Neues Testament
Matthäus Kapitel 12
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Zu jener Zeit zog Jesus am Sabbat durch die Saaten. Es hungerte seine Jünger, und sie fingen an, Ähren zu rupfen und zu essen.
2Als die Pharisäer es sahen, sagten sie zu ihm: "Siehe! Deine Jünger tun, was nicht gestattet ist, am Sabbat zu tun."
3Er sagte zu ihnen: "Last ihr nicht, was David tat, als ihn hungerte, ihn selbst und die mit ihm waren?
4- wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, die zu essen ihm nicht gestattet war noch denen, die mit ihm waren, als nur den Priestern allein?
5Oder last ihr nicht im Gesetz, dass am Sabbat die Priester in der Tempelstätte den Sabbat entheiligen und schuldlos sind?
6Ich sage euch aber: Größeres als die Tempelstätte ist hier.
7Wenn ihr aber gekannt hättet, was das heißt: 'Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer' {Hos 6,6}, hättet ihr nicht die Schuldlosen verurteilt;
8denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats."
9Als er von dort weitergegangen war, kam er in ihre Synagoge.
10Und - siehe - es war ein Mensch da, bei dem die Hand verdorrt war. Und sie fragten ihn und sagten: "Ist es gestattet, am Sabbat zu heilen1?", damit sie ihn anklagen könnten.
11Er sagte zu ihnen: "Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses an einem Sabbat in eine Grube fällt, es nicht greifen und hochbringen wird?
12Wie viel mehr ist also ein Mensch als ein Schaf! Daher ist es an einem Sabbat gestattet, Edles zu tun2."
13Dann sagt er zu dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
14Aber die Pharisäer gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, auf dass sie ihn umbrächten.
15Jesus hatte Kenntnis davon, und er zog sich von dort zurück. Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen. Und er heilte sie alle.
16Und er gebot ihnen nachdrücklich, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten,
17auf dass das erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, als er sagte:
18"Siehe! Mein Knecht, den ich [mir] vorzog3, mein Geliebter4, an dem meine Seele Wohlgefallen fand5! Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern [das] Recht6 künden.
19Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand auf den Straßen seine Stimme hören.
20Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen, bis er das Recht <mit Kraft> hinausführe zum Sieg.
21Und auf seinen Namen werden die von den Völkern hoffen." {Jes 42,1-4}
22Dann wurde ein dämonisch Geplagter zu ihm gebracht, blind und stumm. Und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah.
23Und alle Mengen waren erstaunt und sagten: "Ist dieser nicht der Sohn Davids?"
24Als die Pharisäer es hörten, sagten sie: "Dieser treibt die Dämonen nicht aus, es sei denn durch Be-elzebul, den Obersten der Dämonen."
25Da Jesus um ihre Erwägungen wusste, sagte er zu ihnen: "Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verwüstet. Und jede Stadt, die mit sich selbst entzweit ist, oder ein Haus, [das mit sich selbst entzweit ist,] wird nicht bestehen.
26Und wenn der Satan7 den Satan austreibt, wurde er gegen sich selbst entzweit. Wie wird also sein Königreich bestehen?
27Und wenn ich die Dämonen durch Be-elzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Deswegen werden sie8 eure Richter sein!
28Aber wenn ich durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, dann ist das Königreich Gottes zu euch gekommen9.
29Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seine Geräte rauben10, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat? Dann wird er sein Haus berauben.
30Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
31Deswegen sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
32Und wer auch immer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, ihm wird vergeben werden; aber wer auch immer gegen den Heiligen Geist redet11, ihm wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit* noch in der bevorstehenden.
33Macht entweder den Baum edel, dann ist seine Frucht edel, oder macht den Baum faul, dann ist seine Frucht faul, denn an der Frucht kennt man den Baum.
34Schlangenbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? - denn aus der Überfülle des Herzens redet der Mund.
35Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor.
36Ich sage euch: Jedes müßige <gesprochene>12 Wort*, was auch immer die Menschen reden, darüber werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft geben,
37denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verurteilt werden."
38Dann antworteten* einige der Schriftgelehrten und Pharisäer und sagten: "Lehrer, wir wollen ein Zeichen von dir sehen."
39Aber er antwortete und sagte zu ihnen: "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht trachtet nach einem Zeichen, und ein Zeichen wird ihm nicht gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten,
40denn wie Jona im Bauch des großen Meerungeheuers war, drei Tage und drei Nächte, so wird der Sohn des Menschen im Herzen der Erde sein, drei Tage und drei Nächte13.
41Männer von Ninive14 werden im Gericht aufstehen mit diesem Geschlecht und werden es verurteilen, weil sie Buße taten15 auf die Verkündigung des Jona hin. Und - siehe! - mehr als Jona ist hier.
42Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten mit diesem Geschlecht und wird es verurteilen, weil sie von den jenseitigen Teilen der Erde kam, die Weisheit Salomos zu hören. Und - siehe! - mehr als Salomo ist hier.
43Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, durchwandert er wasserlose Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht.
44Dann sagt er: 'Ich werde zu meinem Haus zurückkehren, von dem ich ausging.' Und wenn er kommt, findet er es leerstehend, gefegt und geschmückt vor.
45Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister zu sich, die böser sind als er selbst, und sie fahren ein und wohnen dort. Und es wird das Letzte jenes Menschen <nach und nach> schlimmer als das Erste. So wird es auch bei diesem bösen Geschlecht sein."
46Während er noch zu den Mengen redete - siehe - die Mutter und seine Brüder standen [bereits]16 draußen und suchten, mit ihm zu reden.
47Einer sagte zu ihm: "Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen, mit dir zu reden."
48Aber er antwortete und sagte zu dem, der zu ihm redete: "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?"
49Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sagte: "Siehe!: Meine Mutter und meine Brüder!
50- denn wer irgend den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist, der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter."
2Als die Pharisäer es sahen, sagten sie zu ihm: "Siehe! Deine Jünger tun, was nicht gestattet ist, am Sabbat zu tun."
3Er sagte zu ihnen: "Last ihr nicht, was David tat, als ihn hungerte, ihn selbst und die mit ihm waren?
4- wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, die zu essen ihm nicht gestattet war noch denen, die mit ihm waren, als nur den Priestern allein?
5Oder last ihr nicht im Gesetz, dass am Sabbat die Priester in der Tempelstätte den Sabbat entheiligen und schuldlos sind?
6Ich sage euch aber: Größeres als die Tempelstätte ist hier.
7Wenn ihr aber gekannt hättet, was das heißt: 'Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer' {Hos 6,6}, hättet ihr nicht die Schuldlosen verurteilt;
8denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats."
9Als er von dort weitergegangen war, kam er in ihre Synagoge.
10Und - siehe - es war ein Mensch da, bei dem die Hand verdorrt war. Und sie fragten ihn und sagten: "Ist es gestattet, am Sabbat zu heilen1?", damit sie ihn anklagen könnten.
11Er sagte zu ihnen: "Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses an einem Sabbat in eine Grube fällt, es nicht greifen und hochbringen wird?
12Wie viel mehr ist also ein Mensch als ein Schaf! Daher ist es an einem Sabbat gestattet, Edles zu tun2."
13Dann sagt er zu dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
14Aber die Pharisäer gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, auf dass sie ihn umbrächten.
15Jesus hatte Kenntnis davon, und er zog sich von dort zurück. Und es folgten ihm zahlreiche* Mengen. Und er heilte sie alle.
16Und er gebot ihnen nachdrücklich, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten,
17auf dass das erfüllt werde, was durch Jesaja, den Propheten, geredet wurde, als er sagte:
18"Siehe! Mein Knecht, den ich [mir] vorzog3, mein Geliebter4, an dem meine Seele Wohlgefallen fand5! Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern [das] Recht6 künden.
19Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand auf den Straßen seine Stimme hören.
20Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen, bis er das Recht <mit Kraft> hinausführe zum Sieg.
21Und auf seinen Namen werden die von den Völkern hoffen." {Jes 42,1-4}
22Dann wurde ein dämonisch Geplagter zu ihm gebracht, blind und stumm. Und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah.
23Und alle Mengen waren erstaunt und sagten: "Ist dieser nicht der Sohn Davids?"
24Als die Pharisäer es hörten, sagten sie: "Dieser treibt die Dämonen nicht aus, es sei denn durch Be-elzebul, den Obersten der Dämonen."
25Da Jesus um ihre Erwägungen wusste, sagte er zu ihnen: "Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verwüstet. Und jede Stadt, die mit sich selbst entzweit ist, oder ein Haus, [das mit sich selbst entzweit ist,] wird nicht bestehen.
26Und wenn der Satan7 den Satan austreibt, wurde er gegen sich selbst entzweit. Wie wird also sein Königreich bestehen?
27Und wenn ich die Dämonen durch Be-elzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Deswegen werden sie8 eure Richter sein!
28Aber wenn ich durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, dann ist das Königreich Gottes zu euch gekommen9.
29Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seine Geräte rauben10, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat? Dann wird er sein Haus berauben.
30Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
31Deswegen sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
32Und wer auch immer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, ihm wird vergeben werden; aber wer auch immer gegen den Heiligen Geist redet11, ihm wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit* noch in der bevorstehenden.
33Macht entweder den Baum edel, dann ist seine Frucht edel, oder macht den Baum faul, dann ist seine Frucht faul, denn an der Frucht kennt man den Baum.
34Schlangenbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? - denn aus der Überfülle des Herzens redet der Mund.
35Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor.
36Ich sage euch: Jedes müßige <gesprochene>12 Wort*, was auch immer die Menschen reden, darüber werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft geben,
37denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verurteilt werden."
38Dann antworteten* einige der Schriftgelehrten und Pharisäer und sagten: "Lehrer, wir wollen ein Zeichen von dir sehen."
39Aber er antwortete und sagte zu ihnen: "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht trachtet nach einem Zeichen, und ein Zeichen wird ihm nicht gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten,
40denn wie Jona im Bauch des großen Meerungeheuers war, drei Tage und drei Nächte, so wird der Sohn des Menschen im Herzen der Erde sein, drei Tage und drei Nächte13.
41Männer von Ninive14 werden im Gericht aufstehen mit diesem Geschlecht und werden es verurteilen, weil sie Buße taten15 auf die Verkündigung des Jona hin. Und - siehe! - mehr als Jona ist hier.
42Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten mit diesem Geschlecht und wird es verurteilen, weil sie von den jenseitigen Teilen der Erde kam, die Weisheit Salomos zu hören. Und - siehe! - mehr als Salomo ist hier.
43Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, durchwandert er wasserlose Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht.
44Dann sagt er: 'Ich werde zu meinem Haus zurückkehren, von dem ich ausging.' Und wenn er kommt, findet er es leerstehend, gefegt und geschmückt vor.
45Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister zu sich, die böser sind als er selbst, und sie fahren ein und wohnen dort. Und es wird das Letzte jenes Menschen <nach und nach> schlimmer als das Erste. So wird es auch bei diesem bösen Geschlecht sein."
46Während er noch zu den Mengen redete - siehe - die Mutter und seine Brüder standen [bereits]16 draußen und suchten, mit ihm zu reden.
47Einer sagte zu ihm: "Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen, mit dir zu reden."
48Aber er antwortete und sagte zu dem, der zu ihm redete: "Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?"
49Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sagte: "Siehe!: Meine Mutter und meine Brüder!
50- denn wer irgend den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist, der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter."
Fußnoten
- 1 o.: <wiederholt> zu heilen; der Inf. Präs. kann eine wiederholte Handlung ausdrücken.
- 2 o.: Gutes zu tun.
- 3 Das gr. Wort hat eine große Bandbreite an Bedeutung. Als Übersetzung von Jes 42,1 könnte es noch zusätzlich heißen: "den ich fasste und aufrecht hielt".
- 4 An dieser Stelle steht im heb. Text von Jes 42,1: bechiri, d. i.: "mein Erwählter"; Matthäus übersetzte "mein Geliebter", weil "geliebt" synonym für "erwählt" verwendet werden kann.
- 5 i. S. v.: an dem meine Seele [seit je] Wohlgefallen hatte [und hat].
- 6 o.: Gericht; so a. V. 20.
- 7 vom Heb. für "Gegner"
- 8 d. h.: eure Söhne
- 9 o.: dann ist die Königsherrschaft Gottes zu euch gelangt.
- 10 o.: plündern; eigtl.: "durchrauben" i. S. v. "durchweg alles rauben"; so a. i. Folg.
- 11 o.: geredet haben wird; geredet haben mag; die griech. Form des Zeitworts kann man so auffassen, dass hier im Rückblick, also vom Standpunkt der Ewigkeit aus, gesprochen wird. Vgl. Mk 3,29. Lk 12,10.
- 12 o.: unnütze; leere; eines, das nichts bringt
- 13 "Ein Tag und eine Nacht" war ein terminus technicus für einen 24-stündigen Tag. Ein Bruchteil eines solchen Tages konnte ebenfalls jeweils so bezeichnet werden; vgl. Apg 10,30 i. V. m. 10,9.23.24.
- 14 eigtl.: Männer, Niniviten
- 15 o.: anderen Sinnes wurden; o.: umdachten
- 16 Das gr. Imperfekt könnte andeuten, dass sie bereits <eine Zeitlang> draußen standen.