Neues Testament
Johannes Kapitel 6
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Danach ging Jesus weg ans jenseitige Ufer des galiläischen Sees, [nämlich des Sees] von Tiberias.
2Und es folgte ihm eine große Menge, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
3Jesus ging auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern.
4Es war nahe das Passa, das Fest der Juden.
5Als Jesus also die Augen aufhob und zu Gesicht bekam, dass eine große Menge zu ihm kommt, richtet er sich an Philippus und sagt: "Woher werden wir Brote kaufen, damit diese essen können?"
6Dieses sagte er, ihn zu prüfen, denn er selbst wusste, was er im Begriff war zu tun.
7Philippus antwortete ihm: "Brote für zweihundert Denare1 reichen nicht aus für sie, damit ein jeder von ihnen auch nur ein wenig bekomme."
8Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagt zu ihm:
9"Es ist ein kleiner Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und <als> Zukost zwei <Fische> hat. Was ist dieses jedoch für so viele?"
10Jesus sagte: "Macht, dass die Menschen Platz nehmen." Es gab viel Gras an dem Ort. Sie nahmen also Platz, die Männer an Zahl etwa fünftausend.
11Jesus nahm die Brote; und als er gedankt hatte, teilte er sie den Jüngern aus; die Jünger [teilten] sie denen aus, die Platz genommen hatten, gleicherweise auch von der Zukost, so viel sie wollten.
12Als sie satt waren, sagt er zu seinen Jüngern: "Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verderbe."
13Also sammelten sie, und sie füllten zwölf große Tragkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen, die gegessen hatten, übrig blieben.
14Als also die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sagten sie: "Dieser ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommt."
15Jesus merkte, dass sie im Begriff waren, zu kommen und ihn wegzureißen, damit sie ihn zum König machten, und zog sich auf den Berg zurück, er allein.
16Als es Abend geworden war, waren seine Jünger an den See gegangen
17und in das Schiff gestiegen. Und sie fuhren auf die andere Seite des Sees in Richtung Kapernaum. Und es war schon dunkel geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen.
18Da wurde der See aufgewühlt, weil ein starker Wind wehte.
19Nachdem sie nun etwa fünfundzwanzig bis dreißig Stadien2 gerudert haben, sehen sie Jesus auf dem See gehen und nahe an das Schiff gelangen. Und sie fürchteten sich.
20Aber er sagt zu ihnen: "Ich bin's! Fürchtet euch nicht!"
21Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen. Und sogleich gelangte das Schiff an das Land, wohin sie unterwegs gewesen waren.
22Am folgenden Tag, als die Menge, die jenseits des Sees stand, gesehen hatte, dass dort außer jenem einen Boot, in das seine Jünger gestiegen waren, kein anderes war, und dass Jesus nicht gemeinsam mit seinen Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern seine Jünger alleine weggefahren waren
23(es kamen aber andere Boote aus Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr gedankt hatte),
24- da also die Menge gesehen hatte, dass Jesus nicht da war noch seine Jünger, stiegen sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus.
25Und als sie ihn jenseits des Sees gefunden hatten, sagten sie zu ihm: "Rabbi, wann bist du hierher gelangt?"
26Jesus antwortete ihnen und sagte: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr Zeichen saht, sondern weil ihr von den Broten aßt und satt wurdet.
27Wirkt nicht für3 die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die bleibt - ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen besiegelte4 der Vater, Gott."
28Darauf sagten sie zu ihm: "Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes5 wirken?"
29Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Dieses ist das Werk Gottes6, dass ihr an den glaubt, den jener sandte."
30Darauf sagten sie zu ihm: "Was tust du also für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?
31Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben ist: 'Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.'"
32Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das Brot aus dem Himmel, das wahrhafte,
33denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel niederkommt und der Welt Leben gibt."
34Darauf sagten sie zu ihm: "Herr, gib uns allezeit dieses Brot!"
35Jesus sagte zu ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens: Den, der zu mir kommt7, den wird gewiss nicht hungern, und den, der an mich glaubt8, den wird gewiss niemals dürsten.
36Ich habe es euch jedoch gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und <doch> nicht glaubt.
37Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, den werde ich auf keinen Fall hinaustun,
38weil ich aus dem Himmel niedergekommen bin, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich schickte.
39Dieses ist der Wille des Vaters, der mich schickte, dass ich nichts verderben lasse von dem, was er mir gegeben hat, sondern es zur Auferstehung bringe9 am letzten Tag.
40Dieses ist der Wille dessen, der mich schickte, dass jeder, der <auf> den Sohn schaut10 und an ihn glaubt11, ewiges Leben habe. Und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag."
41Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: 'Ich bin das Brot, das aus dem Himmel niederkam',
42und sagten: "Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir <sehr wohl> kennen? Wie sagt er denn: 'Ich bin aus dem Himmel niedergekommen'?"
43Darauf antwortete Jesus und sagte zu ihnen: "Murrt nicht untereinander!
44Niemand kann zu mir hinkommen, es sei denn, dass der Vater, der mich schickte, ihn ziehe, und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag.
45Es ist geschrieben in den Propheten: 'Sie werden alle von Gott gelehrt sein.' {Vgl. Jes 54,13.} Jeder also, der vom Vater hört und gelernt hat, kommt zu mir.
46Nicht dass jemand den Vater gesehen hätte. Nur der, der von Gott ist, der hat den Vater gesehen.
47Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Der, der an mich glaubt, hat ewiges Leben.
48Ich bin das Brot des Lebens.
49Eure Väter aßen das Manna in der Wüste und starben.
50Dieses ist das Brot, das aus dem Himmel niederkommt, damit man von ihm esse und nicht sterbe.
51Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel niederkam. Wenn jemand von diesem Brot gegessen hat, wird er leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt."
52Es hatten also die Juden Streit untereinander: "Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben?", sagten sie.
53Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr nicht Leben in euch selbst.
54Der, der mein Fleisch isst12 und mein Blut trinkt, hat <immerzu> ewiges Leben, und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag,
55denn mein Fleisch ist wahrlich Speise, und mein Blut ist wahrlich Trank.
56Der, der mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, verbleibt13 in mir, und ich in ihm.
57So wie der lebende Vater mich sandte und ich des Vaters wegen lebe, [so] auch der, der mich isst: Auch derjenige wird leben meinetwegen.
58Dieses ist das Brot, das aus dem Himmel niederkam. Nicht wie eure Väter das Manna aßen und starben: Der, der dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit."
59Dieses sagte er, als er in Kapernaum in der Synagoge lehrte.
60Viele also von seinen Jüngern sagten, als sie es gehört hatten: "Dieses Wort ist hart. Wer kann es hören?"
61Da Jesus in sich selbst wusste, dass seine Jünger hierüber murrten, sagte er zu ihnen: "Nehmt ihr an diesem Anstoß?
62Und wenn ihr den Sohn des Menschen aufsteigen seht [dahin], wo er zuvor war - ?
63Der Geist ist es, der zum Leben bringt14. Das Fleisch nützt nichts. Die Worte*, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.
64Es sind jedoch einige unter euch, die nicht glauben." - denn Jesus wusste von Anfang an, welche die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn <verraten und> ausliefern werde.
65Und er sagte: "Deswegen habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von meinem Vater her gegeben."
66Wegen dieses [Wortes] gingen viele seiner Jünger weg, zurück, und wandelten nicht mehr mit ihm.
67Darauf sagte Jesus zu den Zwölfen: "Wollt auch ihr weggehen?"
68Darauf antwortete ihm Simon Petrus: "Herr, zu wem werden15 wir weggehen? Du hast Worte* ewigen Lebens.
69Und wir haben geglaubt und [er]kannt, dass du der Gesalbte16 bist, der Sohn des lebenden Gottes."
70Jesus antwortete ihnen: "Erwählte ich nicht euch, die Zwölf? Und einer von euch ist ein Teufel17."
71Er sprach aber von Judas, dem [Sohn] des Simon, dem Iskariot, denn dieser sollte18 ihn ausliefern19; er war einer von den Zwölfen.
2Und es folgte ihm eine große Menge, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
3Jesus ging auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern.
4Es war nahe das Passa, das Fest der Juden.
5Als Jesus also die Augen aufhob und zu Gesicht bekam, dass eine große Menge zu ihm kommt, richtet er sich an Philippus und sagt: "Woher werden wir Brote kaufen, damit diese essen können?"
6Dieses sagte er, ihn zu prüfen, denn er selbst wusste, was er im Begriff war zu tun.
7Philippus antwortete ihm: "Brote für zweihundert Denare1 reichen nicht aus für sie, damit ein jeder von ihnen auch nur ein wenig bekomme."
8Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagt zu ihm:
9"Es ist ein kleiner Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und <als> Zukost zwei <Fische> hat. Was ist dieses jedoch für so viele?"
10Jesus sagte: "Macht, dass die Menschen Platz nehmen." Es gab viel Gras an dem Ort. Sie nahmen also Platz, die Männer an Zahl etwa fünftausend.
11Jesus nahm die Brote; und als er gedankt hatte, teilte er sie den Jüngern aus; die Jünger [teilten] sie denen aus, die Platz genommen hatten, gleicherweise auch von der Zukost, so viel sie wollten.
12Als sie satt waren, sagt er zu seinen Jüngern: "Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verderbe."
13Also sammelten sie, und sie füllten zwölf große Tragkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen, die gegessen hatten, übrig blieben.
14Als also die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sagten sie: "Dieser ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommt."
15Jesus merkte, dass sie im Begriff waren, zu kommen und ihn wegzureißen, damit sie ihn zum König machten, und zog sich auf den Berg zurück, er allein.
16Als es Abend geworden war, waren seine Jünger an den See gegangen
17und in das Schiff gestiegen. Und sie fuhren auf die andere Seite des Sees in Richtung Kapernaum. Und es war schon dunkel geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen.
18Da wurde der See aufgewühlt, weil ein starker Wind wehte.
19Nachdem sie nun etwa fünfundzwanzig bis dreißig Stadien2 gerudert haben, sehen sie Jesus auf dem See gehen und nahe an das Schiff gelangen. Und sie fürchteten sich.
20Aber er sagt zu ihnen: "Ich bin's! Fürchtet euch nicht!"
21Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen. Und sogleich gelangte das Schiff an das Land, wohin sie unterwegs gewesen waren.
22Am folgenden Tag, als die Menge, die jenseits des Sees stand, gesehen hatte, dass dort außer jenem einen Boot, in das seine Jünger gestiegen waren, kein anderes war, und dass Jesus nicht gemeinsam mit seinen Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern seine Jünger alleine weggefahren waren
23(es kamen aber andere Boote aus Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der Herr gedankt hatte),
24- da also die Menge gesehen hatte, dass Jesus nicht da war noch seine Jünger, stiegen sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus.
25Und als sie ihn jenseits des Sees gefunden hatten, sagten sie zu ihm: "Rabbi, wann bist du hierher gelangt?"
26Jesus antwortete ihnen und sagte: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr Zeichen saht, sondern weil ihr von den Broten aßt und satt wurdet.
27Wirkt nicht für3 die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die bleibt - ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen besiegelte4 der Vater, Gott."
28Darauf sagten sie zu ihm: "Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes5 wirken?"
29Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Dieses ist das Werk Gottes6, dass ihr an den glaubt, den jener sandte."
30Darauf sagten sie zu ihm: "Was tust du also für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?
31Unsere Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben ist: 'Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.'"
32Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das Brot aus dem Himmel, das wahrhafte,
33denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel niederkommt und der Welt Leben gibt."
34Darauf sagten sie zu ihm: "Herr, gib uns allezeit dieses Brot!"
35Jesus sagte zu ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens: Den, der zu mir kommt7, den wird gewiss nicht hungern, und den, der an mich glaubt8, den wird gewiss niemals dürsten.
36Ich habe es euch jedoch gesagt, dass ihr mich auch gesehen habt und <doch> nicht glaubt.
37Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, den werde ich auf keinen Fall hinaustun,
38weil ich aus dem Himmel niedergekommen bin, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich schickte.
39Dieses ist der Wille des Vaters, der mich schickte, dass ich nichts verderben lasse von dem, was er mir gegeben hat, sondern es zur Auferstehung bringe9 am letzten Tag.
40Dieses ist der Wille dessen, der mich schickte, dass jeder, der <auf> den Sohn schaut10 und an ihn glaubt11, ewiges Leben habe. Und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag."
41Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: 'Ich bin das Brot, das aus dem Himmel niederkam',
42und sagten: "Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir <sehr wohl> kennen? Wie sagt er denn: 'Ich bin aus dem Himmel niedergekommen'?"
43Darauf antwortete Jesus und sagte zu ihnen: "Murrt nicht untereinander!
44Niemand kann zu mir hinkommen, es sei denn, dass der Vater, der mich schickte, ihn ziehe, und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag.
45Es ist geschrieben in den Propheten: 'Sie werden alle von Gott gelehrt sein.' {Vgl. Jes 54,13.} Jeder also, der vom Vater hört und gelernt hat, kommt zu mir.
46Nicht dass jemand den Vater gesehen hätte. Nur der, der von Gott ist, der hat den Vater gesehen.
47Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Der, der an mich glaubt, hat ewiges Leben.
48Ich bin das Brot des Lebens.
49Eure Väter aßen das Manna in der Wüste und starben.
50Dieses ist das Brot, das aus dem Himmel niederkommt, damit man von ihm esse und nicht sterbe.
51Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel niederkam. Wenn jemand von diesem Brot gegessen hat, wird er leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt."
52Es hatten also die Juden Streit untereinander: "Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben?", sagten sie.
53Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wahrlich! Wahrlich! Ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, habt ihr nicht Leben in euch selbst.
54Der, der mein Fleisch isst12 und mein Blut trinkt, hat <immerzu> ewiges Leben, und ich werde ihn zur Auferstehung bringen am letzten Tag,
55denn mein Fleisch ist wahrlich Speise, und mein Blut ist wahrlich Trank.
56Der, der mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, verbleibt13 in mir, und ich in ihm.
57So wie der lebende Vater mich sandte und ich des Vaters wegen lebe, [so] auch der, der mich isst: Auch derjenige wird leben meinetwegen.
58Dieses ist das Brot, das aus dem Himmel niederkam. Nicht wie eure Väter das Manna aßen und starben: Der, der dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit."
59Dieses sagte er, als er in Kapernaum in der Synagoge lehrte.
60Viele also von seinen Jüngern sagten, als sie es gehört hatten: "Dieses Wort ist hart. Wer kann es hören?"
61Da Jesus in sich selbst wusste, dass seine Jünger hierüber murrten, sagte er zu ihnen: "Nehmt ihr an diesem Anstoß?
62Und wenn ihr den Sohn des Menschen aufsteigen seht [dahin], wo er zuvor war - ?
63Der Geist ist es, der zum Leben bringt14. Das Fleisch nützt nichts. Die Worte*, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.
64Es sind jedoch einige unter euch, die nicht glauben." - denn Jesus wusste von Anfang an, welche die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn <verraten und> ausliefern werde.
65Und er sagte: "Deswegen habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von meinem Vater her gegeben."
66Wegen dieses [Wortes] gingen viele seiner Jünger weg, zurück, und wandelten nicht mehr mit ihm.
67Darauf sagte Jesus zu den Zwölfen: "Wollt auch ihr weggehen?"
68Darauf antwortete ihm Simon Petrus: "Herr, zu wem werden15 wir weggehen? Du hast Worte* ewigen Lebens.
69Und wir haben geglaubt und [er]kannt, dass du der Gesalbte16 bist, der Sohn des lebenden Gottes."
70Jesus antwortete ihnen: "Erwählte ich nicht euch, die Zwölf? Und einer von euch ist ein Teufel17."
71Er sprach aber von Judas, dem [Sohn] des Simon, dem Iskariot, denn dieser sollte18 ihn ausliefern19; er war einer von den Zwölfen.
Fußnoten
- 1 Ein Denar entsprach dem Tageslohn eines Arbeiters.
- 2 Ein Stadion ist ca. 185 m; also ca. 5,5 km.
- 3 i. S. v.: Müht euch nicht um
- 4 o.: beglaubigte
- 5 d. h.: die von Gott geforderten bzw. gebotenen Werke
- 6 i. S. v.: das von Gott geforderte bzw. gebotene Werk; vgl. V. 28.
- 7 o.: Den, der <fortdauernd> zu mir hinkommt; eigtl.: Den zu mir Hinkommenden
- 8 o.: den, der <fortdauernd> an mich glaubt; eigtl.: den an mich Glaubenden
- 9 i. S. v.: es erwecke; so a. V. 40.44.54.
- 10 o.: jeder, der seinen Blick auf den Sohn gerichtet hält; eigtl.: jeder auf den Sohn Schauende
- 11 o.: <fortwährend> an ihn glaubt; eigtl.: jeder an ihn Glaubende; so a. V. 47.
- 12 Das Wort in den V. 54.56.57.58 kann a. "kauen" bed.
- 13 i. S. v.: bleibt und wohnt; o.: bleibt wohnen
- 14 o.: Leben verleiht; lebend macht.
- 15 i. S. v.: sollten
- 16 gr. christos, heb. maschiach (Messias), dt. Gesalbter; lat. Christus
- 17 d. h.: Gegner; das Wort bed. nicht "Durcheinanderbringer".
- 18 d. h.: künftig; nicht im Sinne einer Pflicht oder Determination (Bestimmung)
- 19 o.: verraten