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Altes Testament

2. Chronik Kapitel 6

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Damals sagte Salomo: "Jahweh hat gesagt, dass er im Wetterdunkel wohnen wolle.
2Und ich habe ein Haus gebaut, eine erhabene Wohnung für dich und eine Stätte für dein Thronen1 in Ewigkeit."
3Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels (und die ganze Versammlung Israels war stehend),
4und er sagte: "Gelobt2 sei Jahweh, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und es mit seiner Hand erfüllt hat, nämlich:
5'Von dem Tag an, als ich mein Volk aus dem Land Ägypten führte, habe ich mir aus allen Stämmen Israels nie eine Stadt erwählt, ein Haus zu bauen, dass dort mein Name sei, und nie erwählte ich mir einen Mann, dass er Führer über mein Volk Israel sei;
6Jerusalem aber erwählte ich mir, dass dort mein Name sei, und David erwählte ich mir, dass er über mein Volk Israel sei.'
7Und es war David, meinem Vater, im Herzen3, dem Namen Jahwehs, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
8Und Jahweh sagte zu David, meinem Vater: 'Dass es dir im Herzen war, meinem Namen ein Haus zu bauen, <daran> hast du wohlgetan, dass es dir im Herzen war.
9Nur wirst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommen wird, er wird meinem Namen das Haus bauen.'
10Und Jahweh hat sein Wort, das er gesagt hat, aufrecht gehalten. Und ich bin aufgestanden [und] an die Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, wie Jahweh gesagt hat. Und ich habe dem Namen4 Jahwehs, des Gottes Israels, das Haus gebaut.
11Und dort hinein habe ich die Lade gestellt, in der [sich] der Bund5 Jahwehs [befindet], den er mit den Söhnen Israels schloss."
12Und er trat angesichts6 der ganzen Versammlung Israels vor den Altar Jahwehs und breitete seine offenen Hände aus
13(denn Salomo hatte ein Gestell7 aus Erz gemacht und es mitten in den Vorhof gestellt: fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen seine Breite, und drei Ellen seine Höhe, und er war darauf gestanden). Und er kniete angesichts der ganzen Versammlung Israels auf seine Knie nieder und breitete seine offenen Hände zu den Himmeln aus,
14und sagte: "Jahweh, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich in den Himmeln und auf der Erde, der du den Bund und die Güte8 deinen leibeigenen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor deinem Angesicht wandeln, bewahrst,
15der du deinem leibeigenen Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du zu ihm geredet hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tag ist.
16Und nun, Jahweh, Gott Israels, halte deinem leibeigenen Knecht David, meinem Vater, was du zu ihm geredet hast, als du sagtest: 'Nicht wird dir an einem Mann fehlen9 vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, dass sie in meiner Weisung wandeln, wie du vor meinem Angesicht gewandelt bist.'
17Und nun, Jahweh, Gott Israels, möge sich dein Wort als wahr10 erweisen, das du zu deinem leibeigenen Knecht, zu David, geredet hast!
18Aber sollte Gott wirklich bei dem Menschen auf der Erde wohnen? Siehe! Die Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
19Doch wende dich zu dem Gebet deines leibeigenen Knechtes und zu seinem Gnadenflehen11 Jahweh, mein Gott, dass du hörest auf das laute Rufen und auf das Gebet, das dein leibeigener Knecht vor deinem Angesicht betet,
20dass deine Augen geöffnet seien zu diesem Haus hin, des Tags und des Nachts, zu der Stätte hin, von der du sagtest, du wollest deinen Namen dort hinsetzen, dass du hörest auf das Gebet, das dein leibeigener Knecht nach dieser Stätte hin beten wird!
21Und hören mögest du auf das Gnadenflehen deines leibeigenen Knechtes und deines Volkes Israel, das sie nach dieser Stätte hin beten werden. Und du mögest hören von der Stätte deines Thronens12, von den Himmeln her13, ja, hören und vergeben.
22Wenn jemand gegen seinen Nächsten14 sündigt, und man15 erhebt einen <bedrohenden> Eid16 gegen ihn, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt - eidbedroht - in diesem Haus vor deinen Altar,
23so mögest du hören von den Himmeln her und handeln und deinen Knechten Recht schaffen, dass du dem Ehrfurchtslosen vergiltst, um [ihm] seinen Weg auf seinen Kopf zu geben, und dass du den Gerechten rechtfertigst17, ihm zu geben nach seiner Gerechtigkeit.
24Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und bekennen deinem Namen Lob und beten und flehen vor deinem Angesicht in diesem Haus <um Gnade>,
25so mögest du hören von den Himmeln her und die Sünde deines Volkes Israel vergeben und sie zurückbringen zu dem Erdboden, den du ihnen und ihren Vätern gegeben hast.
26Wenn die Himmel verschlossen sind und kein Regen sein wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte hin und bekennen deinem Namen Lob [und] kehren von ihrer Sünde um, weil du sie demütigst,
27so mögest du hören in den Himmeln und die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel vergeben! Ja, du mögest sie unterweisen, hin zu dem guten Weg, auf dem sie wandeln sollen, und mögest Regen auf dein Land geben, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast.
28Wenn Hunger im Lande ist, wenn Pest ist, wenn Getreidebrand und Vergilben ist, Heuschrecken und Fresser18 da sind, wenn seine Feinde es belagern im Land seiner Tore, irgendeine Plage oder irgendeine Krankheit da ist:
29Jedes Gebet, jedes Gnadenflehen, das dann von irgendeinem Menschen und von deinem ganzen Volk Israel geschieht, wenn sie erkennen, ein jeder seine Plage und seinen Schmerz, und er <dann> seine offenen Hände zu diesem Haus hin ausbreitet,
30so mögest du hören von den Himmeln her, der Stätte deines Thronens19, und vergeben, und du mögest einem jeden gemäß allen seinen Wegen geben, der du ja sein Herz kennst (denn du allein kennst das Herz der Menschensöhne),
31damit sie dich fürchten, sodass sie in deinen Wegen wandeln, alle Tage, in denen sie auf der Fläche des Erdbodens leben, den du unseren Vätern gegeben hast.
32Und auch der Ausländer, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber wegen deines großen Namens und deiner starken Hand und deines ausgestreckten Arms aus fernem Lande her kommt: Wenn er nun kommt und zu diesem Haus hin betet,
33so mögest du hören von den Himmeln her, der Stätte deines Thronens20, und nach allem tun, worum der Ausländer zu dir ruft, damit alle Völkerscharen der Erde deinen Namen erkennen und damit sie dich fürchten, wie dein Volk Israel [es tut], und erkennen21, dass dein Name auf dieses Haus gerufen worden ist22, das ich gebaut habe.
34Wenn dein Volk zum Kampf gegen seine Feinde auszieht, auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten nach dieser Stadt hin, die du dir erwählt hast, und nach dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe,
35so mögest du von den Himmeln her ihr Gebet und ihr Gnadenflehen hören und ihnen Recht schaffen.
36Wenn sie gegen dich sündigen (denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt) und du über sie erzürnt bist und sie vor einem Feind dahingibst und ihre Fänger sie gefangen wegführen in ein Land, ferne oder nahe,
37und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, in das sie gefangen weggeführt worden sind, und kehren um und flehen <um Gnade> zu dir im Land ihrer Gefangenschaft und sagen: 'Wir haben gesündigt, haben verkehrt gehandelt und sind ehrfurchtslos gewesen!',
38und sie kehren mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele zu dir um, in dem Land ihrer Gefangenschaft, wohin man sie gefangen weggeführt hat, und sie beten nach ihrem Land hin, das du ihren Vätern gegeben hast, und nach der Stadt hin, die du dir erwählt hast, und nach dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe,
39so mögest du hören von den Himmeln her, der Stätte deines Thronens23, auf ihr Gebet und ihr Gnadenflehen und ihnen Recht schaffen und deinem Volk vergeben, worin sie gegen dich gesündigt haben.
40Nun, mein Gott, mögen doch bitte deine Augen geöffnet und deine Ohren aufmerksam sein auf das Gebet [an] dieser Stätte!
41Und nun, stehe auf, Jahweh Gott, zu deiner Ruhestatt, du und die Lade deiner Macht! Deine Priester, Jahweh Gott, sollen sich kleiden mit Heil24, und deine Getreuen25 sollen des Guten sich freuen!
42Jahweh Gott, weise nicht ab das Angesicht deines Gesalbten. Gedenke der deinem Knecht David [verheißenen] Gnadenerweise26!"

Fußnoten

  1. 1 und Wohnen
  2. 2 und gesegnet
  3. 3 i. S. v.: im Denksinn; so a. V. 8.
  4. 4 i. S. v.: zu Ehren des Namens; für den Namen
  5. 5 Gemeint ist die Niederschrift des Bundes, die Tafeln des Bundes.
  6. 6 o.: vor; in Gegenwart; so a. V. 13.
  7. 7 o.: eine Plattform
  8. 8 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte, die Bundesliebe und -treue.
  9. 9 eigtl.: Nicht soll dir ein Mann entfernt werden
  10. 10 und zuverlässig
  11. 11 i. S. v.: zu seinem Flehen um Gnade (o.: um Gunst)
  12. 12 und Wohnens
  13. 13 Vgl. 2Chr 6,20.39; 1Kön 8,30.
  14. 14 eigtl.: Gefährten (d. h.: Volksgenossen)
  15. 15 o.: er
  16. 16 D. i. ein Bundesvertrag, bei dem über den Vertragsbrecher ein Fluch bzw. eine Beschwörung ausgesprochen wird.
  17. 17 o.: zum Recht verhilfst
  18. 18 Das heb. Wort bezeichnet eine Heuschreckenart.
  19. 19 und Wohnens
  20. 20 und Wohnens
  21. 21 und erfahren
  22. 22 o.: dass dein Name über diesem Haus genannt worden ist; d. h.: dass dieses Haus nach deinem Namen benannt ist.
  23. 23 und Wohnens
  24. 24 o.: mit Rettung
  25. 25 o.: Ergebenen, Frommen
  26. 26 eigtl.: Erweisungen deiner Güte <und Treue>