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Altes Testament

2. Chronik Kapitel 25

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Ein Sohn von fünfundzwanzig Jahren war Amazja, als er König wurde, und er herrschte <als König> neunundzwanzig Jahre1 in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Joaddan, von Jerusalem.
2Und er tat das Rechte in den Augen Jahwehs, jedoch nicht mit ungeteiltem Herzen.
3Und es geschah, als die Königsherrschaft bei ihm gefestigt war, da tötete er seine Knechte, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten.
4Aber ihre Söhne tötete er nicht, sondern [er tat], wie in der Weisung, im Buch Moses, geschrieben ist, die Jahweh gebot: "Nicht sollen Väter sterben wegen der Söhne, und nicht sollen Söhne sterben wegen der Väter, sondern jeder soll für seine Sünde sterben."
5Und Amazja versammelte Juda, und er stellte sie nach Vaterhäusern auf, nach Obersten über Tausend und nach Obersten über Hundert, von ganz Juda und Benjamin. Und er musterte sie, vom Zwanzigjährigen an und darüber, und fand unter ihnen dreihunderttausend Erwählte, die mit dem Heer auszogen, die Lanze und Schild führten.
6Und er warb aus Israel hunderttausend kriegstüchtige Männer für hundert Talente Silber an.
7Da kam ein Mann Gottes zu ihm und sagte: "König, lass das Heer von Israel nicht mit dir ziehen, denn keineswegs ist Jahweh mit Israel, all den Söhnen Ephraims,
8sondern ziehe du! Handle! Werde stark zum Kampf! Gott könnte dich <sonst>2 vor dem Feind zu Fall bringen. Fürwahr, bei Gott ist Macht, zu helfen und zu Fall zu bringen."
9Und Amazja sagte zu dem Mann Gottes: "Und was ist mit den hundert Talenten zu tun, die ich der Kriegsschar von Israel gegeben habe?" Und der Mann Gottes sagte: "Jahweh hat mehr, es dir zu geben, als das."
10Da sonderte Amazja sie ab, [sie,] die Kriegsschar, die von Ephraim zu ihm gekommen war, dass sie an ihren Ort gehen sollten. Und ihr Zorn entbrannte sehr gegen Juda. Und sie kehrten in glühendem Zorn an ihren Ort zurück.
11Amazja aber fasste Mut. Und er führte sein Volk an und zog ins Salztal und schlug die Söhne Seïrs, zehntausend.
12Und die Söhne Judas führten zehntausend lebend gefangen fort. Und sie brachten sie auf die Spitze eines Felsens3 und warfen sie von der Spitze des Felsens hinab. Und sie alle wurden zerschmettert.
13Aber die Männer der Kriegsschar, die Amazja hatte zurückkehren lassen, dass sie nicht mit ihm in den Kampf zogen, streiften durch die Städte Judas, von Samaria bis Beth-Horon, und erschlugen von ihnen dreitausend und machten große Beute.
14Und es geschah, als Amazja vom Schlag gegen Edom [heim]gekommen war, da brachte er die Götter der Söhne Seïrs mit und stellte sie sich zu Göttern auf. Und er warf sich vor ihnen huldigend nieder und brachte ihnen Rauchopfer dar.
15Da entbrannte der Zorn Jahwehs gegen Amazja, und er sandte einen Propheten zu ihm, und er sagte zu ihm: "Warum hast du die Götter des Volkes gesucht4, die nicht [einmal] ihr Volk aus deiner Hand gerettet haben?"
16Und es geschah, während er zu ihm redete, da sagte Amazja zu ihm: "Haben wir dich dem König als Ratgeber beigegeben? Lass ab! Warum soll man dich schlagen?" Und der Prophet ließ ab. Und er sagte: "Ich habe erkannt, dass Gott beschlossen hat5, dich zu verderben, weil du dieses getan und auf meinen Rat nicht gehört hast!"
17Und Amazja, der König von Juda, beriet sich und sandte zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König Israels, und sagte: "Komm, lass uns einander ins Angesicht sehen!"
18Und Joasch, der König Israels, sandte zu Amazja, dem König von Juda und sagte: "Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zur Zeder auf dem Libanon und sagte: 'Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau!' Da liefen die wilden Tiere des Feldes, die auf dem Libanon <waren>, darüber und zertraten den Dornstrauch.
19Du sagst [dir] - siehe! - du hast Edom geschlagen, und dein Herz erhebt sich, um [sich] wichtig6 zu machen. Nun bleib in deinem Haus! Warum willst du das Unheil7 herausfordern, dass du fällst, du und Juda mit dir?"
20Aber Amazja hörte nicht, denn es war von Gott her, damit er sie [ihnen] in die Hand gäbe, weil sie die Götter Edoms gesucht hatten.
21Und Joasch, der König Israels, zog hinauf. Und bei Beth-Schemesch, das zu Juda gehört, sahen sie einander ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda.
22Und Juda wurde vor Israel geschlagen. Und sie flohen, ein jeder zu seinen Zelten.
23Und Joasch, der König Israels, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes des Joahas8, bei Beth-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem. Und er riss eine Bresche in die Mauer Jerusalems, vom Ephraimtor bis zum Ecktor, vierhundert Ellen,
24und [nahm] alles Gold und das Silber und alle Geräte, die sich im Haus Gottes bei Obed-Edom befanden, und die Schätze des Hauses des Königs und die Geiseln. Und er kehrte nach Samaria zurück.
25Und Amazja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs Israels, fünfzehn Jahre.
26Und das Übrige der Geschehnisse von Amazja, das Frühere und das Spätere, - siehe! - ist das nicht geschrieben in dem Buch der Könige von Juda und von Israel?
27Und von der Zeit an, da Amazja von Jahweh9 abgewichen war, hatte man in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn gemacht. Und er floh nach Lachisch. Aber man sandte hinter ihm her nach Lachisch. Und man tötete ihn dort.
28Und man hob ihn auf die Pferde und begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Judas10.

Fußnoten

  1. 1 Ca. 796-767 v. Chr.
  2. 2 n. d. gr. Üsg.: Wenn du meinst, dich mit diesen zu verstärken, wird der Herr dich ...
  3. 3 o.: auf die Höhe von Sela; so a. i. Folg.
  4. 4 und nach ihnen gefragt <und sie befragt>; so a. V. 20.
  5. 5 Das Wort bed. eigtl. "mit sich zu Rate gehen und beschließen"; so a. V. 17.
  6. 6 und ruhmreich
  7. 7 o.: Unglück
  8. 8 n. 2Kön 14,13: des Sohnes Ahasjas
  9. 9 eigtl.: von hinter Jahweh her
  10. 10 n. einigen Hss u. d. gr. Üsg. u. 2Kön 14,20: in der Stadt Davids