Altes Testament
2. Chronik Kapitel 20
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah danach, da kamen die Söhne Moabs und die Söhne Ammons und mit ihnen [etliche] von den Mëunitern zum Kampf gegen Joschafat.
2Und man kam und berichtete Joschafat und sagte: "Ein großer Haufen kommt auf dich zu, von jenseits des Meeres, von Aram. Und - seht! - sie sind [schon] bei Hazezon-Tamar (das ist En-Gedi)."
3Da fürchtete er sich. Und Joschafat schickte sich an, <richtete> sein Angesicht <darauf>, Jahweh zu suchen. Und er rief ein Fasten aus über ganz Juda.
4Und Juda versammelte sich, um von Jahweh [Hilfe] zu suchen. Auch aus allen Städten Judas kamen sie, Jahweh zu suchen.
5Und Joschafat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Haus Jahwehs, vor dem neuen Vorhof,
6und sagte: "Jahweh, Gott unserer Väter! Bist du nicht der, der Gott ist in den Himmeln? Und du bist der Herrscher über alle Königreiche der Völker. Und in deiner Hand ist Kraft und Stärke1. Und niemand kann dir standhalten.
7Hast nicht du, unser Gott, die Bewohner dieses Landes vor dem Angesicht deines Volkes Israel <aus ihrem Besitz> verdrängt2 und es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewig?
8Und sie wohnten darin und bauten dir darin ein Heiligtum für deinen Namen und sagten:
9'Wenn Unheil über uns kommt, Schwert, Strafgericht und Pest und Hunger, und wir treten vor dieses Haus und vor dich - denn dein Name ist in diesem Haus - und rufen zu dir aus unserer Bedrängnis, so wirst du hören und retten.'
10Und nun - siehe! - die Söhne Ammons und Moabs und die vom Gebirge Seïr, bei denen einzudringen3 du Israel nicht gestattet hattest, als sie aus dem Land Ägypten kamen (sie wichen ihnen ja aus und vernichteten sie nicht),
11und - siehe! - sie vergelten es uns, indem sie kommen, uns aus deinem Erbbesitz zu vertreiben, den du uns zum Besitz gegeben hast.
12Unser Gott! Willst du sie nicht richten? - denn in uns ist keine Kraft vor diesem großen Haufen, der gegen uns kommt. Und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen [gerichtet]."
13Und ganz Juda stand vor dem Angesicht Jahwehs, samt ihren kleinen Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen.
14Und [auf] Jahasiël, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jeïels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Söhnen Asafs, auf ihn kam der Geist Jahwehs mitten in der Versammlung,
15und er sagte: "Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner Jerusalems und du, König Joschafat! So sagt Jahweh zu euch: 'Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen4 vor diesem großen Haufen, denn nicht euer ist der Kampf, sondern Gottes!
16Morgen zieht gegen sie hinab! Siehe! Sie kommen die Anhöhe von Ziz herauf, und ihr werdet sie am Ende des Bachtals finden vor der Wüste Jeruël.
17Nicht ihr sollt dabei kämpfen5. Tretet hin, steht! Und seht die Rettung6 Jahwehs bei euch, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen! Morgen zieht aus, vor ihr Angesicht hin! Und Jahweh wird mit euch sein.'"
18Und Joschafat kniete sich hin, mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems fielen vor dem Angesicht Jahwehs nieder, um Jahweh zu huldigen.
19Und die Leviten von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter standen auf, Jahweh, den Gott Israels, mit großer Stimme zu preisen.
20Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen hinaus in die Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: "Hört mich, Juda und Bewohner Jerusalems: Vertraut auf Jahweh, euren Gott, und ihr werdet Bestand haben! Glaubt seinen Propheten, und ihr werdet Gelingen haben!"
21Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Sänger für Jahweh auf, die in heiligem Schmuck priesen, während sie vor den Gerüsteten her auszogen. Und sie sagten: "Dankt Jahweh, denn seine Güte7 [währt] ewiglich!"
22Und zu der Zeit, als sie mit dem Jauchzen und Loben begannen, legte Jahweh Hinterhalte gegen die Söhne Ammons, Moabs und die vom Bergland von Seïr, die gegen Juda gekommen waren. Und sie wurden geschlagen.
23Und zwar standen die Söhne Ammons und Moabs gegen die Bewohner des Berglands von Seïr auf, um an ihnen den Bann zu vollstrecken und sie zu vernichten. Und als sie mit den Bewohnern von Seïr fertig waren, halfen sie sich gegenseitig8 zum Verderben.
24Und als Juda auf die Bergwarte kam, gegen die Wüste hin, da schauten sie sich nach dem [Heer]haufen um, und - siehe! - Leichen! Zur Erde hingefallen! Und es gab keinen Entronnenen.
25Und Joschafat kam - und sein Volk, um ihre Beute zu plündern. Und sie fanden bei ihnen sowohl Habe9 als auch Leichen10 und kostbare Geräte in Menge. Und sie rissen [so viel] an sich, dass sie es nicht mehr tragen konnten. Und drei Tage lang waren sie am Plündern der Beute, denn sie war groß.
26Und am vierten Tag versammelten sie sich im Tal Beracha, denn dort hatten sie Jahweh gelobt. Daher gab man jenem Ort den Namen Tal Beracha11 bis zu diesem Tag.
27Und sie kehrten zurück, alle Männer Judas und Jerusalems, mit Joschafat an ihrer Spitze, um mit Freude nach Jerusalem zurückzukehren, denn Jahweh hatte sie mit Freude erfüllt wegen ihrer Feinde.
28Und sie gingen hinein nach Jerusalem, zum Haus Jahwehs, mit Harfen und mit Leiern und mit Trompeten.
29Und der Schrecken Gottes fiel auf alle Königreiche der Länder, als sie hörten, dass Jahweh gegen die Feinde Israels gekämpft hatte.
30Und das Königreich Joschafats hatte Ruhe. Und sein Gott verlieh ihm Ruhe ringsum.
31Und so herrschte Joschafat <als König> über Juda. Ein Sohn von fünfunddreißig Jahren war er, als er König wurde, und er herrschte fünfundzwanzig Jahre <als König> in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilhis.
32Und er wandelte in dem Weg seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, das Rechte in den Augen Jahwehs zu tun.
33Nur die Höhen wichen nicht, und noch hatten sie - das Volk - ihr Herz nicht auf den Gott ihrer Väter gerichtet.
34Und das Übrige der Geschehnisse von Joschafat, das Frühere und das Spätere: - Siehe! - Das ist geschrieben in den Berichten Jehus, des Sohnes Hananis, die in das Buch der Könige Israels aufgenommen wurden.
35Und nach diesem verband sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König Israels. Der war ehrfurchtslos in seinem Tun.
36Und er verbündete sich mit ihm, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren. Und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber.
37Und Eliëser, der Sohn Dodawas, von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sagte: "Weil du dich mit Ahasja verbündet hast, wird Jahweh dein Werk niederreißen." Und die Schiffe wurden zertrümmert. Und man konnte nicht nach Tarsis fahren.
2Und man kam und berichtete Joschafat und sagte: "Ein großer Haufen kommt auf dich zu, von jenseits des Meeres, von Aram. Und - seht! - sie sind [schon] bei Hazezon-Tamar (das ist En-Gedi)."
3Da fürchtete er sich. Und Joschafat schickte sich an, <richtete> sein Angesicht <darauf>, Jahweh zu suchen. Und er rief ein Fasten aus über ganz Juda.
4Und Juda versammelte sich, um von Jahweh [Hilfe] zu suchen. Auch aus allen Städten Judas kamen sie, Jahweh zu suchen.
5Und Joschafat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Haus Jahwehs, vor dem neuen Vorhof,
6und sagte: "Jahweh, Gott unserer Väter! Bist du nicht der, der Gott ist in den Himmeln? Und du bist der Herrscher über alle Königreiche der Völker. Und in deiner Hand ist Kraft und Stärke1. Und niemand kann dir standhalten.
7Hast nicht du, unser Gott, die Bewohner dieses Landes vor dem Angesicht deines Volkes Israel <aus ihrem Besitz> verdrängt2 und es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewig?
8Und sie wohnten darin und bauten dir darin ein Heiligtum für deinen Namen und sagten:
9'Wenn Unheil über uns kommt, Schwert, Strafgericht und Pest und Hunger, und wir treten vor dieses Haus und vor dich - denn dein Name ist in diesem Haus - und rufen zu dir aus unserer Bedrängnis, so wirst du hören und retten.'
10Und nun - siehe! - die Söhne Ammons und Moabs und die vom Gebirge Seïr, bei denen einzudringen3 du Israel nicht gestattet hattest, als sie aus dem Land Ägypten kamen (sie wichen ihnen ja aus und vernichteten sie nicht),
11und - siehe! - sie vergelten es uns, indem sie kommen, uns aus deinem Erbbesitz zu vertreiben, den du uns zum Besitz gegeben hast.
12Unser Gott! Willst du sie nicht richten? - denn in uns ist keine Kraft vor diesem großen Haufen, der gegen uns kommt. Und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen [gerichtet]."
13Und ganz Juda stand vor dem Angesicht Jahwehs, samt ihren kleinen Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen.
14Und [auf] Jahasiël, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jeïels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Söhnen Asafs, auf ihn kam der Geist Jahwehs mitten in der Versammlung,
15und er sagte: "Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner Jerusalems und du, König Joschafat! So sagt Jahweh zu euch: 'Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen4 vor diesem großen Haufen, denn nicht euer ist der Kampf, sondern Gottes!
16Morgen zieht gegen sie hinab! Siehe! Sie kommen die Anhöhe von Ziz herauf, und ihr werdet sie am Ende des Bachtals finden vor der Wüste Jeruël.
17Nicht ihr sollt dabei kämpfen5. Tretet hin, steht! Und seht die Rettung6 Jahwehs bei euch, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen! Morgen zieht aus, vor ihr Angesicht hin! Und Jahweh wird mit euch sein.'"
18Und Joschafat kniete sich hin, mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems fielen vor dem Angesicht Jahwehs nieder, um Jahweh zu huldigen.
19Und die Leviten von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter standen auf, Jahweh, den Gott Israels, mit großer Stimme zu preisen.
20Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen hinaus in die Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: "Hört mich, Juda und Bewohner Jerusalems: Vertraut auf Jahweh, euren Gott, und ihr werdet Bestand haben! Glaubt seinen Propheten, und ihr werdet Gelingen haben!"
21Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Sänger für Jahweh auf, die in heiligem Schmuck priesen, während sie vor den Gerüsteten her auszogen. Und sie sagten: "Dankt Jahweh, denn seine Güte7 [währt] ewiglich!"
22Und zu der Zeit, als sie mit dem Jauchzen und Loben begannen, legte Jahweh Hinterhalte gegen die Söhne Ammons, Moabs und die vom Bergland von Seïr, die gegen Juda gekommen waren. Und sie wurden geschlagen.
23Und zwar standen die Söhne Ammons und Moabs gegen die Bewohner des Berglands von Seïr auf, um an ihnen den Bann zu vollstrecken und sie zu vernichten. Und als sie mit den Bewohnern von Seïr fertig waren, halfen sie sich gegenseitig8 zum Verderben.
24Und als Juda auf die Bergwarte kam, gegen die Wüste hin, da schauten sie sich nach dem [Heer]haufen um, und - siehe! - Leichen! Zur Erde hingefallen! Und es gab keinen Entronnenen.
25Und Joschafat kam - und sein Volk, um ihre Beute zu plündern. Und sie fanden bei ihnen sowohl Habe9 als auch Leichen10 und kostbare Geräte in Menge. Und sie rissen [so viel] an sich, dass sie es nicht mehr tragen konnten. Und drei Tage lang waren sie am Plündern der Beute, denn sie war groß.
26Und am vierten Tag versammelten sie sich im Tal Beracha, denn dort hatten sie Jahweh gelobt. Daher gab man jenem Ort den Namen Tal Beracha11 bis zu diesem Tag.
27Und sie kehrten zurück, alle Männer Judas und Jerusalems, mit Joschafat an ihrer Spitze, um mit Freude nach Jerusalem zurückzukehren, denn Jahweh hatte sie mit Freude erfüllt wegen ihrer Feinde.
28Und sie gingen hinein nach Jerusalem, zum Haus Jahwehs, mit Harfen und mit Leiern und mit Trompeten.
29Und der Schrecken Gottes fiel auf alle Königreiche der Länder, als sie hörten, dass Jahweh gegen die Feinde Israels gekämpft hatte.
30Und das Königreich Joschafats hatte Ruhe. Und sein Gott verlieh ihm Ruhe ringsum.
31Und so herrschte Joschafat <als König> über Juda. Ein Sohn von fünfunddreißig Jahren war er, als er König wurde, und er herrschte fünfundzwanzig Jahre <als König> in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilhis.
32Und er wandelte in dem Weg seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, das Rechte in den Augen Jahwehs zu tun.
33Nur die Höhen wichen nicht, und noch hatten sie - das Volk - ihr Herz nicht auf den Gott ihrer Väter gerichtet.
34Und das Übrige der Geschehnisse von Joschafat, das Frühere und das Spätere: - Siehe! - Das ist geschrieben in den Berichten Jehus, des Sohnes Hananis, die in das Buch der Könige Israels aufgenommen wurden.
35Und nach diesem verband sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König Israels. Der war ehrfurchtslos in seinem Tun.
36Und er verbündete sich mit ihm, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren. Und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber.
37Und Eliëser, der Sohn Dodawas, von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sagte: "Weil du dich mit Ahasja verbündet hast, wird Jahweh dein Werk niederreißen." Und die Schiffe wurden zertrümmert. Und man konnte nicht nach Tarsis fahren.
Fußnoten
- 1 o.: Heldenmut; Heldenstärke
- 2 und in Erbbesitz genommen
- 3 und durch deren [Land] zu ziehen
- 4 und verliert nicht den Mut; so a. i. Folg.
- 5 w.: Es ist nicht an euch zu kämpfen in diesem.
- 6 o.: Hilfe
- 7 und seine Treue
- 8 w.: jeder seinem Gefährten
- 9 o.: Besitztum
- 10 so d. Mas. T.; einige Hss: Kleider
- 11 bed.: Tal des Lobens