Altes Testament
3. Mose Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
2"Rede zu den Söhnen Israels und sage: Wenn eine Seele aus Versehen1 sündigt gegen irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf2, und irgendetwas davon tut,
3wenn der gesalbte Priester sündigt, zur Verschuldung des Volkes, <dann> soll er für seine Sünde, die er begangen hat, Jahweh einen Stier, ein Junges vom Rind3, ohne Tadel, als Sündopfer darbringen.
4Und er bringt den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung, vor dem Angesicht Jahwehs, und legt seine Hand fest auf den Kopf des Stieres und schächtet den Stier, vor dem Angesicht Jahwehs.
5Und der gesalbte Priester nimmt von dem Blut des Stieres und bringt es in das Zelt der Begegnung;
6und der Priester taucht seinen Finger in das Blut und sprengt von dem Blut siebenmal vor dem Angesicht Jahwehs an die Vorderseite des Vorhangs4 des Heiligen.
7Und der Priester tut [etwas] von dem Blut an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem Angesicht Jahwehs ist. Und alles Blut des Stieres schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars, der am Eingang des Zeltes der Begegnung ist.
8Und alles Fett vom Stier des Sündopfers hebt er von ihm ab: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
9und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, an den Lendenmuskeln, ist, und die Fettmasse über der Leber; samt5 den Nieren trennt er es ab,
10ebenso wie es vom Rind des Friedensopfers abgehoben wird. Und der Priester lässt es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen.
11Die Haut des Stieres aber und sein ganzes Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem <Darm- und> Mageninhalt:
12den ganzen Stier bringt er hinaus an einen reinen Ort, außerhalb des Heerlagers, zum Schutthaufen der Fettasche, und verbrennt ihn auf Holzscheiten im Feuer. Auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden.
13Und sündigt die ganze Gemeinde Israels aus Versehen6 - und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung - und sie tun irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf7, und laden so Schuld auf sich,
14und die Sünde, die sie gegen [das Gebot] begangen haben, wird erkannt, <dann> soll die Versammlung einen Stier, ein Junges vom Rind, darbringen, als Sündopfer, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen.
15Und die Ältesten der Gemeinde legen ihre Hände fest auf den Kopf des Stieres, vor dem Angesicht Jahwehs, und man schächtet den Stier, vor dem Angesicht Jahwehs.
16Und der gesalbte Priester bringt vom Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung,
17und der Priester taucht seinen Finger in das Blut und sprengt siebenmal vor dem Angesicht Jahwehs an die Vorderseite des Vorhangs.
18Und er gibt von dem Blut an die Hörner des Altars, der vor dem Angesicht Jahwehs <ist>, der also im Zelt der Begegnung ist. Alles Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars, der am Eingang des Zeltes der Begegnung ist.
19Und all sein Fett hebt er von ihm ab und lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
20Und mit dem Stier tue er, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; ebenso tue er damit. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie, und ihnen wird vergeben.
21Und er bringt den Stier hinaus, außerhalb des Heerlagers, und verbrennt ihn, wie er den ersten Stier verbrannt hat. Ein Sündopfer der Versammlung ist es.
22Wo ein Fürst sündigt, dass er aus Versehen irgendetwas tut von alledem, was nach den Geboten Jahwehs, seines Gottes, nicht getan werden darf, und er lädt so Schuld auf sich,
23und ihm ist seine Sünde, die er begangen hat, kundgetan worden, so soll er seine Opfergabe bringen: einen Ziegenbock8, ein männliches [Tier], ohne Tadel.
24Und er legt seine Hand fest auf den Kopf des Ziegenbocks und schächtet ihn an dem Ort, wo man das Brandopfer schächtet, vor dem Angesicht Jahwehs. Ein Sündopfer ist es.
25Und der Priester nimmt mit seinem Finger vom Blut des Sündopfers und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. Sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars.
26Und all sein Fett lässt er auf dem Altar in Rauch aufgehen, wie das Fett des Friedensopfers. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und ihm wird vergeben.
27Und sündigt eine Seele vom Volk des Landes aus Versehen, indem sie etwas tut, das nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf, und lädt so Schuld auf sich,
28und ist ihr ihre Sünde, die sie begangen hat, kundgetan worden, so soll sie für ihre Sünde, die sie begangen hat, ihre Opfergabe bringen, eine Ziege ohne Tadel, ein weibliches [Tier].
29Und sie legt ihre Hand fest auf den Kopf des Sündopfers und schächtet das Sündopfer an dem Ort des Brandopfers.
30Und der Priester nimmt mit seinem Finger [etwas] von seinem Blut und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Altars.
31Und all sein Fett trennt er ab, so wie das Fett von dem Friedensopfer abgetrennt wird. Und der Priester lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, Jahweh zum wohlgefälligen Geruch. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie, und ihr wird vergeben.
32Und bringt sie9 als ihre Opfergabe ein Lamm, als Sündopfer, so bringe sie ein weibliches [Tier], ohne Tadel.
33Und sie lege ihre Hand fest auf den Kopf des Sündopfers und schächte es als Sündopfer an dem Ort, wo man das Brandopfer schächtet.
34Und der Priester nimmt mit seinem Finger [etwas] vom Blut des Sündopfers und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Altars.
35Und all sein Fett trennt er ab, wie das Fett des jungen Lammes vom Friedensopfer abgetrennt wird. Und der Priester lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern Jahwehs. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie wegen ihrer Sünde, die sie begangen hat, und ihr wird vergeben.
2"Rede zu den Söhnen Israels und sage: Wenn eine Seele aus Versehen1 sündigt gegen irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf2, und irgendetwas davon tut,
3wenn der gesalbte Priester sündigt, zur Verschuldung des Volkes, <dann> soll er für seine Sünde, die er begangen hat, Jahweh einen Stier, ein Junges vom Rind3, ohne Tadel, als Sündopfer darbringen.
4Und er bringt den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung, vor dem Angesicht Jahwehs, und legt seine Hand fest auf den Kopf des Stieres und schächtet den Stier, vor dem Angesicht Jahwehs.
5Und der gesalbte Priester nimmt von dem Blut des Stieres und bringt es in das Zelt der Begegnung;
6und der Priester taucht seinen Finger in das Blut und sprengt von dem Blut siebenmal vor dem Angesicht Jahwehs an die Vorderseite des Vorhangs4 des Heiligen.
7Und der Priester tut [etwas] von dem Blut an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem Angesicht Jahwehs ist. Und alles Blut des Stieres schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars, der am Eingang des Zeltes der Begegnung ist.
8Und alles Fett vom Stier des Sündopfers hebt er von ihm ab: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
9und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, an den Lendenmuskeln, ist, und die Fettmasse über der Leber; samt5 den Nieren trennt er es ab,
10ebenso wie es vom Rind des Friedensopfers abgehoben wird. Und der Priester lässt es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen.
11Die Haut des Stieres aber und sein ganzes Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem <Darm- und> Mageninhalt:
12den ganzen Stier bringt er hinaus an einen reinen Ort, außerhalb des Heerlagers, zum Schutthaufen der Fettasche, und verbrennt ihn auf Holzscheiten im Feuer. Auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden.
13Und sündigt die ganze Gemeinde Israels aus Versehen6 - und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung - und sie tun irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf7, und laden so Schuld auf sich,
14und die Sünde, die sie gegen [das Gebot] begangen haben, wird erkannt, <dann> soll die Versammlung einen Stier, ein Junges vom Rind, darbringen, als Sündopfer, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen.
15Und die Ältesten der Gemeinde legen ihre Hände fest auf den Kopf des Stieres, vor dem Angesicht Jahwehs, und man schächtet den Stier, vor dem Angesicht Jahwehs.
16Und der gesalbte Priester bringt vom Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung,
17und der Priester taucht seinen Finger in das Blut und sprengt siebenmal vor dem Angesicht Jahwehs an die Vorderseite des Vorhangs.
18Und er gibt von dem Blut an die Hörner des Altars, der vor dem Angesicht Jahwehs <ist>, der also im Zelt der Begegnung ist. Alles Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars, der am Eingang des Zeltes der Begegnung ist.
19Und all sein Fett hebt er von ihm ab und lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
20Und mit dem Stier tue er, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; ebenso tue er damit. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie, und ihnen wird vergeben.
21Und er bringt den Stier hinaus, außerhalb des Heerlagers, und verbrennt ihn, wie er den ersten Stier verbrannt hat. Ein Sündopfer der Versammlung ist es.
22Wo ein Fürst sündigt, dass er aus Versehen irgendetwas tut von alledem, was nach den Geboten Jahwehs, seines Gottes, nicht getan werden darf, und er lädt so Schuld auf sich,
23und ihm ist seine Sünde, die er begangen hat, kundgetan worden, so soll er seine Opfergabe bringen: einen Ziegenbock8, ein männliches [Tier], ohne Tadel.
24Und er legt seine Hand fest auf den Kopf des Ziegenbocks und schächtet ihn an dem Ort, wo man das Brandopfer schächtet, vor dem Angesicht Jahwehs. Ein Sündopfer ist es.
25Und der Priester nimmt mit seinem Finger vom Blut des Sündopfers und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. Sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Brandopferaltars.
26Und all sein Fett lässt er auf dem Altar in Rauch aufgehen, wie das Fett des Friedensopfers. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und ihm wird vergeben.
27Und sündigt eine Seele vom Volk des Landes aus Versehen, indem sie etwas tut, das nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf, und lädt so Schuld auf sich,
28und ist ihr ihre Sünde, die sie begangen hat, kundgetan worden, so soll sie für ihre Sünde, die sie begangen hat, ihre Opfergabe bringen, eine Ziege ohne Tadel, ein weibliches [Tier].
29Und sie legt ihre Hand fest auf den Kopf des Sündopfers und schächtet das Sündopfer an dem Ort des Brandopfers.
30Und der Priester nimmt mit seinem Finger [etwas] von seinem Blut und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Altars.
31Und all sein Fett trennt er ab, so wie das Fett von dem Friedensopfer abgetrennt wird. Und der Priester lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, Jahweh zum wohlgefälligen Geruch. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie, und ihr wird vergeben.
32Und bringt sie9 als ihre Opfergabe ein Lamm, als Sündopfer, so bringe sie ein weibliches [Tier], ohne Tadel.
33Und sie lege ihre Hand fest auf den Kopf des Sündopfers und schächte es als Sündopfer an dem Ort, wo man das Brandopfer schächtet.
34Und der Priester nimmt mit seinem Finger [etwas] vom Blut des Sündopfers und gibt es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber schüttet er an den Grundsockel des Altars.
35Und all sein Fett trennt er ab, wie das Fett des jungen Lammes vom Friedensopfer abgetrennt wird. Und der Priester lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern Jahwehs. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie wegen ihrer Sünde, die sie begangen hat, und ihr wird vergeben.
Fußnoten
- 1 o.: ohne Vorsatz
- 2 w.: [gegen eines] von allen Geboten Jahwehs, die nicht getan werden dürfen
- 3 w.: einen Sohn vom Großvieh; so a. V. 14.
- 4 eigtl.: gegen das Angesicht des Scheidevorhangs; gemeint ist der Vorhang zw. dem Heiligen u. dem Allerheiligsten; so a. V. 17.
- 5 o.: an; bei
- 6 o.: ohne Vorsatz; so a. i. Folg.
- 7 w.: und sie tun [eines] von allen Geboten Jahwehs, die nicht getan werden dürfen; so a. i. Folg.
- 8 eigtl.: einen Zottigen (o.: Haarigen) der Ziegen; so a. i. Folg.
- 9 d. i.: die Seele; die Person (V. 27)