Altes Testament
2. Chronik Kapitel 32
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Nach diesen Dingen1 und dieser Treue[bekundung]2 kam Sanherib, der König von Assur. Und er drang in Juda ein und belagerte die befestigten Städte, und er gedachte, sie für sich einzunehmen3.
2Und Hiskia sah, dass Sanherib kam, sein Angesicht zum Kampf gegen Jerusalem gerichtet;
3und er beriet sich mit seinen Obersten und seinen Helden <und beschloss>, die Wasser der Quellen zu verstopfen, die außerhalb der Stadt waren. Und sie unterstützen ihn.
4Und es versammelte sich viel Volk, und sie verstopften alle Quellen und den Bach, der inmitten des Landes floss. Sie sagten <sich>: "Warum sollten die Könige Assurs kommen und viel Wasser finden?"
5Und er bewies sich stark4 und baute die ganze Mauer, wo sie eingerissen war, [wieder auf]. Und er erhöhte die Türme und [baute] nach außen hin die andere Mauer. Und er befestigte den Millo5 der Davidsstadt6. Und er fertigte in Menge Wurfspieße7 und Schilde an.
6Auch setzte er Kriegsoberste über das Volk und versammelte sie zu sich auf dem Platz am Tor der Stadt und redete zu ihren Herzen8. Er sagte:
7"Werdet stark und mutig9! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen10 vor dem König von Assur und vor all dem Getümmel, das mit ihm ist - denn mit uns ist ein Größerer11 als mit ihm!
8Mit ihm ist ein Arm von Fleisch, aber mit uns ist Jahweh, unser Gott, uns zu helfen und unsere Kriege zu führen!" Und das Volk stützte sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.
9Danach sandte Sanherib, der König von Assur, seine Knechte nach Jerusalem (er selbst aber war vor Lachisch und seine ganze Heeresmacht mit ihm) zu Hiskia, dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und sagte12:
10"So sagt Sanherib, der König von Assur: Worauf vertraut ihr, dass ihr in der Einschließung13 in Jerusalem bleibt?
11Ist es nicht <so>, dass Hiskia euch in die Irre führt, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, indem er sagt: 'Jahweh, unser Gott, wird uns aus dem Griff des Königs von Assur retten.'?
12Hat nicht derselbe Hiskia seine Höhen und seine Altäre beseitigt und zu Juda und zu Jerusalem gesagt: 'Vor einem Altar sollt ihr euch huldigend niederwerfen und auf ihm Rauchopfer darbringen!'?
13Erkennt ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkerscharen der Länder getan haben? Waren denn die Götter der Völker der Länder imstande, ihr Land aus meiner Hand zu retten?
14Wer ist unter allen Göttern dieser Völker, an denen meine Väter den Bann vollstreckten14, der imstande gewesen wäre, sein Volk aus meiner Hand zu retten, dass euer Gott imstande sein sollte, euch aus meiner Hand zu retten?
15Und nun, Hiskia täusche euch nicht und führe euch nicht in die Irre auf diese Weise! Und glaubt ihm nicht, denn keine Gottheit irgendeines Volkes* und irgendeines Königreiches war imstande, sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter zu retten! Wie viel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand retten."
16Und noch Weiteres redeten seine Knechte gegen Gott Jahweh und gegen Hiskia, seinen leibeigenen Knecht.
17Auch hatte er Briefe geschrieben, um Jahweh, den Gott Israels, zu verhöhnen und gegen ihn zu reden, <nämlich so>: "Wie die Götter der Völker der Länder, die ihr Volk nicht aus meiner Hand retteten, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand retten."
18Und sie riefen dem Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, mit großer Stimme auf Jüdisch zu, um sie in Furcht zu versetzen und zu erschrecken, damit sie die Stadt einnehmen könnten.
19Und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der Volksscharen der Erde15: Machwerk von Menschenhänden.
20Und der König Hiskia und Jesaja, der Sohn des Amoz, der Prophet, flehten deswegen und riefen laut zum Himmel.
21Und Jahweh sandte einen Boten, der alle kriegstüchtigen Männer und Führer und Obersten im Heerlager des Königs von Assur vertilgte. Und <so> zog er mit Beschämung des Angesichts in sein Land zurück. Und als er in das Haus seines Gottes kam, brachten ihn dort die, die aus seinem Leibe16 hervorgegangen waren, durchs Schwert zu Fall.
22So rettete Jahweh Hiskia und die Bewohner Jerusalems aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller. Und er leitete sie ringsum.
23Und viele brachten Gaben für Jahweh nach Jerusalem und Kostbarkeiten für Hiskia, den König von Juda. Und danach war er erhoben in den Augen aller Völker.
24In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und er betete zu Jahweh. Und er redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.
25Aber Hiskia hat das, was ihm erwiesen worden war, nicht vergolten, denn sein Herz erhob sich. Und so kam ein Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.
26Aber Hiskia - in der Überhebung seines Herzens - beugte sich, er und die Bewohner Jerusalems. Und so kam der Zorn Jahwehs nicht über sie in den Tagen Hiskias.
27Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich Schatzkammern für Silber und Gold und kostbare Steine und für Balsam und für Schilde und für alle kostbaren Geräte,
28auch Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide und Most und Öl sowie Ställe für allerlei Vieh und zu den Ställen Vieh und Herden.
29Und er legte sich Städte an und Herden von Kleinvieh und Rindern in Menge, denn Gott gab ihm eine sehr große Habe.
30Und er, Hiskia, verstopfte den oberen Ausfluss der Wasser des Gihon und leitete sie hinunter gegen Westen17, zur Davidsstadt. Und Hiskia hatte Gelingen in all seinem Tun.
31Und so [war es auch] bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da ließ ihn Gott [allein], um ihn zu prüfen18, um alles zu erkennen, [was] in seinem Herzen [war].
32Und das Übrige der Geschehnisse von Hiskia und der <Erweisungen> seiner Güte - siehe! - sie sind geschrieben in dem Gesicht Jesajas, des Sohnes des Amoz, des Propheten, in dem Buch der Könige von Juda und von Israel.
33Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und man begrub ihn am Aufgang zu den Gräbern der Söhne Davids. Und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems erwiesen ihm Ehre bei seinem Tod. Und Manasse, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
2Und Hiskia sah, dass Sanherib kam, sein Angesicht zum Kampf gegen Jerusalem gerichtet;
3und er beriet sich mit seinen Obersten und seinen Helden <und beschloss>, die Wasser der Quellen zu verstopfen, die außerhalb der Stadt waren. Und sie unterstützen ihn.
4Und es versammelte sich viel Volk, und sie verstopften alle Quellen und den Bach, der inmitten des Landes floss. Sie sagten <sich>: "Warum sollten die Könige Assurs kommen und viel Wasser finden?"
5Und er bewies sich stark4 und baute die ganze Mauer, wo sie eingerissen war, [wieder auf]. Und er erhöhte die Türme und [baute] nach außen hin die andere Mauer. Und er befestigte den Millo5 der Davidsstadt6. Und er fertigte in Menge Wurfspieße7 und Schilde an.
6Auch setzte er Kriegsoberste über das Volk und versammelte sie zu sich auf dem Platz am Tor der Stadt und redete zu ihren Herzen8. Er sagte:
7"Werdet stark und mutig9! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht in Schrecken setzen10 vor dem König von Assur und vor all dem Getümmel, das mit ihm ist - denn mit uns ist ein Größerer11 als mit ihm!
8Mit ihm ist ein Arm von Fleisch, aber mit uns ist Jahweh, unser Gott, uns zu helfen und unsere Kriege zu führen!" Und das Volk stützte sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.
9Danach sandte Sanherib, der König von Assur, seine Knechte nach Jerusalem (er selbst aber war vor Lachisch und seine ganze Heeresmacht mit ihm) zu Hiskia, dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und sagte12:
10"So sagt Sanherib, der König von Assur: Worauf vertraut ihr, dass ihr in der Einschließung13 in Jerusalem bleibt?
11Ist es nicht <so>, dass Hiskia euch in die Irre führt, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, indem er sagt: 'Jahweh, unser Gott, wird uns aus dem Griff des Königs von Assur retten.'?
12Hat nicht derselbe Hiskia seine Höhen und seine Altäre beseitigt und zu Juda und zu Jerusalem gesagt: 'Vor einem Altar sollt ihr euch huldigend niederwerfen und auf ihm Rauchopfer darbringen!'?
13Erkennt ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkerscharen der Länder getan haben? Waren denn die Götter der Völker der Länder imstande, ihr Land aus meiner Hand zu retten?
14Wer ist unter allen Göttern dieser Völker, an denen meine Väter den Bann vollstreckten14, der imstande gewesen wäre, sein Volk aus meiner Hand zu retten, dass euer Gott imstande sein sollte, euch aus meiner Hand zu retten?
15Und nun, Hiskia täusche euch nicht und führe euch nicht in die Irre auf diese Weise! Und glaubt ihm nicht, denn keine Gottheit irgendeines Volkes* und irgendeines Königreiches war imstande, sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter zu retten! Wie viel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand retten."
16Und noch Weiteres redeten seine Knechte gegen Gott Jahweh und gegen Hiskia, seinen leibeigenen Knecht.
17Auch hatte er Briefe geschrieben, um Jahweh, den Gott Israels, zu verhöhnen und gegen ihn zu reden, <nämlich so>: "Wie die Götter der Völker der Länder, die ihr Volk nicht aus meiner Hand retteten, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand retten."
18Und sie riefen dem Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, mit großer Stimme auf Jüdisch zu, um sie in Furcht zu versetzen und zu erschrecken, damit sie die Stadt einnehmen könnten.
19Und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der Volksscharen der Erde15: Machwerk von Menschenhänden.
20Und der König Hiskia und Jesaja, der Sohn des Amoz, der Prophet, flehten deswegen und riefen laut zum Himmel.
21Und Jahweh sandte einen Boten, der alle kriegstüchtigen Männer und Führer und Obersten im Heerlager des Königs von Assur vertilgte. Und <so> zog er mit Beschämung des Angesichts in sein Land zurück. Und als er in das Haus seines Gottes kam, brachten ihn dort die, die aus seinem Leibe16 hervorgegangen waren, durchs Schwert zu Fall.
22So rettete Jahweh Hiskia und die Bewohner Jerusalems aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller. Und er leitete sie ringsum.
23Und viele brachten Gaben für Jahweh nach Jerusalem und Kostbarkeiten für Hiskia, den König von Juda. Und danach war er erhoben in den Augen aller Völker.
24In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und er betete zu Jahweh. Und er redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.
25Aber Hiskia hat das, was ihm erwiesen worden war, nicht vergolten, denn sein Herz erhob sich. Und so kam ein Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.
26Aber Hiskia - in der Überhebung seines Herzens - beugte sich, er und die Bewohner Jerusalems. Und so kam der Zorn Jahwehs nicht über sie in den Tagen Hiskias.
27Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich Schatzkammern für Silber und Gold und kostbare Steine und für Balsam und für Schilde und für alle kostbaren Geräte,
28auch Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide und Most und Öl sowie Ställe für allerlei Vieh und zu den Ställen Vieh und Herden.
29Und er legte sich Städte an und Herden von Kleinvieh und Rindern in Menge, denn Gott gab ihm eine sehr große Habe.
30Und er, Hiskia, verstopfte den oberen Ausfluss der Wasser des Gihon und leitete sie hinunter gegen Westen17, zur Davidsstadt. Und Hiskia hatte Gelingen in all seinem Tun.
31Und so [war es auch] bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da ließ ihn Gott [allein], um ihn zu prüfen18, um alles zu erkennen, [was] in seinem Herzen [war].
32Und das Übrige der Geschehnisse von Hiskia und der <Erweisungen> seiner Güte - siehe! - sie sind geschrieben in dem Gesicht Jesajas, des Sohnes des Amoz, des Propheten, in dem Buch der Könige von Juda und von Israel.
33Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und man begrub ihn am Aufgang zu den Gräbern der Söhne Davids. Und ganz Juda und die Bewohner Jerusalems erwiesen ihm Ehre bei seinem Tod. Und Manasse, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.
Fußnoten
- 1 Das war ca. im Jahr 701 v. Chr.; s. 2Kön 18,13.
- 2 Grundbed.: Wahrheit; Zuverlässigkeit
- 3 eigtl.: sie aufzubrechen <und> für sich <einzunehmen>.
- 4 o.: festigte sich; erstarkte; entfaltete Kraft
- 5 bed.: die Aufschüttung; der Millo diente zur Befestigung.
- 6 D. i. die Burg Zion.
- 7 Grundbed.: Geschosse
- 8 o.: redete ihnen Mut zu
- 9 und gefestigt.
- 10 und verliert nicht den Mut
- 11 o.: ist mehr
- 12 i. S. v.: ließ sagen
- 13 o.: in der Befestigung
- 14 und sie der Vernichtung weihten
- 15 i. S. v.: der Länder
- 16 w.: aus seinem Innern
- 17 eigtl.: zur Abendseite hin
- 18 o.: ihn auf die Probe zu stellen