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Altes Testament

3. Mose Kapitel 20

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
2"Und du sollst zu den Söhnen Israels sagen: Jedermann von den Söhnen Israels und von den Fremdlingen, die sich in Israel als Fremde aufhalten, der von seinem Samen1 dem Moloch2 gibt, muss unbedingt zu Tode gebracht werden! Das Volk des Landes soll ihn steinigen.
3Und ich selbst werde mein Angesicht gegen diesen Mann richten und ihn aus der Mitte seines Volkes ausrotten, weil er von seinem Samen dem Moloch gegeben hat, um mein Heiligtum unrein zu machen und meinen heiligen Namen zu entheiligen.
4Sollte das Volk des Landes aber tatsächlich vor diesem Mann, wenn er von seinem Samen dem Moloch gibt, seine Augen verhüllen, sodass es ihn nicht tötet,
5so werde ich selbst mein Angesicht gegen diesen Mann richten und gegen seine Sippe und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um dem Moloch nachzuhuren, aus der Mitte ihres Volkes ausrotten.
6Und die Seele, die sich zu den Geisterbeschwörern und zu den Wahrsagern wendet, ihnen nachzuhuren, gegen diese Seele werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
7So haltet euch heilig und werdet heilig, denn ich bin Jahweh, euer Gott.
8Und haltet <und wahrt> meine Satzungen und tut sie. Ich bin Jahweh, der euch heiligt.
9So denn: Mann um Mann, jeder, der seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss unbedingt zu Tode gebracht werden! Er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht. Sein Blut ist auf ihm.
10Und ein Mann, der mit der Frau eines Mannes Ehebruch begeht, ja, der mit der Frau seines Nächsten Ehebruch begeht, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, müssen unbedingt zu Tode gebracht werden!
11Und ein Mann, der bei der Frau seines Vaters liegt, hat die Blöße3 seines Vaters aufgedeckt: Beide müssen unbedingt zu Tode gebracht werden! Ihr Blut ist auf ihnen.
12Und ein Mann, der bei seiner Schwiegertochter liegt: Beide müssen unbedingt zu Tode gebracht werden! Sie haben eine schändliche Besudelung4 begangen. Ihr Blut ist auf ihnen.
13Und ein Mann, der bei einem Männlichen liegt, wie man bei einer Frau liegt5: Beide haben einen Gräuel begangen. Sie müssen unbedingt zu Tode gebracht werden! Ihr Blut ist auf ihnen.
14Und ein Mann, der eine Frau nimmt und ihre Mutter [dazu], das ist eine Schandtat. Man soll ihn und sie im Feuer verbrennen, damit keine Schandtat in eurer Mitte sei.
15Und ein Mann, der bei einem Vieh liegt6, muss unbedingt zu Tode gebracht werden! Und das Vieh sollt ihr töten.
16Und eine Frau, die sich irgendeinem Vieh naht, dass es sich mit ihr begatte: Töten sollst du die Frau und das Vieh. Sie müssen unbedingt zu Tode gebracht werden! Ihr Blut ist auf ihnen.
17Und ein Mann, der seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blöße, und sie sieht seine Blöße: das ist Blutschande, und sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Söhne ihres Volkes. Die Blöße seiner Schwester hat er aufgedeckt. Er muss seine Schuld tragen!
18Und ein Mann, der bei einer menstruierenden7 Frau liegt8 und ihre Blöße9 aufdeckt, der hat ihre Quelle enthüllt, und sie hat die Quelle ihres Blutes aufgedeckt. Und sie sollen beide aus der Mitte ihres Volkes ausgerottet werden!
19Und die Blöße der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn ein solcher10 hat seine Blutsverwandte11 entblößt: Sie müssen ihre Schuld tragen!
20Und ein Mann, der bei der Frau des Bruders seines Vaters liegt, der hat die Blöße des Bruders seines Vaters aufgedeckt. Sie sollen ihre Sünde tragen, kinderlos sollen sie sterben!
21Und ein Mann, der die Frau seines Bruders nimmt: Das ist eine Abscheulichkeit12. Er hat die Blöße seines Bruders aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein!
22Und ihr sollt alle meine Satzungen und alle meine Rechtsbestimmungen halten <und wahren> und sie tun, damit euch das Land, wohin ich euch bringe, um darin zu wohnen, nicht ausspeie.
23Und ihr sollt nicht wandeln in den Satzungen des Volkes*, das ich vor euch vertreibe; denn alle diese Dinge haben sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden.
24Zu euch aber habe ich gesagt: Ihr werdet ihren Erdboden <als Erbe> in Besitz nehmen, und ich werde ihn euch geben, ihn <als Erbe> in Besitz zu nehmen, ein Land, das von Milch und Honig fließt. Ich bin Jahweh, euer Gott, der ich euch von den Völkerscharen <abgeschieden und> ausgesondert habe.
25Und ihr sollt scheiden13 zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen und zwischen den unreinen Vögeln und den reinen. Und ihr sollt eure Seelen nicht zu etwas Abscheulichem machen durch das Vieh und durch die Vögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, das ich euch als unrein <abgeschieden und> ausgesondert habe, dass es als unrein gelte.
26Und werdet mir Heilige, denn ich bin heilig, ich, Jahweh! Und ich habe euch von den Völkerscharen <abgeschieden und> ausgesondert, mir zu eigen zu werden14.
27Und wenn in einem Mann oder in einer Frau ein Totengeist oder ein Wahrsagegeist ist, müssen sie unbedingt zu Tode gebracht werden! Man soll sie steinigen. Ihr Blut ist auf ihnen."

Fußnoten

  1. 1 o.: [einen] aus seiner Nachkommenschaft; so a. i. Folg.
  2. 2 s. 3Mo 18,21; vgl. 1Kön 11,7; 2Kön 23,10; Jer 23,35.
  3. 3 o.: Scham; so V. 17.
  4. 4 o.: eine <schändliche> Verwirrung; eine gräuelhafte Befleckung (vom Zeitwort für "vermischen, verwirren").
  5. 5 w.: ein Mann, der einem Männlichen beiliegt im (o.: gemäß dem) Beilager einer Frau
  6. 6 eigtl.: der seinen [Samen]erguss einem Vieh gibt
  7. 7 eigtl.: schwachen; unwohl seienden
  8. 8 i. S. v.: sie beschläft
  9. 9 o.: Scham; so a. i. Folg.
  10. 10 w.: er
  11. 11 w.: sein Fleisch
  12. 12 o.: eine Befleckung; o.: Unflat
  13. 13 Das Wort kann auch "aussondern" bed.
  14. 14 o.: mir zur Verfügung zu sein; mir zu gehören