Altes Testament
3. Mose Kapitel 5
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und wenn eine Seele sündigt, dass sie die Stimme des <bedrohenden> Eides1 hört und Zeuge war - sei es, dass sie es2 gesehen oder gewusst hat -, wenn sie es nicht anzeigt3, <dann> muss sie ihre Schuld tragen4!
2Oder wenn eine Seele irgendeine unreine Sache berührt, sei es das Aas eines unreinen wilden [Tieres] oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen Kriechtieres, und es war ihr verborgen: so ist sie unrein und schuldig.
3Oder wenn sie die Unreinheit eines Menschen berührt, mit was für einer Unreinheit man sich auch immer befleckt, und es ist ihr verborgen: erkennt sie es, so ist sie schuldig.
4Oder wenn eine Seele schwört, indem sie unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem, was der Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihr verborgen: erkennt sie es, so ist sie schuldig in einem von diesen.
5Und es soll geschehen, wenn sie in einem von diesen [Dingen] Schuld auf sich geladen hat, so bekenne sie, worin sie gesündigt hat,
6und bringe Jahweh ihr Schuldopfer für ihre Sünde, die sie begangen hat: ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh - ein Schaf oder eine Ziege - zum Sündopfer. Und der Priester wird für sie5 Sühnung erwirken bezüglich ihrer Sünde.
7Und sollte ihre Hand für ein Lämmchen6 nicht genug finden7, so bringe sie Jahweh als ihr Schuldopfer für das, was sie gesündigt hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer;
8und sie bringe sie zum Priester. Und der bringt die zum Sündopfer [bestimmte] zuerst dar und kneift ihr dicht beim Genick den Kopf ab - er soll ihn aber nicht abtrennen.
9Und vom Blut des Sündopfers sprengt er an die Wand des Altars, und das Übrige vom Blut wird ausgedrückt hin zum Grundsockel des Altars: Ein Sündopfer ist es.
10Und die zweite bereitet er zu - zum Brandopfer nach der Vorschrift. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie8 wegen ihrer Sünde, die sie begangen hat, und ihr wird vergeben.
11Und bringt ihre Hand für zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht genug auf9, so bringe sie als ihre Opfergabe für ihre Sünde ein zehntel Epha10 Weizengrieß zum Sündopfer. Sie soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Sündopfer ist es.
12Und sie bringt es zum Priester. Und der Priester nimmt eine11 Handvoll davon, als dessen Gedächtnisteil12, und lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern Jahwehs: Ein Sündopfer ist es.
13Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie wegen ihrer Sünde, die sie in einem von diesen [Dingen] begangen hat, und ihr wird vergeben. Und es13 soll dem Priester gehören, wie das Speisopfer."
14Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
15"Wenn eine Seele Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen Jahwehs sündigt, soll sie Jahweh ihr Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Tadel vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung an Schekeln Silber, nach dem Schekel des Heiligtums, als Schuldopfer.
16Und das, worin sie an dem Heiligen gesündigt hat, soll sie erstatten und ein Fünftel davon hinzufügen und es dem Priester geben. Und der Priester wird mit dem Widder des Schuldopfers für sie Sühnung erwirken, und ihr wird vergeben.
17Und wenn eine Seele sündigt und irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf, tut: hat sie es auch nicht erkannt, <dann> ist sie schuldig und muss ihre Schuld tragen.
18Und sie soll vom Kleinvieh einen Widder ohne Tadel - nach deiner Schätzung - zum Priester bringen, als Schuldopfer. Und der Priester wird wegen ihres Versehens, das sie, ohne es zu wissen, begangen hat, Sühnung für sie erwirken, und ihr wird vergeben.
19Ein Schuldopfer ist es. Sie hat sich auf jeden Fall an Jahweh verschuldet."
20Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
21"Wenn eine Seele sündigt und Untreue gegen Jahweh begeht, dass sie ihrem Volksangehörigen ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehen oder etwas Geraubtes, oder sie hat von ihrem Volksangehörigen etwas erpresst,
22oder sie hat Verlorenes gefunden und verheimlicht es, oder sie schwört über einer Lüge14, über irgendetwas von alledem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versündigen:
23<dann> soll es geschehen, wenn sie gesündigt und Schuld auf sich geladen hat, dass sie das Geraubte zurückerstatte, das sie geraubt hat, oder das Erpresste, das sie erpresst hat, oder das Anvertraute, das ihr anvertraut worden war, oder das Verlorene, das sie gefunden hat,
24oder etwas von alledem, worüber sie trügerisch15 geschworen hat. Und zwar erstatte sie es nach ihrer [vollen] Summe und füge ein Fünftel davon hinzu. Dem, dem es gehört, soll sie es geben am Tag ihres Schuldopfers.
25Und ihr Schuldopfer, einen Widder ohne Tadel vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, soll sie Jahweh bringen - zum Priester, als Schuldopfer.
26Und der Priester wird Sühnung für sie erwirken vor dem Angesicht Jahwehs, und es wird ihr vergeben werden - jede einzelne [Sache], von allem, was man tun mag, sich darin zu verschulden."
2Oder wenn eine Seele irgendeine unreine Sache berührt, sei es das Aas eines unreinen wilden [Tieres] oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen Kriechtieres, und es war ihr verborgen: so ist sie unrein und schuldig.
3Oder wenn sie die Unreinheit eines Menschen berührt, mit was für einer Unreinheit man sich auch immer befleckt, und es ist ihr verborgen: erkennt sie es, so ist sie schuldig.
4Oder wenn eine Seele schwört, indem sie unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem, was der Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihr verborgen: erkennt sie es, so ist sie schuldig in einem von diesen.
5Und es soll geschehen, wenn sie in einem von diesen [Dingen] Schuld auf sich geladen hat, so bekenne sie, worin sie gesündigt hat,
6und bringe Jahweh ihr Schuldopfer für ihre Sünde, die sie begangen hat: ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh - ein Schaf oder eine Ziege - zum Sündopfer. Und der Priester wird für sie5 Sühnung erwirken bezüglich ihrer Sünde.
7Und sollte ihre Hand für ein Lämmchen6 nicht genug finden7, so bringe sie Jahweh als ihr Schuldopfer für das, was sie gesündigt hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer;
8und sie bringe sie zum Priester. Und der bringt die zum Sündopfer [bestimmte] zuerst dar und kneift ihr dicht beim Genick den Kopf ab - er soll ihn aber nicht abtrennen.
9Und vom Blut des Sündopfers sprengt er an die Wand des Altars, und das Übrige vom Blut wird ausgedrückt hin zum Grundsockel des Altars: Ein Sündopfer ist es.
10Und die zweite bereitet er zu - zum Brandopfer nach der Vorschrift. Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie8 wegen ihrer Sünde, die sie begangen hat, und ihr wird vergeben.
11Und bringt ihre Hand für zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht genug auf9, so bringe sie als ihre Opfergabe für ihre Sünde ein zehntel Epha10 Weizengrieß zum Sündopfer. Sie soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Sündopfer ist es.
12Und sie bringt es zum Priester. Und der Priester nimmt eine11 Handvoll davon, als dessen Gedächtnisteil12, und lässt es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern Jahwehs: Ein Sündopfer ist es.
13Und <so> erwirkt der Priester Sühnung für sie wegen ihrer Sünde, die sie in einem von diesen [Dingen] begangen hat, und ihr wird vergeben. Und es13 soll dem Priester gehören, wie das Speisopfer."
14Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
15"Wenn eine Seele Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen Jahwehs sündigt, soll sie Jahweh ihr Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Tadel vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung an Schekeln Silber, nach dem Schekel des Heiligtums, als Schuldopfer.
16Und das, worin sie an dem Heiligen gesündigt hat, soll sie erstatten und ein Fünftel davon hinzufügen und es dem Priester geben. Und der Priester wird mit dem Widder des Schuldopfers für sie Sühnung erwirken, und ihr wird vergeben.
17Und wenn eine Seele sündigt und irgendetwas von alledem, was nach den Geboten Jahwehs nicht getan werden darf, tut: hat sie es auch nicht erkannt, <dann> ist sie schuldig und muss ihre Schuld tragen.
18Und sie soll vom Kleinvieh einen Widder ohne Tadel - nach deiner Schätzung - zum Priester bringen, als Schuldopfer. Und der Priester wird wegen ihres Versehens, das sie, ohne es zu wissen, begangen hat, Sühnung für sie erwirken, und ihr wird vergeben.
19Ein Schuldopfer ist es. Sie hat sich auf jeden Fall an Jahweh verschuldet."
20Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
21"Wenn eine Seele sündigt und Untreue gegen Jahweh begeht, dass sie ihrem Volksangehörigen ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehen oder etwas Geraubtes, oder sie hat von ihrem Volksangehörigen etwas erpresst,
22oder sie hat Verlorenes gefunden und verheimlicht es, oder sie schwört über einer Lüge14, über irgendetwas von alledem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versündigen:
23<dann> soll es geschehen, wenn sie gesündigt und Schuld auf sich geladen hat, dass sie das Geraubte zurückerstatte, das sie geraubt hat, oder das Erpresste, das sie erpresst hat, oder das Anvertraute, das ihr anvertraut worden war, oder das Verlorene, das sie gefunden hat,
24oder etwas von alledem, worüber sie trügerisch15 geschworen hat. Und zwar erstatte sie es nach ihrer [vollen] Summe und füge ein Fünftel davon hinzu. Dem, dem es gehört, soll sie es geben am Tag ihres Schuldopfers.
25Und ihr Schuldopfer, einen Widder ohne Tadel vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, soll sie Jahweh bringen - zum Priester, als Schuldopfer.
26Und der Priester wird Sühnung für sie erwirken vor dem Angesicht Jahwehs, und es wird ihr vergeben werden - jede einzelne [Sache], von allem, was man tun mag, sich darin zu verschulden."
Fußnoten
- 1 hier: ein Fluch bzw. eine Beschwörung über einen Vertragsbrecher
- 2 d. i.: das Verbrechen
- 3 i. S. v.: vor Gericht nicht als Zeuge aufgetreten ist
- 4 o.: dann ist sie der Strafe schuldig.
- 5 d. i.: die Seele
- 6 eigtl.: für ein Junges <von der Kleinvieh-Herde> (d. i.: für ein Schaf oder eine Ziege)
- 7 o.: aufbringen können
- 8 d. h.: für die Seele (V. 1.2.4)
- 9 eigtl.: Erreicht ihre Hand ... nicht genug
- 10 Epha ist ein Getreidemaß; 1 Epha fasst ca. 22-36 l.
- 11 eigtl.: seine
- 12 D. i. der Teil des Speisopfers, der Jahweh verbrannt wird, zum Gedenken für den Opfernden.
- 13 d. i.: das Sündopfer
- 14 o.: schwört einen lügenhaften Eid
- 15 w.: zur Lüge