zu Tisch] gelegt hatte, zu ihnen: "[Er]kennt ihr, was ich euch getan habe?
13Ihr nennt mich 'den Lehrer' und 'den Herrn', und ihr sagt recht, denn ich bin es.
14Wenn ich also, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen;
15denn ich gab euch ein Beispiel, damit, so wie ich euch tat, auch ihr tut.
16Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Ein leibeigener Knecht ist nicht größer als sein Herr noch ein Gesandter größer als der, der ihn schickte.
17Wenn ihr das wisst, seid ihr Selige, wenn ihr es tut.
18Nicht von euch allen sage ich es. Ich weiß, welche ich erwählte. Damit jedoch die Schrift erfüllt werde: 'Der, der mit mir das Brot isst6, hat seine Ferse gegen mich aufgehoben.' {Vgl. Ps 41,10.}
19Von nun an7 sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es geschieht, ihr glaubt, dass ich es bin.
20Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Der, der aufnimmt, wenn ich einen schicken werde, nimmt mich auf. Und der, der mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich schickte."
21Als Jesus diese Dinge gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert und bezeugte und sagte: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern8!"
22Da blickten die Jünger einander an, in Verlegenheit darüber, von wem er rede.
23Einer von seinen Jüngern lag an der Brust9 Jesu, der, den Jesus liebte.
24Diesem also winkt Simon Petrus, er solle sich erkundigen, wer es sei, von dem er spreche.
25Jener lehnt sich an die Brust Jesu und sagt zu ihm: "Herr, wer ist es?"
26Jesus antwortet: "Der ist es, dem ich den Bissen, nachdem ich ihn eingetaucht habe, darreichen werde." Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn Judas, [dem Sohn] des Simon, dem Iskariot.
27Und nach dem Bissen fuhr dann der Satan in diesen hinein. Jesus sagt also zu ihm: "Was du tust, tue rasch10."
28Keiner von denen, die [zu Tisch] lagen, merkte aber, für welchen Zweck er ihm dieses sagte.
29Einige nämlich meinten, weil Judas den Geldbehälter hatte, dass Jesus zu ihm sage: "Kaufe, was wir für das Fest benötigen", oder dass er den Armen etwas geben solle.
30Der nahm also den Bissen und ging sogleich hinaus. Es war Nacht.
31Als er hinausgegangen war, sagt Jesus: "Nun wurde der Sohn des Menschen verherrlicht; und Gott wurde verherrlicht in ihm.
32Wenn Gott in ihm verherrlicht wurde, wird Gott ihn auch in sich selbst verherrlichen; und er wird ihn sogleich verherrlichen.
33Kindlein11, noch <für> ein Kleines12 bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und so, wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch euch: Dorthin, wohin ich gehe, könnt ihr nicht kommen.
34Ein neues Gebot gebe ich euch: dass13 ihr einander liebt; dass auch ihr einander so liebt, wie ich euch liebte.
35An diesem werden alle merken, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."
36Simon Petrus sagt zu ihm: "Herr, wo gehst du hin?" Jesus antwortete ihm: "Wohin ich gehe, [dorthin] kannst du mir nun nicht folgen. Hernach wirst du mir aber folgen."
37Petrus sagt zu ihm: "Herr, warum kann ich dir nicht jetzt folgen? Meine Seele14 will ich für dich hingeben."
38Jesus antwortete ihm: "Deine Seele willst du für mich hingeben? Wahrlich! Wahrlich! Ich sage dir: Es wird gewisslich nicht [der] Hahn krähen, bis dass du mich dreimal verleugnet hast.
2Und als das Mahl gekommen war, als der Teufel schon dem Judas, [dem Sohne] Simons, dem Iskariot2, ins Herz gegeben3 hatte, dass er ihn ausliefere4,
3steht Jesus, im Wissen, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe,
4vom Mahl auf und legt die Oberkleider ab. Und er nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich.
5Danach gießt er Wasser in das Waschgefäß. Und er fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuch, mit dem er umgürtet war, abzutrocknen.
6Er kommt also zu Simon Petrus. Und der sagt zu ihm: "Herr, du wäschst meine Füße?"
7Jesus antwortete und sagte zu ihm: "Was ich tue, weißt du jetzt nicht. Du wirst es aber nach diesem5 erfahren."
8Petrus sagt zu ihm: "In keinem Fall wirst du meine Füße waschen, in Ewigkeit [nicht]!" Jesus antwortete ihm: "Wenn ich dich nicht wasche, hast du nicht Teil mit mir."
9Simon Petrus sagt zu ihm: "Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!"
10Jesus sagt zu ihm: "Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, sich zu waschen als nur die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, jedoch nicht alle";
11- denn er wusste um den, der dabei war, ihn auszuliefern. Deswegen sagte er: "Ihr seid nicht alle rein."
12Als er also ihre Füße gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, sagte er, als er sich wieder [zu Tisch] gelegt hatte, zu ihnen: "[Er]kennt ihr, was ich euch getan habe?
13Ihr nennt mich 'den Lehrer' und 'den Herrn', und ihr sagt recht, denn ich bin es.
14Wenn ich also, der Herr und der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen;
15denn ich gab euch ein Beispiel, damit, so wie ich euch tat, auch ihr tut.
16Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Ein leibeigener Knecht ist nicht größer als sein Herr noch ein Gesandter größer als der, der ihn schickte.
17Wenn ihr das wisst, seid ihr Selige, wenn ihr es tut.
18Nicht von euch allen sage ich es. Ich weiß, welche ich erwählte. Damit jedoch die Schrift erfüllt werde: 'Der, der mit mir das Brot isst6, hat seine Ferse gegen mich aufgehoben.' {Vgl. Ps 41,10.}
19Von nun an7 sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es geschieht, ihr glaubt, dass ich es bin.
20Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Der, der aufnimmt, wenn ich einen schicken werde, nimmt mich auf. Und der, der mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich schickte."
21Als Jesus diese Dinge gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert und bezeugte und sagte: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern8!"
22Da blickten die Jünger einander an, in Verlegenheit darüber, von wem er rede.
23Einer von seinen Jüngern lag an der Brust9 Jesu, der, den Jesus liebte.
24Diesem also winkt Simon Petrus, er solle sich erkundigen, wer es sei, von dem er spreche.
25Jener lehnt sich an die Brust Jesu und sagt zu ihm: "Herr, wer ist es?"
26Jesus antwortet: "Der ist es, dem ich den Bissen, nachdem ich ihn eingetaucht habe, darreichen werde." Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn Judas, [dem Sohn] des Simon, dem Iskariot.
27Und nach dem Bissen fuhr dann der Satan in diesen hinein. Jesus sagt also zu ihm: "Was du tust, tue rasch10."
28Keiner von denen, die [zu Tisch] lagen, merkte aber, für welchen Zweck er ihm dieses sagte.
29Einige nämlich meinten, weil Judas den Geldbehälter hatte, dass Jesus zu ihm sage: "Kaufe, was wir für das Fest benötigen", oder dass er den Armen etwas geben solle.
30Der nahm also den Bissen und ging sogleich hinaus. Es war Nacht.
31Als er hinausgegangen war, sagt Jesus: "Nun wurde der Sohn des Menschen verherrlicht; und Gott wurde verherrlicht in ihm.
32Wenn Gott in ihm verherrlicht wurde, wird Gott ihn auch in sich selbst verherrlichen; und er wird ihn sogleich verherrlichen.
33Kindlein11, noch <für> ein Kleines12 bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und so, wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch euch: Dorthin, wohin ich gehe, könnt ihr nicht kommen.
34Ein neues Gebot gebe ich euch: dass13 ihr einander liebt; dass auch ihr einander so liebt, wie ich euch liebte.
35An diesem werden alle merken, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."
36Simon Petrus sagt zu ihm: "Herr, wo gehst du hin?" Jesus antwortete ihm: "Wohin ich gehe, [dorthin] kannst du mir nun nicht folgen. Hernach wirst du mir aber folgen."
37Petrus sagt zu ihm: "Herr, warum kann ich dir nicht jetzt folgen? Meine Seele14 will ich für dich hingeben."
38Jesus antwortete ihm: "Deine Seele willst du für mich hingeben? Wahrlich! Wahrlich! Ich sage dir: Es wird gewisslich nicht [der] Hahn krähen, bis dass du mich dreimal verleugnet hast.
Fußnoten
- 1 V. 1 würde, wenn man die Partizipien beibehielte, folgendermaßen aussehen: "Vor dem Passafest, Jesus, wissend, dass seine Stunde gekommen war, dass er wegginge aus dieser Welt, hin zu dem Vater, - die Eigenen, die in der Welt waren, geliebt habend, liebte sie bis ans Ende (o.: bis zum Ziel; o.: bis zum Äußersten)."
- 2 wahrsch. vom Heb.: der Mann von Kerioth (bei Hebron)
- 3 o.: geworfen
- 4 o.: verrate
- 5 eigtl.: nach diesen Dingen, o.: nach diesen Ereignissen
- 6 Das Wort kann a. "kauen" bed.
- 7 viell.: Schon jetzt
- 8 o.: verraten.
- 9 o.: am Gewandbausch; auch formelhaft für den Ehrenplatz bei einem Festmahl; vgl. Joh 1,18.
- 10 o.: schneller; d. h.: schneller noch als du ursprünglich vorhattest.
- 11 Nur an dieser Stelle verwendet der Herr den Ausdruck "Kindlein" (gr. teknia); Paulus nur in Gal 4,19; Johannes in 1Joh 2,1.12.28; 3,7.18; 4,4; 5,21.
- 12 i. S. v.: noch kurze Zeit
- 13 eigtl.: dahin[gehend], dass; o.: mit dem Ziel, dass
- 14 d. h.: Mein Leben