Altes Testament
2. Samuel Kapitel 22
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und David redete zu Jahweh die Worte dieses Liedes an dem Tag, als Jahweh ihn befreit hatte aus dem Griff aller seiner Feinde und aus dem Griff Sauls. Und er sagte:
2"Jahweh! Mein Fels und meine Burg1 und mein Befreier.
3Mein Felsengott, zu dem ich Zuflucht nehme, mein Schild und das Horn meines Heils meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter! Vor Gewalttat rettest du mich!
4'Gepriesener!', rufe ich zu Jahweh, und ich werde gerettet vor meinen Feinden.
5Ja, es umfingen mich die Wogen des Todes, die Sturzbäche Belials2 überfielen mich.
6Die Fesseln des Scheols umringten mich. Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7In meiner Bedrängnis rief ich zu Jahweh, ich rief zu meinem Gott <um Hilfe>. Er hörte aus seiner Tempelhalle meine Stimme, mein inniges Rufen [kam] in seine Ohren.
8Es schwankte und wogte die Erde, die Grundfesten der Himmel erzitterten; sie wankten, weil er entbrannt war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase3, Feuer fraß aus seinem Munde. Glühende Kohlen brannten aus ihm.
10Er neigte die Himmel und fuhr herab, Wetterdunkel war unter seinen Füßen.
11Er fuhr auf einem Cherub, flog daher, erschien4 auf den Fittichen des Windes.
12Er machte Finsternis zu [seinen] Zelten rings um sich her, Wasserdunkel, dichtes Himmelsgewölk.
13Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.
14Da donnerte Jahweh von den Himmeln her. Der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
15Er entsandte Pfeile und zerstreute sie, [seinen] Blitz, und er brachte sie in Verwirrung.
16Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Festlands5 vor dem Schelten Jahwehs, vor dem Schnauben des Hauches6 seiner Nase.
17Er griff herab aus der Höhe, nahm mich, zog mich aus großen Wassern,
18befreite mich von meinem starken Feind, von meinen Hassern, denn sie waren mir zu stark.
19Sie ereilten mich am Tag meines Unglücks, aber Jahweh wurde mir zur Stütze.
20Und er führte mich heraus ins Weite. Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir.
21Jahweh vergilt mir nach meiner Gerechtigkeit; nach der Reinheit meiner Hände erstattet er mir;
22denn ich bewahrte7 die Wege Jahwehs, wich nicht ehrfurchtslos ab von meinem Gott;
23alle seine Verordnungen8 sind ja vor mir, seine Satzungen - nicht weiche ich davon ab.
24Ich war untadelig gegen ihn, hütete mich vor Verschuldung meinerseits.
25Und Jahweh erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
26Mit dem Getreuen9 gehst du getreu um, mit dem untadeligen10 Mann verfährst du untadelig.
27Dem Reinen erzeigst du dich rein, und dem Verdrehten erweist du dich verdreht.
28Du rettest das gebeugte Volk, und deine Augen sind gegen die Hohen, du erniedrigst sie.
29Ja, du bist meine Leuchte, Jahweh. Und Jahweh erhellt meine Dunkelheit.
30Ja, mit dir renne ich gegen eine Streifschar an, und mit meinem Gott springe ich über eine Mauer.
31Der Starke, sein Weg ist vollkommen. Jahwehs Wort ist geläutert11. Er ist ein Schild allen, die Zuflucht nehmen zu ihm;
32denn wer ist der Starke außer Jahweh und wer ein Fels als nur unser Gott?
33Der Starke ist meine starke Feste, er macht meinen Weg ohne Hindernis frei,
34er macht meine Füße den Hirschen gleich und stellt mich auf meine Höhen,
35er lehrt meine Hände den Kampf, meine Arme, zu spannen den ehernen Bogen.
36Du gabst mir den Schild deines Heils, und dein Erhören machte mich groß.
37Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel wankten nicht.
38Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie, und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39Und ich rieb sie auf, zerschmetterte sie, sie standen nicht [wieder] auf; unter meinen Füßen fielen sie.
40Du gürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden,
41kehrtest mir den Nacken meiner Feinde zu; meine Hasser, ich vernichtete sie.
42Sie blickten umher, aber da war kein Retter, zu Jahweh, aber er antwortete ihnen nicht.
43Ich zerrieb sie wie Staub der Erde. Wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.
44Du befreitest mich aus den Fehden meines Volks. Du setztest mich zum Haupt von Völkern. Ein Volk, das ich nicht kannte, wurde mir dienstbar.
45Die Söhne der Fremde schmeicheln mir. Aufs Hören des Ohrs wurden sie mir gehorsam.
46Die Söhne der Fremde sinken hin und zittern hervor aus ihren Burgen.
47Jahweh lebt! Gelobt12 sei mein Fels, und erhöht sei der Fels-Gott meines Heils,
48Der Starke, der mir Rache gewährt und mir Volksscharen unterwirft,
49der mich herausholte von meinen Feinden. Ja, von denen weg, die gegen mich aufstanden, erhöhtest du mich, dem Mann der Gewalttaten entrissest du mich.
50Darum bekenne ich dir Lob13, Jahweh, unter den Völkern, deinem Namen werde ich singen14,
51der groß macht die Rettungen15 seines Königs und Güte16 erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Samen auf ewig."
2"Jahweh! Mein Fels und meine Burg1 und mein Befreier.
3Mein Felsengott, zu dem ich Zuflucht nehme, mein Schild und das Horn meines Heils meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter! Vor Gewalttat rettest du mich!
4'Gepriesener!', rufe ich zu Jahweh, und ich werde gerettet vor meinen Feinden.
5Ja, es umfingen mich die Wogen des Todes, die Sturzbäche Belials2 überfielen mich.
6Die Fesseln des Scheols umringten mich. Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7In meiner Bedrängnis rief ich zu Jahweh, ich rief zu meinem Gott <um Hilfe>. Er hörte aus seiner Tempelhalle meine Stimme, mein inniges Rufen [kam] in seine Ohren.
8Es schwankte und wogte die Erde, die Grundfesten der Himmel erzitterten; sie wankten, weil er entbrannt war.
9Rauch stieg auf von seiner Nase3, Feuer fraß aus seinem Munde. Glühende Kohlen brannten aus ihm.
10Er neigte die Himmel und fuhr herab, Wetterdunkel war unter seinen Füßen.
11Er fuhr auf einem Cherub, flog daher, erschien4 auf den Fittichen des Windes.
12Er machte Finsternis zu [seinen] Zelten rings um sich her, Wasserdunkel, dichtes Himmelsgewölk.
13Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.
14Da donnerte Jahweh von den Himmeln her. Der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
15Er entsandte Pfeile und zerstreute sie, [seinen] Blitz, und er brachte sie in Verwirrung.
16Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Festlands5 vor dem Schelten Jahwehs, vor dem Schnauben des Hauches6 seiner Nase.
17Er griff herab aus der Höhe, nahm mich, zog mich aus großen Wassern,
18befreite mich von meinem starken Feind, von meinen Hassern, denn sie waren mir zu stark.
19Sie ereilten mich am Tag meines Unglücks, aber Jahweh wurde mir zur Stütze.
20Und er führte mich heraus ins Weite. Er befreite mich, denn er hatte Gefallen an mir.
21Jahweh vergilt mir nach meiner Gerechtigkeit; nach der Reinheit meiner Hände erstattet er mir;
22denn ich bewahrte7 die Wege Jahwehs, wich nicht ehrfurchtslos ab von meinem Gott;
23alle seine Verordnungen8 sind ja vor mir, seine Satzungen - nicht weiche ich davon ab.
24Ich war untadelig gegen ihn, hütete mich vor Verschuldung meinerseits.
25Und Jahweh erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
26Mit dem Getreuen9 gehst du getreu um, mit dem untadeligen10 Mann verfährst du untadelig.
27Dem Reinen erzeigst du dich rein, und dem Verdrehten erweist du dich verdreht.
28Du rettest das gebeugte Volk, und deine Augen sind gegen die Hohen, du erniedrigst sie.
29Ja, du bist meine Leuchte, Jahweh. Und Jahweh erhellt meine Dunkelheit.
30Ja, mit dir renne ich gegen eine Streifschar an, und mit meinem Gott springe ich über eine Mauer.
31Der Starke, sein Weg ist vollkommen. Jahwehs Wort ist geläutert11. Er ist ein Schild allen, die Zuflucht nehmen zu ihm;
32denn wer ist der Starke außer Jahweh und wer ein Fels als nur unser Gott?
33Der Starke ist meine starke Feste, er macht meinen Weg ohne Hindernis frei,
34er macht meine Füße den Hirschen gleich und stellt mich auf meine Höhen,
35er lehrt meine Hände den Kampf, meine Arme, zu spannen den ehernen Bogen.
36Du gabst mir den Schild deines Heils, und dein Erhören machte mich groß.
37Du machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel wankten nicht.
38Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie, und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39Und ich rieb sie auf, zerschmetterte sie, sie standen nicht [wieder] auf; unter meinen Füßen fielen sie.
40Du gürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden,
41kehrtest mir den Nacken meiner Feinde zu; meine Hasser, ich vernichtete sie.
42Sie blickten umher, aber da war kein Retter, zu Jahweh, aber er antwortete ihnen nicht.
43Ich zerrieb sie wie Staub der Erde. Wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.
44Du befreitest mich aus den Fehden meines Volks. Du setztest mich zum Haupt von Völkern. Ein Volk, das ich nicht kannte, wurde mir dienstbar.
45Die Söhne der Fremde schmeicheln mir. Aufs Hören des Ohrs wurden sie mir gehorsam.
46Die Söhne der Fremde sinken hin und zittern hervor aus ihren Burgen.
47Jahweh lebt! Gelobt12 sei mein Fels, und erhöht sei der Fels-Gott meines Heils,
48Der Starke, der mir Rache gewährt und mir Volksscharen unterwirft,
49der mich herausholte von meinen Feinden. Ja, von denen weg, die gegen mich aufstanden, erhöhtest du mich, dem Mann der Gewalttaten entrissest du mich.
50Darum bekenne ich dir Lob13, Jahweh, unter den Völkern, deinem Namen werde ich singen14,
51der groß macht die Rettungen15 seines Königs und Güte16 erweist seinem Gesalbten, David, und seinem Samen auf ewig."
Fußnoten
- 1 o.: mein [schützendes] Gefängnis
- 2 d. h.: des Unheils; des Verderbens
- 3 eigtl.: von seinen <beiden> Nasenlöchern; so a. V. 16.
- 4 n. vielen Hss u. Ps 18,11: schwebte
- 5 Das heb. Wort thebel bez. die bewohnte Welt bzw. Teile davon; der Umfang der jeweiligen "Welt" wird vom Kontext bestimmt.
- 6 o.: des Windes; o.: des Odems; heb. ruach
- 7 o.: beobachtete; hielt
- 8 o.: Rechte; Urteile; richterlichen Entscheidungen
- 9 o.: Ergebenen, Frommen
- 10 S. Begriffsverz. im Ergänzungsband.
- 11 eigtl.: ausgeschmolzen
- 12 und gesegnet
- 13 o.: danke ich dir
- 14 und spielen
- 15 o.: die Heilsfülle; o.: die Siege
- 16 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte, die Bundesliebe und -treue.