Altes Testament
2. Samuel Kapitel 16
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und als David von dem Gipfel ein wenig weitergegangen war - siehe! -, da [kam] Ziba, der Bursche1 Mefiboschets, ihm zu begegnen mit einem Paar gesattelter Esel und auf ihnen zweihundert Brote und hundert [Schnitten] gepresste Dörrtrauben und hundert [Bündel] Sommerobst und ein Schlauch Wein.
2Und der König sagte zu Ziba: "Was willst du damit?" Und Ziba sagte: "Die Esel sind für das Haus des Königs zum Reiten und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen für die Burschen und der Wein zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet."
3Und der König sagte: "Und wo ist der Sohn deines Herrn?" Und Ziba sagte zu dem König: "Siehe! Er verbleibt in Jerusalem, denn er sagt: 'Heute lässt das Haus Israel mir das Königtum meines Vaters zurückkehren!'"
4Und der König sagte zu Ziba: "Siehe! Dein ist alles, was Mefiboschet gehört." Und Ziba sagte: "Ich werfe mich nieder! Möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr, König!"
5Und als der König David nach Bahurim kam - siehe! -, da kam von dort ein Mann von der Sippe des Hauses Sauls heraus; sein Name war Schimi, der Sohn Geras. Er kam heraus, in einem fort fluchend,
6und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Königs David, obgleich alles Volk und alle Helden zu seiner Rechten und zu seiner Linken waren.
7Und zwar sagte Schimi, als er fluchte, so: "Hinaus! Hinaus, Mann der Bluttaten und Mann Belials2!
8Jahweh hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Stelle du König geworden bist, auf dich zurückgebracht. Und Jahweh hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben. Und - siehe! - jetzt bist du in deinem Unglück, denn ein Mann der Bluttaten bist du!"
9Und Abischai, der Sohn der Zeruja, sagte zu dem König: "Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Ich will doch hinübergehen und seinen Kopf wegnehmen!"
10Aber der König sagte: "Was haben wir miteinander, ich und ihr, Söhne der Zeruja? Wahrlich! Soll er fluchen! Und wenn Jahweh ihm sagte: 'Fluche David!', wer darf <dann> sagen: 'Warum tust du so?'"
11Und David sagte zu Abischai und zu allen seinen Knechten: "Siehe! Mein Sohn, der aus meinem Innern hervorgegangen ist, trachtet nach meiner Seele3, wie viel mehr jetzt dieser Benjaminiter! Lasst ihn! Soll er fluchen, denn Jahweh hat es ihm gesagt.
12Vielleicht wird Jahweh mein Elend ansehen und wird Jahweh mir Gutes erstatten für sein Fluchen an diesem Tag."
13Und David und seine Männer gingen auf dem Weg, während Schimi an der Seite des Berges neben ihm herging, im Gehen immerfort fluchend. Und er warf neben ihm her mit Steinen und ließ Staub aufwirbeln.
14Und der König und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an. Und dort schöpfte er Atem.
15Absalom aber und alles Volk, die Mannschaft Israels, waren nach Jerusalem gekommen und Ahitofel mit ihm.
16Und es geschah, als Huschai, der Arkiter, der Freund Davids, zu Absalom kam, da sagte Huschai zu Absalom: "Es lebe der König! Es lebe der König!"
17Und Absalom sagte zu Huschai: "Das also ist deine Güte <und Treue> deinem Freund4 gegenüber? Warum bist du nicht mit deinem Freund gegangen?"
18Und Huschai sagte zu Absalom: "Nein, sondern wen Jahweh sich erwählt hat und [wen] dieses Volk und alle Männer Israels [sich erwählt haben], dessen bin ich, und bei dem bleibe ich.
19Und zum anderen, wem sollte ich dienen? Etwa nicht vor seinem Sohn? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, so will ich vor dir sein."
20Und Absalom sagte zu Ahitofel: "Gebt euren Rat, was wir tun sollen!"
21Und Ahitofel sagte zu Absalom: "Geh zu den Nebenfrauen deines Vaters ein, die er zurückließ, das Haus zu hüten. Und ganz Israel wird hören, dass du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, und die Hände aller derer, die mit dir sind, werden stark werden."
22Und man schlug auf dem Dach für Absalom das Zelt auf. Und Absalom ging vor den Augen ganz Israels zu den Nebenfrauen seines Vaters ein.
23Es war <nämlich> der Rat Ahitofels, den er in jenen Tagen gab, wie wenn man im Wort Gottes [Rat] erfragte. So war jeder Rat Ahitofels - wie bei David so bei Absalom.
2Und der König sagte zu Ziba: "Was willst du damit?" Und Ziba sagte: "Die Esel sind für das Haus des Königs zum Reiten und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen für die Burschen und der Wein zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet."
3Und der König sagte: "Und wo ist der Sohn deines Herrn?" Und Ziba sagte zu dem König: "Siehe! Er verbleibt in Jerusalem, denn er sagt: 'Heute lässt das Haus Israel mir das Königtum meines Vaters zurückkehren!'"
4Und der König sagte zu Ziba: "Siehe! Dein ist alles, was Mefiboschet gehört." Und Ziba sagte: "Ich werfe mich nieder! Möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr, König!"
5Und als der König David nach Bahurim kam - siehe! -, da kam von dort ein Mann von der Sippe des Hauses Sauls heraus; sein Name war Schimi, der Sohn Geras. Er kam heraus, in einem fort fluchend,
6und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Königs David, obgleich alles Volk und alle Helden zu seiner Rechten und zu seiner Linken waren.
7Und zwar sagte Schimi, als er fluchte, so: "Hinaus! Hinaus, Mann der Bluttaten und Mann Belials2!
8Jahweh hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Stelle du König geworden bist, auf dich zurückgebracht. Und Jahweh hat das Königtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben. Und - siehe! - jetzt bist du in deinem Unglück, denn ein Mann der Bluttaten bist du!"
9Und Abischai, der Sohn der Zeruja, sagte zu dem König: "Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Ich will doch hinübergehen und seinen Kopf wegnehmen!"
10Aber der König sagte: "Was haben wir miteinander, ich und ihr, Söhne der Zeruja? Wahrlich! Soll er fluchen! Und wenn Jahweh ihm sagte: 'Fluche David!', wer darf <dann> sagen: 'Warum tust du so?'"
11Und David sagte zu Abischai und zu allen seinen Knechten: "Siehe! Mein Sohn, der aus meinem Innern hervorgegangen ist, trachtet nach meiner Seele3, wie viel mehr jetzt dieser Benjaminiter! Lasst ihn! Soll er fluchen, denn Jahweh hat es ihm gesagt.
12Vielleicht wird Jahweh mein Elend ansehen und wird Jahweh mir Gutes erstatten für sein Fluchen an diesem Tag."
13Und David und seine Männer gingen auf dem Weg, während Schimi an der Seite des Berges neben ihm herging, im Gehen immerfort fluchend. Und er warf neben ihm her mit Steinen und ließ Staub aufwirbeln.
14Und der König und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an. Und dort schöpfte er Atem.
15Absalom aber und alles Volk, die Mannschaft Israels, waren nach Jerusalem gekommen und Ahitofel mit ihm.
16Und es geschah, als Huschai, der Arkiter, der Freund Davids, zu Absalom kam, da sagte Huschai zu Absalom: "Es lebe der König! Es lebe der König!"
17Und Absalom sagte zu Huschai: "Das also ist deine Güte <und Treue> deinem Freund4 gegenüber? Warum bist du nicht mit deinem Freund gegangen?"
18Und Huschai sagte zu Absalom: "Nein, sondern wen Jahweh sich erwählt hat und [wen] dieses Volk und alle Männer Israels [sich erwählt haben], dessen bin ich, und bei dem bleibe ich.
19Und zum anderen, wem sollte ich dienen? Etwa nicht vor seinem Sohn? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, so will ich vor dir sein."
20Und Absalom sagte zu Ahitofel: "Gebt euren Rat, was wir tun sollen!"
21Und Ahitofel sagte zu Absalom: "Geh zu den Nebenfrauen deines Vaters ein, die er zurückließ, das Haus zu hüten. Und ganz Israel wird hören, dass du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, und die Hände aller derer, die mit dir sind, werden stark werden."
22Und man schlug auf dem Dach für Absalom das Zelt auf. Und Absalom ging vor den Augen ganz Israels zu den Nebenfrauen seines Vaters ein.
23Es war <nämlich> der Rat Ahitofels, den er in jenen Tagen gab, wie wenn man im Wort Gottes [Rat] erfragte. So war jeder Rat Ahitofels - wie bei David so bei Absalom.