Altes Testament
2. Samuel Kapitel 20
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es traf sich, dass dort ein Mann Belials1 war; sein Name war Scheba, der Sohn Bichris, ein Benjaminiter. Und er blies die Posaune und sagte: "Wir haben kein Teil an David. Am Sohn Isais haben wir kein Erbteil. Jeder zu seinen Zelten, Israel!"
2Da zogen alle Männer Israels hinauf, von David weg2, hinter Scheba, dem Sohn Bichris, her. Die Männer Judas aber hingen ihrem König an, vom Jordan bis Jerusalem.
3Und David kam in sein Haus, nach Jerusalem. Und der König nahm die zehn Nebenfrauen, die er zurückgelassen hatte, das Haus zu hüten, und gab sie in ein Haus des Gewahrsams und versorgte sie. Er ging aber nicht zu ihnen ein. Und sie waren eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes, eine Witwenschaft zu Lebzeiten [des Mannes].
4Und der König sagte zu Amasa: "Rufe mir die Männer Judas zusammen. Drei Tage, und <dann> stehst du hier."
5Und Amasa ging hin, Juda zusammenzurufen. Aber er verzog, über die festgesetzte Zeit hinaus, die er ihm bestimmt hatte.
6Und David sagte zu Abischai: "Nun wird Scheba, der Sohn Bichris, für uns schlimmer werden als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage hinter ihm her, damit er nicht befestigte Städte für sich finde und unser Auge ausreiße3."
7Da zogen die Männer Joabs und die Kreter und Pleter4 und alle Helden hinaus, hinter ihm her. Und sie zogen aus Jerusalem hinaus, um hinter Scheba, dem Sohn Bichris, herzujagen.
8Als sie bei dem großen Stein waren, der in Gibeon ist, war Amasa vor ihnen angekommen. Und Joab war gegürtet, sein Waffenrock war sein Gewand; und darüber war der Gurt des Schwerts, [das] um seine Hüften gebunden in seiner Scheide [steckte]; und es ging heraus und fiel hervor5.
9Und Joab sagte zu Amasa: "Hast du Frieden <und Wohlergehen>, mein Bruder?" Und Joab fasste mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu küssen.
10Amasa hatte aber nicht auf das Schwert achtgegeben, das in Joabs Hand war. Und er stach ihn damit in den Unterleib, sodass seine Eingeweide sich zur Erde ergossen. Er gab ihm keinen zweiten Schlag. Und er starb. Joab aber und Abischai, sein Bruder, jagten Scheba, dem Sohn Bichris, nach.
11Und ein Mann von den Burschen Joabs blieb bei Amasa stehen und sagte: "Wer an Joab Gefallen hat, wer für David ist: hinter Joab her!"
12Amasa aber wälzte sich im Blut mitten auf der Straße. Und als der Mann sah, dass alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Straße weg aufs Feld und warf ein Kleidungsstück über ihn, weil er sah, dass jeder, der an ihm <vorüber>kam, stehen blieb.
13Als er von der Straße weggeschafft war, ging jedermann vorüber, hinter Joab her, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
14Und der durchzog alle Stämme Israels bis nach Abel und Beth-Maacha und ganz Berim6. Und sie versammelten sich und kamen ebenso, ihm nach.
15Und sie kamen und belagerten ihn7 in Abel-Beth-Maacha. Und sie schütteten einen Wall gegen die Stadt auf; der reichte bis an die Vormauer. Und alles Volk, das bei Joab war, war im Begriff, die Mauer zu zerstören, um sie zu Fall zu bringen.
16Da rief eine weise Frau aus der Stadt: "Hört her! Hört her! Sagt bitte zu Joab: 'Nähere dich hierher, dass ich zu dir rede!'"
17Und als er sich ihr näherte, sagte die Frau: "Bist du Joab?" Und er sagte: "Ich [bin es]." Und sie sagte zu ihm: "Höre die Worte deiner Magd!" Und er sagte: "Ich höre."
18Und sie sagte: "Früher pflegte man zu sagen: 'In Abel muss man fragen, so ist man am Ziel.'
19Ich bin [eine] von den Friedfertigen, den Getreuen Israels. Du suchst eine Stadt zu Tode zu bringen, und zwar eine Mutter in Israel. Warum willst du das Erbteil Jahwehs verschlingen?"
20Und Joab antwortete und sagte: "Ferne, ferne sei es von mir, dass ich verschlingen und dass ich verderben sollte!
21So ist die Sache nicht! Sondern ein Mann vom Bergland Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn Bichris, hat seine Hand gegen den König, gegen David, erhoben. Gebt ihn heraus, ihn allein, <dann> ziehe ich von der Stadt ab." Da sagte die Frau zu Joab: "Siehe! Sein Kopf wird zu dir über die Mauer geworfen werden."
22Und die Frau kam mit ihrer Weisheit zu dem ganzen Volk. Und sie schnitten den Kopf Schebas, des Sohnes Bichris, ab und warfen [ihn] zu Joab. Da blies er die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt weg, jeder zu seinen Zelten. Und Joab kehrte zu dem König nach Jerusalem zurück.
23Und Joab war über das ganze Heer Israels. Und über die Kreter und über die Pleter war Benaja, der Sohn Jojadas.
24Adoram aber war über die Fronarbeiter. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Kanzleirat8,
25und Scheja war Staatsschreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester.
26Und auch [zu nennen]: Ira, der Jaïriter, ein Krondiener9 Davids.
2Da zogen alle Männer Israels hinauf, von David weg2, hinter Scheba, dem Sohn Bichris, her. Die Männer Judas aber hingen ihrem König an, vom Jordan bis Jerusalem.
3Und David kam in sein Haus, nach Jerusalem. Und der König nahm die zehn Nebenfrauen, die er zurückgelassen hatte, das Haus zu hüten, und gab sie in ein Haus des Gewahrsams und versorgte sie. Er ging aber nicht zu ihnen ein. Und sie waren eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes, eine Witwenschaft zu Lebzeiten [des Mannes].
4Und der König sagte zu Amasa: "Rufe mir die Männer Judas zusammen. Drei Tage, und <dann> stehst du hier."
5Und Amasa ging hin, Juda zusammenzurufen. Aber er verzog, über die festgesetzte Zeit hinaus, die er ihm bestimmt hatte.
6Und David sagte zu Abischai: "Nun wird Scheba, der Sohn Bichris, für uns schlimmer werden als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage hinter ihm her, damit er nicht befestigte Städte für sich finde und unser Auge ausreiße3."
7Da zogen die Männer Joabs und die Kreter und Pleter4 und alle Helden hinaus, hinter ihm her. Und sie zogen aus Jerusalem hinaus, um hinter Scheba, dem Sohn Bichris, herzujagen.
8Als sie bei dem großen Stein waren, der in Gibeon ist, war Amasa vor ihnen angekommen. Und Joab war gegürtet, sein Waffenrock war sein Gewand; und darüber war der Gurt des Schwerts, [das] um seine Hüften gebunden in seiner Scheide [steckte]; und es ging heraus und fiel hervor5.
9Und Joab sagte zu Amasa: "Hast du Frieden <und Wohlergehen>, mein Bruder?" Und Joab fasste mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu küssen.
10Amasa hatte aber nicht auf das Schwert achtgegeben, das in Joabs Hand war. Und er stach ihn damit in den Unterleib, sodass seine Eingeweide sich zur Erde ergossen. Er gab ihm keinen zweiten Schlag. Und er starb. Joab aber und Abischai, sein Bruder, jagten Scheba, dem Sohn Bichris, nach.
11Und ein Mann von den Burschen Joabs blieb bei Amasa stehen und sagte: "Wer an Joab Gefallen hat, wer für David ist: hinter Joab her!"
12Amasa aber wälzte sich im Blut mitten auf der Straße. Und als der Mann sah, dass alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Straße weg aufs Feld und warf ein Kleidungsstück über ihn, weil er sah, dass jeder, der an ihm <vorüber>kam, stehen blieb.
13Als er von der Straße weggeschafft war, ging jedermann vorüber, hinter Joab her, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
14Und der durchzog alle Stämme Israels bis nach Abel und Beth-Maacha und ganz Berim6. Und sie versammelten sich und kamen ebenso, ihm nach.
15Und sie kamen und belagerten ihn7 in Abel-Beth-Maacha. Und sie schütteten einen Wall gegen die Stadt auf; der reichte bis an die Vormauer. Und alles Volk, das bei Joab war, war im Begriff, die Mauer zu zerstören, um sie zu Fall zu bringen.
16Da rief eine weise Frau aus der Stadt: "Hört her! Hört her! Sagt bitte zu Joab: 'Nähere dich hierher, dass ich zu dir rede!'"
17Und als er sich ihr näherte, sagte die Frau: "Bist du Joab?" Und er sagte: "Ich [bin es]." Und sie sagte zu ihm: "Höre die Worte deiner Magd!" Und er sagte: "Ich höre."
18Und sie sagte: "Früher pflegte man zu sagen: 'In Abel muss man fragen, so ist man am Ziel.'
19Ich bin [eine] von den Friedfertigen, den Getreuen Israels. Du suchst eine Stadt zu Tode zu bringen, und zwar eine Mutter in Israel. Warum willst du das Erbteil Jahwehs verschlingen?"
20Und Joab antwortete und sagte: "Ferne, ferne sei es von mir, dass ich verschlingen und dass ich verderben sollte!
21So ist die Sache nicht! Sondern ein Mann vom Bergland Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn Bichris, hat seine Hand gegen den König, gegen David, erhoben. Gebt ihn heraus, ihn allein, <dann> ziehe ich von der Stadt ab." Da sagte die Frau zu Joab: "Siehe! Sein Kopf wird zu dir über die Mauer geworfen werden."
22Und die Frau kam mit ihrer Weisheit zu dem ganzen Volk. Und sie schnitten den Kopf Schebas, des Sohnes Bichris, ab und warfen [ihn] zu Joab. Da blies er die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt weg, jeder zu seinen Zelten. Und Joab kehrte zu dem König nach Jerusalem zurück.
23Und Joab war über das ganze Heer Israels. Und über die Kreter und über die Pleter war Benaja, der Sohn Jojadas.
24Adoram aber war über die Fronarbeiter. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Kanzleirat8,
25und Scheja war Staatsschreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester.
26Und auch [zu nennen]: Ira, der Jaïriter, ein Krondiener9 Davids.
Fußnoten
- 1 d. i.: ein Mann der Nichtswürdigkeit und des Verderbens
- 2 eigtl.: von hinter David her weg
- 3 o.: trübe
- 4 eigtl.: Scharfrichter (Ausrotter) und Läufer (Eilboten); hier: die Leibwache Davids; vgl. 2Kön 11,4.19.
- 5 o.: und er ließ es herausfallen.
- 6 Das heb. Wort ist ungeklärt.
- 7 d. i.: Scheba
- 8 o.: vortragender Rat; eigtl.: Erinnerer o. Bekanntmacher
- 9 d. i.: vertrauter Rat; vgl. 1Kön 4,5.