Neues Testament
Johannes Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Als nun der Herr erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes
2(obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger),
3verließ er Judäa und zog1 nach Galiläa.
4Er musste aber durch Samarien reisen.
5Er kommt also in eine Stadt Samariens, genannt Sychar, nahe bei dem Grundstück, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6Dort war ein Quellbrunnen Jakobs. Jesus also, ermüdet von der Reise, saß so an dem Quellbrunnen. Es war ungefähr die sechste Stunde.
7Eine Frau aus Samarien kommt, Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: "Gib mir zu trinken"
8- denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Nahrungsmittel zu kaufen.
9Daraufhin sagt die samaritische Frau zu ihm: "Wie erbittest du, der du ein Jude bist, von mir [etwas] zu trinken, die ich eine samaritische Frau bin?" (denn Juden °pflegen nicht gemeinsamen Gebrauch° mit Samaritern).
10Jesus antwortete und sagte zu ihr: "Wenn du um die Gabe Gottes wüsstest und wer es ist, der zu dir sagt: 'Gib mir zu trinken', hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben."
11Die Frau sagt zu ihm: "Herr, du hast kein Schöpfgefäß; auch ist der Brunnen tief. Woher hast du also das lebendige Wasser?
12Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank von ihm und seine Söhne, und °was auch von ihm für die Ernährung abhängig war°?"
13Jesus antwortete und sagte zu ihr: "Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten,
14aber wer irgend von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird gar nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle von Wasser werden, das ins ewige Leben sprudelt."
15Die Frau sagt zu ihm: "Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher kommen muss, um zu schöpfen."
16Jesus sagt zu ihr: "Gehe hin. Rufe deinen Mann und komm hierher."
17Die Frau antwortete und sagte: "Ich habe keinen Mann." Jesus sagt zu ihr: "Zu Recht sagtest du: 'Ich habe keinen Mann',
18denn fünf Männer hattest du, und der, den du nun hast, ist nicht dein2 Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt."
19Die Frau sagt zu ihm: "Herr, ich sehe: Du bist ein Prophet!
20Unsere Väter beteten auf diesem Berge an3, und ihr sagt: 'In Jerusalem ist der Ort, wo man anbeten4 soll.'"
21Jesus sagt zu ihr: "Frau, glaube mir: Die Stunde kommt, da ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22Ihr betet an, was ihr nicht wirklich kennt. Wir beten an, was wir wirklich kennen, weil das Heil von den Juden ist.
23Es kommt jedoch eine Stunde - und sie ist nun [da], da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch sucht der Vater solche, die ihn [so] anbeten.
24Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten."
25Die Frau sagt zu ihm: "Ich weiß, dass der Messias kommt, der 'Gesalbter' genannt wird. Dann, wenn der gekommen ist, wird er uns von allem Botschaft bringen."
26Jesus sagt zu ihr: "Ich bin es - der, der zu dir spricht."
27Und unterdessen kamen seine Jünger und verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Keiner allerdings sagte: "Was suchst du?", oder: "Was redest du mit ihr?"
28Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Menschen:
29"Kommt her! Seht einen Menschen, der mir alles sagte, was ich <je> tat! Ist dieser nicht der Gesalbte?!"
30Sie gingen aus der Stadt hinaus und kamen hin zu ihm.
31In der Zwischenzeit ersuchten ihn die Jünger und sagten: "Rabbi, iss!"
32Aber er sagte zu ihnen: "Ich habe eine Speise zu essen, um die ihr nicht wisst."
33Darauf sagten die Jünger zueinander: "Hat ihm denn jemand zu essen gebracht?"
34Jesus sagt zu ihnen: "Meine Speise ist [die], dass ich tue den Willen dessen, der mich schickte, und sein Werk <bis zum Ende> ausführe.
35Sagt ihr nicht: 'Es sind noch vier Monate; dann kommt die Ernte'? Siehe! Ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut [euch] die Felder an: Sie sind schon weiß zur Ernte!
36Und der, der erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit der Säende und auch der Erntende sich miteinander freuen;
37denn hierin ist der Spruch wahr: 'Ein anderer ist der Säende und ein anderer der Erntende.'
38Ich sandte euch zu ernten, was ihr nicht erarbeitet hattet. Andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit hineingekommen."
39Aus jener Stadt glaubten viele von den Samaritern an ihn wegen des Wortes der Frau, die Zeugnis gab: "Er sagte mir alles, was ich <je> tat."
40Als also die Samariter zu ihm hingekommen waren, ersuchten sie ihn, bei ihnen zu bleiben. Und er blieb dort zwei Tage.
41Und viel mehr glaubten seines Wortes wegen.
42Und zu der Frau sagten sie: "Nicht mehr deiner Rede wegen glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrlich der Retter der Welt ist, der Gesalbte."
43Nach den zwei Tagen zog er von dort aus und ging weg nach Galiläa,
44denn5 Jesus selbst gab Zeugnis: "Ein Prophet hat nicht Ehre in der eigenen Vaterstadt."
45Als er also nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, da sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte, denn auch sie waren auf das Fest gekommen.
46Jesus kam also wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Königlicher6 in Kapernaum, dessen Sohn krank war.
47Dieser, als er hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen war, ging hin zu ihm und ersuchte ihn, dass er herabkäme und seinen Sohn heile, denn der lag im Sterben.
48Daraufhin sagte Jesus zu ihm: "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben."
49Der königliche [Beamte] sagt zu ihm: "Herr, komm herab, ehe mein Kind7 stirbt!"
50Jesus sagt zu ihm: "Gehe hin. Dein Sohn lebt." Und der Mann* glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und er ging hin.
51Schon während er hinabging, kamen ihm seine leibeigenen Knechte entgegen mit der Meldung: "Dein Knabe lebt!"
52Also erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war. Und sie sagten zu ihm: "Gestern in der siebenten Stunde verließ ihn das Fieber."
53Da [er]kannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: "Dein Sohn lebt." Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54Dieses wiederum, ein zweites Zeichen, tat Jesus, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war.
2(obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger),
3verließ er Judäa und zog1 nach Galiläa.
4Er musste aber durch Samarien reisen.
5Er kommt also in eine Stadt Samariens, genannt Sychar, nahe bei dem Grundstück, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6Dort war ein Quellbrunnen Jakobs. Jesus also, ermüdet von der Reise, saß so an dem Quellbrunnen. Es war ungefähr die sechste Stunde.
7Eine Frau aus Samarien kommt, Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: "Gib mir zu trinken"
8- denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Nahrungsmittel zu kaufen.
9Daraufhin sagt die samaritische Frau zu ihm: "Wie erbittest du, der du ein Jude bist, von mir [etwas] zu trinken, die ich eine samaritische Frau bin?" (denn Juden °pflegen nicht gemeinsamen Gebrauch° mit Samaritern).
10Jesus antwortete und sagte zu ihr: "Wenn du um die Gabe Gottes wüsstest und wer es ist, der zu dir sagt: 'Gib mir zu trinken', hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben."
11Die Frau sagt zu ihm: "Herr, du hast kein Schöpfgefäß; auch ist der Brunnen tief. Woher hast du also das lebendige Wasser?
12Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank von ihm und seine Söhne, und °was auch von ihm für die Ernährung abhängig war°?"
13Jesus antwortete und sagte zu ihr: "Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten,
14aber wer irgend von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird gar nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle von Wasser werden, das ins ewige Leben sprudelt."
15Die Frau sagt zu ihm: "Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher kommen muss, um zu schöpfen."
16Jesus sagt zu ihr: "Gehe hin. Rufe deinen Mann und komm hierher."
17Die Frau antwortete und sagte: "Ich habe keinen Mann." Jesus sagt zu ihr: "Zu Recht sagtest du: 'Ich habe keinen Mann',
18denn fünf Männer hattest du, und der, den du nun hast, ist nicht dein2 Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt."
19Die Frau sagt zu ihm: "Herr, ich sehe: Du bist ein Prophet!
20Unsere Väter beteten auf diesem Berge an3, und ihr sagt: 'In Jerusalem ist der Ort, wo man anbeten4 soll.'"
21Jesus sagt zu ihr: "Frau, glaube mir: Die Stunde kommt, da ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22Ihr betet an, was ihr nicht wirklich kennt. Wir beten an, was wir wirklich kennen, weil das Heil von den Juden ist.
23Es kommt jedoch eine Stunde - und sie ist nun [da], da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch sucht der Vater solche, die ihn [so] anbeten.
24Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten."
25Die Frau sagt zu ihm: "Ich weiß, dass der Messias kommt, der 'Gesalbter' genannt wird. Dann, wenn der gekommen ist, wird er uns von allem Botschaft bringen."
26Jesus sagt zu ihr: "Ich bin es - der, der zu dir spricht."
27Und unterdessen kamen seine Jünger und verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete. Keiner allerdings sagte: "Was suchst du?", oder: "Was redest du mit ihr?"
28Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Menschen:
29"Kommt her! Seht einen Menschen, der mir alles sagte, was ich <je> tat! Ist dieser nicht der Gesalbte?!"
30Sie gingen aus der Stadt hinaus und kamen hin zu ihm.
31In der Zwischenzeit ersuchten ihn die Jünger und sagten: "Rabbi, iss!"
32Aber er sagte zu ihnen: "Ich habe eine Speise zu essen, um die ihr nicht wisst."
33Darauf sagten die Jünger zueinander: "Hat ihm denn jemand zu essen gebracht?"
34Jesus sagt zu ihnen: "Meine Speise ist [die], dass ich tue den Willen dessen, der mich schickte, und sein Werk <bis zum Ende> ausführe.
35Sagt ihr nicht: 'Es sind noch vier Monate; dann kommt die Ernte'? Siehe! Ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut [euch] die Felder an: Sie sind schon weiß zur Ernte!
36Und der, der erntet, empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit der Säende und auch der Erntende sich miteinander freuen;
37denn hierin ist der Spruch wahr: 'Ein anderer ist der Säende und ein anderer der Erntende.'
38Ich sandte euch zu ernten, was ihr nicht erarbeitet hattet. Andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit hineingekommen."
39Aus jener Stadt glaubten viele von den Samaritern an ihn wegen des Wortes der Frau, die Zeugnis gab: "Er sagte mir alles, was ich <je> tat."
40Als also die Samariter zu ihm hingekommen waren, ersuchten sie ihn, bei ihnen zu bleiben. Und er blieb dort zwei Tage.
41Und viel mehr glaubten seines Wortes wegen.
42Und zu der Frau sagten sie: "Nicht mehr deiner Rede wegen glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen, dass dieser wahrlich der Retter der Welt ist, der Gesalbte."
43Nach den zwei Tagen zog er von dort aus und ging weg nach Galiläa,
44denn5 Jesus selbst gab Zeugnis: "Ein Prophet hat nicht Ehre in der eigenen Vaterstadt."
45Als er also nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, da sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte, denn auch sie waren auf das Fest gekommen.
46Jesus kam also wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Königlicher6 in Kapernaum, dessen Sohn krank war.
47Dieser, als er hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen war, ging hin zu ihm und ersuchte ihn, dass er herabkäme und seinen Sohn heile, denn der lag im Sterben.
48Daraufhin sagte Jesus zu ihm: "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, werdet ihr nicht glauben."
49Der königliche [Beamte] sagt zu ihm: "Herr, komm herab, ehe mein Kind7 stirbt!"
50Jesus sagt zu ihm: "Gehe hin. Dein Sohn lebt." Und der Mann* glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und er ging hin.
51Schon während er hinabging, kamen ihm seine leibeigenen Knechte entgegen mit der Meldung: "Dein Knabe lebt!"
52Also erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in der es mit ihm besser geworden war. Und sie sagten zu ihm: "Gestern in der siebenten Stunde verließ ihn das Fieber."
53Da [er]kannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: "Dein Sohn lebt." Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.
54Dieses wiederum, ein zweites Zeichen, tat Jesus, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war.
Fußnoten
- 1 t. r. u. einige Hss: zog wieder
- 2 Das Wort "dein" steht im Gt. an betonter Stelle.
- 3 o.: huldigten auf diesem Berge
- 4 o.: huldigen; so a. i. Folg.
- 5 Das Wort im Gt. ist das übliche für "denn" und sollte auch hier so übersetzt werden; s. a. Godet u. Lenski.
- 6 hier wahrsch. ein Offizier bzw. ein Beamter des Königs (Herodes)
- 7 eigtl.: Kindlein