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Altes Testament

3. Mose Kapitel 22

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
2"Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen, dass sie sich fernhalten von1 den heiligen [Gaben] der Söhne Israels, die sie mir heiligen, dass sie meinen heiligen Namen nicht entheiligen. Ich bin Jahweh.
3Sage zu ihnen - [dies gilt] für alle eure [künftigen] Geschlechter: Wer irgend von all eurem Samen sich den heiligen [Dingen] naht, die die Söhne Israels Jahweh heiligen, während seine Unreinheit an ihm ist, diese Seele muss ausgerottet werden, von meinem Angesicht hinweg! Ich bin Jahweh.
4Jedermann vom Samen Aarons, der aussätzig ist oder einen Fluss hat2, darf von den heiligen [Gaben] nicht essen, bis er rein ist. Und wer irgendeinen berührt, der durch eine Seele3 unrein geworden ist, oder jemanden, dem der Samenerguss entgangen ist,
5oder wer irgendein kriechendes Tier berührt, an dem er unrein wird, oder einen Menschen, an dem er unrein wird infolge irgendwelcher Unreinheit, die er hat,
6die Seele, die etwas derartiges berührt, ist unrein bis zum Abend und darf nicht von den heiligen [Gaben] essen, sondern muss ihr Fleisch mit Wasser waschen.
7Und wenn die Sonne untergegangen4 ist, wird sie rein sein. Und danach darf sie von den heiligen [Gaben] essen, denn es ist ihr Brot.
8Aas und Zerrissenes5 darf sie nicht essen, wodurch sie unrein würde. Ich bin Jahweh.
9Und sie sollen mein [ihnen] zur Wahrung Anvertrautes halten <und wahren>, damit sie nicht Sünde auf sich laden und dadurch sterben, weil sie es entheiligt haben6. Ich bin Jahweh, der sie heiligt.
10Und kein Unbefugter7 darf Heiliges essen. Der Beisasse8 und der Tagelöhner eines Priesters dürfen Heiliges nicht essen.
11Wenn aber ein Priester eine Seele für Geld kauft, so darf diese davon essen. Und seine Hausgeborenen9, sie dürfen von seinem Brot essen.
12Und wenn die Tochter eines Priesters [die Frau] eines unbefugten10 Mannes wird, darf sie nicht vom Hebopfer der heiligen [Gaben] essen.
13Und die Tochter eines Priesters, wenn sie Witwe oder verstoßen11 wird und keinen Samen hat und in das Haus ihres Vaters zurückkehrt, darf sie - wie in ihrer Jugend - vom Brot ihres Vaters essen. Aber ein Unbefugter darf nicht davon essen.
14Und wenn jemand aus Versehen Heiliges isst, soll er ein Fünftel davon hinzufügen und dem Priester das Heilige erstatten.
15Und sie sollen die heiligen [Gaben] der Söhne Israels, die sie Jahweh abheben12, nicht entheiligen,
16damit sie13 nicht die Sünde einer Verschuldung auf sich laden, wenn sie ihre heiligen [Gaben]14 essen. Fürwahr, ich bin Jahweh, der sie heiligt."
17Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
18"Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israels und sage zu ihnen: Jedermann vom Haus Israel und von den Fremdlingen in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach allen ihren Gelübden und nach allen ihren freiwilligen Gaben, die sie Jahweh als Brandopfer darbringen:
19Zu eurer wohlgefälligen <Annahme>15 soll er [sie darbringen], ohne Tadel, männlich, von den Rindern, von den jungen Lämmern oder von den Ziegen.
20Alles, woran ein Makel ist, dürft ihr nicht darbringen, denn es würde euch nicht zur wohlgefälligen <Annahme> sein16!
21Und wenn jemand Jahweh ein Friedensopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als freiwillige Gabe vom Rind oder vom Kleinvieh: Ohne Tadel soll es sein, zur wohlgefälligen <Annahme>; keinerlei Makel darf an ihm sein.
22Blindes oder Gebrochenes oder Verstümmeltes oder Eiterndes oder Krätze oder Flechte, die dürft ihr Jahweh nicht darbringen und davon keine Feueropfer Jahweh auf den Altar geben!
23Und ein Rind oder ein Lämmchen17, an dem ein Glied zu lang oder verkrüppelt18 ist, als freiwillige Gabe darfst du es zubereiten, aber als Gelübde[opfer] ist es nicht wohlgefällig19.
24Und [eines], dem die Hoden zerdrückt oder zerschlagen oder abgedreht oder ausgeschnitten sind, dürft ihr Jahweh nicht darbringen. In eurem Land dürft ihr [das] nicht tun!
25Und [auch] aus der Hand des Sohnes der Fremde dürft ihr das Brot eures Gottes von allen diesen nicht darbringen, denn ihre Verderbnis20 ist an ihnen, ein Makel ist an ihnen; sie sind nicht wohlgefällig für euch."
26Und Jahweh redete zu Mose und sagte:
27"Wenn ein Rind oder ein junges Lamm oder eine Ziege geboren wird, soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein. Und vom achten Tage an und weiter ist es wohlgefällig zur Opferdarbringung als Feueropfer für Jahweh. -
28Und ein Rind oder Lämmchen: Es selbst zusammen mit seinem Jungen dürft ihr nicht schächten an ein und demselben Tag.
29Und wenn ihr Jahweh ein Dankopfer schlachtet, sollt ihr es zu eurer wohlgefälligen <Annahme>21 schlachten:
30Am selben Tag soll es gegessen werden. Nichts davon sollt ihr bis zum Morgen übrig lassen. Ich bin Jahweh.
31Und ihr sollt meine Gebote wahren und sie tun. Ich bin Jahweh.
32Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entheiligen, damit ich in der Mitte der Söhne Israels geheiligt werde. Ich bin Jahweh, der euch heiligt,
33der euch aus dem Land Ägypten führt, um euch Gott zu sein. Ich bin Jahweh."

Fußnoten

  1. 1 o.: sich zurückhaltend verhalten gegenüber
  2. 2 o.: mit einem Schleimfluss behaftet ist; an einem Fluss leidet
  3. 3 d. h.: durch eine gestorbene Seele (i. S. v.: Person; also durch eine Leiche)
  4. 4 w.: hineingegangen
  5. 5 d. h.: Verendetes und (von wilden Tieren) Gerissenes
  6. 6 d. h.: weil sie das zur Wahrung Anvertraute (bzw.: ihr Amt) infolge der Übertretung (oder Nachlässigkeit) entweiht haben.
  7. 7 d. h.: wer nicht in einer Priesterfamilie eingegliedert ist; Grundbed.: Fremder; so a. V. 12.13.
  8. 8 Gemeint ist ein rechtloser Fremder, einer ohne Bürgerrecht.
  9. 9 d. h.: die hausgeborenen leibeigenen Knechte
  10. 10 d. h.: nicht aaronitischen
  11. 11 eigtl.: vertrieben
  12. 12 d. h.: die sie durch Hochheben Jahweh weihen
  13. 13 d. i.: die Söhne Israels
  14. 14 d. h.: die heiligen Gaben, die nur die Priester essen dürfen
  15. 15 o.: zu [Gottes] Wohlgefallen an euch; d. h.: so, dass ihr [bei ihm] wohlgefällige Annahme findet.
  16. 16 o.: es würde euch nicht [Gottes] Wohlgefallen zuziehen.
  17. 17 eigtl.: ein Junges <von der Kleinvieh-Herde>
  18. 18 w.: zusammengezogen; eingezogen; neuhebräisch.: nicht gespalten; ohne Auswüchse; aram. Üsg.: nicht voll entwickelt
  19. 19 o.: wird es nicht angenommen; so a. i. Folg.
  20. 20 d. h.: etwas Verderbtes bzw. etwas Schädliches
  21. 21 o.: zu [Gottes] Wohlgefallen an euch; d. h.: sodass ihr [bei ihm] wohlgefällige Annahme findet.