Altes Testament
2. Samuel Kapitel 11
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres1, zu der Zeit, da die Könige ausziehen, da sandte David Joab aus und seine Knechte und ganz Israel mit ihm. Und sie verderbten2 die Söhne Ammons3. Und sie belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.
2Und es geschah zur Abendzeit, da erhob sich David von seinem Lager und ging auf dem Dach des Königshauses hin und her. Da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen4. Und die Frau war von sehr gutem Aussehen.
3Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sagte: "Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters?"
4Und David sandte Boten hin und holte sie. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. (Sie hatte sich aber gerade von ihrer Unreinheit gereinigt.) Und sie kehrte in ihr Haus zurück.
5Und die Frau wurde schwanger. Und sie sandte hin und berichtete David und sagte: "Ich bin schwanger."
6Da sandte David zu Joab: "Schicke Uria, den Hetiter, zu mir!" Und Joab schickte Uria zu David.
7Und Uria kam zu ihm. Und David fragte nach dem Frieden <und Ergehen> Joabs und nach dem Ergehen des Volkes und nach dem Ergehen des Kampfes.
8Und David sagte zu Uria: "Geh in dein Haus hinab und wasche deine Füße!" Und als Uria aus dem Haus des Königs ging, kam ein Geschenk des Königs hinter ihm her.
9Uria aber legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei all den Knechten seines Herrn und ging nicht in sein Haus hinab.
10Und man gab David Bericht und sagte: "Uria ist nicht hinabgegangen zu seinem Haus." Und David sagte zu Uria: "Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum gehst du nicht zu deinem Haus hinab?"
11Und Uria sagte zu David: "Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld. Und ich sollte zu meinem Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue ...5!"
12Und David sagte zu Uria: "Bleib auch heute hier. Und morgen werde ich dich entlassen." So blieb Uria in Jerusalem an jenem Tag und am folgenden.
13Und David lud ihn ein. Und er aß und trank vor ihm. Und er machte ihn betrunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager bei den Knechten seines Herrn hinzulegen. Aber zu seinem Haus ging er nicht hinab.
14Und es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch die Hand Urias.
15Und er schrieb in dem Brief: "Stellt Uria ganz vorne an die Front des heftigsten Kampfes und zieht euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe."
16Und es geschah, als Joab die Stadt beobachtet hatte6, da stellte er Uria an die Stelle, von der er erkannt hatte, dass dort tüchtige Männer7 waren.
17Und die Männer der Stadt zogen heraus und kämpften gegen Joab. Und es fielen [einige] vom Volk, von Davids Knechten. Und es starb auch Uria, der Hetiter.
18Und Joab sandte hin, dass man David alle Ereignisse des Kampfes berichte.
19Und er befahl dem Boten und sagte: "Wenn du geendet hast, dem König alle Ereignisse des Kampfes zu sagen,
20dann geschehe es, wenn der Grimm des Königs aufsteigt und er zu dir sagt: 'Warum seid ihr, um zu kämpfen, <so> nahe an die Stadt herangerückt? Wusstet ihr nicht, dass man von der Mauer herunterzuschießen pflegt?
21Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeschets8 erschlagen? Warf nicht eine Frau den oberen Mühlstein9 von der Mauer auf ihn herab, dass er in Tebez starb? Warum seid ihr nahe an die Mauer herangerückt?' - dann sollst du sagen: 'Auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist gestorben.'"
22Und der Bote ging hin. Und er kam und berichtete David alles, wozu Joab ihn gesandt hatte.
23Und der Bote sagte zu David: "Die Männer waren uns überlegen und zogen gegen uns auf das <freie> Feld heraus. Wir aber waren hinter ihnen her bis an den Eingang des Tores.
24Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, und es starben einige von den Knechten des Königs. Und auch dein Knecht Uria, der Hetiter, starb."
25Und David sagte zu dem Boten: "So sollst du zu Joab sagen: 'Lass diese Sache nicht übel sein in deinen Augen, denn das Schwert frisst mal so, mal so. Mache deinen Kampf gegen die Stadt stark10 und reiße sie nieder!' Und du sollst ihn bestärken."
26Und als Urias Frau hörte, dass Uria, ihr Mann, tot war, klagte sie um ihren Eheherrn11.
27Als aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und holte12 sie in sein Haus. Und sie wurde ihm zur Frau. Und sie gebar ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan hatte, war böse in den Augen Jahwehs.
2Und es geschah zur Abendzeit, da erhob sich David von seinem Lager und ging auf dem Dach des Königshauses hin und her. Da sah er vom Dach aus eine Frau sich waschen4. Und die Frau war von sehr gutem Aussehen.
3Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sagte: "Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters?"
4Und David sandte Boten hin und holte sie. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. (Sie hatte sich aber gerade von ihrer Unreinheit gereinigt.) Und sie kehrte in ihr Haus zurück.
5Und die Frau wurde schwanger. Und sie sandte hin und berichtete David und sagte: "Ich bin schwanger."
6Da sandte David zu Joab: "Schicke Uria, den Hetiter, zu mir!" Und Joab schickte Uria zu David.
7Und Uria kam zu ihm. Und David fragte nach dem Frieden <und Ergehen> Joabs und nach dem Ergehen des Volkes und nach dem Ergehen des Kampfes.
8Und David sagte zu Uria: "Geh in dein Haus hinab und wasche deine Füße!" Und als Uria aus dem Haus des Königs ging, kam ein Geschenk des Königs hinter ihm her.
9Uria aber legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei all den Knechten seines Herrn und ging nicht in sein Haus hinab.
10Und man gab David Bericht und sagte: "Uria ist nicht hinabgegangen zu seinem Haus." Und David sagte zu Uria: "Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum gehst du nicht zu deinem Haus hinab?"
11Und Uria sagte zu David: "Die Lade und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld. Und ich sollte zu meinem Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue ...5!"
12Und David sagte zu Uria: "Bleib auch heute hier. Und morgen werde ich dich entlassen." So blieb Uria in Jerusalem an jenem Tag und am folgenden.
13Und David lud ihn ein. Und er aß und trank vor ihm. Und er machte ihn betrunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager bei den Knechten seines Herrn hinzulegen. Aber zu seinem Haus ging er nicht hinab.
14Und es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch die Hand Urias.
15Und er schrieb in dem Brief: "Stellt Uria ganz vorne an die Front des heftigsten Kampfes und zieht euch hinter ihm zurück, dass er erschlagen werde und sterbe."
16Und es geschah, als Joab die Stadt beobachtet hatte6, da stellte er Uria an die Stelle, von der er erkannt hatte, dass dort tüchtige Männer7 waren.
17Und die Männer der Stadt zogen heraus und kämpften gegen Joab. Und es fielen [einige] vom Volk, von Davids Knechten. Und es starb auch Uria, der Hetiter.
18Und Joab sandte hin, dass man David alle Ereignisse des Kampfes berichte.
19Und er befahl dem Boten und sagte: "Wenn du geendet hast, dem König alle Ereignisse des Kampfes zu sagen,
20dann geschehe es, wenn der Grimm des Königs aufsteigt und er zu dir sagt: 'Warum seid ihr, um zu kämpfen, <so> nahe an die Stadt herangerückt? Wusstet ihr nicht, dass man von der Mauer herunterzuschießen pflegt?
21Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeschets8 erschlagen? Warf nicht eine Frau den oberen Mühlstein9 von der Mauer auf ihn herab, dass er in Tebez starb? Warum seid ihr nahe an die Mauer herangerückt?' - dann sollst du sagen: 'Auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist gestorben.'"
22Und der Bote ging hin. Und er kam und berichtete David alles, wozu Joab ihn gesandt hatte.
23Und der Bote sagte zu David: "Die Männer waren uns überlegen und zogen gegen uns auf das <freie> Feld heraus. Wir aber waren hinter ihnen her bis an den Eingang des Tores.
24Da schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, und es starben einige von den Knechten des Königs. Und auch dein Knecht Uria, der Hetiter, starb."
25Und David sagte zu dem Boten: "So sollst du zu Joab sagen: 'Lass diese Sache nicht übel sein in deinen Augen, denn das Schwert frisst mal so, mal so. Mache deinen Kampf gegen die Stadt stark10 und reiße sie nieder!' Und du sollst ihn bestärken."
26Und als Urias Frau hörte, dass Uria, ihr Mann, tot war, klagte sie um ihren Eheherrn11.
27Als aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und holte12 sie in sein Haus. Und sie wurde ihm zur Frau. Und sie gebar ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan hatte, war böse in den Augen Jahwehs.
Fußnoten
- 1 d. h.: im folgenden Frühjahr; das neue Jahr begann im Monat Nisan (März).
- 2 und verheerten
- 3 d. i.: ihr Land; 1Chr 20,1
- 4 o.: sich baden
- 5 D. i. eine Schwurformel; nur die erste Hälfte des Satzes wird ausgesprochen.
- 6 eigtl.: <für längere Zeit> beobachtet und überblickt hatte
- 7 eigtl.: Männer von Heldenstärke <und Heldenmut>
- 8 d. i.: Jerubbaals
- 9 eigtl.: die [Dreh]scheibe eines oberen Mühlsteins
- 10 und bleibe fest dabei (o.: unternimm verstärkte Anstrengung)
- 11 Grundbed.: Besitzherr; Eigner
- 12 Grundbed.: einsammeln; ernten